Beerdigung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von bilauth 24.05.11 - 12:08 Uhr

Hallo zusammen

Ich weiss nicht ganz was ich machen soll.
Mein Onkel liegt im sterben. Die Ärzte meinten das er dden Tag nicht
überleben wird. Jetzt weiss ich nicht ob ich hinfahren ( 3 Stunden mit dem Auto ) oder lieber nicht. Mir gehts jetzt schon scheisse wenn ich nur dran denke das er stirbt. Bin jetzt in der 24 SSW. Hab richtig Angst davor :-(

Was würdet ihr denn machen ???

LG bilauth

Beitrag von mike-marie 24.05.11 - 12:11 Uhr

Die fahrt an sich sehe ich nicht als Problem. Du musst es wissen ob du jetzt fährst oder eben erst zur Beerdigung.

Lg

Beitrag von jucoaa 24.05.11 - 12:13 Uhr

Huhu

das ist echt hart, grade in der SS.
Normal würde ich sagen, fahr hin.....
aber ob es dir dann besser geht ist immer so ne sache.
also ich wüsste auch nicht was ich jetzt tun würde:-(

Beitrag von jinebine 24.05.11 - 12:13 Uhr

hallo,

lass dich erstmal #liebdrueck.

Tut mir sehr leid, was da mit deinem Onkel ist. :-(

Ich selber kenne es nur zu gut. Allerdings bei meinem Opa.
Ich war ganz frisch Schwanger, als es hieß mein Opa liegt im sterben und würde die Nacht nicht schaffen.
Für mich war klar, dass ich ihn nicht mehr sehen werde (wohnen 300km auseinander), ich hätte das gar nicht geschafft, ihm ging es sehr schlecht und hat gut 30kg abgenommen.

Aber zur Beerdigung sind wir gegangen. Das hätte mir NIEMAND verboten. Es hat mir geholfen abschied zu nehmen. Und meine Cousine (da im 7. Monat) war auch da.
Jeder muss es selber wissen,ob er sich in der Lage fühlt und es verkraftet. Ich hätte es mir niemals verziehen,nicht da gewesen zu sein.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

LG Janine + Laura 31 ssw

Beitrag von geli1976 24.05.11 - 17:01 Uhr

hallo!
also erstmal will ich dir sagen, das mir das ganze sehr leid tut...ich kann mich gut in deine lage versetzen.
ich habe das gleiche erst vor 4 wochen mitgemacht. meine mama lag im hospitz und wir haben sozusagen jeden tag an ihrem bett gesessen und gehofft das sie noch lange lebt....leider war dem nicht so, am 18.4. kam dann der anruf das es sich nur noch um wenige stunden handeln würde, bis sie einschläft....war mit meinen beiden schwestern bei ihr und haben sie nicht eine minute alleine gelassen bis sie schliesslich abends ihren letzten atemzug gemacht hat.
war echt super hart aber andrererseits war es auch ein gutes gefühl sie bis zur letzten minute nicht allein gelassen zu haben.
also wenn du dich gut fühlst dann fahr ruhig hin.
lg geli1976 20ssw

Beitrag von sacredheart 24.05.11 - 12:14 Uhr

hallo,
erst mal tut es mir sehr leid für deinen onkel.

den besuch würde ich davon abhängig machen, wie nahe du ihm stehst. wenn er "nur" der onkel ist, der zu geburtstagen angerufen hat und sich sonst eher zurückgehalten hat, würde ich jetzt nicht unbedingt hinfahren, aber wenn euch eine tiefere bindung verbindet, würde ich es wohl wagen. eventuell würde ich vorher im kh anrufen, ob er die nächsten drei stunden wohl noch da sein wird, oder ob es überhaupt angebracht ist, ihn noch zu besuchen. klar sollte ein abschiedsbesuch immer zu ihm gelassen werden, aber vielleicht liegt er an etlichen schläuchen oder ist womöglich infektiös, was dir auch schaden könnte.

wie gesagt, wenn ihr euch sehr nahe steht, würde ich hinfahren, ansonsten eher nicht.

viel kraft für dich und deine familie in der nächsten zeit
sacredheart

Beitrag von lucas2009 24.05.11 - 12:19 Uhr

Ganz ehrlcuh ich würde es lassen...
Als 2008 meine Schwägrin nen tödlichen Verkehrunfall hatte dachte ich auch, ich schaffe das schon...
Einen Tag vor der Beerdigung musste ich dann ins KH da ich ne Gestose entwickelt habe... Die Ärzte sagen, das es wahrscheinlich vom emotionalen Stress kam. Wassereinlagerungen hatte ich nämlich zu diesem Zeitpunkt gar nihct, die kamen erst später...

lG

Beitrag von knackundback 24.05.11 - 12:19 Uhr

Ich war letzte Woche (bei 36+3) auf der Beerdigung einer sehr guten Freundin.
Viele haben mir vorher gesagt ich soll mir gut überlegen ob ich mir diesen "emotionalen Streß" antun möchte (bzw.mir und dem Baby).

