Zu Partner ziehen nur weil er Haus hat und ich nicht?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von missy0675 26.05.11 - 13:22 Uhr

Hallo,

habe mit einem Bekannten diskutiert, daß er erwarten würde daß eine Frau die mit ihm/mit der er eine gemeinsame Zukunft will, zu ihm zieht, da er sich vor ein paar Jahren ein kleines Häuschen gekauft hat - auch wenn die Frau Kinder hat die anderswo zur Schule gehen, Vater/Verwandschaft haben, Haus/Wohnort/Umgebung Frau nicht gefällt, auf dauer das ganze wohl zu klein wäre (Haus-oder grundstückserweiterung ausgeschlossen) -wenn sie nix eigenes hat ist klar daß sie zu ihm kommt...

Ich hab gesagt ich würde vieleicht zu einem partner ziehen wenn er zB seinen Arbeitsplatz aufgeben müsste um zu mir zu kommen, sein geschäft mit am Haus dran hätte, Eltern/Großeltern/Kinder zu betreuen hätte, Landwirtschaft hätte, in einem Haus wohnen würde daß er nicht verkaufen könnte...hmm..aber nur das Argument daß er jetzt die letzten 7 jahre ne Menge geld und Arbeit in das Haus investiert hat und er es nicht einsieht zu jemand zu ziehen der nix hat..hab ich gesagt, ich wäre schön blöd sowas zu machen, wenn ich weiß daß dadurch meine Kinder unglücklich werden, ich mir den Alltag in diesem haus mit Kindern schlecht vorstellen kann und ich im Fall einer trennung dann dort aufgrund der dortigen (Ballungsraum) Mietpreise in ein Wohnklo ziehen könnte oder wieder zurück aufs Land und dort von vorn anfangen. Und erst dorthin ziehen obwohl eifgentlich klar ist daß das haus für alle nur ne Übergangslösung ist, in dem Ort aber eigentlich was größeres unerschwinglich ist, was ja neuen Umzug zur Folge hätte...würde ich nie mir und den Kindern zumuten...keine vernünftige Frau mit Kindern würde das machen wenn es auch anders ginge (zb am Heimatort der Frau Wohnung/Haus mieten das beiden gefällt und um die hälfte billiger wäre als etwas vergleichbares an seinem heimatort, er seins vermieten/evtl. verkaufen, bei Bedürftigkeit am We zu seinen Eltern fahren wo er notfalls auch übernachten könnte). Daß Kinder Vater und Verwandschaft seltener und mit längerem Anreiseweg sehen können ist akzeptabel, aber er würde schon sehr an der Heimat hängen und da wären ja noch die Eltern (die er sonntags zum essen besucht wenn er nichts anderes vorhat)...wie seht ihr das?

Grüsse,
missy

Beitrag von imzadi 26.05.11 - 14:58 Uhr

Ich würde wohl umziehen. Aus eigener Kindheitserfahrung weiß ich das ein Umzug weder ein Weltuntergang noch das Ende aller Freundschaften.

Unverständlich ist mich viel mehr wie man an einer Mietwohnung festhalten kann obwohl man Eigentum zur verfügung hat.

Beitrag von missy0675 26.05.11 - 15:18 Uhr

Wenn man sich da nicht wohlfühlt in dem Eigentum? Wenn man vielleicht noch den Traum hat mal Eigentum zu haben daß einem auch gefällt, wo man gerne selber drin wohnt? Wenn ich dann in ein Haus ziehe daß partner gehört und wir heiraten und bleiben tatsächlich in guten Zeiten und schlechten usw. zusammen dann lebe ich für immer in einem Haus wo mich dies stört, jenes, ein Ort an dem ich nie wohnen wollte...wo eben ersichtlich ist daß es eigentlich von vornherein zu klein ist (er nutzt jezt als Single schon alle Zimmer, Dachboden ist bereits ausgebaut, Stauraum gibts weder in Form von Abstellkammer noch in Form von Kellerräumen - abgesehen mal von Partykeller)


Ich bin als Kind auch öfter umgezogen, den letzten hab ich nicht verkraftet: da es ein Umzug über Kontinente hinweg (von Haus mit Garten in der Provinz in Mietwohnung in Vort Großstadt) war habe ich schlagartig alles verloren was ich geliebt hatte: meine Schule, unser Zuhause, meien Freunde..mit dem wissen nichts von alledem jemals wieder zu sehen. Und Eigentum kann man eben ja auch vermieten oder verkaufen und dann ein gemeinsames zuhause finden daß allen bedürfnisssen halbwegs entspricht.

