Hat jemand von euch schon mal in Elternzeit gekündigt?

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Beitrag von liri1003 25.05.11 - 20:51 Uhr

Hallo,

ich will meine Stelle bei meinem AG kündigen. Ich habe eigentlich noch 1 Jahr Elternzeit, aber habe ziemlich viel Stress mit meinem Arbeitgeber. Er hat mir versprochen, dass ich ab dem 01.06.11 einen Teilzeitjob bei ihm habe. Leider nur telefonisch. :-( und ich hab drauf vertraut. Jetzt ... kurz vor dem Startschuß sagt er auf einmal, dass ich besser erstmal auf Minijob arbeite. Ich hab ihm gesagt, dass das nicht geht, weil ich meine Familie miternähren muß. Das war ihm aber egal. Jetzt hab ich ihm angeboten die Elternzeit zu verkürzen und dass er meinen Vertrag dann kündigt. Aber das will er nicht. Warum? frag ich mich. Was hat er denn davon. Selbst wenn er meinen alten Vertrag nicht kündigt, ist klar, dass ich da nicht mehr anfangen will und ich müßte kündigen. Wenn er mich kündigen würde, würde ich wenigstens Arbeitslosengeld bekommen. Was hat er für Vorteile, wenn er mich nicht kündigt?

Hat jemand von euch so eine Kündigung in der Elternzeit schon durch? Und wie habt ihr das gemacht?

Danke und Gruß
Yvonne #winke

Beitrag von klaerchen 25.05.11 - 21:15 Uhr

Du hast Verantwortung für eine Familie, da kannst du dich doch nicht einfach kündigen lassen!!!
Was ist das denn für eine Einstellung?

Beitrag von mylittleangel 25.05.11 - 21:34 Uhr

juhu..

kündigung in der elternzeit ist. glaub ich, rechtswidrig. man unterliegt bis zu 3 monaten nach elternzeit dem kündigungsschutzgesetz. kann mich hier aber irren. aber das wäre schon mal ein interessanter punkt, warum dein AG dich nicht kündigen möchte. außerdem, wenn du kündigst, kannst du auch nicht mehr klagen wegen abfindung etc etc etc.. noch ein punkt. aber ich würde mit familie NIEMALS einen job kündigen, wenn ich noch nichts neues habe.

aber das wurde hier ja nicht gefragt. aber wenn du da nicht weiter arbeiten willst und du noch ein jahr elternzeit hast, denn suche dir in diesem jahr einen neuen job und kündige dann. ach ja, elterngeld + arbeitslosengeld gibt es nicht, da du keine betreuung für den kind hast (eben elternzeit) ALG steht dir erst zu, wenn dein kind 15 std + fahrzeiten in der woche betreut wird und dann wird das ALG auch entsprechend den zeiten bewilligt, wie du dich auf dem arbeitsmarkt zur verfügung stellst. unabhängig wieviel stunden du vorher gearbeitet hast

viele grüße

Beitrag von jennily 25.05.11 - 23:00 Uhr

hey,

schau dir mal folgende seite an, da steht alles drin, was du im falle einer kündigung von deinem Arbeigeber wissen musst.

http://www.pfalz.ihk24.de/recht_und_fair_play/Arbeitsrecht/582228/BeendigungdesArbeitsverhaeltnisses.html


lg jennily

Beitrag von asharah 25.05.11 - 23:47 Uhr

Hallo! #winke

Ich kann gut verstehen, dass du dort nicht merh arbeiten willst. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Minijob keine Familie (mit-) ernährt #aerger.

ABER: Ich glaube nicht, dass er einfach deinen Job dort in einen Minijob umwandeln kann!!! Das ist nämlich was komplett anderes!
Er kann dir Teilzeit verweigern, klar. Aber dann muss er dir deinen Vollzeitjob wiedergeben. Lass es doch drauf ankommen, und bestehe auf deinen Vollzeitjob, wenn du nicht Teilzeit arbeiten darfst! Und schau dich in der Elternzeit nach etwas Neuem um. Notfalls lass dich halt dann in Vollzeit kündigen ;-).

LG, Ash

Beitrag von tscheuri 26.05.11 - 09:37 Uhr

Hallo,

bitte kündige nicht während der Elternzeit, auch dann nicht wenn du einen neuen Job hast. Ihr seid während der Elternzeit über deinen AG sozialversichert, warum solltest du darauf verzichten? Solltest du einen neuen Job wieder verlieren hast du wenigstens dieses Thema aus dem Kopf.

Bei mir ist es auch so, dass ich mir einen neuen Job suchen werde, allerdings weil ich inzwischen 200 km von meinem alten AG weg wohne. Ich habe mir aber eine Genehmigung von meinem alten AG geben lassen, dass ich woanders arbeiten darf und bleibe dann trotzdem dort in Elternzeit.

Weiterhin würde ich mich informieren welche Ansprüche du gegen deinen jetzigen AG hast. Inwiefern er deinen Job in einen Minijob umwandeln kann weiß ich nicht, aber es gibt doch Spezialisten die dich da beraten können. Mir würde jetzt spontan z.B. Pro Familia einfallen, die können dir dann auch Hilfestellung geben wenn es darum geht ob du staatliche Leistungen in Anspruch nehmen kannst falls es bei dem Minijob bleiben sollte. Oder du nimmst dir gleich einen Anwalt der auf Arbeitsrecht spezialisiert ist.

Zur Not würde ich den Minijob annehmen, ist schließlich besser als gar nichts und mir nebenher einen anderen Job suchen.

Liebe Grüße und alles Gute

Tatjana