KiGa-Petzerei - wie reagieren?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von michi0512 26.05.11 - 08:58 Uhr

Guten Morgen,

also folgendes. Im KiGa ist ein Mädchen (kommt dieses Jahr in die Schule) mit dem mein Sohn nicht klar kommt - sie mit ihm auch nicht ;-) aber das ist ja auch in Ordnung so. Nun passiert es aber immer häufiger dass die Kleine meinen Sohn bei mir verpetzt.

Situation:

Ich hole meinen Sohn ab und ziehe in an. Währendessen steht das Mädel neben mir und erzählt: L. hat das gemacht, der lügt immer, der ist ein böser Junge... bla bla...

Die Hälfte davon stimmt meist auch - aber mein Sohn sitzt vor mir und wird immer Kleiner. Nun sagte ich dem Mädchen schon oft dass ich es nicht möchte dass sie mich damit anspricht - denn die Erzieherin ist den ganzen Tag da und kann es besser beurteilen. Ich habe ja keine Ahnung was wirklich stimmt.

Weder möchte ich sie als Lügnerin darstellen - aber auch meinen Sohn möchte ich in dieser Situation auch nicht ausschimpfen. Ich meine - ich muss doch irgendwie zu ihm halten. Wenn mein Sohn dem Mädchen widerspricht heißt es gleich er lügt. Ja - zum Teil mildert er Sachen ab - aber zum anderen Teil mal sie die Dinge immer viel größer aus.

Es nervt mich ungemein jedesmal in diese Zwickmühle getrieben zu werden... wie kann man denn dem Mädchen eindeutig klar machen dass sie micht "in Ruhe" lassen soll? Ich will sie auch nicht Petze nennen - denn im KiGa ist petzen (wenn einer haut etc.) angesagt und "richtig" #ole

Andererseits habe ich Angst dass mein Sohn sein schlechtes Verhalten (was eigentlich in meinen augen stinknormal ist - also altersgemäß) weiter verstärkt wenn ich ihn vor dem Mädchen stets in Schutz nehme... er könnte ja denken dass meine Unterstützung ihm gegenüber ein Freiticket ist....


Die Erzieherin bekommt den Mist immer gar nicht mit - ruft das Mädel lediglich zurück.

glG

Beitrag von brotli 26.05.11 - 09:29 Uhr

hi
sie kommt ja dies jahr in die schule, dann bist du sie los.;-)

ich hatte sowas selten, aber wenn, dann habe ich es entweder ignoriert und gesagt, es gibt keine bösen kinder, aber es gibt dinge die man nicht tun darf. und es gibt bestimmt dinge die du auch mal machst die blöd für andere sind hm.....

oder, ihr hattet bestimmt auch schöne stunden heute vormittag und was schönes gemacht hm.

und weiter nichts und mich mit meinen kindern unterhalten. ich habe immer hinter meine kinder gestanden.
wenn wir alleine waren habe ich allerdings das eine oder andere mal hinterfragt und darüber geredet, aber direkt vor einem ewig erklärendem kind würde ich gar nichts sagen.
gab es aber eine konkrete situation die ganz eindeutig war, dann habe ich auch direkt geantwortet und meinen sohn direkt gefragt und das geklärt, aber so, würde ich nicht auf jeden pups eingehen, sie sind ja betreut und nicht alleine für sich vormittags.
l.g.

Beitrag von michi0512 26.05.11 - 10:23 Uhr

"sie kommt ja dies jahr in die schule, dann bist du sie los."

#ole

Ja, sie ist wirklich anstrengend. Aber man will ja auch nicht unbedingt ein anderes Kind "verletzen".

Werd ihr wohl dann doch eher klipp und klar sagen dass sie uns in Ruhe lassen soll.

LG #blume

Beitrag von thea21 26.05.11 - 09:49 Uhr

Klare Ansage, das alles was im Kindergarten passiert der Erzieherin zu erzählen sind und du ihr nicht mehr zuhörst.

Ich vermute, dein Sohn wird im Kindergarten für Fehlverhalten eh schon "zurechtgestutzt"! Von daher ist eh alles, was dir das Mädchen beim Abholen erzählt schon "verjährt" und nicht mehr anzusprechen.

