Trennung nun endgültig - Frage zum Unterhalt

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von anne_81 25.05.11 - 09:50 Uhr

Hallo,

nachdem mein Mann und ich uns im letzten Sommer schon für ein paar Tage getrennt hatten und aber wieder zusammen gerauft hatten, trennen wir uns nun endgültig. Es wird bei uns alles ganz friedlich ablaufen. Er sucht sich eine neue Wohnung und ich bleibe in der laten mit allen sachen drin. Nun meine eigentliche Frage. Da wir ja erstmal keinen Anwalt brauchen frage ich mich, wer den Unterhalt für unser gemeinsames Kind festlegt. ich hab jetzt schon was gelesen das es das Jugendamt macht und das es Anwälte machen. Das man eine Beistandschaft braucht u.s.w. Was ist denn nun die beste Lösung? Mein Mann will auch unbedingt Unterhalt zahlen - ist halt nur die Frage wieviel.

Vielelicht kann mir ja einer meine Frage beantworten.

#danke im voraus

LG
Anne

Beitrag von anarchie 25.05.11 - 10:09 Uhr

Hallo!

Das JA kann euch das ausrechnen...solange ihr euch nicht scheiden lasst und keinen Stress habt, könnt ihr sonst alles unter euch ausmachen.

lg

melanie

Beitrag von anne_81 25.05.11 - 10:16 Uhr

Vielen dank. Von Scheidung ist im moment noch nicht die Rede. Wohngeld kann ich doch beantragen, auch wenn wir uns nicht scheiden lassen sondern getrennte Wohnungen haben, oder?

LG
Anne

Beitrag von anarchie 25.05.11 - 10:26 Uhr

Hallo!

In der Trennungszeit ist erstmal dein partner unterhaltspflichtig meines Wissens, auch wenn er keinen betreuungsunterhalt zahlen muss, aber Trennungsunterhalt, zumindest zeitlixh begrenzt - aber auch da hilft das JA.

lg

Beitrag von babylona 25.05.11 - 10:56 Uhr

Wir haben das damals mit den Einkommensnachweisen meines Mannes selbst ausgerechnet. Sogar den Trennungsunterhalt.
Uns waren die "offiziellen" Wege damals zu schmerzvoll und unangenehm und es gab keinerlei Streit darüber. Ich denke, dann spricht nichts dagegen, das einfach selbst zu machen, als einvernehmliche Lösung.

Mit einer von beiden unterzeichneten formlosen Bestätigung über den Kindes- sowie Trennungsunterhalt konnte ich dann auch Wohngeld beantragen.
Solltest du Anspruch auf Trennungsunterhalt haben (google mal, kommt auf das Alter eures Kindes an und inwiefern es betreut wird/du arbeiten gehst), muss aber zunächst dieser für deine Einkommenssicherung herangezogen werden. Wenn das nicht reicht, kannst du Wohngeld "oben drauf" beantragen. So wars bei mir.
Alles Gute!

Beitrag von anne_81 25.05.11 - 12:37 Uhr

Danke schön. Dan werd ich mich mal am Wochenende mit meinem Mann zusammensetzen und das alles ausrechnen. Muss ich erst Trennungsgeld erhalten bevor ich Wohngeld beantragen kann? Man ist das alles kompliziert.

LG Anne

Beitrag von babylona 25.05.11 - 15:00 Uhr

Solltest du formal Anspruch auf Trennungsunterhalt haben (also eben keine Vollzeitbeschäftigung wg. Kinderbetreuung etc., siehe Google), dann muss dieser zuerst zur Sicherung deines Lebensunterhaltes herangezogen werden. Wenn es dann immernoch nicht reicht zum Leben, dann kannst du Wohngeld zusätzlich beantragen.

Oder anders gesagt: Du musst genau prüfen, ob du die Anspruchsvoraussetzungen erfüllst oder nicht, denn die Ämter werden zuerst die Unterhaltspflichtigkeit Dritter prüfen, bevor sie in die Bresche springen. So wurde es mir damals gesagt. Wie eng und wie genau das dann geprüft wird, kann ich dir aber auch nicht sagen.

