Arbeitssuche - welche Erfahrungen habt Ihr so als berufstätige Mami?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zeitmaschine99 26.05.11 - 13:33 Uhr

Hallo zusammen,

derzeit suche ich eine Arbeitsstelle, die näher an meinem Wohnort liegt und halbtags, ich hab noch einige Wochen Zeit, da ich erst zum 01.09. arbeitslos bin, aber die Arbeitssuche ist viel schwieriger als früher, bisher nur Absagen - das letzte Mal im Bewerbungsstress war ich vor fast 10 Jahren, als ich noch ledig und ohne Kids war.
Welche Erfahrungen habt Ihr denn so gemacht mit der Arbeitssuche, habt Ihr irgendwelche Tips dafür, wie man die Bedenken der Arbeitgeber zerstreut, wenn man Mutter ist? Meine Kinder sind übrigens 5 einhalb Jahre alt.

Danke für Eure Erfahrungsberichte.

Zeitmaschine99

Beitrag von nudelmaus27 26.05.11 - 13:39 Uhr

Hallo!

Also ich war verheiratet und kinderlos als ich mich beworben habe, damals Vollzeitstelle. Habe über 200 #schock Absagen kassiert, Gründe u. A. ich könnte ja Kinder bekommen, mit 1000 Euro Brutto zu teuer, überqualifiziert usw.

Nunja mit einem Kind habe ich dann nach nur einer Bewerbung einen Kassiererjob bekommen (zwar befristet für 2 Jahre und für meine Qualifikationen echt unterirrdisch aber naja Spaß hat es gemacht ;-)).

Nun habe ich 2 Kinder und möchte auch ab Herbst ne Teilzeitstelle, wo ich nicht noch Geld mitbringen muss. Bin echt gespannt ob es was wird.

Übrigens ne Bekannte von mir hat sich bei einer Stelle zweimal beworben, einmal hat sie hingeschrieben das sie 2 Kinder hat und die Bewerbung kam sofort zurück und beim nächsten Mal wo sie die Kinder "unterschlagen" hat, wurde sie sogar zum Gespräch eingeladen.
Aus Erfahrung (war im Vorstandssekretariat) kann ich dir sagen, meist werden schon im Sekretariat die Bewerbungen aussortiert wo im Lebenslauf Kinder angegeben sind.

Viel Glück dir,
Nudelmaus

Beitrag von sillysilly 26.05.11 - 13:42 Uhr

Hallo

in unserem Beruf ist gerade so mangel, daß man auch mit Kindern genommen wird

aber wichtig ist, daß du vermittelst, daß du trotz Kinder nicht so oft ausfällst -
z.b. wenn die Kinder auch durch eine Oma betreut werden können im Krankheitsfall
denn davor haben viele Arbeitgeber Angst

Vermittle es doch positiver - was du alles aufgrund der Kinder mehr hast
Belastbarkeit, Flexibilität, Ausdauer -
der Spaß an der Arbeit, du freust dich wieder arbeiten zu gehen
Teamfähigkeit, Kollegialität ect.

du mußt dich einfach besser verkaufen


Grüße Silly

Beitrag von twins 26.05.11 - 13:54 Uhr

Hi,
ich würde sofort im Anschreiben mitteilen, das Du Mutter bist und die Betreuung im Notfall über den Mann läuft, der im Homeoffice (+ Gleitzeit) tätig ist.
Auch wenn es nicht stimmt weiß ja keiner, gell.
Und wenn es rauskommt, dann kann man immer noch sagen, das er kurzfristig einen neuen Job hat aber die Betreuung trotzdem planbar ist.

Natürlich sollte die Betreuung auch stimmen und plausibel sein. Natürlich sollte auch zu erwarten sein, das dann die Betreuung auch im krankheitsfall klappt. Nichts ist stressiger, wenn die Mama bei jedem Schnupfen im Dreieck springen muss. Ist auch für den Chef eine blöde Situation, wenn er merkt, das nichts klappt.

