Elternzeit 3 Jahre oder schnell arbeiten..

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von luluhaben 25.05.11 - 09:39 Uhr

Wie seht ihr das? Müsst ihr euch auch oft rechtfertigen, weil ihr die vollen 3Jahre beantragt habt? Ich finde es so schön das ich meine Kinder selbst betreuen kann, klar muss man sich einschränken, aber wir waren uns bewusst, das wir es so wollen.
Immer diese Sätze wie: das würde mir nicht reichen, NUR Hausfrau und Mutter... Fällt ihnen nicht die Decke auf den Kopf....etc...
Klar würd ich manchmal auch lieber die Verantwortung abgeben und einfach ein paar Std. arbeiten, aber dann bin ich doch wieder froh, das es ist wies ist....Also, wie sieht das bei euch aus?
Viele Grüsse

Beitrag von heiho 25.05.11 - 09:44 Uhr

Hallo,
ich habe den Eindruck, dass viele Mütter schnell wieder arbeiten gehen, weil in der Gesellschaft um sie herum Druck aufgebaut wird, schade, dass Vollzeit-Mama anscheinend einen geringen Stellenwert hat.
Ich bin jetzt die vollen drei Jahre zu Hause und wieder schwanger, werde auch bei dem zweiten zu Hause bleiben. Den Drang arbeiten zu gehen habe ich, aber ich werde die Gelegenheit nutzen und wenn der nächste Kleine da ist wieder eine Krabbelgruppe gründen, habe mir auch schon eine Stillgruppe ausgeguckt. So komme ich auch mal raus, aber muss den kleinen Kerl nicht anderweitig betreuen lassen, das werde ich wie bei dem Großen handhaben: Wenn ich merke, dass er mal was anderes sehen möchte als Mama kann er ja gerne ;-). Aber ich werde diese mal wirklich mehr darauf achten, dass ICH rauskomme...
LG

Beitrag von hezna 25.05.11 - 09:44 Uhr

Ich bin nach wie vor der Meinung:

wer sich bewußt für Kinder entscheidet und es sich leisten kann, sollte die Elternjahre nehmen.

Schließlich und endlich ist diese erste und so wichtige Zeit für die Kleinen ruckzuck vorbei.

Sie kommt nie wieder ...daher von mir ein klares #pro für die Elternzeit.

Laß die anderen doch reden, wie sie wollen. Es ist deine Entscheidung.

Freu dich, dass du es machen kannst, wie du es willst.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von jankar 05.06.11 - 13:02 Uhr

#pro#herzlich
Alles gesagt:-) LG Karina

Beitrag von mansojo 25.05.11 - 09:46 Uhr

hallo,

egal für welches modell amn sich entscheidet,irgendjemand hat immer was zu nölen

lebt so wir euch am wohlsten fühlt

alles andere kann euch doch wurscht sein

Beitrag von tattel 25.05.11 - 12:56 Uhr

das unterschreibe ich so

Beitrag von diebina 25.05.11 - 09:53 Uhr

Hallo :-)

ich war jetzt 5 Jahre NUR zuhause (2 Kinder) und habe es so sehr genossen. ja, wir konnten es uns leisten und JA, ich habe nix vermisst.

Nun gehe ich seit 3 Montaten wieder 16 Std/Woche arbeiten und bin sehr glücklich (und gestresst :-))..der Zeitpunkt war jetzt einfach da.

Macht es so, wie es für Euch passt, so wie IHR es wollt. Lass Dich nicht verrückt machen...und auf den Satz "fällt Ihnen nicht die Decke auf den Kopf" habe ich immer mit einem riiesigen Lächeln im Gesicht gesagt "Nein, ganz und gar nicht" :-):-)

denn nicht, das Was und Wo und Wieviel macht den Sinn der Frage aus, sondern vielmehr das Glücklichsein - und wenn Du DAS bist, dann kann Dir total egal sein, was die anderen wollen / denken / erwarten...

alles GUte!
die bina

Beitrag von fbl772 25.05.11 - 09:59 Uhr

Hallo,

da man während der Elternzeit bis zu 30 Stunden wöchentlich arbeiten darf, stellt sich doch nicht die Frage nach genommener Elternzeit, sondern ob man "extern" arbeitet.

