Silopo: Die Nadel im Heuhaufen oder Wunder gibt es immer wieder....

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Beitrag von gaeltarra 25.05.11 - 14:36 Uhr

Hallo,

muss ich erzählen...

Wir waren bei meiner Schwägerin zu Besuch. Am Abend geht mein Mann mit unserer Kleinen nochmal zur Toilette. Er kommt wieder, zeigt mir seine Hand und sagt "jetzt ist es passiert". Ich: "???". Er hält mir wieder seine Hand hin und sagt; "er ist weg". "???". Dann sehe ich es auch: DER EHERING ist weg!!! #schock Er meinte, er müsste ihn auf der Toilette verloren haben, evtl. mit runtergespühlt oder im Waschbecken... (Der Ring saß in letzer Zeit etwas locker.) Wir alles abgesucht. Nichts. Auf Nachfrage, WANN er denn das letzte mal gemerkt hätte, dass er den Ring am Finger hatte meinte mein Mann: keine Ahnung. Er MEINT heute morgen?

Somit nächste Möglichkeit: im Auto oder im Kofferraum? Alles abgesucht, die kleinsten Ritzen. Nichts.

Tja. MEINE Vermutung war eher die, dass er den Ring am Tag vorher verloren hat, als er die Büsche, Bäume, Gräser etc. im Garten/bzw. um unser Haus geschnitten und gehäckselt hat! Damit ist meherere Quadratmeter Unterholz (muss man sich wie im Wald vorstellen) zu durchforsten und ein verwilderter Garten (der ist nämlich noch nicht gemacht, da der Hausbau erst mal Vorrang hatte). Tja. Evtl. kann sich jemand vorstellen, WAS das bedeutet? Zumal ja nicht sicher ist, ob der Ring da verlorenging oder nicht schon vorher.

Nachdem wir, bereits bei Halbdunkel heimkommen waren, habe ich mir sofort eine Taschenlampe geschnappt und bin ums Haus zu den Sträuchern/Gestrüpp und alles andere und bin den Gartenweg langsam abgelaufen. Ehrlich: es war nur pro forma, denn es war wirklich so, als würde man im Wald durchs Unterholz stampfen. Die abgeschnittenen Äste usw. usf. Da ist eine Suche zwecklos, musste ich mir eingestehen. Trotzdem bin ich langsam den Weg entlang und habe auch an der Hauswand (altes Haus, unser neues ist drangebaut) geleuchtet. Nur damit ich halt was mache, dass es keinen Sinn hat, war klar, je weiter ich gegangen bin. Die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen - mir wurde mit einem Male die Bedeutung dieses Satzes bewusst!

Ich schaue mutlos umher und plötzlich sehe ich rechts am Weg an der Hauswand, in der Ritze zwischen zwei verwitterten Steinen etwas aufleuchten!!!! Mir blieb in dem Moment echt das Herz stehen, als ich mich gebückt habe um genauer zu schauen: und ES WAR DER RING!!!!!!! #ole#huepf#verliebt

Von allen millionen Möglichkeiten, wo er verlorengehen konnte lag er in diesem Spalt!!! Unglaublich! Eigentlich absolut unmöglich! Er lag da!!!!!!! Unfassbar, einfach unfassbar.

Ich habe ihn aufgehoben, in die Hosentasche gesteckt und bin wieder ins Haus. In der Zwischenzeit hatte mein Mann die Kinder zu Bett gebraucht und ich war dabei, die restliche Wäsche die liegengeblieben war, weil wir zu der Geburtstagsfeier bei der Schwägerin gefahren sind, auf den Wäscheständer zu hängen. Mein Mann kommt zu mir und bemerkt, er müsse früher dicker gewesen sein :-) Er hatte den Ehe-Ring von seiner Ex-Frau anprobiert und den fast nicht mehr vom Finger bekommen und demonstrierte mir das jetzt nochmal :-) :-)

Naja, sage ich, fasse unaufällig in meine Hosentasche "dann solltest du es vielleicht doch lieber mal mit den hier probieren" - und lege ihn seinen Ring in die Hand! Ich werde nie mehr den Blick von meinem Mann vergessen. Er sagt ja immer nicht viel.... "Wo hast du den gefunden???" kam als erste Frage...