Grüße
Lisa

Beitrag von jamey 26.05.11 - 13:57 Uhr

in der letzten bewerbungsphase waren meine kinder gerade 4 und 1 jahr alt...und es war eine tortour. ich schwankte ständig zwischen überqualifiziert und zu wenig berufserfahrung. (ich arbeite im Controlling, für nen "echten Controller" bin ich relativ unerfahren und dazu als mutter 2er kleiner kinder eher ungeeignet, junior-controllerstellen gabs keine). ich habe mich dann auf alles beworben was halbwegs geht, das waren meist sachbearbeiterstellen, da galt ich als überqualifiziert. über das arbeitsamt wurde ich dann gefunden, man brauchte eine Besetzung im Controlling für 25h in der Woche, tja, da kommen "echte" gestandene Controller kaum in Frage, daher waren meine Chancen nicht schlecht...habe den Job dann auch bekommen, aber wie gesagt, da treffen auch immer viele Zufälle aufeinander. Leicht ist es nicht mit Kindern...

Beitrag von johanna1972 26.05.11 - 14:06 Uhr

Mit Kindern ist es schwierig einen Job zu bekommen sowohl halbtags wie auch Vollzeit (zumindest im kaufmännischen Bereich) - ich habe dann einige Zeit als Schreibkraft bei einem Rechtsanwalt gearbeitet von 18.00 - 22.00 h (die Kanzlei hatte so lange auf) - da war mein Mann zu Hause und ich die Kinderbetreuung war gesichert. Habe mich aber trotz der Stelle weiterhin beworben und habe jetzt eine Stelle ergattern können, wo ich das meiste von zu Hause aus machen kann und den Rest mache ich dann abends ab 19.00 h vor Ort. War die Erste Zeit etwas ungewohnt aber man hat sich daran gewöhnt - das Geld stimmt auch und ich kann mir meine Zeit vormittags/mittags frei einteilen wenn die Kinder in der Kita sind. Sind die Kids mal krank mache ich dann alles abends was auch kein Problem ist.

LG Johanna

Beitrag von frau_e_aus_b 26.05.11 - 14:08 Uhr

Hallo...

Ich hatte mich "damals" im Kh (bin krankenschwester) beworben als Yannick 1 3/4 Jahre alt war.

Ich hatte mir eigentlich keine großen Chancen ausgemalt, da ich direkt nach der Ausbildung in die Altenpflege gegangen bin, nach grade mal 1Jahr (nach der Ausbildung) schwanger wurde und somit nicht wirklich viel Berufserfahrung (grade im KH-Ablauf) hatte.
Ich war dann 2Jahre zuHause und hab nebenbei im Mannschaftsheim/Kantine gejobbt.

Und trotzdem hab ich die Stelle bekommen - obwohl die wussten das mein Mann unter der Woche nicht hier ist (hab mit offenen Karten gespielt).
Allerdings hatte ich eine Tagesmutter die 24/7 betreut und zur Not noch meine Mama und meine Schwester die einspringen könnten.

Nun bin ich seit fast 1,5Jahren dort, war noch nicht einmal "kindkrank", selber auch noch nie krank. Mittlerweile hab ich seit Feb. einen Festvertrag :-)

Bis vor einigen Monaten hatte ich im 3Schicht gearbeitet, jetzt wo Yannick im Kiga ist arbeite ich überwiegend Nachts.

Es klappt alles super.....

Ich muss jedoch dazu sagen dass wir viele Mütter auf Station haben und die dort sehr mütter/familienfreundlich eingestellt sind.... bisher wurde mir jeder Dienstwunsch erfüllt. Es ist jedoch ein geben und ein nehmen. Ich hab auch eine Kollegin die immer nur nimmt und fordert und ihren "Muttistatus" ausspielen will (hat sogar mal nen Urlaub mitm Anwalt eingeklagt), der werden so gut wie keine Wünsche erfüllt.

