Haben Eltern Rechte???

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von becky170807 26.05.11 - 09:55 Uhr

Hallo Mädels,

angeregt durch meine Frage "wie bekomme ich unsere Tochter aus dem FB?" und einigen anderen Posts frage ich mich, in wie weit haben Eltern Rechte?

Ganz ehrlich gesagt, ist es schon häufig so, dass die Eltern als "böse" dar stehen, sobald sie ihre eigene "Freiheit" mal wieder ausdehnen möchten.

Manche Paare wollen die Kinder nicht (mehr) im Familienbett haben? Das müssen Kinder auch akzeptieren.

Es gibt viele kleine Situationen wo die Kinder entscheiden dürfen, müssen, können, oder gar sollen. Damit sie auch ja geachtet und respektiert werden. Aber die Kinder sind doch keine kleinen Erwachsenen die alles entscheiden KÖNNEN. Warum muss diskutiert werden, z. B. welches Essen es gibt? Warum muss diskutiert werden, welche Schuhe angezogen werden? Warum muss diskutiert werden, wenn Eltern sagen "Schlafenszeit=Schlafenszeit"? Es wird alles klein geredet.

Gibt es denn auch noch Menschen, die ihre Freiheiten einhalten?? Die sagen, ich möchte nicht, dass dies und das gemacht wird weil ICH das will??

Früher wurde etwas gesagt und dann wurde es getan. Klar dürfen die Kinder entscheiden, aber nicht alles. Man muss sich doch nicht immer komplett einschränken.

Ich find schwer die passenden Worte um meine Meinung gerade auszudrücken, aber vielleicht wisst ihr trotzdem was ich meine.

Klar beim Familienbett gibt es Vorteile.... aber es ist ein erheblicher Nachteil, wenn sich ein oder gar beide Elternteile dabei NICHT wohlfühlen. So sehr man auch sein Kind liebt, man liebt aber auch den Partner und in gewisser weise auch sich selbst. Und wie soll man dem Kind "Achtung und Respekt" vor anderen und sich selbst bei bringen, wenn man denn seine eigene Meinung nicht respektiert und so oft unter die Meinung des Kindes stellt??

Ich will hier keinen "Streit-Post" eröffnen, sondern einfach mal meine Meinung sagen und wissen, ob die ein oder andere Mami das ähnlich sieht.

Liebe Grüße

Becky mit Elisa Sophie *11.04.2009, die ihre Tochter abgöttisch und über alles liebt, aber trotzdem ihre Meinung hat und an die sich Elisa auch mal halten muss, weil es einfach so ist.;-)

Beitrag von trieneh 26.05.11 - 10:04 Uhr

ich bin ganz deiner meinung.klar dürfen meine kinder auch was entscheiden,zb welches spiel wir spielen,oder welchen kinderfilm wir schauen..aber dinge zb was wird gekocht,welche klamotten werden angezogen oder wann es ins bett geht,entscheiden wir als eltern.ich bin ganz ehrlich,ich werde ganz bestimmt nicht mit meinem 6 jährigen sohn diskutieren.

dafür sind meine kinder,kinder und keine erwachsenen.bei uns wird auch nicht lange geredet,wenns darum geht,dass meine kinder etwas nicht dürfen.ich sage 1-2 lass das,oder ich möchte das nicht und wenn sich nicht daran gehalten wird,dann muss er in sein zimmer.

klingt vllt etwas streng,aber ICH bin die erziehungsberechtigte und habe keine lust,je älter mein sohn wird,über alles und jedes zu diskutieren oder rechenschaft abzulegen...

genauso sehe ich das auch mit dem fb.wir haben das mal ausprobiert,aber festgestellt,dass es mir dabei nicht gut geht.ich schlafe unruhig und kann mich auch beim gv nicht so gehen lassen.

denke,ein gesunder egoismus ist absolut ok.bin ja nicht nur mama,sondenr auch noch frau und partnerin.

lg vanessa

Beitrag von doreensch 26.05.11 - 10:51 Uhr

GV macht man auch im Familienbett nicht, nicht mal mit Kind im Zimmer

Beitrag von trieneh 26.05.11 - 10:53 Uhr

ich kennen familien,die gv im familienbett haben,wenns kind schläft...

Beitrag von doreensch 26.05.11 - 10:59 Uhr

das erzähl mal dem jugendamt und dann schau mal wie die reagieren, pervers solche eltern!