Er muss sich den Ring jetzt etwas enger machen lassen! Bis dahin hat er Trageverbot, nicht dass er ihn nochmal verliert. Wir hatten uns auf der Heimfahrt schon überlegt was wir machen, wenn der Ring nicht wieder auftaucht (was zu 99 % eher wahrscheinlich gewesen wäre). Gut, ich bin nicht abergläubisch - aber irgendwie....

Mein Mann meinte nur noch, jetzt, wo er denn Ring nicht mehr trägt, fehlt irgendwas - als er ihn ständig anhatte, hat er nicht bemerkt, dass er ihn verloren hatte.

Aber egal. Ich weiß jetzt wie es ist, eine Nadel im Heuhaufen zu finden bzw. kommt ja fast einem 6er im Lotto gleich - oder dass man vom Blitz erschlagen wird.

Ein absolutes SiLoPo, ich weiß, aber mich beschäftigt das immer noch, weil ich es noch nicht fasse, dass der Ring wieder da ist. Und je öfter ich schaue, WO der Ring hätte überall verloren gehen könne, desto unglaublicher wird es, dass er an genau DIESER Stelle wieder aufgetaucht ist.

VG
Gael

Beitrag von ratatouille 25.05.11 - 14:52 Uhr

Hallo,

ich kann mir gut vorstellen, daß dir da bestimmt 100 Steine vom Herzen gefallen sind!:-)
An der Stelle, wo du beschreibst, wie du ihm den Ring in die Hand gedrückt hast, hatte ich sogar Gänsehaut.

Einem Bekannten ging es mal ähnlich. Er hat einen riesen Garten, ist Handwerker und allgemein sehr viel unterwegs.
Plötzlich war der Ring weg. Er und seine Frau suchten und suchten, hingen Zettel aus, usw.
Der Ring war verschwunden.:-(
Irgendwann mähte er seinen Rasen und sah plötzlich etwas in der Sonne glitzern...der war auch froh, kann ich dir sagen!#huepf

LG#winke

Beitrag von shmenkman 25.05.11 - 15:11 Uhr

Du machst mir Mut!

Ich habe meinen Ehering vor ein paar Wochen zwischen Büro und Wohnung (Nachbarhäuser!) verloren und hoffe immer noch darauf, dass ich ihn wiederfinde.

Freue mich erstmal für euch mit, ich kann mir vorstellen, wie's euch geht. :-)

LG!

Beitrag von purpur100 25.05.11 - 17:07 Uhr

nie die Hoffnung aufgeben!;-)

http://de.nachrichten.yahoo.com/nach-72-jahren--ring-fund-in-der-kanalisation.html

Beitrag von shmenkman 25.05.11 - 21:05 Uhr

Schöne Geschichte! Also hoffe ich weiter ...

Beitrag von parzifal 26.05.11 - 08:06 Uhr

Vergiß nicht beim Fundbüro nachzufragen.

Beitrag von shmenkman 26.05.11 - 08:38 Uhr

Ja, habe ich gemacht. Vielleicht sollte ich beim Juwelier um die Ecke fragen (An- und Verkauf) da stehen die Chancen wohl besser. :-)

Beitrag von parzifal 26.05.11 - 12:45 Uhr

Die Wahrscheinlichkeit war ja (leider) sowieso gering. Aber fragen kostet ja nichts.

Beitrag von douvi 25.05.11 - 15:42 Uhr

Da fällt mir direkt dieser Artikel unsere Zeitung ein. Habe ihn mal rausgesucht!
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trierland/aktuell/Heute-in-der-Zeitung-fuer-Trier-Land-Unglaubliche-Odyssee-eines-Eherings;art8128,2730487

Beitrag von koqu 25.05.11 - 15:46 Uhr

Probiert's doch mal mit Lotto ; )

Beitrag von lahme-ente 25.05.11 - 17:50 Uhr

Oh, das kenne ich.

