Borreliose bei meiner Tochter im Blut nachweisbar ?

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von plia28 25.05.11 - 23:03 Uhr

Hallo,

heute morgen habe ich gesehen, dass meine Tochter eine merkwürdige Rötung (ringförmig ) um einen vermeintlichen Mückenstich auf dem Rücken hat.
Ich habe ein wenig gegoogelt und da es sich wie ein Symptom von Borreliose anhörte, bin ich gleich mit meiner Vierjährigen zum Kinderarzt.

Der Arzt sagte mir, dass es sehr stark nach Borreliose aussehe und man das aber nicht im Blut nachweisen könne.
Eine 14tägige Antibiotika-Therapie sei das Mittel der Wahl.
Wir haben dann das Medikament gleich von der Apotheke geholt und sofort mit der Therapie gestartet.

Ich schätze den Arzt eigentlich und halte ihn für gut, habe aber jetzt gehört, dass man sehr wohl Borreliose im Blut nachweisen kann.

Meine Frage jetzt: wird normalerweise bei Verdacht jedes Mal das Blut untersucht und kann man Borreliose auch im Anfangsstadium im Blut nachweisen?

Ich will einfach nicht einfach mal nur so auf Verdacht 14 Tage ein Breitband-Antibiotika auf meine Tochter loslassen, wenn man auch mit einer Blutuntersuchung Gewissheit haben könnte.


LG Plia

Beitrag von sassi31 26.05.11 - 00:53 Uhr

Hallo,

bei der Tochter einer Freundin wurde Blut abgenommen und trotzdem schon Antibiotikum gegeben bevor das Ergebnis da war. Der Arzt hat gesagt, es ist wichtig, schnell zu handeln. War auch ganz gut, denn die Borreliose wurde bestätigt und war auch eine lange Zeit im Blut nachweisbar.

Gruß
Sassi

Beitrag von plia28 26.05.11 - 12:11 Uhr

Hallo,

anscheinend geht es da ja wirklich um Schnelligkeit. Ich hoffe bloss, dass es dann auch gut anschlägt.

Ich werde bei meiner Tochter noch Blut abnehmen lassen, so ganz ohne will ich es trotzdem nicht.

LG Plia

Beitrag von sassi31 26.05.11 - 18:27 Uhr

Hallo,

das wird schon werden. Ich drücke euch die Daumen.

LG
Sassi

Beitrag von barzoli 26.05.11 - 06:21 Uhr

Guten Morgen,

die Infektion kann erst nach ca. 14 Tagen i Blut nachgewiesen werden.
Gebe auf jedenfall die Antibiose, die Zeit abzuwarten hättet ihr nicht, wenn es wirklich eine Borreliose ist, der Arzt hat richtig gehandelt und wird sicher ach ende der Therapie das Blut kontrollieren.

Gruss Barzo

Beitrag von plia28 26.05.11 - 12:13 Uhr

Hallo,

wir sollen auch in 2 Wochen wiederkommen, dann werde ich, falls es der Arzt nicht tut, auf jeden Fall darum bitten, dass das Blut untersucht wird.

LG Plia

Beitrag von cocoskatze 26.05.11 - 07:02 Uhr

Lass deiner Tochter auf jeden Fall Blut abnehmen, und auf Borrelien untersuchen.

Eine Antibiose bei Borreliose sollte in der Regel 21 Tage nicht unterschreiten.

LG
Simone

Beitrag von plia28 26.05.11 - 12:14 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort.
Das mit der Dauer der Therapie werde ich auf jeden Fall noch einmal beim Arzt ansprechen.

LG Plia

Beitrag von felix0907 26.05.11 - 07:13 Uhr

Hallo!!!

Also ich erzähl Dir jetzt mal die geschichte von meinem Sohn!!

Mein sohn hatte letztes Jahr auch ein borreliose.......
Genau wie bei Deiner tochter...roter Ring ......also sind wir gleich zum Arzt der bestätigte mit dass es nur ein Mückenstich mit allergischer Reaktion sei....., also sind wir wieder nachhause mit Fenistil Gel...
Nach wzei Tagen wurde das Ding aber immer röter und grösser, also bin ich nochmal zu meiner KIÄ '( war wieder aus dem Urlaub da) und die sagte mit sofort es sei Borreliose.....!!!!! Blut abgenommen.....und sofort eine Antiobiotika Kur....... auf Nummer sicher....
Sie sagte mir man müsse schauen ob der Borrelienwert schon nachweisbar ist... meist ist er erst nach 14 Tagen nachweisbar... aber da der ring schon so rot ist müsste man das erkennen ....
Also nach 3 Tagen dann der Anruf vom Laber.... Borrelien positiv,... der Wert war schon minimal angestiegen...!!!!!!!!
Daraufhin erhöhte meine KIÄ das AB von 14 auf 21 Tage............!!! ZUR SICHERHEIT!!!!!!!!
Also soweit ich weiß sollte ein Antibiotikum in voller Dosis genommen werden und mind. 21 tage!!!!!!!!
Ich hab mich damals mit mehreren Ärzten und sogar einem Spezialisten in Bezug auf Borreliose unterhalten.....
Was wir noch gemacht haben....-- wir haben uns von einem Heilpraktiker zusätzlich behandeln lassen mit einer Borreliennosode in C 200.... bis heute ... TOI TOI keinerlei Anzeichen oder Nachwirkungen.!!!!
Die borreliennossode ist eine Art impfung, es werden Borrelienerreger ins blut gebracht durch diese Tropfen, und somit soll der Körper abgehärtet werden bzw. der Körper gewöhnt sich daran........

