verbale Attacken - akzeptiert; körperliche - nicht

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von connie4 25.05.11 - 08:13 Uhr

Hallo,

gestern hatte ich ein kurzes Lehrergespräch (wir haben uns zufällig getroffen). Und nun erzählte mir die Lehrerin, daß eben unser Großer sich zu oft körperlich wehrt. (zwicken, schubsen)

Nicht daß ich das gutbefinde (hab auch schon oft mit ihm drüber gesprochen). ABER in der Klasse fällt mir besonders auf, daß verbale Attacken nicht gemaßregelt werden. Und wenn ich meinen Großen darauf anspreche, warum er das und das gemacht hat, sagt er grundsätzlich, der andere hätte angefangen und irgendwelche Wörter zu ihm gesagt.

Ich weiß, ich weiß...ich will gar nicht diskutieren "der hat angefangen" - Kinderkram.
Aber bitte schön, wie soll er sich denn wehren, denn die Kinder, die so schlau sind und nur verbal ausfällig werden, bekommen nie Ärger!!! Petzen ist ja auch nicht erlaubt. (Also von wegen zu der Lehrerin sagen "der und der hat das und das gesagt") Meistens glaubt sie das eh nicht, denn die Streber genießen bei ihr besonderen Schutz.

ABER WIE WEHREN???? Bitte bitte, ich bin mit meinem Latein am Ende!

Verbale Attacken zeugen wohl heutzutage von besonderer Schläue, körperliche werden verachtet. NICHT falsch verstehen, ich halte körperliche Übergriffe nicht für richtig und dulde sie auch nicht. ABER verbale muß ich dulden????

Bitte schreibt mir, was ihr Euren Sohnemann in so nem Fall raten würdet.

PS: Auch ein Gespräch mit den Elternsprechern würde mich nicht weiterbringen, denn es sind deren "schlaue" Kinder, die sich mit Wörtern profilieren.

PPS: Es gibt in der Klasse ein starkes soziales Gefälle. Die schwächeren haben keine Lobby. Ein Mädchen kommt aus einer Großfamilie, die Mutter wenig Zeit. Wenn die Kinder zu ihr sagen, "du stinkst" dann ist das halt so. Das wird akzeptiert und das Mädchen ausgegrenzt. Das ist doch nicht in Ordnung, oder? Ist es nicht Sache der Lehrerin, alle Kinder gleich zu behandeln und auch die "besseren" mal zu rügen??? Kann man nicht lieber Hilfe anbieten, anstatt auszugrenzen???

Ich verstehs nicht.

Eins noch: Die Kinder sollten Zutaten für ein gesundes gemeinsames Frühstück mitbringen, aber manche Eltern meinten, das wollen sie nicht, "weil meine Kinder von manchen anderen nichts essen würden". Ähem..., auf so ne Idee kommt doch kein Kind! Das ist doch eher die Einstellung der Eltern, oder????!

Ich finds traurig. Wir haben als Kinder bei so manchem gegessen, wo wir heute auch die Nase rümpfen würden. Aber wir leben noch!

Beitrag von claudia1500 25.05.11 - 08:41 Uhr

Hallo,

naja also ich sag meinem Sohn auch immer er soll sich verbal und nicht körperlich wehren. Wobei es sicher stimmt, das verbale Angriffe oft mehr treffen als körperliche.

Wird nur dein Sohn angegriffen? Findest du es artet aus? Weil bei meinem Sohn gibt es immer mal wieder Ärger zwischen Kindern und am nächsten Tag ist alles wieder ok.

Naja wenn ich mir die Kommentare der Eltern zum Thema Frühstück anhöre, scheinen die wohl echt einen an der Klatsche zu haben, sorry! Und richtig sowas geht meist von den Eltern aus nicht von den Kindern....

So wirklich helfen konnnte ich dir jetzt leider auch nicht ;-)

VG Claudia

Beitrag von connie4 25.05.11 - 08:50 Uhr

Nein, es wird nicht nur mein Sohn angegeriffen, aber meist ist halt er derjenige der sich dann (laut) wehrt und auffällt!!!

Es artet in dem Sinne auch nicht aus, weil es eigentlich "Kindereien" sind, die tatsächlich bald vergessen sind. NUR die Lehrerin maßregelt eben häufig ihn, weil er halt dann am meisten auffällt (er hat ein lautes Organ dazu!!)

