Kinderwunsch, aber Freund will nicht

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von patcy25 25.05.11 - 17:26 Uhr

Hab Rheuma und müßte eigentlich auf Basistherapie eingestellt werden, aber Doc will das ich vorher Kind bekomme da ich ja doch schon 34 bin.
Ich selbst wünsch mir auch eins, aber mein Freund hat schon 2 und ist durch die Scheidung gebranntmarkt. Er will keins, jetzt plötzlich, vor 4-5 Jahren am anfang meinte er noch das ein Neustart für Familie und Kind jetzt optimal wäre.

Nun sitzt man zwischen 2 Stühlen, will seinen Wunsch nach Kind nicht nachgeben, aber will den Mann auch nicht verlieren.

Beitrag von scura 25.05.11 - 21:31 Uhr

Ich glaube bei "Partnerschaft" wärst Du besser aufgehoben.

Mein Mann hat auch solch eine Vorgeschichte. Unsere gemeinsame Tochter ist jetzt zwei. Wir haben sehr lange geplant, geredet und probiert. Alles ist gut bei uns, mit der Ex-Familie zwischenzeitlich äusserst schwierig. (seine Kids sind in der Pupertät, das ist manchmal echt zum abgewöhnen, mit einem zweiten (vierten) Kind brauch ich ihm mom. nicht zu kommen)

Hätte unsere Lebensplanung nicht gepasst, hätte ich wahrscheinlich auf den Mann verzichtet.

Beitrag von patcy25 25.05.11 - 22:02 Uhr

na da es bei mir um das Handicap "Rheuma" geht dachte ich hier richtig zu sein....

Hier ist es nur so, seine Kinder sieht er schon seit Jahren nicht und sie wollen ihn nicht sehen, also hat er nichts von "seinen" Kindern und ich hab erst Recht nichts davon. Dann ist es doch nur verständlich selber eins haben zu wollen und jünger wird man leider nicht.
Wenn ich jetzt mit Basis anfange, dauerts ca 6 Monate bis das wirkt im Körper um fest zu stellen ob es die richtige behandlung für mich ist und wenn nicht muss weiter getestet werden und dann dauerts wieder ca 1 Jahr bis die ganzen Giftstoffe aus dem Körper sind um dann schwanger werden zu können.

Beitrag von froehlich 27.05.11 - 21:12 Uhr

Ich kann Dich und das Dilemma, in dem Du steckst sehr gut verstehen. Schwierig. Ich tendiere ja irgendwie dazu, meiner Vorschreiberin Recht zu geben: wenn die Lebensplanung beim wichtigen Thema "Kind" auseinandergeht ist es meist besser sich zu trennen, so schmerzhaft das auch ist. Andererseits: welcher Mann schreit schon freiwillig sofort: JA, ich will Kinder?! Sehr wenige, würde ich behaupten...;-). Trotzdem: überlegt Euch gut, was ihr beide wollt. Ich kenne Paare, bei denen die Frau (meine Freundin) unbedingt Kinder wollte, ihrem Mann zuliebe das Thema aber immer wieder auf die lange Bank geschoben hat, bis es schließlich zu spät war.....da war die Beziehung dann auch im Prinzip zu Ende...denn wenn ein so wichtiger Wunsch - wie der nach einem Kind - für eine Frau nicht in Erfüllung geht, ist das ein ungeheurer Frust, mit dem Paare selten leben können. Wegen Deines Alters würde ich keine Panik schieben. Klar, Du bist mit 34 Jahren nicht mehr total jung, aber auch wirklich noch nicht "alt" für ein Kind!!!!! Ich bin mit 36 Jahren zum ersten Mal Mutter geworden, hatte dann eine Fehlgeburt mit 40 und wurde mit 42 Jahren noch mal Mutter....schwanger wurde ich jeweils absolut problemlos und die beiden geglückten Schwangerschaften waren super. Insofern: entspann Dich ein bisschen an der Altersfront. Lebensplanungsmäßig würde ich an Deiner Stelle aber nochmal richtig Tacheles reden. Ich rate Dir: investiere keine Zeit in eine Beziehung, in der sicherlich KEIN Kind möglich ist....das musst Du ausloten! Viel Glück!

babs

Beitrag von patcy25 15.06.11 - 14:12 Uhr

Das ich mit 34 Jahren noch nicht "alt" bin für ein Kind, ist mir klar, aber es geht daraum, wenn ich jetzt anfange mit Basistherapie gehen einige Jahre ins Land und dann, wenn ich absetze das ganze dauerts wieder 1 Jahr bis die Giftstoffe raus sind um dann schwanger werden zu dürfen, sonst besteht die Gefahr ein behindertes Kind zu bekommen. Deshalb drängelt das ganze schon, denn um so länger man wartet das ganze mit den richtigen Mitteln zu bekämpfen, gehen die Gelenke kaputt und mit 40 hatte ich eigentlich keine Absicht mehr ein Kind zu bekommen.
Ist alles schon nicht so einfach und manch andere denkt, man hätte sich die Krankheit selber ausgesucht.

Beitrag von parzifal 01.06.11 - 09:18 Uhr

Äußerst verwirrend wer bei Euch jetzt Kinder will und wer nicht.

Dein Doc, Du oder Dein Freund?

Dein Doc! will ein Kind. Das ist mal was Neues.

"Ich selbst wünsch mir auch eins"

"Er will keins"

"jetzt plötzlich, vor 4-5 Jahren am anfang" ...Was denn nun?

"Kinderwunsch, aber Freund will nicht"

"will seinen Wunsch nach Kind nicht nachgeben"... obwohl Du eins willst?

Beitrag von patcy25 15.06.11 - 14:06 Uhr

Ich weiss zwar jetzt nicht wo da was verwirrend ist, aber damit es verständlich wird für manche.

Mein DOC drängelt drauf das ich erst Kind bekomme bevor ich mit stärkeren Medis voll gestopft werde, ich möchte gern ein Kind, aber mein Freund will keins!

Das der DOC auf ein Kind drängelt, warum sollte das neu sein? Er denkt mit und ist sich der Sache bewußt das ich keine 18 mehr bin, wenn er mich jetzt mit der Basistherapie vollstopft gehen Jahre ins Land und dann ist Schicht im Schacht mit Kinderwunsch.

"jetzt plötzlich, vor 4-5 Jahren am anfang" ...Was denn nun? ....-> naja am anfang wollte er noch und jetzt halt nicht mehr........(ich versteh nicht wie man deutsch nicht verstehen kann...*grübel*)

"will seinen Wunsch nach Kind nicht nachgeben"... obwohl Du eins willst? ....-> also doch verstanden worauf ich hinaus wollte