Ist etwas vorgefallen, was aus der Reihe fällt, wird die Erzieherin schon ansprechen.

Beitrag von michi0512 26.05.11 - 10:21 Uhr

Klar bekommt er seine "Strafen" sofort :-) Ich habe ja meinem Sohn erklärt dass die Tür eine magische Schwelle ist: beim Übertreten nach innen hat Mama nichts mehr zu sagen - und beim rausgehen ist Mama wieder der "boss". Deswegen fände ich es auch nicht richtig ihn nochmals zu strafen.

Wenn er wirklich was derbes angestellt hat reden wir zwar Nachmittags nochmal, aber schimpfen tu ich dann auch nicht.

#blume

Beitrag von juniorette 26.05.11 - 10:01 Uhr

Hallo,

mir wäre es egal, ob in einem Kindergarten Petzen erwünscht oder erlaubt ist.
Ich würde dem Mädchen ganz klar sagen, dass ich Petzen schlimmer finde als X und Y und Z (was auch immer dein Sohn angestellt hat).

Wenn sie trotzdem weiterpetzt, würde ich ihr sagen, dass sie meinen Sohn und mich in Ruhe lassen soll.

LG,
J.

Beitrag von michi0512 26.05.11 - 10:19 Uhr

Danke. Ich mag das Mädchen nicht - mein Sohn auch nicht. Aber mir fiel es bisher schwer ihr zu sagen sie solle uns in Ruhe lassen - möchte die Kleine ja dennoch nicht verletzen.

Beitrag von salem511 26.05.11 - 10:28 Uhr

Und sie verletzt Deinen Sohn mit ihren Äusserungen. Mal ehrlich. Sie petzt, weil sie möchte, dass Du mit Deinem Sohn schimpfst. Solch ein Verhalten ist schlicht und ergreifend falsch.

Es wird ihr nicht schaden, wenn Du ihr sagst, sie soll das lassen.

Beitrag von juniorette 26.05.11 - 10:50 Uhr

" möchte die Kleine ja dennoch nicht verletzen. "

Sie versucht (bzw. schafft es zum Teil) deinen Sohn zu verletzen. Es wird ihr sehr gut tun, zu erfahren, wie es ist, verletzt zu werden bzw. zu erfahren, dass man mit Petzen auf Ablehnung stößt (in unserem Kindergarten wird Petzen übrigens abgelehnt).

Du solltest gegenüber deinem Sohn loyal sein und nicht auf die Gefühle eines fremden Kindes, das deinen Sohn verletzen will, Rücksicht nehmen.

Beitrag von michi0512 26.05.11 - 13:45 Uhr

Hm, ja Du hast recht.

Ist halt immer... Naja Groß gegen Klein :-P

Aber ich werds ihr wohl doch mal direkt ganz böse sagen :-)

Beitrag von sarahg0709 26.05.11 - 10:38 Uhr

Hallo,

so ein Mädchen gibt es in der Klasse meiner Tochter auch. Ich sage dann ja, ja und lasse mir von meiner Tochter ihre Version der Geschichte erzählen. Im Zweifelsfalls frage ich dann noch bei der Lehrerin nach.


LG

Beitrag von sillysilly 26.05.11 - 12:01 Uhr

Hallo

einfach eine ganz klare Grenze ziehen

und ihr ins Gesicht sagen, daß dich das nicht interessiert
deine Ansprechpartner die Erzieher sind und die Wesentliches, auch wenn dein Sohn was gemacht hat mit dir besprechen werden

und solche Gespräche absolut abblocken

Da würde ich nix kennen


Grüße Silly

Beitrag von michi0512 26.05.11 - 13:45 Uhr

#danke

Beitrag von lisasimpson 26.05.11 - 13:51 Uhr

"Ich will sie auch nicht Petze nennen"

warum solltest du auch- du bist ja kein kindergartenkind mehr.

