Schulbuskarte unrechtmäßig erhalten

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von ich_mich 24.05.11 - 16:28 Uhr

Hallo!
Wir wohnen 2,7 km von der nächsten Grundschule entfernt und es gibt hier eigentlich erst ab 3 km eine kostenlose Busfahrkarte. Unsere Nachbarn haben keine und werden sich sicher wundern, warum Max eine hat. Warum er die bekommen hat, weiß ich nicht, bin mir ziemlich sicher, dass es ein Versehen ist, wir sollten ein Foto abgeben, nun haben wir die Karte.
Würdet ihr
1. Schweigen und genießen (das heißt Kind nutzt den Bus), hoffen, dass euch keiner verpetzt
2. Bus bezahlen (Monatskarte kostet 34 Euro)
3. Bus nicht nutzen und Kind zu Fuß schicken bzw. fahren
Bin gespannt auf eure Meinungen!
Danke!

Beitrag von brompel 24.05.11 - 16:32 Uhr

Also wenn ihr nicht drum gebeten habt und die einfach bekommen habt, dann würde ich die einfach nutzen... Ist doch nicht euer Fehler! Selbst wenns einer verpetzt, könnt ihr ja immernoch behaupten, ihr hättet das nicht gewusst. Oder ihr teilt euch den Preis mit euren Nachbarn und jeder bezahlt nur die Hälfte, damit sind sie sicher auch glücklich. So oder so würde ich mir da nicht so die Gedanken machen! Freut euch doch einfach für so lange wies geht!

Beitrag von parzifal 24.05.11 - 17:27 Uhr

Mit dem Nachbar teilen?

Wie kommt man auf solch eine Idee? Der Nachbar hat doch gar nichts damit zu tun.

Oder soll das eine Art Bestechung sein?

Beitrag von gussymaus 24.05.11 - 17:51 Uhr

wenn du die karte nicht bestellt hast würde ich sie einfach nutzen. nachträglich dafür zahlen fiele mir nicht ein.

bei uns war das auch mal so. als das nachbarskind hin ging und auch eine haben wollte wurde meine wieder eingezogen...

kann aber auch sein, dass die den schulweg etwas anders berechnen - weil der kürzeste (2,7km) nicht der sicherste ist oder so, und ihr deshlab eine bekommt...

ich würde das kind fahren lassen und nichts sagen. aber eben auch nicht in der bekanntschaft damit prahlen... wenns es zur sprache kommt eben sagen "ich dachte auch er bekommt keine..." oder so... ahnungslos eben...

Beitrag von jazzbassist 24.05.11 - 19:26 Uhr

Ich würde das Busticket solange benutzen, wie ich es bekomme. Da das ganze juristisch nicht mehr als ein Verwaltungsakt ist. Und der wird nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bestandskräftig; unabhängig davon, ob der Verwaltungsakt rechtskonform oder rechtswidrig war. Und auch, wenn zwischen Gemeinde und Bürger ein nicht gerade ausgewogenes Kräfteverhältnis herrscht; sollte zumindest moralisch wenigstens der gleiche Maßstab an Anstand und Ordnung bestehen.

Würden Sie 3,3km entfernt wohnen und hätten dieses Ticket nicht bekommen und Ihren Fehler nicht erkannt, hätte man Ihnen nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist bürokratisch korrekt (in Douglas Adams Manier überspitzt) gesagt: Wenn Sie sich nicht einmal um ihre ureigensten Angelegenheiten kümmern, ist das nicht unser Problem. Frist abgelaufen => tut uns (nicht) leid. Und - diesem - von der Verwaltung vorgegebenen Maßstab an Anstand, Recht und Ordnung würde ich mich ruhigen Gewissens anschließen.

Beitrag von mimi1410 24.05.11 - 20:50 Uhr

Hi,

da wäre ich wohl die einzig ehrlich Dumme hier. Ich würde die - zu Unrecht erhaltene Buskarte - zurückgeben, bzw. nachfragen, ob sie richtigerweise zugesendet wurde.
Andersrum: du müsstest eine Karte bekommen, wurdest aber vergessen - würdest du dann auch stillhalten?

LG Mimi

Beitrag von mc3 25.05.11 - 07:09 Uhr

> da wäre ich wohl die einzig ehrlich Dumme hier. Ich würde die - zu Unrecht
> erhaltene Buskarte - zurückgeben, bzw. nachfragen, ob sie richtigerweise
> zugesendet wurde.

Wenn ich eindeutig zu nah der Schule wohnen würde, würde ich das auch tun. Aber 2,7 km zu 3 km, das liegt doch an der Grenze. Die Behörde misst den Weg halt etwas anders (Fußwege, sichere Übergänge), das bekommt man selbst doch gar nicht hin. Wenn die Nachbarn keine bekommen haben, gehts wahrscheinlich um wenige Meter hin oder her.

Beitrag von .nefur. 24.05.11 - 21:19 Uhr

Hallo,

ich glaube, bei dir schwingt die Angst mit, das Thema fliegt durch die Nachbarin auf.

Wäre dein Kind sonst wirklich gelaufen? Bei uns gibt es die Reglung mit 2 km, allerdings gibt es auch gewisse Härtefälle.

Naja, jedenfalls würde ich die Buskarte verwenden.

Beitrag von luka22 24.05.11 - 21:29 Uhr

Na ja, seien wir mal nicht päpstlicher als der Papst! Ich finde es ja auch dämlich, dass die Karte wegen 300m nicht bezahlt wird.
Ich glaube, ich würde mich zunächst einmal doof stellen, kann ja schließlich wirklich sein, dass die Grenze z.B. auf 2,5 km abgesenkt wurde ;-). Dem Nachbar würde ich auf Nachfragen aber schon wahrheitsgemäß antworten, dass ihr nach einem Foto gefragt worden seid und die Karte ohne großen Kommentar bekommen habt.

Grüße
Luka

Beitrag von manavgat 25.05.11 - 10:25 Uhr

Nutz die Karte und gut ist.

Ich sehe das politisch. In meinen Augen sollten alle Schüler eine kostenlose Karte für die Öffis bekommen!

Gruß

Manavgat

Beitrag von fascia 25.05.11 - 11:23 Uhr

Ich würd das mal meiner Nachbarin erzählen.
Damit sie eine Anfrage machen kann, ob ihr Kind kostenfrei gestellt werden kann.
Den Versuch ist es wert.
(Vielleicht wart nicht ihr das "Versehen", sondern sie...)
Sie muss ja nun nicht erzählen, wer sie auf diese Idee gebracht hat.

f.

Beitrag von suameztak 26.05.11 - 09:56 Uhr

Hallo.

ich würde nachfragen. Bei uns würde es nämlich sicher ein Drama geben, falls es irgendwann auffällt und wir die Karte zurück geben müssten. Dann hätten wir entweder jeden Morgen Stress oder ich müsste doch die teure Karte kaufen.
Gerade wenn die Nachbarn keine Karte haben, können die Kinder doch gut zusammen zur Schule laufen.

LG