Traue mich nicht ins Freibad

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von so-ein-mist 25.05.11 - 13:31 Uhr

Hallo,

ich weiss, falsches Forum.
Aber ich möchte in schwarz schreiben, daher verzeiht es mir bitte.

Ich wollte einfach mal wissen ob es hier noch Jemanden gibt dem es vielleicht ähnlich geht wie mir.

Ich habe ziemlich viele Ängste was Öffentlichkeit angeht.
Gehe nicht gerne unter Menschen, würde mich manchmal am liebsten zu Hause verbarrikadieren.

Ich habe ein Problem mit meiner Figur, auch wenn ich nicht wirklich dick bin, und ich schäme mich so furchtbar dafür vor anderen Menschen.

Das Problem daran:
ich habe einen Sohn im Kindergartenalter.
Ich habe mir so fest vorgenommen diesen Sommer mit ihm ins Freibad zu gehen, aber ich merke jetzt schon dass ich mich kaum traue in t-shirts rauszugehen und schon Panik kriege wenn ich nur ans Schwimmbad denke. #zitter

Ich bin eh schon in psychologischer Behandlung, da spielt das auch mit rein, aber trotzdem ist die Überwindung so riesengroß und ich weiss nicht ob ich das schaffen werde.

Gibts vielleicht noch Leute denen es ähnlich geht hier?
Vielleicht zwecks Austausch oder Tipps, würde mich freuen.

Beitrag von lichtchen67 25.05.11 - 13:49 Uhr

Ich persönlich kenne das nicht aber ich habe eine extrem übergewichtige Freundin. Die hat einfach auch im Schwimmbad das T-Shirt angelassen... oder trägt dort meist ein weites Hängerkleid drüber. Vielleicht traust Du Dich mit so einer Lösung ja?

Den Rest, also Deine Ängste bzw. Panik.... da bist Du ja in psychologischer Behandlung...

Lichtchen

Beitrag von so-ein-mist 25.05.11 - 16:28 Uhr

Hallo,

ja, das hatte ich mir auch schon überlegt. Ein shirt oder irgendwas einfach anzulassen.

Ich denke es würde mir sehr helfen mit einer Freundin zusammen hingehen zu können.
Da ich aber auch sehr kontaktscheu bin, habe ich hier noch keinen Freundeskreis.
Die Mütter aus dem Kindergarten sehe ich ja immer nur die paar Minuten beim Kind bringen oder holen.

Na mal sehen, aber ich danke dir für deine Antwort

Beitrag von kennichzugut 25.05.11 - 13:53 Uhr

Hallo,
ich versteh das zu 100 %

ich war 1994 mit 15 Jahren das letzte Mal an einem See baden, der war auch ohne öffentlichen Strand und ich hatte nen T-Shirt an obwohl ich mit meiner damals besten Freundin da war.

Ich habe schon seit meiner Kindheit Untergewicht obwohl ich gern esse, Ärzte haben bisher auch nix gefunden. Ich bin 1,80m groß (damit fällt man ja schon auf als Frau) und wiege grad aktuell 55 kg, also faziet viel zu dünn, jeder denkt halt sofort ich hätte schwehrste Magersucht und mir reicht schon so das Gerede im Sommer, ich ziehe nicht mal Tops, o. kurze Hosen an, alles muss mindestens bis zum Ellbogen gehen und möglichst auch weit über den Hintern.

Ich habe auch ein 2 jähriges Kind was Wasser sehr liebt und irgendwann bestimmt auch ins Schwimmbad will, aber dann muss halt jemand anders mitgehen, denn ich werde mich im Leben nicht öffentlich im Bikini o. so zeigen, denn das Gelaber im Alltag reicht halt schon und halbnackt wird man dann angegafft wie auf ner Freakshow.

Wie du siehst gibt es noch mehr mit dem Problem, aber wirklich helfen kann ich dir halt auch nicht.

LG

Beitrag von so-ein-Mist 25.05.11 - 16:34 Uhr

Hallo Du,

weisst du was?
Eigentlich sollten wir uns treffen und zusammen ins Freibad gehen! :-)

Mit kurzen Hosen hab ich übrigens auch ein Problem und Tops sind mir auch nicht so angenehm zum Anziehen.

Es ist einfach so ärgerlich.
Es ist ja nicht so, dass ich es noch nie erlebt hätte.
Gut, bei dir ist es wirklich schon lange her, aber auch du weisst ja eigentlich wie schön es sein kann.

