Wie zur Vernunft bringen?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von selina9871 25.05.11 - 15:14 Uhr

Hallo,

ich habe mal sehr dringliche Fragen. #schwitz

Meine Tochter ist 3 Jahre, die kleine 10 Monate.

Nun ist es so, dass meine Große die Kleine sehr oft ärgert, das Spielzeug wegnimmt,... Was soll ich da tun?
Ich kann reden was ich will. Es hilft einfach nicht. Ich hab es auch mit Süßigkeitenentzug und kein Sandmännchen probiert (sind ja keine lebensnotwenigen Dinge), aber das läßt sie kalt. Dann ist das halt so.
Ich bin völlig hilflos, da sie ÜBERHAUPT NICHT hört. Egal was ich sag.

Was macht ihr in so einer Situation? #kratz

Ausserdem hat sie mind. 1x am Tag einen Trotzanfall in den sich sich richtig reinsteigern kann. Reden oder in den Arm nehmen bringt gar nichts. Sie hat so total abgeschaltet. Ich lass sie nun weinen und schreien, bis sie von selber aufhört, aber das zieht sich...

Wie handhabt ihr das?

Ich bin in diesen Situationen total hilflos, da ich auch auf keine eigene Erfahrung zurückgreifen kann. Ich habe mich das früher nicht getraut, da ich von meinen Eltern "Ohrfeigen" bekommen hab. Und das geht bei mir gar nicht! #nanana

Wäre über hilfreiche Tipps sehr dankbar. #danke

LG
Mel

Beitrag von linagilmore80 25.05.11 - 17:13 Uhr

Hey Mel,

ich würde fast sagen, dass das mit dem Spielzeugklau und dem Ärgern ein Aufmerksamkeitsproblem ist. Sie möchte damit Deine Aufmerksamkeit ergatten und wenn es negative Aufmerksamkeit ist.
Mein Tipp: Gib ihr konsequent eine Auszeit, wenn sie den Kleinen ärgert und gönne ihr mehr Zeit nur für für sie

Die Trotzanfälle sind normal, die gehören dazu.

Wenn Du gar nicht weiter kommst, dann scheu' Dich nicht eine Erziehungsberatung oder Familienhilfe in Anspruch zu nehmen.

LG,
Lina

Beitrag von claudichma 25.05.11 - 19:07 Uhr

Hallo Mel,

meine Kinder sind auch im gleichen Altersabstand wie deine, und damals hatten wir dieselben Probleme mit meinem Sohn (inzwischen 5 1/2). Ich habe in beiden Fällen (kleine Schwester ärgern und Trotzanfälle) meinen Sohn immer aus der Situation herausgeholt und ins Bad gebracht, da musste er sich auf den (zugeklappten) Klodeckel setzen und da bleiben, bis er sich wieder beruhigt bzw. entschuldigt hat. Meiner Erfahrung nach sind das alles nur Versuche, deine Aufmerksamkeit zu erzwingen, und die kann man am Besten abgewöhnen, indem sie damit das Gegenteil erreichen, nämlich allein in einem anderen Raum sitzen zu müssen, wo es kein Spielzeug gibt und keinen, der den Budenzauber beachtet. Hinterher reichte es schon in entsprechender Situation, ihn nur zu fragen, ob er etwa wieder ins Bad möchte, damit er aufhört.

Aber verhindern kannst du es nicht, das hört erst auf, wenn die Kleinen sich wehren können, und auch dann gibts immer wieder Streit ums Spielzeug. Man muss dabei aber auch drauf achten, WESSEN Spielzeug die Kleinen gerade haben, mein Sohn hat bestimmte Sachen, da darf seine Schwester nicht dran und dann nehm ich ihr die auch weg, wenn er das nicht möchte, dass sie damit spielt. Umgekehrt hat sie ihre eigenen Sachen, da muss er dann auch warten, ob sie es ihm geben will, wenn nicht, muss er das auch akzeptieren. Und bei gemeinsamem Spielzeug muss man sich eben abwechseln oder der Schwester/dem Bruder was Anderes anbieten und gucken, ob sie/er tauschen mag, wenn nicht, muss man eben warten. Wenn man den Kindern als feste Regeln beibringt, klappt es irgendwann auch besser und die Streitereien werden weniger, weil sie lernen, ihre Probleme miteinander selbst zu lösen durch Tauschverhandlungen u.ä.!

Und der Trotz, naja, das ist halt eine Phase von 2 Jahren, die vergeht dann auch wieder, da muss man leider durch. ;-) Beim 2. Kind nimmt man es dann schon gelassener, weil man es ja schon kennt.
LG
Claudia