Für mich war es aber enorm wichtig Sie auf Ihrem letzten Weg zu begleiten und deshalb stand es ausser Frage das ich hingehe.

Letztendlich war es, für mich, die absolut richtige Entscheidung.
Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

Dir weiterhin alles Gute.

LG

Miri

Beitrag von engelchen939 24.05.11 - 12:19 Uhr

ich würde fahren da ich persönlich mir sonst vorwürfe machen würde ihn nicht noch einmal gesehen zu haben und mich verabschiedet zu haben!
Aber du musst das machen was für dich das richtige ist!
Alles gute #liebdrueck und tut mir sehr leid dass du in dieser Situation bist!!

Beitrag von annibremen 24.05.11 - 12:19 Uhr

Ich würde defintiv den Rat geben "NICHT hinfahren", es sei denn, du musst noch was mit ihm klären - aber ich fürchte, das geht sowieso nicht mehr, wenn er schon im Sterben liegt ...

Behalte ihn lieber so in Erinnerung, wie du ihn kanntest - ich weiß aus Erfahrung, dass man sich doll darüber erschrecken kann, wie jemand aussieht, der bereits im Sterben liegt.

Bei meinen Großeltern z.B. bin ich beide Male noch hingefahren und ich wünschte, ich hätte es gelassen.

Liebe Grüße und alles Gute
Anni

Beitrag von taechst 24.05.11 - 12:30 Uhr

Hallo,

wie war denn Dein Verhältnis zu Deinem Onkel? Würde er sich wünschen, Dich noch einmal zu sehen/ hören? Würde er verstehen, wenn Du evtl. nicht kommen würdest, weil es Dich einfach überfordert, ihn sterben zu sehen?
Würdest Du Dir vielleicht später Vorwürfe machen, nicht gefahren zu sein?

Die Fragen solltest Du Dir stellen und versuchen zu beantworten, um eine Entscheidung zu fällen.

Alles Gute dabei,

taechst

Beitrag von windsbraut69 24.05.11 - 12:50 Uhr

Ich glaub, Du bist hier die erste, die die Interessen des Sterbenden ins Gespräch bringt!

LG,

W

Beitrag von taechst 24.05.11 - 13:12 Uhr

hab schon viele Sterbende und derren Angehörige bis zum Tod betreut...

Die Pfarrer sagen immer, dass ein Sterbender, auch wenn er nichts mehr sagen kann und unansprechbar scheint, sehr wach und aufmerksam ist und quasi alles mitbekommt, was um ihn herum passiert.

Ob das stimmt, weiß ich nicht, kann es mir aber vorstellen, und deshalb macht es mich immer traurig zu sehen, wenn Angehörige über deren Köpfe hinweg miteinander kommunizieren und der Sterbende überhaupt nicht mehr angesprochen wird bzw. sich keiner Gedanken macht, wie es ihm/ ihr dabei gehen könnte.

Natürlich ist es traurig, wenn jemand stirbt, der/ die einem am Herzen liegt, aber es gehört zum Leben und der letzte Gang jedes Menschen sollte in Würde und Achtsamkeit begleitet werden.

Beitrag von zapmama2003 24.05.11 - 12:36 Uhr

Hallo,

meine Oma ist 2004 gestorben, da war ich im 5. Monat mit meiner Tochter schwanger.

Obwohl ich meine Oma sehr geliebt habe, war ich nicht auf der Beerdigung. Ich habe mich nur im KH von ihr verabschiedet als sie noch im Koma lag.

Ich komme aus Russland und dort ist es so ein Aberglaube, dass Schwangere nicht auf Beerdigung dürfen. Ich denke aber, dass der wirkliche Grund dafür der Stress ist. Aus dem Grund war ich auch nicht dort. Es wäre eine sehr schwere emotionale Belastung für mich.

Letzendlich muss du entscheiden, aber es wird bestimmt jeder verstehen, wenn du nicht hingehst.

Lg
Zap

Beitrag von susannea 24.05.11 - 12:36 Uhr

Ich würde fahren, du wirst dir sonst hinteher immer Vorwürfe machen!

Beitrag von annibremen 24.05.11 - 12:44 Uhr

Einspruch! ;-)

Das kann man so pauschal doch gar nicht sagen, weil man nicht weiß, was für ein Verhältnis sie zum Onkel hat.

Man könnte genauso sagen "Ich würde nicht fahren! Du wirst es sonst dein Leben lang bereuen!"

;-)

Beitrag von susannea 24.05.11 - 12:47 Uhr

Doch, dass kann man so pauschal sagen, wenn sich ihr diese Frage überhaupt stellt.