Gerade weil Du schreibst ein Umzug ist kein Weltuntergang kann ich nicht verstehen daß ihm nicht zugemutewt werden kann umzuziehen. Freudne und Eltern sieht er doch sowieso nur gelegentlich und zunehmende selterner wies normal ist wenn allle familei/Beruf/Haus haben....wo ist als erwachsener das Problem ne dreiviertelstunde statt 10 Minuten zu fahren wenn man sonntag s zum essen zu den eltern will (die einen vielleicht ja auch mal besuchen kommen könnte, genauso wie die Freunde).

Beitrag von imzadi 27.05.11 - 01:41 Uhr

Nun, du erwartest von ihm einen Umzug für den du selber nicht bereit bist. Wenn ihr zusammen leben wollt wird jedoch einer nachgeben müssen. Ich weiß ja nicht wieviel Geld und Energie dein Freund in das Haus hineingesteckt hat, aber ich kann mir vorstellen man das nicht so leicht aufgeben will. Was Freunde und Co angeht muss halt einer nun zurückstecken.

Vielleicht bin ich aber auch einfach zu oft umgezogen, meine Heimat ist da wo die Menschen sind die ich liebe, kein Ort auf einer Landkarte. Für/mit meiner Familie würde ich überall hinziehen. Und komisch, ich hatte nie den Wunsch nach Wohneigentum weil ich mich nicht an einen Ort binden möchte.

Beitrag von missy0675 27.05.11 - 11:12 Uhr

das haus ist ja für einne Single vielleicht ganz nett, würde da dann auch leben, auch zu zweit. Aber mit (kleinen) Kindern, auf die dauer beengt? Dafür wars halt auch nicht gedacht...und der ort ist nun mal recht weit weg von Oma/Opa8papa/Tanten usw. meiner Kinder....und ich kenne die Region, habe da selber mal gelebt und dort keinen Arbeitsplatz gefunden, musste 60 km fahren..für nen teilzeitjob völlig unrentabel...hier gibts den Flughafen in der Nähe , Unis, entsprechende Technnologie unterehmen haben sich angesiedelt, in seiner Region, die mal wegen Bundeswehrstandort boomte, wird nix mehr kommen, da bin ich mir sicher...finanziell hätte re ja zumindest in den ächsten jahren keinen verlust bei verkauf/Vermietung zu erwarten, und die Arbeit und Energie: irgendwo steckt man die doch immer hin, und schränkt sich vielleeicht ein, gibt ein Hobby auf weil man andere Prioritäten hat (ZB Frau, Kinder).
man kann es doch als schönen Abschnitt sehen und daß man in einenen neuen gmeinsamen Abschnitt geht und da ist doch ein gemeinsames Zuhause wo sich alle wohl fühlen und nicht einer oder mehrere personen als belastung empfinden wichtig.
Ich möchte gerne an einem ort bleiebn , ja, ankommen sozusagen. ich bin schon zu oft umgezogen. v.a. eben gezwungenermaßen, nicht weil da menschen waren die ich geliebt habe.