Grundsätzlich ist es ja auch richtig, dass zuerst alle privaten Möglichkeiten abgeklopft werden müssen, bevor der Staat und damit der Steuerzahler einspringt. Trotzdem habe auch ich Bammel, sollte ich noch mal in eine Hilfsbedürftigkeit wie nach der Trennung abrutschen, inwiefern ich dann doch wieder bei meinem noch-Mann um Trennungsunterhalt bitten müsste. Er würde es Zweifels ohne machen, aber für mich wäre es grauenhaft :-(.

Alles Gute dir!
LG,
babylona

Beitrag von babylona 25.05.11 - 15:15 Uhr

Schau mal hier, die Seite fand ich ganz gut:

http://www.scheidung-online.de/tu.html

#winke

Beitrag von lichtchen67 25.05.11 - 12:09 Uhr

Wenn man sich einig ist und sich beide wie Erwachsene verhalten braucht man weder Jugendamt noch Anwälte.. erstmal.

Wir haben unsere gesamten Finanzen damals aufgelistet, abgezogen was zu zahlen war monatlich, gekündigt was zu kündigen war... und das Geld was übrig blieb haben wir quasi unter uns aufgeteilt. Das ging fünf Jahre so gut.

Dann wurde Scheidung eingereicht und die Anwälte rechneten. Vorher ist das aber nicht nötig, wenn man es selber regeln kann.

lichtchen

Beitrag von manavgat 25.05.11 - 13:25 Uhr

Du brauchst eine Anwältin.


Gruß

Manavgat

Beitrag von lichtchen67 25.05.11 - 13:45 Uhr

Darf ich fragen wozu? von Scheidung ist (noch) nicht die rede, wozu eine Anwältin?

lichtchen

Beitrag von white-blank-page 25.05.11 - 14:26 Uhr

lt. manavgat sind alle Männer böse. Deswegen.

Beitrag von manavgat 25.05.11 - 15:06 Uhr

kannst Du mal verlinken, wo ich diese These geäußert haben soll?


Gruß

Manavgat

Beitrag von manavgat 25.05.11 - 14:28 Uhr

Eine Scheidung/Trennung hat weitreichende Folgen, die die Betroffenen meistens gar nicht überblicken. Gerade für Frauen ist Scheidung und Alleinerziehend sein das größte Armutsrisiko. Oft werden auch Fehler gemacht, die später bereut werden und die man mit den richtigen Informationen hätte vermeiden können.

Eine gute Anwältin berät und klärt auf.

Ob man dann anwaltliche/gerichtlich Hilfe in Anspruch nimmt, weil man sich uneins ist oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lichtchen67 25.05.11 - 14:41 Uhr

Ok. Siehe oben. .ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich auch ohne Anwalt einigen kann und gut leben. Erstmal. Kommt es dann zur Scheidung ist natürlich ein Anwalt vonnöten.

Lichtchen

Beitrag von zubbeline 26.05.11 - 08:23 Uhr

Wenn man sich einig ist und der Vater unbedingt Unterhalt zahlen will, ist das doch eigentlich vollkommen unnötig. Den Weg über Anwälte kann man doch immer noch gehen, wenn es so nicht klappt.

Ich habe ehr den Eindruck, dass es mit Anwalt manchmal schwieriger wird.
Ich kenne gleich 2 Männer die ganz freiwillig von Anfang an mehr gezahlt haben, als notwendig. Bei dem einen hat sich das geändert, als ein Anwalt ins Rennen kam, der andere zahlt bis jetzt anstandslos und anwaltslos obwohl er sehr wohl weiß, dass er so viel garnicht zahlen müßte. Ich vermute, würde sie einen Anwalt einschalten, würde sich das auch dort ändern.

Beitrag von manavgat 26.05.11 - 13:09 Uhr

Aha.

Du meist also, dass die beiden Männer versuchen die Exen zu reglementieren, wenn sie sich bei einem Anwalt erkundigen wie die Rechtslage ist.


Spricht wahnsinnig für die Reife dieser beiden.

Abgesehen davon würde ich es den Kerlen nicht auf die Nase binden, dass ich mich informiert habe. Die können ruhig glauben, die Ex ist doof/uninformiert und lässt alles mit sich machen...


Gruß

Manavgat