Welche Untersuchungen MÜSSEN beim FA wann gemacht werden?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von radauqueen 25.05.11 - 10:21 Uhr

Guten morgen,

hab da mal eine Frage, kurz zur Info:
Ich habe bereits 1 Tochter, damals RisikoSS ( vorzeitige Wehen, Wasser ohne Ende und leichte Blutungen) mein damaliger FA war total überfordert und hat mich einfach mit Wehenhemmer (Partusisten) vollgepumpt.

Nun bei meiner 2. SS habe ich mir einen FA gesucht der spezialisiert ist auf RisikoSS, wurde mir wärmstens empfohlen und andere FA´s schicken gerne mal Problemfälle zu ihm.

Also nun zum Problem:

Mir wurde bei meinen 1. Termin ( als der SST positiv war) Blut und Urin abgenommen. Seither nichts mehr, ich muss keinen Urin abgeben und es wird auch ein piecks in den Finger gemacht ( wegen Zucker, Eisen,..) lt. FA wird das bei ihm erst ab der 20 SSW gemacht.
Ich bekomme zwar immer einen US , aber Werte von meinem Blut/Urin sind doch genauso wichtig, oder??

Meine Hebi ( die ich als Nachsorge bei meiner Tochter hatte) meinte das dies so nicht geht, warum ich überhaupt dann zu den Terminen erscheinen soll wenn nichts gemacht wird, auch gewogen wurde ich bis jetzt noch nicht.
Mein erster FA war echt überfordert, aber da wurde ich ab dem 1. Termin immer gewogen, musste Urin abgeben und einen piecks in den Finger bekam ich auch.

Müssen diese Untersuchungen gemacht werden oder liegt das im ermessen des Arztes??
Meine KK ist da überfragt.

Wer kennt sich aus?

Ach ja, bin jetzt 16 SSW.

Beitrag von antje89 25.05.11 - 10:25 Uhr

bin der meinung, urin abgeben, böutdruck messen und wiesen gehört zu jeder untersuchung dazu. das sind ja genau die dinge, die in den mutterpass eigetragen werden. bluabnabnahem ist vllt nicht immer notwendig, aber bei risiko kann das schon wieder anders sein.
ich würd den arzt auf jeden fall darauf ansprechen ansonsten evtl sogar wechseln!

lg antje mit babygirl ET-2

Beitrag von mizzsarai 25.05.11 - 10:26 Uhr

Bei mir läuft es immer gleich ab:

Urinprobe abgeben, Blutdruck messen, Blut aus dem Finger nehmen, Wiegen.
Seit der 16. SSW wurden dann die Herztöne kontrolliert, seit der 28. SSW CTG. Danach gehts zur Untersuchung und dann wird Ultraschall gemacht. Zuletzt gehts ins Sprechzimmer wo die Werte angeschaut werden und falls etwas nicht ok ist wirds dann durch gesprochen.

Ich kenns nicht anders und ich denke, so sollte es sein.

Jennie + Brocken 31. SSW

Beitrag von erbse2011 25.05.11 - 10:38 Uhr

genauso läuft es bei mir auch ab.

Beitrag von kueckchen 25.05.11 - 10:42 Uhr

Bei mir ist es genauso!

Beitrag von marilama 25.05.11 - 10:35 Uhr

Hallo,

alle vier Wochen ist ja die normale VU und da wurde immer gewogen, ich musste Urin abgeben, Blutdruck gemessen und alle 8 Wochen wurde mein Eisengehalt bestimmt.

Es ist halt so, dass diese Untersuchungen alle 4 Wochen die Krankenkasse übernimmt, und die übernehmen so wenig, dass meine FÄ alles ausreizt, was die übernehmen.

Finde es echt komisch, dass diese Untersuchungen bei dir nicht gemacht werden.

Grüße

Beitrag von whiteline82 25.05.11 - 10:40 Uhr

#winke
hat der noch nicht mal eine nackenfaltenmessung zwischen der 12-14ten woche durchgeführt??? :-( normal sollten jedesmal urinprobe und blut genommen werden und gewogen wird man...

alles gute:-)

Beitrag von trottelfant 25.05.11 - 10:56 Uhr

Darf ich mal eben fragen, wieso du ausgerechnet die Nackenfaltenmessung für so wichtig hälst? Die gehört doch überhaupt nicht zum Standard und ist in den meisten Fällen auch gar nicht nötig. Sie wird auch erst (glaube ich) ab 35 Jahren von der KK übernommen, da ab da das Risiko für eine Trisomie steigt.
Meine FÄ hat ihn mir in der ersten SS auch nicht angeboten und ich habe auch gar nicht nachgefragt, da ich noch lange nich im Risikoalter war.

Beitrag von goldengirl2009 25.05.11 - 10:41 Uhr

Hallo,

bist Du jetzt Risikoschwanger ?
Lass doch die Vorsorge bis auf die 3 Ultraschalluntersuchungen von Deiner Hebamme machen.

Meine Hebamme kommt am Freitag und dann machen wir Vorsorge,ganz entspannt und ohne Streß.
Urin kann die Hebamme auch untersuchen und Blut abnehmen auch,meine bringt es ins Labor und am Abend/nächsten Morgen kann ich mir die Werte per Telefon sagen lassen.