Ich sehne mich so danach einfach mit meinem Sohn eben z.b. ins Freibad zu gehen, dort ganz entspannt auf der Wiese zu sitzen und mit ihm zu planschen, und das Alles ohne die ständig gegewärtigen Komplexe und Ängste und Gedanken.
Ich denke daran, wie ich als Kind den kompletten Tag in den Sommerferien im Freibad verbracht habe, und es war sooo schön.

Ich habe mich der Angst "Schwimmbad" ja auch schon gestellt und war schon mit ihm im Hallenbad. Aber das hat es nicht besser gemacht. Ich hab mich eben einfach für die ganze Zeit zwingen müssen und mich unwohl gefühlt.

Naja, schonmal schön wenn man verstanden wird.

Danke dir!

Beitrag von wartemama 25.05.11 - 13:54 Uhr

Ich gehe davon aus, daß Dein Therapeut von Deinen Ängsten Kenntnis hat und Dich auch entsprechend behandelt?

Die Probleme, die Du beschreibst, kenne ich - mir ging es jahrelang genau so. Mit Hilfe einer Therapie konnte ich meine Ängste besiegen - heute gehe ich auch wieder ins Schwimmbad.

Ggf. kannst Du Dich bei mir über meine VK melden.

LG wartemama

Beitrag von enyerlina 25.05.11 - 14:03 Uhr

hey

ich habe die Erfahrung gemacht ein Problem wird größer wenn ein großes Problem daraus gemacht wird. So ist es beim Psychologen. Es wird aufgearbeitet und man steht mit einem Stempel an der Stirn alleine da.

Fange an dich und deine Figur zu akzeptieren fasse den Mut z.B. zu Weight Watchers zu gehen dort kannst du dich prima austauschen es geht vielen genauso wie dir. Du hast es in der Hand und wenn du dann anfängst ganz kleine Schritte zu deinem Wohlfühlgewicht zu gehen wirst du auch an dein Ziel kommen du musst nur an dich glauben.

nochwas: leute die mit sich selbst unzufrieden sind müssen immer über andere lästern,egal ob Sie zu dick zu dünn zu blöd zu schlau sind.

Es hat am wenigsten mit dir selbst zu tun, mehr mit Ihnen selbst.

lg enyerlina

Beitrag von asimbonanga 25.05.11 - 16:11 Uhr

<<<<ich habe die Erfahrung gemacht ein Problem wird größer wenn ein großes Problem daraus gemacht wird. So ist es beim Psychologen. Es wird aufgearbeitet und man steht mit einem Stempel an der Stirn alleine da. <<<<

Sehr wirr und unverständlich.


Der TE droht weitere Isolation, Einschränkung der Lebensqualität-für ihr Kind ist das auch alles andere als normal.Von daher wäre es wichtig dies mit fachlicher Hilfe aufzuarbeiten.

Beitrag von enyerlina 25.05.11 - 18:52 Uhr

Der TE droht weitere Isolation, Einschränkung der Lebensqualität-für ihr Kind ist das auch alles andere als normal.Von daher wäre es wichtig dies mit fachlicher Hilfe aufzuarbeiten.

Woher weißt du das? Kennst du Ánhand Buchstaben auf einem Bildschirm einen Menschen?

Glaub mir ich habe genug Erfahrung in dem Bereich und dem Geschäft der Pharmaindustrie. Was unsere Gesellschaft braucht ist was anderes.

Beitrag von asimbonanga 25.05.11 - 22:17 Uhr

<<<Glaub mir ich habe genug Erfahrung in dem Bereich und dem Geschäft der Pharmaindustrie. Was unsere Gesellschaft braucht ist was anderes. <<<

Warum solltest du beurteilen können ob die TE ihre Ängste ohne fachliche Hilfe überwinden kann?
Was hat die Pharmaindustrie damit zu tun?
Verhaltenstherapien werden auch ohne Medikamente durchgeführt.

<<<Was unsere Gesellschaft braucht ist was anderes. <<<

Wieder so eine merkwürdige Aussage.

Ich glaube diese Diskussion mit dir macht keinen Sinn.

Die TE hält selbst fachliche Hilfe für sinnvoll.

Beitrag von gh1954 25.05.11 - 22:54 Uhr

>>>Ich glaube diese Diskussion mit dir macht keinen Sinn.<<<

DAS habe ich in so manchen anderen Threads auch schon gedacht.