Ich würde an deiner Stelle jetzt schon ein flexibel Betreuungsnetzt aufbauen, dass du dem potentiellen AG "vorlegen" kannst. Die meisten AG haben einfach nur Angst dass man wegen Kind ausfällt. Wenn du da gleich den Wind aus den Segeln nehmen kannst ist das schon mal super.

LG und viel Erfolg
Steffi

Beitrag von fusselchenxx 26.05.11 - 14:45 Uhr

Hallo Zeitmaschine99,

Ich kenne es... Kind und arbeit ist so eine Sache für sich.. Ich habe keine Betreuung ausser dem Kiga.. Mein Job kommt für mich daher auch nicht in Frage.. Ich bin gelernte Fleischereifachverkäuferin.. AZ sind von morgens 6 oder 7 bis abends 22 Uhr.. Und das flexibel.. das bin ich nicht.. Mein Mann arbeitet VZ... Der kann also auch nicht einspringen...

Da ich aber unbedingt wieder arbeiten gehen wollte, habe ich mir nun 2 Stellen als Haushaltshilfe gesucht... Ich habe bei beiden direkt mit offenen Karten gespielt. Habe jedesmal gesagt, dass ich sonst KEINE Betreuung habe.. Abends (den einen Job mache ich abends) ist dies kein Problem, da da ja mein Mann zu Hause ist...

Mitlerweile gehe ich 3 Tage die Woche a 4 Std arbeiten.. Und das klappt echt super... Allerdings ist es schwer einen AG zu finden, der das auch alles so mitmacht..

LG Fusselchen + Joshua *21.10.05 + Steven *23.03.09

Beitrag von postrennmaus 26.05.11 - 14:46 Uhr

Ich bin seit Ende März arbeitssuchend. Habe 6 Bewerbungen geschrieben, 2 Zusagen bekommen. Ich habe mich vorher noch ein wenig mit unserer Gleichstellungsbeauftragten der Uni unterhalten. Sie empfahl mir weder den Beziehungsstatus noch den Mutterstatus in die Bewerbung reinzuschreiben. Ihre Begründung: "Das wird bei Männern auch nicht verlangt und wird nicht zur Beurteilung der Bewerbereignung herangezogen, also warum sollte es das bei einer Frau? " Heutzutage gehen die Bewerbungen sowieso mehr Richtung Anonymisierung, um die Chancengleicheit zu gewährleisten. Siehe dazu hier: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/gleichbehandlung/anonymebewerbung/fachwissen-zaehlt_aid_23471.html

Ich wurde in den Gesprächen zwar gefragt, ob ich verheiratet sei und ob ich Kinder habe, aber das war mehr beiläufig. Ich erwähnte, dass mein Kind vollzeit betreut sei und damit war es gut. Ich habe trotz Kind bei 3 Vorstellungsgesprächen 2 Zusagen bekommen. Dier Absage war auch ausschließlich aus fachlichen Gründen, die ich auch nachvollziehen konnte. Der andere Bewerber hatte eindeutig mehr zu bieten.

Also mein Tip: Kinder müssen in der Bewerbung nicht erwähnt werden und ich würde auch im Bewerbungsgespräch nicht drauf rumreiten. Wenn es um die Verhandlung der Arbeitszeit geht, muss man das natürlich anführen, aber ich würde es nie so betonen, dass es zu Lasten deiner Flexibilität ausgelegt werden kann.

Viel Erfolg!


Lg postrennmaus

Beitrag von miau2 26.05.11 - 15:11 Uhr

Hi,
ziemlich schlechte.

Ich habe einen Beruf, den es relativ häufig gibt, also leider nichts, worum sich Arbeitgeber reißen.

Gleichzeitig gibt es fast keine Teilzeitstellen für diese Quali.

Meine einzige Hoffnung sind zwei Dinge: über eine deutlich niedriger qualifizierte Stelle wieder einzusteigen (vollkommen im Ernst - das Gehalt ist sogar zweitrangig für mich, aber ich WILL arbeiten), oder über Vit. B etwas zu finden...letzteres ist im Moment sogar mit einem kleinen Hoffnungsschimmer.