Beitrag von zubbeline 26.05.11 - 10:05 Uhr

Es zwingt einen doch niemand, überhaupt erst mit dem Familienbett zu beginnen. Das ist doch jedem selbst überlassen.

Ich habe das nicht bei jedem Kind so gehandhabt, sondern jeweils, die für alle beteiligten einfachste Lösung gewählt....also auch egoistisch.;-)

Beitrag von becky170807 26.05.11 - 10:12 Uhr

Nein, das nicht, ABER was machst du, wenn dein Kind in deinem Bett schlafen will und du sie nicht raus bekommst?? Eine Nacht ok. Kann ein Alptraum etc. sein, 2. Nacht mhm.. 3. Nacht?? Terror.... und irgendwann "resigniert" man (DAS war unser Fehler, aber wir haben es schon mal 3 Wochen durchgemacht, da waren wir fix und fertig) und lässt sie. Nun suche ich halt (siehe Schlafforum) Tipps, wie ich sie "schonend" da es ja auch mein Fehler war, wieder an ihr Bett zu gewöhnen, denn ich merke, dass es eine "selbstverständlichkeit" ist, dass sie bei uns im Bett schläft.

Beitrag von zubbeline 26.05.11 - 10:19 Uhr

dann mußt Du wohl, wenn es für dich absolut nicht akzeptabel ist durch ein paar Nächte Theater durch.
Mein jüngster hat bis jetzt grad mal eine einzige Nacht komplett in seinem Bett verbracht. Er schläft aber sehr ruhig und stört mich im Bett nicht....von daher da mein Egoismus: Lieber laß ich ihn da liegen und kann in Ruhe schlafen, anstatt mir das Gebrüll rein zu ziehen.

Ändern wird es sich von allein irgendwann.

Mein erstes Kind hat nur bei akuter Krankheit bei mir geschlafen....der war mir zu unruhig und hat um sich getreten und gekloppt. Den hätte ich nicht jede Nacht neben mir liegen haben wollen.

Beitrag von cosima07 26.05.11 - 10:07 Uhr

#pro

Beitrag von boreh 26.05.11 - 10:32 Uhr

#pro

Beitrag von anarchie 26.05.11 - 10:58 Uhr

Hallo!

Natürlich haben Eltern Rechte.
Ebenso wie Kinder.

man muss bei Kindern zwischen Bedürfnissen und Wünschen unterscheiden.
Bedürfnisse sollten erfüllt werden, Wünsche nicht immer.

Wenn Eltern ein Kind abends schreinen lassen, weil es alleie Einschlafen soll, dann ist das ein WUNSCH der Eltern, der dem BEDÜRFNIS des Kindes entgegen Steht - da muss ganz klar das Kind im Fordergrund stehen.

Wer nicht bereit ist, sich mal einige jahre zurpckzunehmen(in einigen bereichen und mit abnehmendem Maße) sollte zu Gunsten seines Egoismus keine Kinder bekommen.

das heisst aber NICHT, dass man als Eltern die eigenen bedürfnisse ignorieren muss, man muss sie nur mit denen des Kindes unter einen Hut bringen und bedenken, dass das Kind eben kein erwachsener ist und sich demnach noch nicht so zurücknehmen kann und seine Bedürfnisse meisst dringend sind.

dazu gibt es ein nettes Buch von Jul.

es geht um Gleichwürdigkeit der Wünsche und Meinungen, die oft mit Gleichwertigkeit verwechselt wird.


natürlich hat mein kind das gekiche recht, seine meinung zu sagen, Wünsche zu haben, denn es ist gleichwürdig,
das heisst aber keinesfalls, dass es deshalb 10 Eis haben kann, denn ich bin die Mutter, der richtungsweisende und schützende leuchtturm - unsere Willen sind nicht gelichwertig. Im Ernstfall entscheide ich.