aber du bsit eine erwachsene frau, die i nder lage sein sollte einem vorschul-mädchen eine klare grenze zu zeigen:
"du- bitte besprich das in Zukunft mit der erzieherin und lass uns jetzt bitte in ruhe uns fertig machen" sollte da sicehr genügen.

weder geht es darum, daß du ein kind "verletzen sollst" (was für nette tips es hier doch gibt), um ihm mal zu zeigen ,wie das ist, noch sollst du auf dei entwicklungssstufe eine 5 jährigen gehen.

aber mir das gejammere jeden tag anhören würd ich ganz sicher nicht.

wenn du dir das nicht zutraust, würde ich mit de erzieherin sprechen, daß dich das stört und ob sie denn i nder zeit, in der du dein kind abholst doch bitte die aufsicht über das Mädchen übernehmen könnten..


lisasimpson

Beitrag von michi0512 26.05.11 - 15:16 Uhr

Danke auch für Deine Meinung.

Ich hole meinen Sohn nach dem Essen ab - in der Zeit ziehen sich die anderen Kinder ihre Schlafsachen an, gehen sich waschen, die Liegen werden aufgebaut etc.... - also ein kleines aber überschaubares Chaos.

diesem Mädel hab ich desöfteren gesagt das es mich nicht interessiert, oder dass es wohl einen Grund gab warum mein Sohn (z.B.) weinte...

Aber sie... weiß nicht - sie redet und redet und redet und scheint gar nicht wahr zu nehmen dass auch mit ihr gesprochen wird. Was nicht passt wird ihrerseits ignoriert und sie plappert weiter...

Beitrag von lisasimpson 26.05.11 - 15:54 Uhr

" ich desöfteren gesagt das es mich nicht interessiert, oder dass es wohl einen Grund gab warum mein Sohn (z.B.) weinte... "

ja- aber da rechtfertigst du.

mein ansatz war, ihr klar zu machen: "lass und in ruhe" oder "wir wollen uns in ruhe fertig machen"
du zieht keine klare grenze- das nutzt das mädchen um immer wieder zu "nahe" zu kommen und ganz offenabr über euer beide grenze hinwegzugehen, weil du diese nicht klar kommunizierst.

in einem normalen Gespräch bin ich durchaus bereit einem kigakind zu vermitteln, warum wer vielleicht so oder so reagiert. wenn ich aber eine grenze setzen möchte, fange ich nicht an zu erklären oder zu rechtfertigen.

und wie gesagt- wenn du dir das nicht zutraust, geh zu demjenigen, der zu dieser zeit die verantwortung für das mädchen trägt

lisasimpson

Beitrag von heiho 26.05.11 - 14:28 Uhr

Ich würde nur freundlich: "Ach ja?" antworten, meinen Sohn anziehen und gehen. Dabei würde ich dem jungen Mnan zu verstehen geben, dass ich mich freue ihn zu sehen und ihn lieb habe. Mehr nicht. Wenn der Kleine dann was dazu sagen möchte, kann er das gerne tun, muss er aber nicht. "Probleme" die im Kindergarten passieren gehen mich nur was an, wenn die Erzieherinnen mich darauf hinweisen, ansonsten traue ich denen schon zu so mit meinem Sohn umzugehen, dass es ihm gut geht.
Wenn mein Sohn dagegen mir sagen würde, dass er die Situation doof findet, würde ich dem Mädchen sagen, dass er nicht möchte, dass sie mir das erzählt und sie bitten etwas anderes zu tun, oder eben andere Sachen zu erzählen, die ihn nicht betreffen. Denn: Wenn mir mein Sohn was erzählen möchte, macht er das schon, das müssen keine anderen Kinder übernehmen.
LG

Beitrag von ilva08 26.05.11 - 19:56 Uhr

Hallo,

wenn die Situation von den Erziehern bereits geklärt wurde, ist es sehr wohl petzen, was die Kleine tut.

Allerdings sind KiGa - Kinder noch zu klein, um den Unterschied zwischen "petzen" und "Bescheid sagen" abwägen zu können.

Deshalb würde ich das Mädchen ganz freundlich fragen, ob die Sache mit den Erziehrinnen geklärt wurde.