also keine Angst, mit dem AB bist du auf der sicheren Seite... aber frag lieber nochmal nach wegen der Anwendungsdauer........

Wir haben vor 3 monaten noch mal blut abnehmen lassen, war ok, der wert bwird immer im blut bleiben.....

lg

Beitrag von fascia 26.05.11 - 08:08 Uhr

Morgen felix,

kleine Spitzfindigkeit von mir ..., nicht ärgern also!
Das schreib ich, damit kein Missverständnis entsteht, v.a. nicht bei Plia.

Bei der Nosode wird natürlich kein Erreger ins Blut gebracht.
Es ist auch kein Erreger in D200 enthalten.

LG,
f.

Beitrag von felix0907 26.05.11 - 08:24 Uhr

... OK dan hab ich mich eben falsch ausgedrückt... sorry...
es werden die Borrelienähnliche Stoffe entgegengesteurt.... oder so ähnlich... hat es mir mein HP erklärt... falls Du vom Fach bist, dann erklär es mir bitte mal richtig....

Danke und LG

Beitrag von fascia 26.05.11 - 09:26 Uhr

Macht doch nix, felix!

Die Nosodentherapie ist - wenn man das so sagen will - eine Mischung des Impfprinzips mit einer homöopatischen Anwendung.

Vom Impfen kommt dieser Aspekt: Man verabreicht einen Stoff, der per se das Potenzial hat, krank zu machen. Einen Erreger, der aber jetzt nicht krank macht, weil er abgetötet wurde, oder anderweitig verändert, oder in zu geringer Konzentration gegeben wird. Diese Verabreichung hat den Effekt, dass der Körper die spezifische Abwehr gegen den Erreger bildet, ohne zu erkranken.
Bei der Nosodenbehandlung ist die Abweichung vom Impfprinzip z.B. die, dass eine Impfung vor einer Infizierung/Infektion vorgenommen wird - während Nosoden oft während/nach einer entsprechenden Infizierung/Infektion zum Einsatz kommt.

Homöopathisch daran ist die Art der Zubereitung der Arznei und die Art der Anwendung und Dosierung.
Bei der Borreliose, wird z.B. eine bestimmte äußerst geringe Anzahl von (toten) Borr.-Bakterien in Lösung gegeben. Diese Lösung wird dann wiederholt extrem verdünnt.
So verdünnt, dass die Wahrscheinlichkeit, eines dieser Moleküle aufzunehmen (Schlucken oder Spritze) praktisch gegen Null geht.
Ein infektiöses Potenzial ist jetzt unmöglich.

Die Idee der Wirkung beruht auf der Vorstellung, dass die Lösung (oder Tablette, Globulus) aber dennoch eine Information durch den Kontakt mit dem Bakterium aufgenommen hat. Eine Art Gedächtnis - meinetwegen von der Struktur des Bakteriums. Der Körper soll diese Information dann aufnehmen können und seine Bereitschaft und Fähigkeit erhöhen, den tatsächlich vorhandenen Erreger (der aus der vorangegangenen Infektion stammt) zu erkennen und zu eliminieren.

Kurzform: Die Substanz enthält keinen infektiösen Keim. Es gelangt kein solcher Keim ins Blut oder in den Körper überhaupt.
Es wird - wenn überhaupt - Information eingebracht. Eine Information, die umso konzentrierter vorliegt (laut homöopatischer Lehre), je unkonzentrierter (also je verdünnter) die Lösung (Tablette, Globulus) ist.



Eine Vertreterin der Homöopathie bin ich allerdings nicht. Es mag sich jeder ihrer bedienen, wie er will - ich wende sie nicht an.

Das Ganze schreibe ich also v.a., weil mit manchen Infos - und wirklich gut gemeinten wie deiner - manchmal Fehler oder Missverständnisse einher gehen, die u.U dann das Gegenteil der guten Absicht bewirken.
Hier: Dass Plia denken könnte: "Waaah - noch mehr Borrelien ins Blut...? Kommt nicht in Frage - da wird mein Kind ja noch kränker..."