Beitrag von so-ein-Mist 25.05.11 - 16:26 Uhr

Hallo,

ich weiss was du meinst damit.....aber ich denke die Therapie ist im Moment sehr hilfreich für mich. :-)

Es geht ja nicht nur um Schwimmbad-besuche.
Den Therapeuten habe ich wegen depressiver Verstimmungen und anderer Ängste aufgesucht.

Viele meiner Ängste trage ich schon sehr lange mit mir herum und sie hindern mich einfach daran "frei" leben zu können, so wie ich es eigentlich möchte.
Das heisst, alleine komme ich da auf jeden Fall nicht raus und weiter; daher die psychologische Hilfe.

LG

Beitrag von asimbonanga 25.05.11 - 16:46 Uhr

Schön das du nicht den Kopf in den Sand steckst und dir helfen lässt.:-)

L.G.

Beitrag von enyerlina 25.05.11 - 23:30 Uhr



achso.. wenns dir gut tut finde ich es auch gut.. ich habe damit gemeint das man zu leichtfertig den Tipp gibt zum Psychologen zu gehen. Das kann auch manchmal nicht so gut sein ....


viel Erfolg und kämpfe so wie du es bisher machst...#liebdrueck

Beitrag von schwilis1 25.05.11 - 16:51 Uhr

ich hab auch übergewicht und hatte bis vor ein paar wochen richtig schlimme cellulite, dank meinem sohn lebten wir ein paar wochen streng vegan und meine cellulite wurde besser. ich habe fast am gesamten Körper Narben da ich ein ex selbstverletzer bin.
Ich gehe dennoch ins schwimmbad... seit ich meine Narben zur Schau stelle denk ich mir...so what... ich hab narben, ich hab übergewicht ich hab cellulite... so hat jeder irgendwas worauf er sich drauf einschießen kann.

Allerdings... ich muss zugeben... mir fällt es extremst schwer in der Öffentlichkiet was zu essen... aber das hat es auch mit 56kg bei 166cm...
das ist ein tick... keine ahnung...

mein sohn liebt baden und deswegen geh ich mit ihm baden...

überlege dir folgendes: Was wäre das schlimmste was dir passieren könnte im Schwimmbad? dass die Leuzte lachen? (mal ganz davon abgesehen warum sie es tun sollten)aber was würde dann mit dir passieren? würdest du zu staub zerfallen?

Beitrag von Kennichauch.... 25.05.11 - 19:01 Uhr

Mir geht es ganz genauso. Ich bin zwar aus medizinischer Sicht gesehen nicht übergewichtig (175cm, 65 kg), aber ich fühle mich so unwohl. Früher hab ich mal 54 kg gewogen, das hat meiner Meinung nach super ausgeschaut, ließ sich aber einfach nicht halten.

In meiner jetzigen Arbeitsstelle bin ich die dickste und kann fast den ganzen Tag an nichts anderes denken. Ich schaffe es nur im Moment nicht, disziplinierter zu sein.

Früher hab ich gern gebadet, inzwischen geht das nicht mehr, da ich schon oft blöde Kommentare zu meiner Figur bekommen habe ( wegen dickem Po und leider 75D Körbchen...)

Ich weiß auch nicht, was gegen die Angst hilft, aber bin gespannt, ob hier noch ein paar Ideen reinkommen.

Lg!

Beitrag von coffeefreak 25.05.11 - 22:56 Uhr

Schreibst du grade in meinem Namen?

Ich bin auch 1.75m gross, wog bis im Sommer noch 55kg, war superzufrieden mit dem Gewicht und wiege jetzt 63kg und fühl mich einfach nur noch unwohl und dick. (Klar nicht "dick" aber das Gefühl ist einfach "dick")

Und mein 70E Körbchen macht das auch nicht grade besser.

Jetzt ist wieder Sommer, Schwimmsaison, ich hab nen hammer See vor dem Haus und ich trau mich einfach nicht ins Bikini.

Und ich weiss ich sollte disziplinierter sein, doch es fällt mir so unsaglich schwer im Moment. bin auch nur von schlanken umgeben, meine Eltern witzeln grade schon (haben beide obwohl immer sehr schlank in letzter zeit noch mehr abgenommen und laufen als spaghettiähnliche Gebilde durch die Gegend): "was wir abgenommen haben, hast du zugenommen!"

ja danke....

aber echt, mir gehts GENAU wie dir! sogar grösse und gewicht stimmen :)

Beitrag von gh1954 25.05.11 - 23:30 Uhr

>>>Ich bin auch 1.75m gross, wog bis im Sommer noch 55kg, war superzufrieden mit dem Gewicht und wiege jetzt 63kg und fühl mich einfach nur noch unwohl und dick.<<<

Du wiegst weniger als Idealgewicht, was soll dieses Gejammer, sich dick zu fühlen? Das ist nicht normal.