Immerhin gabs über vit. B jetzt einen passenden Minijob - besser als gar nichts.

Zeitdruck habe ich eigentlich nicht, im Prinzip habe ich noch ein Jahr Elternzeit - aber wie gesagt, ich WILL arbeiten. Ein paar vorstellungsgespräche - vor allem bei Personalvermittlern - hatte ich, aber bisher ohne wirklichen Erfolg.

Mutter von 2 Kindern? Das mit der "erfolgreichen Managerin eines kleinen Familienunternehmens" ist nicht mehr als ein Werbegag und hat mit der Realität nichts zu tun. Wie wenig sich Mütter wirklich durch Flexibilität, Organisationstalent und Mulittasking-Fähigkeiten wirklich auszeichnen haben mir selbst in meiner beruflichen Laufbahn bisher alle bewiesen. Aus meinen eigqenen Erfahrungen heraus kann ich die Arbeitgeber halt irgendwie verstehen, so bitter es auch ist, wenn man selbst die Suchende ist.

Und ganz ehrlich, so tief gesunken bin ich noch nicht, dass ich irgendwelche Märchen von wegen "mein Mann arbeitet von zu Hause aus und ist natürlich in der Lage, zwei schwerkranke Kinder gleichzeitig neben seiner Vollzeitstelle zu versorgen" ins Anschreiben zu schreiben.

Abgesehen davon: wenn ich einen Bewerbungsschreiben bekomme, wo etwas deratiges derart hervorgehoben wird - dann würde ich sogar erst recht vermuten, dass es da irgendwo ein Problem gibt.

Kann jeder so machen, wie er/sie will. ich bin lieber ehrlich (zwischen "sich gut verkaufen" und "glatte Märchen präsentieren" sehe ich halt einen Unterschied), vollkommen verzweifelt bin ich noch lange nicht.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von claerchen81 26.05.11 - 15:46 Uhr

Hi,

ich bin ganz anderer Ansicht.

Ich war 2 Jahre lang berufstätige Mutter, 80-90%-Stelle. Ich habe nicht einen Tag gefehlt, meine (kinder- und partnerlosen) Kollegen waren teilweise jeden Monat krank. Ich war auch flexibler und engagierter als die Kollegen, war belastbarer (psychisch) und habe in größeren Zusammenhängen denken können. MIR hat die Mutterschaft im Job sehr geholfen.

Und genau diese Erfahrung habe ich mit den Müttern im Kollegenkreis gemacht, die NICHT ewig nur Teilzeit vor sich hinschippern wollen, sondern im Beruf etwas bewegen.

Das hieß bei uns allen jedoch, dass im Hintergrund die Betreuung gesichert ist und dass wir etwas Flexibilität vom AG verlangt haben. Bsp.: ich habe mal einen Tag in der Woche frei gehabt, den aber an anderer Stelle nachgeholt. Eine TaMu, die 24/7 betreut und Eltern und einen Mann, die bei Krankheit einspringen. Gerade für den Krankheitsfall braucht man UNBEDINGT zuverlässige Betreuung, dann klappt es.
Außerdem habe ich hin und wieder homeoffice gemacht. Wenn ein Kind hoch fiebert, ist das durchaus möglich (dann ist es nämlich ruhig und man hat eben insbesondere die Überwachungsfunktion, sorry, wenn ich das so sage).

Leider sind wir Frauen immer im Nachteil, weil die Männer nicht für die Betreuung einspringen oder wir selbst uns kein ausreichendes Betreuungssystem aufbauen können. Ich sehe es jedoch genau wie eine Vorschreiberin, dass man die Kinder nicht angeben muss, da es bei den Männern ebenfalls nicht relevant ist (da in D. leider eine gesellschaftliche Akzeptanz dafür besteht, dass die Männer sich nicht um die Kinder kümmern im Ernstfall).

