Eure Meinung: Nur gute Nachmittagsbetreuung mit Programm...

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von erdbeerblond 24.05.11 - 12:53 Uhr

Hallo ihr Mütter,
mich hat der Beitrag mit der Ganztagschule veranlasst, diesen Beitrag zu schreiben. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass eine Betreung nach der Schule, den Kindern alle möglichen Kurse und Aktivitäten anbieten sollte, sonst ist es nur eine Aufbewahrungsstätte.
So, mein Kind besucht eine Mittagsbetreung mit Hausaufgabenstunde, aber OHNE Kursprogramm ;-) Die Räume sind nicht mal riesig, aber ein tolles Außengelände gehört dazu. Die Kinder können malen, basteln und spielen, wie sie wollen, aber ohne Anleitung oder Zwang... Es gibt kein kreatives Basteln, keinen Töpferkurs usw. ;-), sondern die Kinder spielen wirklich "nur" und denken sich die tollsten Spiele aus, spielen zusammen mit verschiedenen Kindern aus verschiedenen Klassen und Altersstufen. Die Betreuerinnnen sind super gut drauf und die Kinder sind total zufrieden und wollen meist gar nicht mit nach Hause. Für mein Einzelkind ist diese Art der Betreuung super und er genießt es dort "nur" zu spielen, obwohl er auch manchmal ganz nach Lust und Laune tolle Sachen bastelt. Er besucht danach auch einen Sportverein und wir haben auch am Abend und am Wochenende Zeit um gemeinsam zu kochen oder kreativ zu sein :-) Aber eine Betreuung ganz OHNE Programm ist für mich nicht nur Aufbewahrung, sondern für die Kinder ganz toll, denn sie können dort nach der Schule und den Hausaufgaben wirklich "nur" spielen ;-), was sie unendlich genießen.
Wie ist eure Meinung?

Beitrag von gussymaus 24.05.11 - 13:37 Uhr

eine frage der bedürnisse...

meine jungs gehe nNICHt zur betreuung - aber die ghet bei uns auch nur bis 1, also eine stunde länger als schule. da wird auch "nur" gespielt. die leiterin ist aber ganz toll, die macht viel schöne lernspiele bei schlechtem wetter, einfache basteleien (was in der stunde eben so geht) oder geht mit den kindern raus und sie "spielen nur"

meine kinder kommen direkt nach der schule heim, machen pause 8also auch wieder "nur spielen") bis es essen gibt und alle daheim sind. danach hausaufgaben und wenn sie wollen gehen sie spielen bzw einmal die woche zum sport. also steht auch is auf die kanpp2h leichtatletiik "nur spielen" auf dem programm und ich finde das auch ganz gut so. dazu haben die kinder neben schule und hausaufgaben sowieso schon kaum mehr zeit bald...

wegen mir bräuchte es da auch nicht mehr geben... vielleicht mal ein angebot was zu basteln oder so, aber mehr auch nicht... wie zuhause eben...

aber wenn muttern bereit ist ihre kinder jeden tag zu einem anderen verein zu kutschieren erwartet sie natzürlich von der schule auch so eine dauer-bespaßung... ;-) also so seh ich das...

Beitrag von ayshe 24.05.11 - 14:15 Uhr

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aber wenn muttern bereit ist ihre kinder jeden tag zu einem anderen verein zu kutschieren erwartet sie natzürlich von der schule auch so eine dauer-bespaßung... also so seh ich das...
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Und wenn Muttern den ganzen Tag arbeitet, ist sie gar nicht in der Lage, ihr kind den ganzen Tag zu kutschieren.

Beitrag von gussymaus 28.05.11 - 15:12 Uhr

so hab ich das doch gar nicht gemeint...

der eine findet es eben wichtig dass das kind nen verein, nen kurs oder sonstwas macht, andere finden "einfach "nur" spielen" wichtig... ob man das dann selber macht/machen kann oder delegiert tut ja an sich nichts zur sache...

meine kinder spielen auch zu hause "Nur" so und daher bräuchte eine nachmittagsbeträuung mMn auch nicht viel mehr machen. wenn mein kind aber jeden nachmittag da sein muss, müsste die auch unseren einen sportnachmittag ersetzen, WIE sei mal dahingestellt... da gibts sicher verschiedene möglichkeiten...