Sie fühlt sich eben in ihrer "Harmonie" gestört.

Er ist halt ein wildes Kerlchen, aber nicht der einzige in der Klasse (ist eine überwiegende Jungsklasse).

Im Kindergarten war das kein Thema, da hat es zum "spielen" gehört, aber in der Schule stört es halt. Ist ja verständlich, aber er ist halt ein Junge, der sich nicht hinsetzt und muchsmäuschenstill alles hinnimmt!

Beitrag von claudia1500 25.05.11 - 09:00 Uhr

Ja es ist leider wirklich so, impulsive Kinder sind den Lehrern ein Dorn im Auge War bei meinem Bruder damals auch so...

Bei meinem Sohn auch. Er hat am Anfang immer sehr gerne geschwätzt und wenn dann mal eine Mitschüler angefangen hat, ist immer gleich mein Sohn ermahnt worden.

Du kannst wirklich nur versuchen ihn immer wieder zusagen, er soll sich ein wenig bedeckt halten. Wird schwierig werden, weil es anscheindend einfach nicht seiner Natur entspricht ;-)

Ansonsten mal das Gespräch mit der Lehrerin suchen.

Beitrag von connie4 25.05.11 - 09:12 Uhr

Ja, das werd ich ihn wohl nochmals ans Herz legen... (hoffe, es fruchtet irgendwann!)

Danke für deine nette Antwort!

Beitrag von juniorette 25.05.11 - 08:57 Uhr

Hallo,

"Bitte schreibt mir, was ihr Euren Sohnemann in so nem Fall raten würdet. "

entweder soll er sich verbal zur Wehr setzen oder die Verbalattacken ignorieren.

Und ich glaube nicht, dass ein Lehrer grinsend daneben steht, wenn ein Schüler zu einem anderen sagt "du stinkst". Und ich bin sicher, dass ein Schüler, der immer wieder verbal andere attackiert, auch gemaßregelt wird. Nur dass körperliche Attacken von einer Lehrkraft schon von weitem erkennbar sind, verbale Attacken nicht. Und ein Lehrer kann nur das maßregeln, was er mitbekommt.

Und es kommt hinzu, dass Schulkinder lernen müssen, sich verbal zur Wehr zu setzen statt mit körperlichen Attacken.

Dass Kinder sich untereinander verbal ärgern, ist normal. Aufsichtspersonen (Kindergartenerzieher, Lehrer, Eltern) haben gar nicht die Möglichkeit, diese zu unterbinden.
Was natürlich nicht passieren darf, ist, dass es in Mobbing ausartet.

Der Spruch "du stinkst" ist unter Kindern relativ normal.

LG,
J.

Beitrag von connie4 25.05.11 - 09:08 Uhr

Na gut, wenn Du das als normal ansiehst...#kratz

Klingt, als wärst Du selbst Lehrerin...

Is ja kein Thema, wenn Aufsichtspersonen nicht alles mitbekommen, aber man sollte schon ein bißchen "hinter die Kulissen" blicken - als Klassenlehrerin, finde ich. Und auch mal ansprechen, daß man auch mit Worten sehr verletzen kann.

Beitrag von juniorette 25.05.11 - 09:23 Uhr

Nein, ich bin keine Lehrerin, aber ich war mal Kind #aha
Im Übrigen ein Kind, was auch unfähig war, sich verbal zu wehren und stattdessen rabiat wurde ;-)

Hast du als Kind nie andere geärgert oder beschimpft?

"Und auch mal ansprechen, daß man auch mit Worten sehr verletzen kann. "

Natürlich. Vielleicht wurde das ja auch schon mal angesprochen, nur keinen interessiert's?

Beitrag von connie4 25.05.11 - 09:44 Uhr

Ja, ich war tatsächlich auch mal Kind, aber eher ein ruhiges, hab mir eher zuviel gefallen lassen (also eigentlich das Gegenteil von meinem Sohn). Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, damit umzugehen.

Vielleicht bin ich auch als Mutter zu ruhig und müßte öfter mal auf den Tisch hauen (damit meine ich nicht in der Erziehung - da bin ich durchaus streng) aber im Verhalten zu anderen Müttern oder Lehrern gebe ich oft klein bei.