Ich schreibe bewußt "extern arbeiten", weil die Betreuung der Kinder zuhause genauso Arbeit ist (sonst müssten ja eigentlich die TaMus und Erzieherinnen Geld dafür bezahlen, dass sie mit unseren Kindern den ganzen Tag Spass haben dürfen :-)).

Aber so lange auch Mamas zwischen "Arbeit" und "nur Hausfrau und Muttersein" einen Unterschied machen, so lange wird es auch Diskussionen darum geben :-)

VG
B

PS: Ich hatte 2 Jahre Elternzeit genommen, arbeite aber extern wieder seit mein Kleiner 6 Monate alt ist ...

Beitrag von sakirafer 25.05.11 - 10:07 Uhr

Hallo,

nachdem der Große auf der Welt war, hatte ich ein Jahr Elternzeit. Ich hatte damals das Gefühl, dass ich gerne noch länger "Vollzeitmutter" (blödes Wort, auch als Berufstätige ist man doch immer Mutter) gewesen wäre. Nach dem zweiten habe ich 24 Monate Elternzeit beantragt und ehrlich gesagt, würde ich manchmal schon gerne wieder arbeiten.

Zum einen ist da das finanzielle, zum anderen fehlt mir der Austausch mit anderen Menschen (abseits der üblichen Kontakte, die man als Mutter hat). Ich meine das ohne Wertung, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass die Gespräche die man mit anderen KiGa-Müttern, Krabbelgruppenmütter etc führt, sich nur auf dei Kinder reduzieren. Klar, das ist das, was einen am meisten beschäftigt und bewegt, aber manchmal brauch ich Pause davon.

Und abends mit anderen Freundinenn treffen oder telefonieren schaffe ich selten.

Jeder, der die Möglichkeit hat, frei zu wählen, sollte das Modell wählen, mit dem er sich wohl fühlt. Geredet wird immer, auszusetzen hat doch ih irgendjemand immer was.

Für mich ist klar, dass ich in nicht allzuferner Zukunft wieder arbeiten gehe. Erst mal die nächsten Jahre teilzeit, Vollzeitbeschäftigung kommt für mich erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Frage.

Es gibt nicht nur EIN richtiges Modell. Ob das Familienleben ausgeglchen ist, hängt auch viel davon ab, wie wohl sich die Eltern mit ihrer Rolle fühlen.

LG
Sara

Beitrag von sillysilly 25.05.11 - 10:26 Uhr

Hallo

ich kenne beide Seiten

ich bin beim ersten Kind - nach 5 Monaten wieder Vollzeit arbeiten gegangen - war gar kein Problem, auch durch humane Arbeitszeiten
ABER
ich habe das nur gemacht, weil der Papa in Elternzeit daheim geblieben ist
In dem Alter in eine Krippe geben, hätte ich niemals gemacht
Krippe ist für mich so ab 1,5 Jahren denkbar - muß ich aber auch nicht haben

Schade, fand ich daß ich bei best. Entwicklungschritten oft nicht zu Hause war, und es erst ein paar Tage später gesehen habe, wenn der Entwicklungschritt öfters sichtbar wurde z.b. erstes Wort ect.

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bei Kind 2 und 3 bin ich länger zu Hause geblieben -
bei Kind 2 bis Kind 3 kam - das war nach 2 Jahren und 2 Monaten

jetzt ist Kind 3 schon fast 2 Jahre alt - und langsam rückt mein Arbeitsleben wieder in die Nähe

Also ich könnte schon die 3 kompletten Jahre daheim bleiben :-p ;-)


Mir macht es Spaß- dieses "Zeit haben" -
ohne Druck, die Zeit mit den Kindern zu verbringen - etwas unternehmen - Freunde treffen - Spielgruppen ect.