Beitrag von coffeefreak 26.05.11 - 16:50 Uhr

Schau, ich bin 19 Jahre alt, noch jung und bin der Meinung, man sollte, besonders in jungen Jahren das Maximum aus sich herausholen. Und es kommt IMMER auf den Körperbau der Person an.
Meine Freundin ist gleich schwer wie ich und gleich gross und bei ihr sieht es ganz anders aus als bei mir, es steht ihr einfach super!

Aber ich sehe viel "korpulenter" aus mit dem Gewicht. Ich fühle mich ganz einfach nicht wohl dabei. Und das wichtigste ist, sich in seinem Körper wohl zu fühlen.
Idealgewicht ja, für wen? Für ne 30-40 Jährige, die schon 1,2 SS hatte. Einverstanden, da ist 63 kg bei der grösse ein super gewicht. Aber für mich, in meinem Alter, ich die ihr ganzes Leben lang superschlank war, nein.

Ich erwähnte ja, ich bin nicht "dick" aber ich FÜHLE mich nun mal nicht wohl.
Punkt.

Beitrag von nicki-78 25.05.11 - 19:53 Uhr

Hallo,

zur Beruhigung, mir geht es in folgenden Punkten genauso wie dir:
- bin nicht dick, aber schäme mich dennoch für meine Figur.
- habe ein Kleindkind - weswegen ich unbedingt meine "Schwimmbad-Phobie" überwinden wollte
- habe so etwas wie soziale Phobie.

Schwimmbad - immer eine Horrorvorstellung gewesen. Das letzte Mal war ich mit 19 (und das MUSSTEN wir damals in der Ausbildung). Vorletzten Sommer als mein Kind zwei war, stellte ich mich an nach soooo vielen Jahren dies wieder zu tun. Was soll ich sagen? Es war gar nicht schlimm. Es laufen so viele perfekte Mädels da rum, mit gesundem Selbstbewusstsein und so viele übergewichtige Frauen - und letztendlich war es ganz offensichtlich völlig wurscht wie wer ausgesehen hat.

Habe es vorletzten Sommer drei Mal geschafft (klingt wenig, aber in meiner Welt war es VIEL), letzten Sommer hatte ich wieder dieselbe Angst - hatten es nur einmal geschafft. Jetzt ist mein Sohn fast vier und fragt immer wieder nach Schwimmbad. Ich habe ihm versprochen, dass wir diesen Sommer ganz oft dahin gehen.

Wie du siehst: ich habe es zwar geschafft, hinzugehen, aber werde dennoch immer diese Hemmschwelle haben, die ich erneut überschreiten muss... Und am besten wirklich einfach nur an dein Kind denken - du tust es ihm zuliebe!

Beitrag von emma-69 26.05.11 - 08:54 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht, ob es etwas helfen könnte:

Wie alt ist Dein Badeanzug/Bikini? Meinst Du, Du würdest Dich wohler und selbstsicherer fühlen können, wenn du einen neuen kaufen würdest?
Keinen, in dem du dich verstecken kannst - einen, der dir wirklich gefällt - wenn du mal ehrlich zu Dir bist.

Wenn ich verunsichert bin, mich unsicher fühle, mein Selbstbewusstsein im Keller ist, ziehe ich "Versteckkleider" an. Graue, schwarze "Säcke".
Damit wird meine Stimmung, mein Gefühl immer schlechter.
Wenn mir dieser kleine Teufelskreis dann bewusst wird, ziehe ich doch vielleicht ein schönes, buntes Kleid an - und ich fühle mich gleich besser.
Laufe "gerader". Lächle mehr. Bekomme dadurch positiveres Feedback.
Probiere es doch mal aus! Gehe erstmal einkaufen - sei es Dir! wert.

Sonst möchte ich Dir nur nochmal sagen: Wir fühlen uns alles meist beobachteter als wir tatsächlich sind.
Im Schwimmbad nehme ich die anderen Menschen wahr - beobachte sie aber nicht. Es ist einfach eine Menschenmenge. Ich denke, dass das bei vielen so ist.
Also: Trau Dich! Erst wird die Überwindung ein Berg sein, beim zweiten, dritten, zehnten Mal vielleicht ein Hügel - irgenwann ist es ein "Hubbel" auf der Straße, den man gar nicht mehr bemerkt.

Alles Gute
emma