Wäre das Verhältnsi so schlecht wäre ihr das doch egal und sie würde in der Tagesordnung weiter gehen und sich keinerlei Gedanken drüber machen!

Und selbst beim schlechten Verhältnsi kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass man sich hinterher Vorwürfe macht, dass man es nciht ins Lot gebracht hat vor dem Tod!

Beitrag von annibremen 24.05.11 - 13:06 Uhr

Dem letzten Satz kann ich zustimmen, darum hab ich ja weiter oben auch geschrieben, dass ich nur hinfahren würde, wenn es noch was zu klären gibt. Sofern man noch was klären kann.

Wenn das nicht der Fall ist, wüsste ich nicht, wieso sie sich den Strapazen aussetzen soll in ihrer Schwangerschaft. Dem Baby tut sie damit sicherlich keinen Gefallen.

Aber muss - natürlich - jeder selber wissen ;-)

Beitrag von windsbraut69 24.05.11 - 12:52 Uhr

Doch.
Würde sie das Thema so behandeln wie Du oben geschildert hast, hätte sie sicher hier keinen Beitrag dazu eröffnet.
Viele Hinterbliebene bedauern im Nachhinein, in den letzten Stunden nicht für den Verstorbenen da gewesen zu sein.

Gruß,

W

Beitrag von annibremen 24.05.11 - 13:04 Uhr

Ich hätte jetzt vermutet, dass sie den Thread eröffnet hat, weil sie sich nicht sicher ist, ob sie es verkraftet, einen Sterbenden zu besuchen.

Ob sie den Onkel nun sehr gemocht hat oder nicht, einen Sterbenden zu besuchen, dürfte für jeden Menschen, der einen Funken Empathie in sich hat, Stress bedeuten - und das ist halt nicht gut in der SS.

Darum denke ich, es ist immer noch nicht klar, ob sie es ihr Leben lang bedauern würde, nicht hingefahren zu sein. Lieber sich und dem Baby den Stress ersparen und hinterher denken "Och schade, dass ich ihn nicht noch mal gesehen habe" als einen Schaden fürs Kind zu riskieren und damit leben zu müssen, dass man die GEsundheit des Kindes aufs Spiel gesetzt hat, nur um den Onkel noch mal zu sehen.

Beitrag von susannea 24.05.11 - 13:10 Uhr

Du scheinst nicht wirklich zu wissen wovon du redest, denn ich bin sicher, dass es hinterher nicht mit einem "Och, Schade!" getan ist, das bedeutet dann evtl. nciht nur Streß in der sondern auch in der nächsten Schwangerschaft usw.

Beitrag von annibremen 24.05.11 - 13:44 Uhr

Doch, ich weiß, wovon ich rede - ich bin vielleicht nur einfach anders gestrickt als du.

Mir ist mein Kind wichtiger. Fertig. Und ich bin nicht so eine Heulboje, dass ich auch noch Jahre später einen an der Waffel habe, nur weil ich mich von meinem Onkel nicht am Sterbebett verabschiedet habe. Wenn das Verhältnis gut war, verkraftet es so etwas.

MEIN Onkel hätte nicht gewollt, dass ich in der Schwangerschaft drei Stunden Fahrt auf mich nehme, "nur" um ihn noch mal zu sehen. Der hätte gesagt, pass gut auf dich und dein Kind auf - wir sehen uns irgendwann später im Himmel wieder.

Beitrag von susannea 24.05.11 - 13:49 Uhr

Stimmt, du scheinst so wie du hier antwortest ein ziemlich gefühlkalter Mensch zu sein.
Herablassend usw. scheints auch!

Beitrag von annibremen 24.05.11 - 13:56 Uhr

Naja, also ich bin weder herablassend noch gefühlskalt, da irrst du dich. Du solltest aber vielleicht weniger rumzicken, diese Unterstellungen bringen auch niemanden weiter ... ;-)

Also noch mal: Ich denke, wenn es der Thread-Erstellerin jetzt schon so schlecht geht, sollte sie den Stress - da hinzufahren und den Sterbenden noch mal zu besuchen - vielleicht besser ersparen. Auch aus Sorge um ihr Baby.

Hast es jetzt? Oder immer noch nicht?

Beitrag von susannea 24.05.11 - 20:44 Uhr

UNd genau dies sehe ich anders.
Ich würde genau, weils ihr so shclecht geht hinfahren um micht zu verabschieden! Dann wirds ihr bald besser gehen, sonst wirds wohl ncoch etwas andauern.


Übrigens zicke hier nicht ich, sondern du und wie ich dich einschätze, ist emien Meinugn und die kannst du ja nicht als ist so nicht hinstellen!
Du schätzt dich evtl. anders ein, aber das könenn andere nun mal anders sehen.

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