Wir haben uns im Elternkreis mal über unsere eigene Kindheit unterhalten und komischerweise haben die "Rebellenmütter" nun die ruhigsten Kinder... #kratz was für eine Welt...

Na da freu ich mich ja jetzt schon auf meine Enkel...#schein

Beitrag von juniorette 25.05.11 - 10:15 Uhr

"
Wir haben uns im Elternkreis mal über unsere eigene Kindheit unterhalten und komischerweise haben die "Rebellenmütter" nun die ruhigsten Kinder... was für eine Welt... "

Stimmt, mein Sohn ist diesbezüglich auch ganz anders als ich :-) - gut so #schwitz

"Vielleicht bin ich auch als Mutter zu ruhig und müßte öfter mal auf den Tisch hauen (damit meine ich nicht in der Erziehung - da bin ich durchaus streng) aber im Verhalten zu anderen Müttern oder Lehrern gebe ich oft klein bei. "

Das könnte wirklich sein und dein Sohn deswegen benachteiligt werden.

"Na da freu ich mich ja jetzt schon auf meine Enkel..."

Ich dann eher nicht! #zitter

Beitrag von connie4 25.05.11 - 10:39 Uhr

Na dann sehen wir uns in 20 Jahren im Forum "Großmütter" wieder, oder so....:-p

Danke für Eure netten Antworten!

Manchmal hilft es schon, sich was von der Seele zu schreiben.

Beitrag von anja1968bonn 25.05.11 - 09:39 Uhr

Was ich meinem Sohn rate, wenn er beleidigt wird?

Ruhig bleiben, verbal reagieren - möglichst nicht mit Gegenbeleidigungen, sondern mit "Das stimmt nicht", "Hör auf damit" oder ignorieren.

Ich kann mir auch nicht ganz vorstellen, das Beleidigungen so gar nicht sanktioniert werden, vielleicht bekommst du bzw. Dein Sohn das nur nicht so mit.

In welcher Klasse ist Dein Sohn denn? Meiner geht in die dritte Klasse, da ist auch im Unterricht Thema, wie man miteinander umgeht. Und es gibt eine "Beschwerdekiste", in der die Kinder Probleme, die sie untereinander haben, au Zettel aufschreiben können, die dann einmal pro Woche besprochen werden. Am Anfang stand ich dem eher skeptisch gegenüber, aber inzwischen haben die Kinder gelernt, nicht jeden Quatsch aufzuschreiben und auch bei der Wahrheit zu bleiben.

LG

Anja

P.S.:
Auch in der Klasse meines Sohnes ist ein starkes soziales Gefälle, und es ist eben leider so, dass etwa beim Thema gesunde Ernährung manche Eltern einfach nicht mitziehen können oder wollen, das ist halt so!

Beitrag von connie4 25.05.11 - 09:47 Uhr

Es geht nicht darum, daß die Eltern beim Thema Gesunde Ernährung nicht mitziehen wollen, sondern daß die Kinder der "besseren" Eltern ja von den anderen nichts Mitgebrachtes (Obst, Müsli) essen würden - das finde ich unterste Schublade!

Beitrag von anja1968bonn 25.05.11 - 10:09 Uhr

Hallo,

ah, ja das ist blöd, solche "besseren Eltern" haben wir auch. Mein Sohn nimmt oft Obst aus dem eigenen Garten mit, und manche Kinder sind so erzogen, dass sie meinen, dass sei ja vielleicht nicht "bio" und deshalb nicht gut #kratz - zum Glück weiß mein Sohn sich zu verteidigen und geniesst die garantiert nicht EHEC-verursachenden Erd- und Himbeeren!

Beitrag von connie4 25.05.11 - 10:46 Uhr

Na klar, is ja nich aus der "Bio"-Abteilung im Supermarkt!!! :-[#klatsch

Oh weih, da rollen sich einem echt die Fußnägel auf.

Im übrigen hat besagte Mutter jetzt beschlossen, an dem "Gesundheitstag" mit 15 Schulkindern in den Supermarkt zu gehen und einzukaufen!!! WEIL "ja manche Kinder manches Obst gar nicht kennen". Mag sein, aber vielleicht könnten die es sich ja auch gar nicht leisten und sollen das gar nicht kennenlernen?

Ach ja, manche wollen einfach die Welt verbessern...leider ist der Ansatz dazu falsch!