Ich persönlich finde, dass ein Kind ein Grundrecht hat auf artgerechtes (in Sinne der Emtwicklungsgeschichte und angeborenen Instinkte und bedüprfnisse des Menschenkindes)Aufwachsen, das bedeutet:
langes stillen, viel körperliche Nähe, getragen werden, schlafen bei den Elterb, wenn und solange es das will, etc...eben wie von der Natur vorgesehen.
Wenn man das nicht möchte oder kann, dann sollte man bedenken, dass dies keine WÜNSCHE des kindes sind, sondern BEDÜRFNISSE, die man nicht leichtfertig ignorieren sollte, sondern unter angemessener Achtung dieser einen Kompromiss schliessen muss, der nicht zu Lasten des Kindes geht.

bei Wünschen sieht das natürlich anders aus...wenn ich sage, wir verlassen jetzt das schwimmbad, dann höre ich mir Protest an, berücksichtige ihn auch, aber wenn ich nach Abwägung der Fakten sage, dass wir jetzt gehen, dann ist das so und Ende.


lg

melanie mit 4 Kindern

Beitrag von dragondream 26.05.11 - 11:04 Uhr

Das hast du super formuliert! #pro finde ich Klasse! Die bücher von Jesper Juul würde ich auch gerne mal lesen, sind nur leider so teuer und wir sind gerade umgezogen. Naja, ich hab ja bald Geburtstag ;-)

Beitrag von dragondream 26.05.11 - 10:59 Uhr

Ich hab oft gar keine Probleme meinem Sohn.
Klar, manchmal mag er abends nicht so gern ins Bett, aber dann muss er sich halt hinlegen und ich bleib noch bei ihm, erzähle kurz mit ihm und irgendwann ist er auch müde und schläft neben mir ein. Passt!
Ansonsten, wenn er etwas nicht darf, erkläre ich warum nicht und dann hört er meist schon auf. Wenn nicht, unterbinde ich das ungewünschte, indem ich es ihm weg nehme oder/und alternativen biete. Hab ich auch meine Ruhe und der kleine ist auch zufrieden. Ich hätte gar keine Lust auf ständiges diskutieren oder Gebrülle.
Es stört mich überhaupt nicht, wenn er mal bei uns schläft. Wir schlafen derzeit eh noch im gleichen Zimmer, aber in getrennten Betten.
Das wichtigste ist aber einfach, dass sich Kind und Eltern wohl fühlen. Weil man sonst halt einfach frustriert ist und das ist für das Kind auch nicht fein.

Beim essen - es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Das ist bei uns in der Familie eine absolute Selbstverständlichkeit, weder wir als erwachsene sind mäkelig und so hat sich der kleine das auch nie irgendwo abschauen können. Wenn es tatsächlich mal etwas gibt, was er nicht mag (Fisch ist das einzige, essen er und sein papa meist ungern), dann gibt es alternativen (zB Spiegelei oder so). Ich möchte, dass er selbst auf seinen Appetit hören lernt, das ist einfach das gesündeste. Ich will da in seinen Körper nicht hinein pfuschen. Wir erwachsenen essen ja auch keine Dinge, die wir auf den Tod nicht ausstehen können.
Und Schuhe - warum groß diskutieren? Ich sag ihm "es ist kalt, dann ziehen wir am besten die Stiefel an", "es ist warm, dann nehmen wir die Sandalen" - das versteht er und da wird gar nicht gegen diskutiert.
Ich glaube, viele diskussionen entstehen, wenn Eltern von sich aus einen Machtkampf mit dem Kind erwarten. Ich hab Erziehung nie als Machtkampf gesehen und durch das abschauen im Umgang mit mir hat er das meiste gelernt.
Klar gibt es noch Baustellen (wir bleiben am Tisch sitzen bis alle fertig sind), aber da sind der papa und ich selbst einfach so, dass wir häufiger zwischendurch aufstehen und er sich das abguckt, also selbst Schuld #klatsch wird noch.

Lange Rede, kurzer Sinn: es kommt immer drauf an, wie man regeln rüber bringt und dann klappt das schon. #winke mein Hauptsatz: Erziehung ist kein machtkampf und so kämpft mein Kind auch nicht.

Beitrag von alresha 26.05.11 - 11:09 Uhr

#pro #pro #pro

Beitrag von mondbaer 26.05.11 - 11:06 Uhr

Ich habe auch meinen eigenen Freiraum und brauche dem.

Allerdings muß mein Freiraum sich mit dem decken, was mein Kind will. Denn ihre Bedürfnisse kann ich nicht aus Egoismus wegradieren.

Und wenn mein Kind im eigenen Bett weint, dann ist mir das Bedürfnis nach Nähe wesentlich wichtiger, als mein eigener Egoismus. Denn mein Bett werde ich, wenn die Mädchen da raus sind, noch ein halbes Leben für mich haben! Warum also auf 2 Jahre mehr mit Druck bestehen?