Beitrag von katharina1 26.05.11 - 20:05 Uhr

Hallo,
also ich würde auf keinen Fall umziehen. Meine Eltern sind mit uns ausgewandert als ich 12 war, dann 10 Jahre Großstadt dann sind die aufs Land. Da hab ich mich schon gegen gewehrt- ich hatte schon meine " Kindergarten Freunde " verloren. Ich wollte dann das was ich mir wieder in den 10 Jahren aufgebaut habe nicht schon wieder verlieren. Dann bin ich aus LIEBE auch aufs Land gezogen. Jedoch in eine andere Richtung als meine Eltern.
In darauf folgenden Jahren bin ich auf dem Land ca 13 mal durch die Dörfer umgezogen.Ich denke mal aus dem Grund, weil ich mich HEIMATLOS fühle. Jetzt hab ich selber 2 Kinder. Der große ist 4 und mittlerweile auch schon zum dritten mal umgezogen- jetzt aber in unser Haus- also Eigentum. Ich bin seit einem Jahr AE. So ziemlich schnell nach unserer Trennung lernte ich einen Mann der Perfekt zu mir gepasst hätte. Leider hatte er ein Manko!. Schon nach vier Wochen Daten hat er mir mitgeteilt das er schon erwartet das ich in SEIN Haus ziehe ( Entfernung ca 30 km- auf dem Dorf sind es Welten ) Also sollte ich diejenige sein die Kinder aus Ihrer gewohnten Umgebung raus reißt, den Freundeskreis SCHON WIEDER aufgibt - ja bei 30 km entf seilen sich auch gute Freunde ab- ich müsste zu meinem Job pendeln- während er das auch so schon tut.
Ich muß schon sagen auch wenn sein Haus viel größer, toller und Wertvoller war als mein, habe ich den Typ sofort nach dem Satz vor die Tür gesetzt. Ich würde soooo gerne auf der Straße Leuten begegnen die ich vom Kind auf kenne, die Straßen hier auswendig können. Fühle mich echt Heimatlos. Das möchte ich meinen Kindern nicht antun. Sie sollen in Ihrer gewohnten Umgebung aufwachsen, sollte sich an unserer Wohnsituation was ändern müssen werden wir in diesem Dorf bleiben.
Für mich kommt ein- sich dem Mann anpassen und für Ihn alles aufgeben absolut nicht in Frage. Ich sag das übrigens nicht weil ich jetzt selber Eigentum habe, ich würde das auch sagen wenn ich in einer Miet Wohnung leben würde. Soll der Typ doch sein tolles Haus vermieten!
grüße
Kath

Beitrag von missy0675 26.05.11 - 21:21 Uhr

Hallo Kath,

ich kann Dich nur zu gut verstehen - ich fühle mich auch heimatlos seit ich mit 12 Jahren durch den Umzug zurück nach good old Germany aus meiner, für mich zum derzeitigen Zeitpunkt, perfekten Heimat gerissen wurde.

Meine Tochter lebt hier seit fast 7 jahren, also siet ihrer geburt, sie hat durch ihren vater, der nen km entfernt wohnt eine riesige verwandschaft hier, die Kinder mit denen sie jetzt in die Schule kommt kennt sie teilweise schon aus der krabbelgruppe, ich kenne die Mütter bzw. Eltern auch so lange. Sogar der Bürgermeister hat mich neulich aus dme Auto heraus gegrüsst ;-)

Wie gesagt wenn es für einen mann wirklich unmöglich wäre hierher zu ziehen 8da meinte er doch glatt dann würd er sich ne oma aus nem Altenheim holen damit er nicht umziehen muß), dann würde ich in letzter Instanz, wenn wirklich alles super passt, zu ihm ziehen. da es aber bei ihm nicht der fall ist, sein haus sofort zu einem sehr guten Preis verkauf- oder vermietbar wäre, aber auch in 1-2 jahren sicherlich noch und die Arbeitsstelle und auch Eltern, freunde für ihn nicht aus der Welt wären, dei Verkehrsanbindungen sehr gut sind, und hier die Miet- und kaufpreise wesentlich günstiger sind als in seiner gegend (wo er ja weiterhin durch Schwester und Elternhaus seine Anlaufpunkte hätte - ich hingegen habe kein Elternhaus mehr) - er könnte also auch noch richtig viel geld fürs Alter oder sonstwas ansparen/anlegen bzw. mehr ausgeben - sehe ich es schlichtweg als Zumutung an von uns einen Umzug als quasi selbstverständlich und risikolos zu betrachten.

Vermieten kommt für ihn nicht in frage, stichpunkt "Mietnomaden" (wie mans halt in den Meiden ständig hört). na ja, er ist halt mit seinem haus verheiratet...

Grüsse,
missy