Beitrag von bambolina 24.05.11 - 13:38 Uhr

Hab ich etwas übersehen, dass eine Betreuung ohne Programm nur eine Aufbewahrungsstätte ist???

Bei uns ist es wie bei euch. Nachmittags nach den Hausaufgaben ist "freies Spielen" angesagt. Was natürlich nicht bedeutet, dass die Kinder auf sich selbst angewiesen sind.
Wenn ich im Hort die Kids hole, sitzen die Erzieherinnen bzw. Erzieher auch mal mit manchen Kids zusammen, machen irgendwelche Karten- oder Brettspiele oder es wird mit ihnen gebastelt. Die Jungs bolzen auch oft mit den Erziehern.

"Programm" gibt es eigentlich nur in der Ferienzeit, da ist von Schwimmbad, Spielplatzbesuch, Eis essen, Kino / Theater, Hochseilgarten, Zoobesuch schon einiges drin gewesen.

lg bambolina

Beitrag von giftzwerg01 24.05.11 - 13:45 Uhr

Hallo,

sicherlich ist freies Spielen auch mal schön. Aber das können sie zu Hause ja auch, können sich mit Freunden oder Nachbarskindern verabreden, wenn sie möchten, können machen, wozu sie Lust haben.

Eine Nachmittagsbetreuung, in der jeden Tag nur stundenlang "freies Spiel" auf dem Programm steht, hat für mich keinerlei Vorteil gegenüber einem Nachmittag zu Hause, wenn Mama sowieso daheim ist (und darum ging es ja in dem Thread unten).

Die Zeit für individuelle Hobbies, Vereine, o.ä. ist recht eingeschränkt nach der Ganztagsbetreuung, von daher erwarte ich dann währenddessen wenigstens ein Ausgleichsangebot.

Ob die Kinder mit einer Ganztagsbetreuung gut zurechtkommen, ist sicherlich typbedingt. Meine Tochter war immer froh, wenn sie Mittags erstmal ihre Ruhe hatte und nachmittags auch mal andere Gesichter gesehen hat als die Klassenkameraden (mit denen sie sich aber trotzdem oftmals getroffen hat).

Viele Grüße

#winke

Beitrag von erdbeerblond 24.05.11 - 13:51 Uhr

Deine Sicht kann ich verstehen. Nun, ich bin berufstätig und natürlich froh über das Angebot hier bei uns. Wäre ich aber immer Mittags daheim, wäre mein Kind hier im Wohngebiet allein zum Spielen, da alle seine Freunde auch in der Betreuung sind. Hier gibt es auch kreative Nachmittage, da kann man sein Kind auch noch seperat anmelden, wenn es dann will. Hätte ich mehrere Kinder, wäre es vielleicht anders, aber für mein Einzelkind wäre es eine Bestrafung jeden Tag nach der Schule ganz allein mit mir zu verbringen (da hilft auch kein kratives Programm ;-).

Beitrag von giftzwerg01 24.05.11 - 14:07 Uhr

Ja, das kommt natürlich immer auf die individuelle Situation an. Da die Hortplätze hier nur sehr rar sind, sind die meisten Kinder nachmittags zu Hause und die Mamas auch ;-)

Beitrag von ayshe 24.05.11 - 14:18 Uhr

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aber für mein Einzelkind wäre es eine Bestrafung jeden Tag nach der Schule ganz allein mit mir zu verbringen (da hilft auch kein kratives Programm .
###rofl
das verstehe ich voll.

Meine Tochter trifft sich sogar nach dem Hort immer noch mit Freundinnen.
Die Kinder bekommen irgendwie nicht genug voneinader, gleich vom Hort gehen sie zusammen zu einer nach Hause oder eben zu uns.

Beitrag von ayshe 24.05.11 - 13:59 Uhr

Es kommt doch darauf an, woran das Kind Interesse hat.

Meine Tochter geht zb gern mit dem Hort schwimmen, töpfert, probiert auch einfach mal dies und jenes aus, auch an Sport, ohne daß sie erst in einen Verein muß.

Wenn sie das alles nicht machen wollte, müßte sie ja auch nicht teilnehmen und kann auch den ganzen Tag draußen spielen oder drinnen, ganz wie sie will.

