In Elternzeit darf man doch kündigen?

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Beitrag von derhimmelmusswarten 24.05.11 - 13:18 Uhr

Hallo,

nach der Geburt meiner 2. Tochter hab ich nun 3 Jahre Elternzeit beantragt. Grund: Ich werde dort garantiert nie wieder arbeiten (Mobbing, Chef ist ein Psychopath). Ich habe ihm nun den Brief zukommen lassen, dass ich drei Jahre Elternzeit beanspruche.

Nun antwortet er mir, dass das Schreiben eingegangen ist und dass er darauf besteht, dass ich 3 Jahre Elternzeit nehme und dann wieder bei ihm antrete #rofl Einer Verkürzung oder Veränderung des Zeitraums würde er nicht zustimmen.

Wenn ich woanders arbeiten wolle, müsste ich ihn fragen. Es ließ sich schon raus lesen, dass er das dann aber ablehnen wird.

Frage: Könnte er das so einfach ablehnen? Da mein Chef Anwalt ist, ist er natürlich mit allen Wässerchen gewaschen. Was ist denn, WENN er ablehnt und sagt, ich solle bei ihm arbeiten? Zwingen kann er mich wohl schlecht, oder?

Er schreibt auch, es wäre eine Vertragsverletzung, wenn ich ohne Erlaubnis woanders anfange. Na und... Was will er denn dann machen? Mir kündigen? Prima. Soll er doch.

Und zum Schluß behauptet er noch, ICH könnte nicht kündigen innerhalb der Elternzeit. Und das ist die Hauptfrage. Das stimmt doch nicht, oder? Ich habe nämlich recherchiert, dass nur ER nicht kündigen kann, ICH aber sehr wohl jederzeit unter Einhaltung der üblichen Kündigungsfristen.

Also was will der mir eigentlich?! Ich war seit dem 4. Monat durchweg krank geschrieben, er musste zahlen bis fast zum Mutterschutz und er hat es nicht geschafft, mich raus zu kriegen, da ich mit einer Anwältin gegen ihn vorgegangen bin. Und nun denkt er, ich komme in 3 Jahren zurück?! #rofl#klatsch

Beitrag von miau2 24.05.11 - 13:22 Uhr

Hi,
Du darfst kündigen. Er nicht.

Wenn in deinem Arbeitsvertrag steht, dass du um Erlaubnis fragen musst bevor du woanders arbeitest musst du dich selbstverständlich daran halten. Wenn Arbeitgeber sich nicht an Verträge und Gesetze halten gibts hier immer ein Riesengeschrei. Aber als Arbeitnehmer führt das nur zu einem lapidaren "und, was will er dann machen...". Merkwürdige Einstellung, finde ich.

allerdings darf er m.W. nach nur mit Begründung ablehnen. Begründet wäre es z.B., wenn du zur Konkurrenz gehst. Wenn du vorhast, auf Minijobbasis in einem Cafe zu bedienen wäre die Verweigerung der Zustimmung vermutlich weniger durchsetzbar.

Such dir einen anderen (sozialversicherungspflichtig) und kündige dann unter Einhaltung der Fristen. Machen kann er dagegen gar nichts.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von susannea 24.05.11 - 13:34 Uhr

Ja natürlich kannst du innerhalb der Elternzeit kündigen und vor allem auch zum Ende (ist ja extra im BEEG angegeben ;) ).

Wenn du ohne Erlaub nis woanders arbeitest kann er dir natürlich fristlos kündigen und evtl. Schadensersatzansprüche geltend machen, ob er Schaden hat, ist aber fraglich!

Beitrag von lisasimpson 24.05.11 - 14:10 Uhr

herzlichen glückwunsch zur geburt

fachkundige auskuft hast du ja schon erhalten.
Mmn hört sich das ein bißchen so an als denkt dein chef du stehst in einem sklaven-verhältnis zu ihm.

wenn er dir die 3 jahre bestätigt hat, dann kann er durchaus sagen, daß er dich nicht früher zurücknimmt.
er kann ebenso verlangen, daß du sein einverständis einholst, wenn du wo anders arbeitest und es gibt tatsächlich gründe, dei das untersagen könnten.

kündigen kannst du selbstverständlich

lisasimpson