LG und einen schönen Tag noch...,
f.



Beitrag von plia28 26.05.11 - 12:18 Uhr

Hallo,

danke für Deine Erklärung.

Ich muss zugeben, dass ich sehr wenig über Homöopathie weiss und bisher auch nicht den Eindruck hatte, dass die Kügelchen bei meiner Tochter irgendwelche Wirkungen hatten, ich war aber auch noch nie mit ihr beim Heilpraktiker.

Ich hoffe sehr, dass die Antibiotika-Therapie auch anschlägt, wenn die Infektion nachgewiesen werden sollte.
Über andere oder zusätzliche Therapien sich zu informieren finde ich aber grundsätzlich gut.

LG Plia

Beitrag von plia28 26.05.11 - 12:09 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort.
Ich hoffe sehr, dass das Antibiotikum anschlägt. Und wegen der Dauer werde ich auf jeden Fall noch einmal nachfragen.
Und auch um eine Blutentnahme bitten.

Wegen der Sache beim Heilpraktiker werde ich mich auch noch mal erkundigen. Bisher hatte ich immer den Eindruck, dass Hömöopathie bei meiner Tochter gar nicht anschlägt (war allerdings nie beim Heilpraktiker).
Jetzt will ich sowieso einen Termin bei einem Arzt ausmachen, der auch Heilpraktiker ist, da werde ich gleich mal nachfragen.

Alles Gute für Deinen Sohn,

Plia

Beitrag von darja007 26.05.11 - 13:05 Uhr

Auch ich hatte damals in meiner ss einen komischen, ringförmigen Ausschlag. Bin zu verschiedenen Ärzten gewandert und endlich der Hautarzt hat es dann als Zeckenbiss erkannt. Er erklärte mir, das die Borreliose erst nach 4-6 Wochen im Blut nachweisbar ist, genau wie eine Telefonrechnung. Zuerst telefoniert man und später kommt die Rechnung ;-). Es ist daher wichtig vorzubeugen mit Antibiotika. Da machst Du nix falsch. Etwas falsch machen ist, wenn es tatsäschlich Borreliose ist und Du nix dagegen gegeben hättest.
Übrigends ist bei mir eine kleine Borreliose nachgewiesen worden, was dank dem Antibiotika nicht weiter schlimm war.
Lg Ramona

Beitrag von sulzi 26.05.11 - 21:40 Uhr

Borreliose kann einen sehr gefährliche chronische Krankheit werden.
Der rote Ring (Wanderröte, Erythema migrans) ist eigentlich ein 100%iger Beweis für eine Infektion und der einzig sichere! Die Bluttests sind völlig unsicher, jedes Labor macht einen anderen Test mit völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Außerdem kann man das normal erst nach ein paar Wochen nachweisen da kann es schon zu spät und sehr kritisch werden.
Jeder Tag den man mit einer Antibiotikatherapie wartet, verschlechtert die Heilungschancen.
Also ist es keine Therapie auf Verdacht wenn man bei einem Erythema migrans sofort Antibiotika gibt ohne ein pos. Laborergebnis abzuwarten. Sondern absolute Pflicht, alles andere wäre sogar ein ärztlicher Kunstfehler !
Eine Borreliose die nicht rechtzeitig und ausreichend lang behandelt, zu einer lebenslangen schweren chronischen Erkrankung führen kann, nur mit homöophatischen Mittel wie Nosoden zu behandeln, ist grob fahrlässig.
Dies kann man bei einem Schnupfen verwenden, aber nicht bei einer schweren Infektkionskrankheit, wie Borreliose, dessen Erreger Spirochäten sehr eng mit der Syphilis verwandt sind.
Die Deetsche Borreliose-Gesellschaft empfiehlt dabei sogar im Frühstadium mindesten 4 Wochen Antibiotika!
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/Leitlinien.pdf

Oder schau einmal beim www.borreliose-bund.de nach. Dort gibt es auch ein Fach-Forum mit über 15.000 Kranken mit oft schlimmsten chronischen Folgen.

Also informiere dich genau, jetzt hast du noch beste Chancen schwerwiegende Folgen von deiner Tochter abzuwenden.
Außerdem gibt es bisher keinen Einzigen Test, der sagen kann ob man geheilt ist oder nicht!!
Die können nur nachweisen (selbst da sehr unsicher) dass man infiziert wurde. Aber niemals ob man noch krank ist oder nicht! Bzw. ob die Therapie ausreichend war oder nicht.

Liebe Grüße

Beitrag von plia28 28.05.11 - 13:36 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort, das PDF werde ich mir gleich mal durchlesen, danke für den Hinweis!

LG Plia