Ich kann keinen Arbeitgeber verstehen, die keine Mütter einstellt. Zumindest nicht bei Müttern, die wirklich arbeiten wollen (also mehr als Teilzeit, was sich in meinem Job ohnehin nicht lohnt). Noch weniger verstehe ich jedoch Frauen, die den Männern auch noch nach dem Mund reden. Warum kümmert sich eigentlich ein Mann automatisch nicht um die Kinder, wenn sie krank sind? Ist doch vollkommen egal, wer mehr verdient, Kind-Krank-Tage werden von der KK bezahlt. Auch hohe Manager werden mal krank, dann fehlen sie doch auch nicht im Ablauf (zumindest nicht, wenn sie es richtig machen), da ist es doch unerheblich, ob sie mal wg. eines kranken Kindes fehlen.

Gruß, C.

PS: Mein Mann ist Arbeitgeber und beschäftigt eine Mutter von 2 Kindern - erfolgreich.

Beitrag von miau2 27.05.11 - 12:49 Uhr

Hi,
ich habe nicht meine Ansicht beschrieben, sondern meine Erfahrungen. Daran kann ich nichts ändern - so sind sie nun einmal.

Vielleicht sollte ich ergänzen, dass ich - was Arbeitszeiten usw. angeht - vollkommen unflexible Arbeitgeber hatte. Homeoffice? Bei derartigen Vorschlägen gabs einen Lacher als Antwort. Flexible Arbeitszeiten? Aber wie denn, wo denn, was denn, das geht ja mal gar nicht, dass der Arbeitnehmer (oder die Arbeitnehmerin) von ihren vielen Überstunden auch noch irgendwie profitiert (was ja durch einen Ausgleich mit Stundenabbau der Fall wäre).

Meine Erfahrungen hatten also vermutlich mehrere Ursachen, die nicht immer nur in dem "Muttersein" begründet

Ich gehöre zu den vielen Müttern, die eben keine Eltern, Schwiegereltern, Onkels oder Tanten in der Nähe haben, die immer springen, wenn hier Not am Mann ist. Mit über 400km Abstand alleine schon ein gewisses logistisches Problem. Unser Freundeskreis ist entweder selbst berufstätig - oder hat kleine Kinder. Und komischerweise endet bei allen die Bereitschaft, im Notfall einzuspringen wenn ich sage: mein Kind hat (mal wieder...) einen Magen-Darm-Infekt. Absolut keine Probleme würde die Überbrückung von Ferienzeiten oder Schließtagen machen - aber eben Erkrankungen. Mein Mann hat übrigens keine Kind-krank-Tage, soooo einfach ist das Leben halt doch nicht. Und nein, es ist nicht egal, ob er mehr verdient oder ich - wenn sein Chef durch irgendwelche familiären Kapriolen irgendwann der Meinung ist, dass er lieber auf diesen MA verzichten würde hätten wir durchaus mehr Probleme, als wenn mein (zukünftiger) Chef das sagen würde. Im Klartext: mein Gehalt ist entbehrlich. Seins nicht.

Vielleicht bin ich auch einfach nicht mehr so optimistisch, nachdem wir mit unserem Kleinen in seinen ersten 2,5 Lebensjahren 18 Bronchitiden hinter uns haben. Also die Situation "Kind krank" für uns monatelang mehr Alltag als alles andere war.

Und zu guter Letzt finde ich es etwas herablassend, nur Mütter, die "mehr als Teilzeit arbeiten" als die zu sehen, die "wirklich arbeiten wollen".

Was ich will IST arbeiten. In Teilzeit. So ganz nebenbei habe ich meine Kinder nämlich nicht bekommen, um sie nur auf den Fahrten von einer Fremdbetreuung zur nächsten (egal, ob Familie oder Kindergarten) zu sehen und ansonsten höchstens noch, um sie ins Bett zu bringen. Vielleicht bin ich auch da vorbelastet - ich hatte als Kindergartenkind schon einen Hausschlüssel, um nach dem KiGa alleine nach Hause gehen zu können, um dort alleine noch eine Weile auf meine berufstätige Mutter warten zu können. Was natürlich nur daran lag, dass es damals praktisch noch nirgendwo Nachmittagsbetreuung gab.