Kinder sind nur so kurze Zeit Kinder, und dabei ist die Zeit so extrem prägend! Also gebe ich jetzt möglichst alles, was sie brauch, und suche meine Freiräume dazwischen! Denn eine Kindheit ist der Start ins Leben, und der soll für meine Kinder toll sein! Mit Grenzen und Regeln, aber mit der Befriedigung aller Bedürfnisse.

Beitrag von hippogreif 26.05.11 - 11:09 Uhr

Sehe ich ähnlich wie Du.
Meiner Meinung ist es wichtig, einen angemessenen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen aller Beteiligten zu finden. Kinder gehen oft vor, aber eben nicht immer. Und jede Familie muß für sich ihren Weg finden, weil eben jede Familie andere Bedürfnisse hat, je nach Anzahl der Familienmitglieder, aktueller Berufssituation, finanzieller Situation bis hin zu den unterschiedlichen Belastbarkeitsgrenzen.
Wenn man hier im Forum so die ganzen Treads liest, stößt man doch auf viele Mütter, denen jahrelanges nächtliches Dauerstillen, Dauertragen oder was auch immer nicht so viel ausmacht. Dann ist das bewundernswert, heißt aber nicht, dass es nicht auch andere Eltern gibt, die damit nicht klar kommen und an ihre Grenzen stoßen. Daher muß jeder seinen eigenen Weg finden und sollte sich kein schlechtes Gewissen einreden lassen, nur weil es in anderen Familien super funktioniert, man selbst aber an der Belastungsgrenze angekommen ist.
Mit einer Mutter, die völlig am Ende ihrer Kräfte ist, ist niemandem geholfen, am wenigsten dem Kind.
Trotz alledem ist es enorm wichtig, sich immer wieder vor Augen zu halten, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind, sondern ein ganz anderes Verständnis bzw. andere Sichtweise auf Dinge haben und völlig andere Bedürfnisse, als Erwachsene oder auch ältere Kinder.
Wie gesagt, die Schwierigkeit besteht darin, einen angemessenen Mittelweg zu finden, mit dem möglichst jedes Familienmitglied gut leben kann.

Beitrag von ffc170210 26.05.11 - 12:35 Uhr

Hallo Becky...

genauso ist es bei uns auch. Wenn wir der Meinung sind, dass es so und so gemacht wird, dann ist es so!!!

Wir lieben unser Kind auch über alles, aber das heißt bei uns nicht, das alles nach ihm gerichtet wird!!!

Familienbett kommt für uns zum Beispiel überhaupt nicht in Frage!!! Früh, wenn wir wach sind, zum Kuscheln, aber zum Schlafen gehört der Kleine in sein Bett und wir in unser Bett und das schon seit seiner Geburt!

Mama oder Papa sein bedeutet für uns nicht, dass sich das ganze Leben nur noch darum dreht, dem Kleinen seine Wünsche zu erfüllen oder gar ihm immer alles Recht zu machen!!!

Ich bin zwar eine junge Mami, aber ich bin der Meinung, dass es Regeln geben muss und ganz wichtig, dass man als Mama und Papa seine Freiheiten hat und sie auch pflegen muss. Wir sind dadurch aber keine schlechten Eltern!!!

Ich kenne viele viel ältere Eltern, die sich nach ihrem Kind richten. Was das Kind will muss dann sofort gemacht werden, ist praktisch Gesetz.
Ich habe einen Bruder, bei dem es auch so gemacht wurde und was jetzt meine Eltern mit ihm erleben, bestärkt mich in meinem Vorgehen!!!

Wir sind so super zufrieden, der Kleine kennt seine Grenzen, testet sie immer wieder gerne aus, aber es bleibt so BASTA :-)

Ich mische mich in keine Erziehung ein, jeder so wie er es mag, aber dann nicht beschweren liebe Leute #augen

schönen Tag Euch allen

LG Fery + Felix (15 Monate)#winke

Beitrag von sacredheart 26.05.11 - 12:47 Uhr

ich stimme dir voll und ganz zu.
gestern durfte ich ein fünf jähriges mädchen kennenlernen, welches mir arg an einen verwöhnten z-promi im dschungelcamp erinnerte. das mädchen trägt keine hosen, da sie sich wohl schon mal wund gelaufen hat und das nun fürchtet. sie isst nur mit platikbesteck, da alles andere einen komischen geschmack hinterlässt. ausserdem isst das kind keine beilagen wie kartoffen, nudeln oder reis, da sie das angeblich nicht mag.
das sind nur drei der unzähligen dinge, die ich bei meinen kindern niemals durchgehen lassen würde.