Aber da wir es finanziell gut brauchen können, werde ich wahrscheinlich anfangen wenn Sohnemann 2,5 Jahre alt ist

Elternzeit hätte ich noch bis April 2013 - da ich noch Monate von Kind 2 habe
werde also erstmal Teilzeit anfangen, und mir meine Vollzeitstelle noch solange sichern wie geht


Grüße Silly

Beitrag von urmel.1978 25.05.11 - 10:41 Uhr

Hallo,

ich habe zwar nicht 3 Jahre Elternzeit beantragt, aber ganz grundsätzlich: ich muss mich für gar nichts rechtfertigen und tue das auch nicht. Ich treffe meine Entscheidungen, wie sie für mich richtig sind - wenn sie die Familie betreffen, dann gemeinsam mit meinem Mann, wir entscheiden, und dann ist das so. Wenn ich das Gefühl hätte, ich muss mich rechtfertigen, würde ich mir vermutlich die Frage stellen, ob ich ganz hinter der Entscheidung stehe....

LG

Urmel

Beitrag von marion2 25.05.11 - 11:00 Uhr

Hallo,

die Anwesenheit der Mutter in den ersten drei Jahren wird in unserer Gesellschaft total überbewertet.

Die Pubertät ist mindestens eine genauso wichtige Phase - wenn nicht sogar noch wichtiger, aber da kräht kein Hahn nach.

Gruß Marion

Beitrag von frauke131 25.05.11 - 11:21 Uhr

Gleichzeitig wird die Abwesenheit des Vaters, weil ja einer die Kohle ranschaffen muss, total unterbewertet. Ich glaube, das Beste für Kinder wäre, wenn Mutter und Vater sich das Geldverdienen und die Betreuung teilen würden!

Beitrag von marion2 25.05.11 - 11:56 Uhr

Ja, #pro das aber, bis die Kinder ausziehen.

Beitrag von natalia73 26.05.11 - 09:52 Uhr

Ja, genauso sehe ich das auch.
Ich habe Freundinnen, die mehrere Jahre zu Hause bei den Kindern waren, wo aber die Väter die Kinde rin der Woche so gut wie gar nicht gesehen haben (halbes Stündchen morgen und abends vielleicht 1-2 mal die Woche ins Bett bringen)
Klar,diese Männer verdienen sehr gut und müssen auch was fürs Geld tun.
Wir haben uns für ganz was anderes entschieden: mein Mann hätte auch so eine Stelle gehabt,wo er viel mehr als jetzt verdient hätte, 6 Monate im Jahr aber im Projekte in ganz Deutschland oder Ausland unterwegs sein müsste.Wir haben uns für ein "normales" Gehalt (wenn auch echt gut) entschieden, dafür aber sehr angenehme und flexible Arbeitszeiten.Ich arbeite dann 20 Stunden in der Woche, so dass das Geld stimmt und wir haben beide was von den Kindern. Jeden Tag essen wir abends zusammen, er kann noch 1-2 Stunden mit den Kindern spielen und auch bei Krankheit betreeuen, wenn es bei mir nicht geht.
Wir sind so sehr zufrieden.
LG,
Natalia

Beitrag von siomi 25.05.11 - 11:58 Uhr


Richtig #pro

Beitrag von hippogreif 25.05.11 - 13:02 Uhr

Denk ich auch!

