Integrationskind und Fragen dazu

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von msfilan78 24.05.11 - 10:58 Uhr

HaLLO

Meine Tochter soll nun in ihrem Kiga den I-Status bekommen. Momentan bekommt sie Frühförderung und soll nun zusätzlich noch als I-Kind gehen.
Nun stehe ich ja in dem Punkt noch am Anfang. Meine Fragen:
Wie lange muß ich mein Kind im Kiga tägl. Betreuen lassen? Bis jetzt geht sie von 8-12.00uhr in den Kiga ( bin zu hause, weil meine kleine noch keinen Krippenplatz hat), bis 6h Betreuungszeit ist täglich genehmigt. Will ich aber momentan nicht ( nur in Notfällen, wenn ich wichtige termine habe). Könnte sie aber morgens durchaus schon 1h eher in den Kiga stecken.
Erzieherin meinte, sie müsse tägl. 8h in den Kiga, da es sich sonst nicht lohnt. Würde dann auch 2mal in der Woche frühs im Kiga gefördert.
Und die 2te Frage: Welche erfahrungen habt ihr mit der Integration gemacht? Hat sich das Kind gut entwickelt, sprich das eine oder andere aufgeholt/ verbessert, oder stellte sich keine Besserung ein?!
Mich würden eure Erfahrungen interessieren.

Meine Tochter ist Entwicklungsverzögert im Bereich Motorik und Kognitiv ( Merken, Konzentrieren etc) Sozialverhalten und Sprache ist sie sehr gut entwickelt. Und da sie bereits ( oder erst) in 2 Jahren zur Schule kommt, wollen wir sie etwas vermehrt Fördern, bis jetzt bekommt sie 2mal die Woche Therapie und ich denke wenn das alles durch ist ( September/ Oktober) dann mit FF ( die noch bis ende März läuft) Ergotherapie auf 4mal die Woche. Wovon dann ja 2mal im Kiga ist.


Lg, Dani

Beitrag von girl08041983 24.05.11 - 11:04 Uhr

Huhu,

mein Sohn hat so ne ähnliche Diagnose wie deine. Er war erst von 8-16 Uhr in dem einen Kita, da war aber auch Logopädie im Kita und es hat nichts gebracht (also Logo schon, aber die I-Hilfe nichts). Er wurde da auch nicht anständig gefördert.
Im neuen Kita hat er auch Logo im Kita, geht von 8-14 Uhr hin (gibt es nur als Plätze für I-Kinder), die I-Helferin ist von 9-14 Uhr da. Er hatte Sprachförderung für die Schule extra, Ergo und GYM außerhalb (jetzt hat er nur noch Ergo).

Er ist im zweiten Kita richtig aufgeblüht und hat super Fortschritte gemacht, so dass er in eine normale Grundschule gehen kann.

Lg

Beitrag von msfilan78 24.05.11 - 12:54 Uhr

Danke für deine Antwort.

Die Erzieherin meiner Tochter ist Heilpädagogin, so das sie von dieser dann auch gefördert werden würde.
Es ist schön zu lesen, das man es als Entwicklungsverzögertes Kind evtl. doch noch ne Chance auf eine normale GS hat. Bei uns stehen bis jetzt nur das Thema Förderschule im Raum, was für mich auch kein Problem wäre und ich es auch beführworten würde. Aber dennoch hat man ja als Mutter bzw. Eltern immernoch die Hoffnung, ob sie es vielleicht doch in eine ganz normale Grundschule schafft.

Gruß, Daniela

Beitrag von scrollan01 24.05.11 - 14:23 Uhr

Meine Tochter ist auch I - Kind!

Seit 2 Jahren in einem I - Kiga nach Montessouri!

Sie hat sich dort super entwickelt! Total selbständig, hat Logo bekommen - braucht sie nicht mehr - hat Motopädie und Ergo gehabt - braucht sie nur noch die Motopädie jetzt!

Und ja, die Kinder sind bis 15h dort!

Ich würde mir da keinen Kopf drum machen - die packen es weg - auch wenn sie ab und zu müde sind Nachmittags - sie schlafen dort ja auch 1h - bzw. ruhen sich aus!

Ich bin froh, dass es so gelaufen ist und sie ist das 1. Kind bei uns im Kiga, wo der I - Status noch zur Kiga - Zeit weg fällt - nämlich ab August!