ich diskutiere mit meinen töchtern(7 und 5) auch ständig um die kleidung, das essen und die schlafenszeit, doch geht es darum, dass zum beispiel eine hose zu kurz geworden ist, weshalb diese nicht mehr angezogen werden soll, oder warum meine tochter den brokkoli zuhause nicht isst, sehr wohl aber im kindergarten oder warum die kinder um acht uhr abends ins bett sollen, obwohl es doch noch hell draußen ist.
ich zähle mich nit zu dem kreis der rabenmütter, nur weil ich strikte grenzen auch mal mit dem satz "weil ich es gesagt habe" ziehe und bestehen lasse.
gerne höre ich mir an, was meine kinder zu bestimmten grenzen, verboten oder geboten zu sagen haben, denn dann kann man seine fehler schnell erkennen, doch meißt sind die argumente eben nicht so wichtig, als dass ich zum beispiel das verbot, allein an den herd zu gehen, aufhebe oder lockere.

manchmal frage ich auch nach, ob es gesündere entscheidungen gibt, als den Kopf-durch-die-wand-weg, doch meisst erntet man so sprüche, dass man alles durchdiskutieren soll und dem kind auf einer ebene begegnen soll, oder einfach nachgeben soll. das halte ich oftmals für quatsch, denn kinder müssen grenzen kennen und beachten. eines tages werden aus den antiautoritär erzogenen kindern erwachsene, die skrupellos und vollkommen egozentrisch durchs leben schreiten, was wir ja eigentlich als eltern verhindern wollen.

ich kann mit stolz berichten, dass meine kinder hilfsbereit, zuvorkommend, lieb und immer gern gesehen sind, was bestimmt auch mit gesetzten regeln und grenzen zu begründen ist.
ich diskutier nicht alles tot, da hätte ich ja gar keine zeit mehr, mit meinen kindern eine tolle zeit zu verbringen und sie kind sein zu lassen.

in diesem sinne
lg
sacredheart

Beitrag von amadeus08 26.05.11 - 13:40 Uhr

ich habe den Satz hier schon öfter mal gepostet, weil ich ihn so gut fand. Eine Heilpädagogin hat mir mal gesagt "im Spiel entscheiden die Kinder, im Leben die Eltern".........das finde ich vom Grundsatz her ziemlich richtig.
Ich merke bei unserem Kleinen (jetzt zwei) auch, dass er Phasen hat, in denen ihn eine Entscheidung total überfordert. Also frage ich zum Beispiel "möchtest Du Dein gelbes Auto mit nach unten nehmen".......sagt er halt ja oder nein, aber frage ich "möchtest Du das gelbe oder das rote Auto mitnehmen",,,,,kann er sich manchmal entscheiden, aber oft hat er wirklich wochenlang Phasen, wo er dann am Ende völlig frustriert ist, weil er sich nicht entscheiden kann und deswegen lasse ich ihn in solchen Phasen fast nichts entscheiden. Dann bestimme ich genau was er anzieht, was es zu essen gibt und wann wir wo hingehen. In den Phasen in denen er gut drauf ist, gebe ich ihm schonmal Alternativen, ob er lieber in den Garten oder zum Enten füttern möchte etc .........also ich gehe insofern auf ihn ein, dass er dann in diesen guten Phasen auch möglichst viel selbst entscheiden darf, wobei es aber immer nur Entscheidungen sind, die ich so vorgeben möchte. Natürlich sind es trotzdem am Tag viele kleine Dinge, die dann anders gemacht werden, weil er nunmal auch Rechte hat, genau wie wir auch.
Das einzige, wo ich finde, dass er wirklich total selbst entscheiden darf , ist das Schmusen, Bussi geben, auf den Schoß setzen etc. Da frage ich höchsten mal ob er das möchte und wenn er nein sagt, ists okay, denn es ist wirklich sein Körper und das möchte ich ihm auch früh beibringen. Manchmal ist er auch so ein richtiges Schmusetier und kommt an und sagt "Mama kuscheln", doch das soll er immer von sich aus sagen.
Doch hier muss er auch meine Grenzen akzeptieren. Er wühlt zum Beispiel für sein Leben gern in meinen Haaren, ABER wenn ich mich dafür während des Essens stundelang zu seinem Stuhl beugen soll, dann gibts da von mir ein klares Nein, dann darf er da ein oder zweimal durchwuseln und dann wird gegessen.
Lg