Beitrag von anja1968bonn 24.05.11 - 14:06 Uhr

Sehe das ähnlich wie du, in der OGS meines Sohnes werden zwar zwei Arbeitsgruppen angeboten, aber an den anderen Tagen ist freie Zeit. Mein Sohn, auch Einzelkind, spielt sehr gerne dort "frei"; trotzdem bleibt noch genügend Raum für Aktivitäten außerhalb der Betreuung und am Wochenende natürlich auch für Familienunternehmungen.

Zweimal pro Woche hat mein Sohn (3. Klasse) sechs Stunden Unterricht, danach kommen noch Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung - im Anschluss ist er froh, einfach spielen zu dürfen und braucht nicht mehr unbedingt ein Angebot, bei dem auch seine Konzentration gefordert ist. Wichtig ist dabei natürlich, dass er wirklich nette Betreuerinnen und Betreuer hat, die kompetent sind und auch konstant da sind; zum Glück ist das bei uns in der Fall!

LG

Anja

Beitrag von 3wichtel 24.05.11 - 14:11 Uhr

Wenn mein Kind jeden Tag bis zum frühen Abend in der Betreuung sein müsste (wg. Abwesenheit der Eltern) dann fände ich es auch gut, wenn es in der Betreuung irgendwie die Möglichkeit gibt, ein Instrument zu lernen oder eine Sportart auszuüben.
Sonst ginge das neben dem Hort/ der Ganztagsschule ja gar nicht mehr.

Wenn allerdings die Betreuung nicht jeden Tag statt findet oder bis 14:00 oder 15:00 beendet ist, dann würde mir "nur spielen" auch reichen.

"Nur spielen" ist übrigens bei Kindern nie "nur spielen".
Kinder lernen gerade im freien Spiel mehr als in angeleiteten Kursen. Und es ist ja mittlerweile nachgewiesen, dass Kinder, die sich motorisch austoben dürfen (auf Bäume klettern, Fangen spielen, Verstecken, Balancieren, Schaukeln, Hüpfen, etc.) auch in der Schule bessere Leistungen erbringen (vor allem im Fach Mathematik).

Beitrag von erdbeerblond 24.05.11 - 14:20 Uhr

Danke auch für deine Antwort. Mein Kind ist nicht bis zum Abend in der Betreung, wir haben danach auch noch Zeit für andere Dinge.
Ich meinte auch mit meinem Beitrag, dass auch "nur" gemeinsames Spielen ;-), ohne Programm den Kinder auch sehr gut tut. Bei einigen geht es gleich nach der Schule daheim, andere tun dies in der Betreuung (aber deshalb muß eine Betreuung nicht schlecht sein, wenn dort nicht immer das ultimative Programm geboten wird).

LG

Beitrag von ayshe 24.05.11 - 14:21 Uhr

Ja, da gebe ich dir vollkommen recht, es hängt eben auch von der Zeit ab.


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Wenn mein Kind jeden Tag bis zum frühen Abend in der Betreuung sein müsste (wg. Abwesenheit der Eltern) dann fände ich es auch gut, wenn es in der Betreuung irgendwie die Möglichkeit gibt, ein Instrument zu lernen oder eine Sportart auszuüben.
Sonst ginge das neben dem Hort/ der Ganztagsschule ja gar nicht mehr.
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Ja, das ist der Punkt :-)
Bei uns bietet die Schule AGs an, auch bzgl. diverser Instrumente.
Ich finde es insgesamt schön, diese Auswahl zu haben, ob man sie nutzen will oder wie viel davon, kann ja jeder selbst entscheiden.
Manche Kinder mahcen auch nur an einem Nachmittag etwas, andere wollen gern mehr und machen es eben.

Beitrag von sunny42 24.05.11 - 14:44 Uhr

Meine Tochter vorgestern zu mir:

"Mama, dass ist so anstrengend das die Erzieherinnen im Hort immer schimpfen wenn wir die ganzen Angebote nicht machen wollen. Warum müssen wir denn wie in der Schule da auch noch das machen was die Großen wollen?
Wir möchten so gerne einfach in Ruhe spielen"

Ich finde das sagt alles aus!