Falls ja, sag ihr ganz freundlich: "Du, das ist jetzt nicht böse gemeint - aber etwas weiterzuerzählen, obwohl es geklärt wurde, das ist petzen."

Wenns nicht geklärt wurde, weise sie darauf hin, dass du das jetzt auch nicht mehr klären kannst, da es zu spät ist. Und dass sie sich das nächste Mal doch bitte an die Aufsichtsperson wenden soll.

Beitrag von zottel 26.05.11 - 22:42 Uhr

Hallo,

Ich kann das ja jetzt nicht von hier beurteilen und ich weiß ja auch nicht was das Mädel im Detaile sagt aber kann es sein das es dich stört weil du gewisse Unzulänglichkeiten einfach nicht hören willst?

Ich sage dir auch warum ich darauf komme....Ich habe einen Sohn der wahnsinnig mitteilungsbedürftig ist, dementsprechend " petzt" er wie das hier landläufig heißt auch gerne.
Mir wäre es persönlich lieber er würde weniger Informationen herausgeben...aber nichts desto trotz habe ich festgestellt das vielen Eltern es einfach nur unangenehm ist zu hören was Kind angestellt hat und diese dann lieber auf das " schlimme petzen" verweisen und ich habe festgestellt wenn es dann die eigenen Kinder tun ist das kein petzten.

ich versuche es an einem Beispiel festzumachen

4 Kinder in einem Garten...Aaron kommt
Du J. die A. verteilt die Steine vom Weg im Garten
J.:::dU sollst nicht Petzen Aaron
Aaron: ja aber du sagst immer wir dürfen das nicht weil der Rasenmäher kaputt geht und wir dann alle unser Sparschwein abgeben müssen um eine neuen zu kaufen

1 Stunde später

A. kommt....Du Mamma der Aaron malt mit Kreide vor dem Eingang

J. ja dann müssen wir ihm das noch mal erklären das ich das nicht will weil die Kreide dann mit den Schuhen ins Haus getragen wird....

Du schreibst selbst das dein Sohn nur Dinge macht die total normal sind...warte ich kopiere
(was eigentlich in meinen augen stinknormal ist - also altersgemäß)

warum stört es dich dann wenn es jemand sagt was er gemacht hat?


Zottel

Beitrag von michi0512 27.05.11 - 06:54 Uhr

Ich verstehe worauf Du hinaus willst. Hoffe Du verstehst auch meine Antwort :-)

Also mein Sohn (nur ein Beispiel) macht mit Zunge und Lippen diese.. Auto-brumm-geräusche. Das Mädel erzählt dann er hätte gespuckt. Erzieherin sagt: direkt angespuckt hat er keinen - nur halt seine "Sprudelspucke". <-- SIE (die Kleine) lügt ja nicht direkt - aber mein Sohn hat auch nicht direkt gespuckt ...

Mein Sohn hatte gerade körperlich einen extremen Entwicklungsschub (Motorik war nicht so toll) und reagierte darauf mit einer unangenehmen Art und Weise: Wenn ihm was nicht passte oder etwas nicht gleich klappte, dann ballte er die Fäuste vor sich und erzählte Schlimme Wörter (blöder Bockmist, Bockmistkacke...) <-- Sie erzählt natürlich er schreit rum und hat böse Sachen gesagt.

Ich ermunter ihn aber auch dass er seinen Frust verbal rauslassen darf. Die "harten" Wörter untersage ich natürlich auch.

Und genau das nervt mich so extrem an dem Weibsen. Dieses Übertreiben. Sie mobbt meinen Sohn auch regelmäßig:

Ich holte ihn einmal Mittags ab und hört schon Gemurmel im Waschraum. Ich schaute rein: Sie shcubste ihn, als er auf dem Boden lag lachten 5! andere Kinder die dabei waren. Dann verhöhnte sie ihn noch...

Sie ist im KiGa die kleine "bestimmerin" und hat viel Einfluss auf die anderen Kinder - somit auch auf die Cliquen - und jeden Tag wird jemand anderes ausgeschlossen.