Beitrag von koqu 25.05.11 - 15:35 Uhr

Das sehe ich nicht so. In den ersten drei Jahren wird durch die Mutter (oder den Vater oder eine andere liebevolle zugewandte Betreuungsperson die nicht zu häufig wechselt) der Grundstein gelegt in Sachen Urvertrauen.
Und wenn dieser Grundstein gut verankert ist, dann lassen sich auch Hürden wie die Pupertät gut umschiffen.
Zudem ist die Betreuungsintensität eine andere wenn das Kind das 12/13 JAhre alt ist.
LG Luise

Beitrag von hippogreif 25.05.11 - 20:00 Uhr

Sorry, aber da keinne ich ziemlich viele Fälle, bei denen das nicht so war. Mein Beispiel voran: zu Hause betreut von der Mutter bis zum 5. Geburtstag, dann erst Kita.
Glaub mir, während der Pupertät war ich schlimm... Ich hätte mit meiner Mutter nicht tauschen wollen...
Beispiel meines Mannes: in der Krippe mit 1 Jahr. Wechselnde Kindergärtnerinnen. Und dann (laut meiner Schwiegermutter) super pflegeleicht in der Teenagerzeit.
usw.

Beitrag von marion2 26.05.11 - 08:13 Uhr

Urvertrauen ist ganz schön, bei solchen Kindern bleibt aber manchmal - ich will ja nicht "immer" sagen - das Selbstvertrauen auf der Strecke. Mama macht ja alles.

Das Sozialverhalten wird auch nicht trainiert, da der Kontakt zu anderen Kindern deutlich eingeschränkt ist (Einzelkindfamilien sind nun einmal in der Überzahl und das bisschen Kinderturnen oder Babykreis machts leider nicht).

Beitrag von frauke131 26.05.11 - 09:36 Uhr

Ich glaube, da beißt Du auf Granit. Ich als Ost-Krippen-Kindergarten-Kind kann nur sagen, dass die Jahre im Kindergarten nicht aufgeholt werden können. Und Mutti kann das nicht leisten. Ich war gemeinsam mit meinen Freunden im Kiga, später in der Schule. Ich habe großes Vertrauen in meine Eltern gehabt (und immer noch), bin nicht beziehungsgestört und habe Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein- aber das will niemand hören.

Beitrag von marion2 26.05.11 - 09:51 Uhr

Jo, und als Ostwindelträgerin war ich mit 1,5 Jahren (pünklich zum Krippenstart) komplett trocken OHNE den ganzen Tag auf dem Topf geklebt zu haben... #rofl

Beitrag von frauke131 26.05.11 - 10:20 Uhr

Psst. Das will auch keiner hören, genausowenig, dass viele ihre Kindergärtnerinnen sehr mochten,

Beitrag von marion2 26.05.11 - 10:32 Uhr

ganz leise: ich mag sie heute noch

Beitrag von leonie133 26.05.11 - 15:51 Uhr

doch, ich höre sowas gerne. Dieser ganze Urvertrauen-Kram wird von jedem doch so ausgelegt, dass es auf die eigene Lebenssituation passt...

Also mein Bruder und ich waren bis wir mit 3 in den Kindergarten kamen zu Hause, mit Muttern. Während der PuBertät (wenn ich noch einmal Pupertät lese kriege ich wieder diese Pickel) war das aber kein Zuckerschlecken mit uns!!!

Wie Kinder sich letztendlich entwickeln, hängt doch niemals von einem bestimmten Faktor ab! Es ist eine Mischung aus genetischem Erbe, der Umgebungsfaktoren (wie wohnt man, wie ist das Umfeld, wie ist der Lebensstandard, die Bildungsmöglichkeiten etc.) und auch der Qualität der Beziehung zu den Eltern! Dies ist ein ganz wichtiger Faktor, der mit Quantität wenig zu tun hat. Wenn ein Kind gestörte Eltern hat, wird es in der Entwicklung eingeschränkt sein, egal ob es komplett betreut wird oder nicht. Wahrscheinlich eher weniger, wenn es außerhäusig Stabilität erfährt.

meine Tochter liebt ihre Gruppenleiterin in der Kita heiß und innig. Ich bin unheimlich glücklich darüber, denn sonst wäre es viel schwieriger für mich...

Nein, ich bin nicht gestört...

naja bissel vielleicht #schein