Gruß

Beitrag von lilja27 25.05.11 - 10:42 Uhr

HUHU,

Also gesetzlich werden ja nur 3 ultraschalltermine bezahlt zu diesen teminen gehe ich normal zum GYn....da macht die arzthelferin dann blutdruckkontolle, urin kontrolle, gewichtskontrolle, Hb-kontrolle und der arzt die vaginaluntersuchung mit ultraschall und PH-wert

Zu den anderen terminen ohne ultraschall geh ich immer zur hebamme
die macht dann auch urinkontrolle, Blutdruck,hb-wert(eisen),Gewichtskontrolle...und vaginale untersuchung nach muttermund und gebärmutterhals sowie herztöne vom Kind. und klärt dann sonstige fragen auf und beschwerden..
Später dann CTG, ab der 28. SSW.

lg

Beitrag von radauqueen 25.05.11 - 10:48 Uhr

Danke euch schon mal für die Antworten!!

@whitelline82
Nackenfaltemessung wurde schon gemacht.

@golengirl2009
Ja, ich laufe unter RisikoSS, da ich bereits 1 KS hatte und ich schon mehrfach am Bauch operiert wurde, genauso wie ich schwierigkeiten mit den Nieren habe, bzw. ich hab nur 1 von Geburt an!

Danke für den Tip mit der Hebamme, aber das löst mein eigentliches Probelm noch nicht. Ich meine, wenn schon so geschludert wird bei den Vorsorgeuntersuchungen und der FA das für normal hält ist mein Vertrauen ja auch irgendwie futsch.
Ich hoffe ihr versteht was ich meine....?

Beitrag von marjatta 25.05.11 - 10:52 Uhr

Also, ich hab diesmal auch eine RisikoSS.

Bei mir wurde jedesmal gewogen, Blutdruck gemessen und der Urin untersucht. Anfangs gab es jedesmal einen Ultraschall. Im zweiten Drittel haben wir nur das eine US gemacht, weil alles prima lief und ich seit der 13.SSW im Wechsel mit der Hebamme 14tägig kontrolliert wurde (auch nur Blutdruck messen, Herztöne abhören (aber nicht per CTG), Urin testen, wiegen.

Seit ich ab der 24.SSW "belastet" im MuPa stehen habe, haben wir immer CTG geschrieben, war zwischenzeitlich auch einmal im KH, weil die Ärztin nicht da war. Dazu bin ich seit 29+0 krank geschrieben wegen der Belastung. Trotzdem ist alles ideal verlaufen, dank Gestose-Prophylaxe und Heilpraktikerin.

Wir haben US nur gemacht, wegen Kontrolle von GMH und MuMu wegen der Belastung. Ansonsten hätte sie auch nur so geprüft ohne US (ein guter FA kann das auch).
Blutzuckertest sowie NFM plus Bluttest habe ich selbst bezahlt. Wurde im jeweils üblichen Zeitfenster gemacht.

Natürlich liegt es im Ermessen des Arztes, wieviel Untersuchungen er macht. Steht denn in deinem MuPa, dass es eine RisikoSS ist? Wenn nicht, kann er auch nicht mehr abrechnen. Er könnte dann nur in der Tabelle B Risiken eintragen und damit nachträglich ein Risiko feststellen.

Wenn bisher alles normal verlaufen ist, wird er sich sicherlich an den normalen VU Plan halten.

Eisen haben wir auch nur so alle 8 Wochen kontrolliert.

Gruß
marjatta

Beitrag von radauqueen 25.05.11 - 12:22 Uhr

Hallo,
natürlich steht in meinem MuPa RisikoSS, ich behaupte das ja nicht einfach so.
Aber es ist doch seltsam das nicht mal der Urin untersucht wird und der Blutdruck auch nicht gemessen wird, oder?

Ausserdem habe ich bis jetzt nicht einmal einen piecks in den Finger bekommen wegen Zucker oder Eisen Test, nichts.

Das kommt mir schon sehr wenig vor!!

Beitrag von qrupa 25.05.11 - 11:33 Uhr

Hallo

es gibt die Mutterschaftsrichtlininen die genau festlegen welche Untersuchungen zur Vorsorge gehören. Viele FÄ machen immer mehr, aber deiner macht eindeutig weniger als er sollte. Zur Vorsorge gehören IMMER
Blutdruck-, Gewicht-, Urinkontrolle
Kontrollieren der Herztöne
Feststellen des Fundusstandes

Dann kommen dazu in jedem drittel ein US
Beim ersten Termin Blutabnahme. Wenn der Eisenwert da nicht auffällig war ist der erst im 6. Monat wieder dran und dann alle 4 Wochen
später dann nochmal eine zweite Blutabnahme, Hepatitis B Test, falls nötig Anti D prophylaxe.

Alles andere wie regelmäßig Eisenwert, CTG vorm ET, zusätzlichen US, Mumu abtasten,... gehören eigentlich NICHT zur normalen Vorsorge. Die meisten Ärzte machen es trotzdem,aber wirklich vorgesehen ist es nicht. Immer davon ausgegangen dass es eine normale SS ist. Bei bekannten Risiken oder Erkrankungen sieht das nochmal anders aus.

Du kannst das auch hier
http://www.g-ba.de/downloads/62-492-525/RL_Mutter-2011-02-17.pdf

nachlesen. Wenn du bei deinem jetzigen Arzt bleiben willst, würde ich ihn mal ganz freindlich aber nachdrücklich darauf hinwiesen, das er sich an die Mutterschaftsrichtlinien halten soll. Oder aber du wechselt oder läßt die Vorsorge zukünftig von deiner Hebamme machen.

LG
qrupa