Wir sind in der glücklichen Situation, uns das leisten zu können - aber deswegen mal eben zu unterstellen, dass ich ja eigentlich nicht wirklich arbeiten will ist an der Realität vorbei.

Würde ich Vollzeit arbeiten wollen hätte ich die Probleme mit der Jobsuche vermutlich nicht. Mag ja deine Lösung sein, meine ist es nicht - so lange nicht der Zwang dazu besteht aus irgendeinem Grund.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von liz 27.05.11 - 07:41 Uhr

Hallo!

Wieso soll ich denn nicht etwas reinschreiben das stimmt? Ich habe immer dazu geschrieben: Kinderbetreuung gesichert.

Das war auch nicht gelogen. Denn ich muss tatsächlich nicht zwangsläufig ausfallen wenn was ist mit den Kids. Einerseits kann bei uns der Papa mal zuhause bleiben oder zum Arzt gehen, andererseits hab ich eine Oma die oft einspringt. Der Pate meines Sohnes hat sich Ostern sogar extra Urlaub genommen, damit ICH in die Arbeit gehen kann.

Ausserdem habe ich noch 2 Freundinnen die auch mal zu Not einspringen können.

Also, ich hebe das durchaus hervor, eben WEIL es so ist und bisher ist es auch immer gut angekommen.

lg liz

Beitrag von miau2 27.05.11 - 12:36 Uhr

Hi,
der Vorschlag war, es reinzuschreiben obwohl es nicht stimmt. Und sich dann schnell eine Ausrede auszudenken, wenn es herauskommt.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von zeitmaschine99 26.05.11 - 16:08 Uhr

Hallo zusammen,

danke für Eure Beiträge.
Vielleicht hätte ich noch ein paar mehr Infos geben sollen... ich bin seit 2,5 J. nach der Elternzeit wieder berufstätig, habe allerdings gekündigt, weil es wegen der Fahrtstrecke wirklich nicht mehr ging... da ich schon so lange in der Fa. bin und eine Kündigungsfrist von 5 Mon einhalten muss, habe ich mich entschieden zu kündigen, damit ich überhaupt was finde, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass mich überhaupt einer einstellt, wenn er hört, dass er dann noch 5 Monate auf mich warten muss.
Ich habe auch schon den Rat bekommen, die Kinder zu verschweigen, aber ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie man das machen soll. Kann schon sein, dass man dann eher eine Einladung für ein Gespräch bekommen kann, aber wenn es zu einer Einstellung kommen sollte, muss man doch eh über Kinder sprechen...
da ich derzeit außer Kiga auch keine Betreuungsperson habe. Mein Mann ist ab und zu mal eingesprungen oder aber ich habe Tage getauscht um Fehlzeiten wieder aufzuholen, man war auch mit mir zufrieden und fand mich engagiert und flexibel genug.
Aber jetzt bei der Suche wenn man dann nicht mal ein Gespäch hat, wie soll man dann für sich punkten können?
Habe vorhin auch wieder in der Umgebung 6 Initativbewerbungen verteilt und nur im Lebenslauf geschrieben "verheiratet, 2 Kinder", mehr nicht.
Bin übrigens Sachbearbeiterin.
Mal sehen, vielleicht tut sich ja noch was.
Danke nochmal und für alle diejenigen, die auch gerade suchen, auch alles Gute und Erfolg bei der Arbeitssuche!
Zeitmaschine

Beitrag von liz 26.05.11 - 21:58 Uhr

Hallo!

Also mein Erfahrung ist, es kommt gut an wenn man im Lebenslauf die Kinder erwähnt und drunter schreibt dass die Kinderbetreuung gewährleistet ist. Das wurde mir mehrfach gesagt. Auch im Gespräch habe ich immer wieder betont dass ich nicht jedesmal ausfalle wenn eins meiner Kinder was hat.

lg liz