BV-Firma schließt!?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lila1975 26.05.11 - 13:44 Uhr

Hallo zusammen,

habe eine Frage zu einem Sachverhalt.

Wenn während eines BV die Firma schließen; respektive Insolvenz anmeldet, erhalte ich Insolvenzgeld und im Anschluß weiterhin Geld?

Habe große Bedenken, da ich in verschiedenen Foren gelesen habe, das man gekündigt werden kann und dann kein Arbeitslosengeld bekommt, da das AG nicht für mich zuständig wäre. Das würde bedeuten, das weder das AG noch die KK zuständig wäre? #zitter

Habt Ihr da mehr Infos, oder kennt Ihr hier die Rechtslage?

Danke für Eure Infos!

GLG#winke
Lila

Beitrag von siem 26.05.11 - 13:48 Uhr

hallo

das weiß ich nicht genau, aber eigentlich sollte dir durch bv kein nachteil entstehen und ich kann mir nicht vorstellen das du dann gar nix bekommst. denke mal dass die kk oder so für dich bis zum muschu normal weiter bezahlt. sonst im zweifelsfall mal einen anwalt fragen.

lg siem

Beitrag von schorti 26.05.11 - 14:13 Uhr

Wenn ich das richtig weiß, bezahlt ja während des BV nicht der AG sondern die Berufsgenossenschaft und die müsste dann doch weiter zahlen oder?

Beitrag von marjatta 26.05.11 - 14:34 Uhr

Also, bis so ein Insolvenzverfahren so weit gediehen ist, dass die Mitarbeiter entlassen werden, dauert es so ein paar Monate. Schließlich muss sich der Insolvenzverwalter ja auch erst mal ein Bild von der Lage machen und wird dann die entsprechenden Schritte einleiten.

Eine Insolvenz bedeutet ferner nicht zwangsläufig, dass die Firma geschlossen wird. Sie kann auch mit verringerter Belegschaft weitergeführt und dann an einen neuen Eigentümer verkauft werden. Oder bei Begleichung der Schulden (wie, das ist Sache des Insolvenzverwalters) wieder aus der Insolvenz in den normalen Betriebszustand zurückkehren.

Solange das nicht wirklich geklärt ist, du ein BV hast, sprich dem Arbeitgeber das Geld für Dein Gehalt von anderer Seite erstattet wird, bist Du in den Augen des Insolvenzverwalters zunächst "Kostenneutral". Deine Kündigung hätte also keine Priorität.

Außerdem genießt Du während der Schwangerschaft einen besonderen Kündigungsschutz. Egal ob Arbeitgeber (Eigentümer) oder Insolvenzverwalter, beide sind an die besonderen Regularien des Mutterschutzgesetzes gebunden. Eine Kündigung darf also nur mit Genehmigung der zuständigen Behörden ausgesprochen werden.

Solange das Ergebnis des Insolvenzverfahrens nicht klar ist, sollte der Insolvenzverwalter keine wirklich Handhabe haben, Dich zu kündigen.

Ich würde aber dringend einen Anwalt für Arbeitsrecht zu konsultieren, da Du - manche Insolvenzverwalter probieren es einfach - Dich im Falle einer Kündigung ggfs. dagegen wehren kannst, z.B. weil keine Genehmigung der Behörde vorliegt, der Ausgang des Insolvenzverfahrens noch gar nicht klar ist usw. usf.

Ist eine blöde Situation. Deshalb würde ich alles daran setzen, so lange wie möglich den "Status Quo" aufrecht zu erhalten. Im Anschluss an eine Insolvenzbedingte Kündigung hast Du Anspruch auf ALG 1. Meines Wissens sollte sich das BV nicht darauf auswirken. Du bist lediglich nicht vermittelbar, d.h. die ARGE kann Dich nicht dazu zwingen, Dich zu bewerben und zwar bis zum Ende des Mutterschutzes und auch nicht während der Elternzeit. Ggfs. ruht entweder der Anspruch auf Elterngeld oder der auf ALG 1 (das kann ich Dir leider nicht beantworten). Alternativ wird das Elterngeld mit dem ALG1 Anspruch verrechnet.

Gruß
marjatta mit Sohn, 2J, und #ei 33.SSW

Beitrag von lila1975 26.05.11 - 14:58 Uhr

Hallo Marjatta,

vielen Dank für Deine Antwort. Leider hatte die Firma schon eine Insolvenz hinter sich gebracht, daher habe ich bedenken, wie es weitergehen wird.

Grüße
Lila

Beitrag von susannea 26.05.11 - 14:34 Uhr

Ja, der AG kann dich kündigen, aber nur mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde (dann gibts aber auf jeden Fall ALG, wenn du dafür sorgst dass dein BV aufgehoben wird) und soviel ich weiß zahlt dann die KK auch erstmal weiter.