;-)


Beitrag von girl08041983 24.05.11 - 14:59 Uhr

Du die Erzieherinnen im ersten Kita waren auch alle super gefördert und ausgebildet, aber Pustekuchen. Mein Sohn wurde monatelang immer wieder in seiner Sch.. sitzen gelassen und wir durften jedes Mal, wenn wir ihn abgeholt haben erst mal den Po sauber machen. Mein Sohn war zu der Zeit fast Dauerwund.

Kaum haben wir den Kita gewechselt, wurde er trocken.

Wir haben ihn 1 Jahr zurückstellen lassen, lief alles ohne Problem und in dem Jahr hatten die Therapeuten schön Zeit die kleinen Problemchen in den Griff zu bekommen.

Lg

Beitrag von krokolady 24.05.11 - 15:58 Uhr

meine Tochter war / ist auch I-Kind.
Zuerst im Regel-KiGa....hat auch 6 Stunden bewilligt bekommen.
Aber meine Tochter hielt nie so lang durch......sie braucht noch immer ihren Mittagsschlaf - also hab ich sie immer um 12 Uhr abgeholt....also ging sie 3,5 bis 4 Stunden täglich.
Seit dem Umzug im Sommer geht sie in einen Lebenshilfe-KiGa in eine heilpädagogische Kleingruppe - auch hier hätten wir 6 Stunden, aber auch hier geht sie höchstens 4 Stunden am Tag.

Ob der KiGa dich "zwingen" kann das Kind länger zu schicken weiss ich gar nicht.......erklär denen das die ja gern täglich die 6 Stunden abrechnen können, Dein Kind aber nur in Ausnahmefällen mal so lang bleibt.

Bei uns war schon immer Logo und Ergo im KiGa möglich.
Und ob eine Verbesserung auftritt kommt ja auch auf die Diagnose an - und aufs Kind

Beitrag von ananova 24.05.11 - 16:28 Uhr

Hi!
Mein Sohn ist seid 2 Jahren auf einem I-Platz..(2Jahre entwicklungsverzögert in Allen Bereichen ohne erklärbare und auffindbare Ursache!).... und zwar von 7:30 bis 15:30 Uhr....im Nachhinein weiß ich nicht, ob es wirklich was gebracht hat, oder ob es nicht besser gewesen wäre, wenn ich ihn wenigstens ab Mittag zu Hause gehabt hätte..! Er ist oft müde gewesen und hing dann nur schlapp in der Gegend rum.....manchmal hatte ich das Gefühl, das er überfordert war....(er hat 2mal in der Woche Logo, 1mal KG, 1mal Heilpädagogin, 1mal Musiktherapie)

Seid den Osterferien hole ich ihn jetzt immer Mittags ab....kann ich jetzt auch besser, da ich wegen meinem Baby ja zu Hause bin....und ich habe das Gefühl, das tut ihm richtig gut!

Auf jeden Fall kommt er ab September in eine Sprach-Heil-Förderschule.....mal sehen, wie er sich dort so entwickelt!?

Man sollte ganz aufmerksam sein und sein Kind dabei gut im Auge behalten, wenn man dann das Gefühl bekommt, das es zu viel des Guten ist, dann muß man Kürzen! Irgendwann machen die Kinder im Kopf dicht! (so der Kinderpsychologe)

Ana

Beitrag von phoebe26 25.05.11 - 21:15 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist auch ein I-Kind. Sie besucht den Kindergarten normalerweise 3-4 Stunden tägl. Ihre Integrationskraft begleitet sie 10 Stunden in der Woche.
Es wurde vorab ein Hilfeplan erstellt, bei welchen Dingen sie Hilfe benötigt. Für jede dieser Hilfestellungen gibt es gewissenermaßen einen Zeitplan und daraus wurde dann die Anzahl der Wochenstunden ermittelt, natürlich gemessen an der Zeit, die sie insgesamt dort verbringt.
Dabei hatten wir aber völlig freie Hand.

Mit Hilfe der I-Kraft hat sie große Fortschritte gemacht. Diese Frau ist aber keine Therapeutin, eher eine Erzieherin, die sich eben intensiver mit meiner Tochter befasst als es den anderen Erzieherinnen bei so vielen Kindern möglich ist. Die benötigten Therapien (Logo- Ergo) werden dort nicht durchgeführt, das machen wir in unserer Freizeit.

LG Nina