Ich glaube, man kann auch mit wenig Geld oder gar selbst angebauten (natürlich nur mi "Bio"-Schildchen drauf!;-) ) sehr gesund leben und muß keine Exotenfrüchte aus dem Supermarkt kaufen, oder?

Beitrag von mel1983 25.05.11 - 10:52 Uhr

Hallo,

bei uns in der Schule wurde das von Anfang an irgendwie ganz anders aufgezogen, als es mir bekannt war oder ich heute (zB hier) noch höre.

Der erste Satz der Klassenlehrerin war:

" Es wird keiner ausgegrenzt"

Es ist eine Klasse mit 15 Jungs und 5 Mädchen. Und ich muss sagen, es ist auch keiner ausgegrenzt. Gut, es ist erst die 1. Klasse, aber der Grundstein für ein einigermaßen anständiges Miteinander wurde hier vom ersten Tag an gelegt.

Es gibt weiter ein Zeichen auf dessen sich Mitschüler gegenüber dem Betreffenden zurückziehen müssen. "STOP!"

Das heißt, die Kinder diskutieren, attakieren und necken sich, bis einer sagt "STOP!". Das scheint zu funktionieren, bei dem, was ich so mitbekomme.

Auch gibt es an unserer Schule Streitschlichter (Kinder, von Kindern gewählt) und eine Erzieherin die den ganzen Tag mitläuft.

Der allfreitägliche Stuhlkreis dient den Kindern als Abschluss der Woche dazu, anzusprechen, was ihnen gefiel oder eben auch nicht gefiel und sich noch einmal damit auseinanderzusetzen.

Ich finde die Maßnahmen sehr umfangreich und sicherlich kaum in jeder Schule realisierbar. Aber sie helfen unsagbar.

Vielleicht kannst du daraus etwas für deinen Sohn oder in Kooperation mit der Klassenlehrerin für alle "Getriezten" ableiten.

Ich wünsche euch viel Erfolg.

Als allerletzte Möglichkeit, nach Ausschöpfung von allem und Versuchen alles Möglichem, würde ich einen Schulwechsel in BEtracht ziehen.
Denn ein ständig gemobbtes Kind hat weder eine schöne Schulzeit, noch eine damit verbundene schöne Kindheit. Es bleibt für immer hängen.
Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung.

Liebe Grüße
Mel

Beitrag von meringue 25.05.11 - 11:00 Uhr

Hallo,
an welcher Stelle sollte denn ein Lehrer deiner Meinung nach eine verbale Auseinandersetzung unterbinden? Oder soll er den Tritt danach schweigend tolerieren? So sieht die Welt (außer in U-Bahnhöfen) hier noch nicht aus, Gottseidank!

Dein Sohn MUSS lernen, sich verbal auseinanderzusetzen, auch und gerade, wenn er verbal provoziert wird. Das sollte dein Erziehungsziel sein.

Und nervige Eltern gibt es überall. Das ist aber eine völlig andere Kiste und sollte nicht davon ablenken, dass dein Sohn nicht die nötige Kompetenz zur verbalen Verteidigung besitzt.

Hilf ihm dabei.

M

Beitrag von connie4 25.05.11 - 11:13 Uhr

" die Kompetenz zur verbalen Beleidigung besitzen" - das ist ja mal ein Erziehungsziel!!!

Danke für den Tipp. Kein Wunder, wenn dann an U-Bahnhöfen nachgetreten wird!!!

Im übrigen, dazu erziehe ich meinen Sohn nicht!

Schönes Leben noch!

Beitrag von mel1983 25.05.11 - 11:30 Uhr

Richtig lesen!

Sie schrieb nichts von der Kompetenz zur verbalen Beleidigung sondern von einer Kompetenz zur verbalen VERTEIDIGUNG.

Gruß

Beitrag von meringue 25.05.11 - 11:36 Uhr

Jaja, weißt du, hier gibt´s auch ein paar von diesen niedlichen kleinen Rackern, die "ein bisschen wild sind" und denen manchmal die Lampen durchbrennen, hihi.

Keine Ahnung, was die Mütter meinen?! Soll ich meine Kinder mit Schienbeinschonern und Helm losschicken, damit o jemand wie dein Sohn sich nicht benehmen muss?

Ich habe auch einen jähzornigen Sohn. Ich muss ihn halt in Endlosschleife erziehen. Nur so geht´s.