Mein Schatz hat ihn 5 Monate nach der Hochzeit das erste Mal verloren.
Er hatte ihn auf Arbeit liegen lassen im Spülbecken. Hatte das nicht ausgespült und so lag er im Schaum. Er hatte es ein ganzes Wochenende nicht bemerkt. Wir haben aber gedacht, dass er beim Baumfällen verloren ging usw.

Das zweite Mal verlor er ihn 2 Wochen später. Da war ich echt wütend. Hatte ihn ja mehrmals gesagt, dass wir ihn enger machen müssten. Da hatte er ihn wieder auf Arbeit verloren. Und zwar im Schnee. Da ja der letzte Winter so krass war und sehr viel Schnee brachte, war das wirklich wie die berühmte Nadel im Heuhaufen. Wir bekamen den Ring wieder, als der Schnee weggeschmolzen war. Ich war soooooo glücklich.
Seitdem Tag, trägt er ihn an seiner Kette und ich ebenso, da mein Ringfinger schmaler wurde und immer schwer entzündet durch ein Ekzem ist.

LG

Beitrag von candypop 25.05.11 - 17:52 Uhr

Ich hab eine ähnliche Geschichte:

Im Kindergarten hatte ein Kind ein Brillenglas verloren( Garten mit etwa 6000 m2),einige Kindergärtnerinnen suchten die Mittagspause wie verzweifelt.

Ich ging nach Ende meiner Pause in den Garten ,dreh mich um und finde das Glas.

Damals wurde ich beschuldigt, das Glas versteckt zu haben um dann als glorreiche Finderin dazustehen-da sieht man mal, wie blöd und neidig die Menschen sind...#rofl

Beitrag von moehrli 25.05.11 - 21:00 Uhr

Hallo.

Das ist ja wirklich die Nadel im Heuhaufen, die du da gefunden hast.

Ich kann mich noch erinnern, ich war vielleicht so 12 Jahre alt, hatte meine Mutter beim Frühjahrsputz ihren Ehering verloren (sie hatte ihn kurzzeitig an den kleinen Finger gesteckt weil sie geschwollene Hände hatte und er am Ringfinger drückte). Wir haben alles durch sucht, alle Zimmer, alle Ecken. Den Müll, der noch im Haus war, die Müllsäcke die schon in der großen Tonne waren. Alles. Meine Mutter war echt verzweifelt und hatte den Ring schon abgeschrieben.

Abends dann, als sie sich auszog um zu Bett zu gehen, streift sie ihre Socken ab und aus einer Socke purzelte auf einmal ihr Ring heraus. Scheinbar klemmte er unterm Bündchen, sie merkte es jedenfalls nicht. Sie war überglücklich, das kannst du dir ja jetzt sicher vorstellen :-)

Sie denkt, er ist von ihrem Finger gerutscht als sie sich ihre Socke mal hochgezogen hat oder so, macht man ja eher unbewusst...

LG moehrli

Beitrag von chou99 26.05.11 - 07:01 Uhr

Hallo!
Das kenne ich nur zu gut.

Mein Ring saß auch schon ewig zu locker und irgendwie war ich immer zu faul zum Juwelier zu gehen. Es ging ja auch so.
Bis auf einen Tag im Winter, als der erste Schnee kam. Ich machte auf dem Parkplatz meiner Arbeit im Weggehen eine lockere Schneeballschlacht mit einem Kollegen und merke noch wie samt Schneeball auch der Ring vom Finger flog.
Die Richtung war also in etwa bekannt. Wir habe 1 Stunde im Schnee gesucht. Am nächsten Tag (es schneite weiter, was sonst...) brachte eine Kollegin einen Art Metalldetektor mit..... Ohne Erfolg.
Der Schneeräumer fuhr einige Male über den Parkplatz.

Fakt ist, ich habe ihn nach ca 3 Wochen, als der Schnee wieder schmolz wiedergefunden. Ich hatte ihn echt schon abgeschrieben als er mir auf dem Weg zu meinem Auto auf einmal entgegen blitzte.
So schnell hat man mich noch nie zum Juwelier flitzen sehen.

Grüße
Nicole