Hilfe 1. Klasse Mathe!!!!!!!

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von vivien1908 24.05.11 - 22:30 Uhr

Hallo Muttis,

meine Tochter Vivien ist jetzt 7 Jahre alt und geht in die 1. Klasse. In Deutsch haben wir überhaupt keine Probleme. Klar geht das Lesen noch etwas langsam, sie lernt es ja erst! Aber Mathe ist bei uns die totale Katastrophe. Die kleinen rechnen nun schon über die 20 hinaus aber meine kleine bekommt nicht einmal einfache Aufgaben bis 10 hin.
Wir rechnen ja nun schon zu jeder Gelegenheit und mit allen möglichen Dingen, aber es will einfach nicht ihn ihren Kopf rein gehen.
Sie ist auch extrem abgelenkt und wenn es sie packt, steht sie einfach auf und läuft herum.
Letzte Woche musste sie zwei Deutschstunden nachholen weil sie einfach keine Lust hatte im Unterricht ihre Aufgaben zu machen.

Ich habe jetzt schon einen Termin beim Kinderarzt machen lassen. Damit er sich mal mit Vivien unterhält und mir wenn nötig eine Überweisung zum Kinderpsychologen gibt. Dort wird dann sicherlich ein neuer Schultest gemacht und mir wird gesagt ob es sinnvoll ist meine Tochter die 1. Klasse nochmal zu machen. Oder ob sie unter Umständen Diskalkolie (Rechenschwäche) hat. Dann könnte sie normal in die 2. Klasse wechseln und Mathe würde speziell geschult werden. Leider ist Diskalkolie keine anerkannte Krankheit und wird immer als Folge von ADS ADHS bezeichnet!

So und nun würde ich mich auf viele Antworten freuen und vielleicht sogar noch Tipps was ich noch machen könnte!

Liebe Grüße
Julia

P.S. Ich halte euch natürlich auf dem laufenden!#winke

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 22:37 Uhr

Hallo,

ich finde es mehr als befremdlich, dass alles, was die Kids nicht können direkt auf irgendeine Krankheit zurückgeführt wird.

Mein Weg wäre:

- mit der Lehrerin besprechen, was in welchem Umfang schief läuft, wie gelehrt wurde, wie aufgepasst wurde

- die Lehrmethode auseinanderpflücken und eventuell zu Hause auf andere Lehrmethoden zurückgreifen

- die Lehrerin fragen inwiefern sie einen Erfolg bei Schulförderung oder Förderung ausserhalb bzw. zu Hause sieht

Nach der kompletten Einschätzung der Lehrerin und Zerpflückung der Lehrmethode (eventuell versuchen eine andere Methode anzuwenden), dann kann man weiter denken, ob es unter Umständen DiskalkUlie ist.

Auch weil dein Kind zappelt, und mein aufzustehen, wenn es keine Lust mehr hat, hat es nicht gleich AD(H)S.

Ich würde es als Kind auch einfach mal versuchen.

Falls die Probleme schwerwiegender sind und du meinst, ich spiele es runter, hast du dich nciht präzise genug ausgedrückt ;-)

Grüße
(PS: "Multiple exclamation marks, he went on, shaking his head, are a sure sign of a diseased mind." (Terry Pratchett in "Eric"))

Beitrag von ayshe 25.05.11 - 09:21 Uhr

#pro

Beitrag von aylin80 25.05.11 - 06:54 Uhr


Es heißt Dyskalkulie.
Der richtige Weg ist sicherlich, sich an Fachpersonal zu wenden. Schulpsychologe erstmal. Die helfen dir dann weiter.

Beitrag von anarchie 25.05.11 - 09:14 Uhr

Hallo!


Worte geben meisst einen großen Interpretationsspielraum, wie gravierend das Problem wirklich ist...

Einige Kinder haben einfach kein Zahlenverständnis - ohne eine Dyskalkulie zu haben.
Andere lernen schlicht nicht, was sie nicht interessiert(das geht mir persönlich übrigens auch so .
Andere haben tatsächlich eine Dyskalkulie. da ist der Psychologe als erste Anlaufstelle sicher eine gute Wahl.

Wie ist es denn zuhause...
hast du den Eindruck, sie versteht das Prinzip nicht?
Wie stellt sie sich an, wenn du es erklärst?
Ist sie bemüht?
hast du das unterrcihtskonzeot mal durchleuchtet?
mit der lehrerin gesprochen, wie sie das einschätzt?
etc..


Mein Sohn(8,2. Klasse) hat sich bis vor wenigen Wochen VERDAMMT schwergeatn in Mathe - und das, obwohl sich alle einig sind, dass er weder Dyskalkulie hat, noch dazu sogar eher überdurchschnittlich intelligent ist.
Es hat ihn einafch so wenig interessiert, dass er schlicht nicht in der Lage war, sich drauf zu konzentrieren...auch solche Kinder gibt es;-)
urplötzlich ist der Knoten geplatzt..er ist keine und wird nie eine Leuchte sein in Mathe, aber er kommt gut mit.

Manchmal ist Zeit auch das, was hilft...aner das ist so individuell, dass ,an eigentlich aufgrund deiner Beschreibung erstmal so garnichts raten kann...

lg und hoffentlich eine gute Lösung

melanie mit 4 kids

Beitrag von manavgat 25.05.11 - 10:14 Uhr

Warum willst Du Dein Kind mit aller Macht zur Kranken machen?


Dyskalkulie ist überhaupt nicht richtig erforscht und des ist fraglich, ob es nicht einfach wieder nur ein Etikett ist, ähnlich LRS.


Grundsätzlich ist das Erkennen und Zuordnen von Mengen eine Folge der persönlichen Reife. Und die ist bei Kindern eben unterschiedlich schnell. Manchmal liegen in einer Schulklasse die Kinder bis zu 3 Jahre in der Entwicklung auseinander.

Mein Rat: wende Dich an die Schulpsychologin ohne Vordiagnose/Mutmaßungen und nimm sowohl die Deutsch- als auch die Mathesachen mit. Wenn eine Reifeverzögerung festgestellt wird, dann ist eine Wiederholung der 1. Klasse angeraten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von delfinchen 25.05.11 - 10:18 Uhr

Seh ich auch so!

Tipp: Das Montessori-Mathe-Material kann auch eine tolle Hilfe sein, ist aber sehr teuer. Aber vielleicht arbeitet ja eure Mathe-Lehrerin damit?


LG,
delfinchen

Beitrag von mel1983 25.05.11 - 10:28 Uhr

Bei uns wird nach der Zahlenlandmethode gelehrt, dass scheint auch echt prima zu sein.

Vllt ist es ja sogar das Gleiche.

:-)