Aber ist blöd zu lesen.

Dafür gibt´s kein #herzlich

Beitrag von qayw 26.05.11 - 15:33 Uhr

Hallo,

es ist aber nunmal nicht jeder verbal besonders schlagfertig. Das heißt nicht, daß man dann ruhig schlagen darf, aber es gibt durchaus Kinder, die verbal sehr gemein werden und sich dann noch über das andere Kind schlapp lachen, welches sich verbal nicht wehren kann und körperlich nicht darf.

Von daher ist es schon Aufgabe der Lehrer bei verbalen Attacken einzugreifen.
Mobbing in Büros ist auch "nur" verbal. Das reicht aber schon aus, um Erwachsene zu psychischen Wracks zu machen. Kinder sind emotional noch viel instabiler.

Es ist nicht nur Aufgabe des Sohnes der TE, sich verbal zu wehren. Es ist auch Aufgabe der anderen Kinder zu lernen, wie man sich gegenüber anderen respektvoll benimmt und deswegen sind auch die Lehrer und die Eltern der anderen Kinder gefragt.

Abgesehen davon, sehe ich das so, daß ein Kind, was verbal richtig gemein zu einem anderen ist und sich dafür einen Schlag oder Tritt einfängt, selbst mit schuld ist. Es geht hier ja nicht um zusammen schlagen oder treten. Ich würde als Lehrer mit beiden schimpfen.

LG
Heike

Beitrag von meringue 26.05.11 - 16:04 Uhr

Naja, mal hier ein Schlag, mal da ein Tritt. Der ist ja mit Schuld gewesen.

Wäre kein Erziehungsziel für mich, sorry. Könnte ich auch meinen Söhnen so nicht vermitteln.

Natürlich müsen Kinder lernen, auch nicht mit Worten zu verletzen.

Kinder müssen viel lernen.

Können sie aber auch, wenn man es von ihnen verlangt.

Beitrag von leiahenny 25.05.11 - 22:42 Uhr

Die ganze Debatte zeigt - heute heißt Auseinandersetzung: Ja verbal darf man niedermachen, fertigmachen, andere ausschließen und mobben. Aber körperlich sich wehren darf man nicht. #aerger

Ich find das grauenhaft, gerade Jungs sind dann oft die Doofen, weil die reizenden wortgewaltigen Mädels , sich hier als richtige Monster produzieren.
Und das ist leider keine Frage der Erziehung der Jungs - rein entwicklungstechnisch sind Mädchen oft verbal weiter, werden von den lieben Müttern noch unterstützt sich verbal durchzusetzen und von den Lehrerinnen darin gefördert.

Was hilft, sprich das Thema auf den nächsten Elternabend an, besprich Dich vorher mit den Elternvertretern damit es neutral präsentiert werden kann- oft ist erstaunlich, dass nicht nur ein Junge schubst, sondern oft eine ganze Reihe Kinder betroffen sind - weil sie sich nicht anders wehren können.
Verlangt von der Lehrerin bitte sich klar zu äußer, wie Kinder sich gegen Beleidigungen wehren können , wenn sie nicht "petzen"dürfen.
Gibt es an der Schule ein Schulkonzept zu verbalen Attacken, wenn nicht frag nach warum.
Und wenn alles nichts hilft, schau ob es Hilfe gibt über den schulpsychologischen Dienst etc.

Ansonsten an Alle die hier zur verbalen Auseinanderssetzung aufrufen und die schlimmen "Schubser" verurteilen, hoffe ich eure Kinder gebrauchen nicht ihre Stimme als Waffe. Falls sie es doch tun, was erwartet ihr dann von den Anderen, sollen sie besonnen erzieherisch auf das "kleine Moste" einwirken ? So wie er sicher macht, wenn euer Kind euch als A... beschimpft, oder ?

Beitrag von meringue 26.05.11 - 10:22 Uhr

Mich beschimpfen meine Kinder nicht.

Sie haben nur in endlosen Jahren gelernt, sich verbal zu WEHREN, wenn sie angegriffen werden-


hm, nichts anderes wird doch hier im Kindergarten- und Schulforum empfohlen.#kratz

Mir geht diese ganze "Jungs-sind-halt-von-Natur-aus-Rüpel-lass-sie-schubsen-boxen-schreien"-Meinung enorm auf den Geist.