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von sarahg0709 24.05.11 - 14:52 Uhr

Hallo,


bei dem Konzept der Schule meiner Tochter geht es nicht um Aufbewahrung, sondern um Unterricht am Vormittag und Nachmittag zur Entzerrung des Stoffs. Das soll den Kindern das Lernen erleichtern. Das Ganze nur unterbrochen durch das Mittagessen.

Hausaufgaben werden dann zu Hause gemacht.

Ich finde, dass 4 Nachmittage Unterricht (Freitag wäre dann schon mittags Schluss) der pure Stress für die Kinder sind, schon richtig wie im Gymnasium, wo ja auch nachmittags Unterricht ist (wobei mein Sohn in der 5. und 6. nur an einem Nachmittag Unterricht hatte).

In dem Hort meines Sohnes wurde nach den Hausaufgaben auch gespielt, entweder draußen bei schönem Wetter oder drinnen halt Gesellschaftsspiele, gekickert oder gebastelt und gemalt. Das finde ich besser, wenn denn eine Betreuung gebraucht wird.

LG

Beitrag von anarchie 24.05.11 - 15:01 Uhr

Hallo!


das kann man so nicht sagen!
Dazu muss man unterscheiden..

Fall 1:
das Kind ist am nachmittag in der Betreuung, weil es eben nett fürs Kind ist, die Mutter es so möchte, es daheim keinen Ansprechpartner, keine anderen Kinder, whatever hat...klar, dann ist"nur" spielen auch ok.

Fall 2:
wenn ich aber gezwungen bin mein Kind dort abzugeben und es dafür auf seine selbst gewählten Hobbys verzichten muss, weil sie mit der Betreuung kollidieren, dann erwarte ich natürlich, dass es die Möglichkeit hat, dort seinen Hobbys nachzugehen.

Eine verpflichtende Betreuung darf nicht mit einer Verschlechterung der nachmittagsgestaltung einhergehen(was ja auch nicht Sinn der Sache ist, vermute ich mal...#gruebel)

lg

melanie

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 15:38 Uhr

Hallo,

ich kann einfach nciht verstehen, was hier für Meinungen über Ganztagsschulen vorherrschen und in diesem Fall: was hier aus dem Geschriebenen so interpretiert wird.

Man kann auch einfach alles schlecht reden!

Gruß

Beitrag von valentina.wien 24.05.11 - 18:19 Uhr

Wie schon gesagt wurde: jedes Kind/ alle Eltern/ jede Familie hat/ haben andere Bedürfnisse.

Für uns waren die Möglichkeiten innerhalb der Nachmittagsbetreuung eine wichtiges Auswahlkriterium.
Unsere Tochter kann in der von uns gewählten Schule nun verschiedenste Sportarten machen, Instrument(e) lernen, Theaterkurse besuchen, dem Chor beitreten etc.
Oder sie kann einfach hinaus in den Park gehen.

Ich weiß mein Kind zeitweise gerne beschäftigt. Freies Spiel finde ich wichtig. Aber die Möglichkeit sich auch außerschulisch weiterzubilden auch.

Mindestens eine Sportart und ein Instrument empfinde ich fast als Pflicht. Wenn sie dazu noch gerne eine Sprache lernen möchte etc. unterstütze ich das nur.


Wer das für seine Kinder nicht möchte, muss es ja nicht in Anspruch nehmen.
Aber das Angebot sollte es schon geben.

Beitrag von brotli 24.05.11 - 21:09 Uhr

hallo

meine meinung ist , das es ein programm geben sollte an dem die kinder teilnehmen könnten, wenn sie wollten.

mein sohn hat im kindergarten jedes programm mitgenommen was ging. er hat es geliebt. vom backen bis zum sport oder musik, englisch, alles, es hat ihm unendlich viel spass gebracht, am liebsten hätte er sich in alle angebote eingetragen.
gut, wenn es das nicht gibt, fehlt es auch nicht,. aber toll fand ich es das es das so gab.macht doch auch spass mit anderen kindern zusammen.
sie hatten danach oder davor noch genügend stunden um nur frei rumzurennen und zu spielen, also angebote sollte es schon geben, wer spass daran hat , sollte es nutzen können.wer gar nichts möchte, auch gut, aber auswahl sollte man haben.
haben wir an unserer schule übrigens auch nicht mehr. schade finde ich es.


l.g.