Es ist also nicht so dass ich die unschönen Dinge lieber nicht hören wöllte, im Gegenteil. aber dieses Übertreiben und denunzieren eines Kindes vor der eignen Mutter...

Bisher hab ich echt nichts weiter gesagt außer: ja wenn ich nichts sehe kann ich nichts machen. müsst ihr mit frau K. klären.

Aber dieses weitergerede.... ohne punkt und komma. Also bisher wollte ich dem Kind gegenüber auch "höflich" bleiben - aber wenn ich sie schon sehe nervt es mich. Werde also doch die Holzhammer methode anwenden.

Beitrag von babylove05 26.05.11 - 23:11 Uhr

Hallo

Ich würde ihr ganz einfach sagen des wenn du nicht dabei bist du auch nichts machen kann , und des dafür die Erzieher da sind .

Ich find es schrecklich wenn Kinder für was bestraft werden was schon std her ist und man selber nicht dabei war . Und so würde ich es auch der kleinen sagen .

Einfach des du es nicht hören möchtest und wenn es was schlimmes war du es schon von den Erziehern erzählt bekommen würdest.

Lg Martina

Beitrag von locke1910 27.05.11 - 07:00 Uhr

Ja, die kleinen Helden...
Ich reagiere immer erstmal humorvoll "Tja, das ist nicht gut - aber ich bin sicher, die Erzieherinnen haben das schon geklärt, stimmts? Und jetzt will ich hören, was Ihr heute so gemalt/gebastelt/gespielt habt..."
Reicht das nicht, sage ich auch klar, daß ich nicht dabei war, es bestimmt schon erledigt ist und damit für mich fertig. (Hasse es auch, "alten" Kram aufzuwärmen...)
Und reicht DAS auch noch nicht, frage ich die Kinder, ob sie denn nicht lieber spielen gehen wollen - immerhin sind sie ja im Kiga...
Petzen tun meine nicht, weil ich
a)selber auch nicht petze (Kennt Ihr das, abends dem Vater erzählen, was die Kinder "verbrochen" haben und sie kriegen dann mit Stunden Verspätung noch einen Einlauf? Total bescheuert...) und
b) sie nur dann was sagen sollen, wenn ein Risiko besteht - sprich, mir erzählen, was einer tut, sollen sie nur, wenn es etwas ist, wo ihnen was passieren kann (zb "xy hat sich eine Schere in sein Zimmer geholt" oder "xy klettert auf dem Zaun" usw...)
Dementsprechend reagieren sie genervt auf das "Petzen" anderer Kinder, aber wenn es etwas ist, was schon vorbei ist (und sie von der Person, die zu dem Zeitpunkt die Verantwortung trug, ihre "Maßregelung" geniessen durften), dann ist es abgehakt und das sage ich dem Kind dann auch;-)

Beitrag von ilva08 27.05.11 - 13:00 Uhr

Hi,

ich bin Grundschullehrerin und ich erkläre es den Kleinen ähnlich:

Wenn einem anderen Kind wehgetan wird oder etwas gefährlich ist, dann ist es "Bescheid sagen", zur Lehrerin zu gehen.

Wenn es etwas ist, was eigentlich keinem wehtut, dann Vorsicht: Es könnte gepetzt sein.

Dann besprechen wir noch, was man tun kann, bevor man zur Lehrerin geht (sagen: "Lass das", einen Freund zur Hilfe holen, weggehen...) und nennen Beispiele ("Kevin spielt mit seinem Radiergummi - wäre es gepetzt, zur Lehrerin zu gehen oder nicht?")

Aber wie ich schon sagte: Selbst für Schulanfänger ist es seeehr schwer, zwischen petzen und Bescheid sagen zu unterscheiden. Deshalb schimpfe ich im ersten und zweiten Schuljahr nicht, wenn gepetzt wird, sondern erkläre geduldig.

Ausnahme: Ein Kind petzt wirklich penetrant und ständig. Irgendwann ist es genug mit dem Erklären, auch bei den Kleinen. Und dann gibts mal eine deftige Ansage.

Da brauche ich auch - wie hier jemand anders meinte - keine Mutter zu sein, um genervt zu reagieren. ;-)

LG