Eine Freundin will sich trennen - Fragen

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von dienettis 26.05.11 - 16:39 Uhr

Hallo zusammen,

eine Freundin von mir will sich trennen. Die beiden sind seit 3 Jahren verheiratet, seit über 10 Jahren zusammen. Sie haben eine Tochter, 3 Jahre.
Sie arbeitet Halbtags und betreut das Kind, er arbeitet Ganztags.

Er möchte im Falle einer Trennung das Kind 3 Tage haben - immer von Freitag bis Sonntag. Sie soll die Tochter die restlichen 4 Tage bekommen.
Er möchte dann evtl. auch nur noch Halbtags gehen.

Meine Frage ist jetzt: Kann er das so fordern? Sie will ja nicht nur die Wochen-Mama sein und er der Wochenend-Papa. Das ist ja nicht "gerecht", oder? Muss sie da zustimmen? Kann er einfach so auch Halbtags arbeiten gehen? Er ist doch dann eigentlich Unterhaltspflichtig, oder?

Kann jemand weiterhelfen?

Vielen Dank schon mal und viele Grüße!
Simone

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 16:48 Uhr

Er kann genau wie sie halbtags arbeiten gehen aber genauso kann sie da das Kind schon 3 ist ganztags arbeiten gehen und dann können sie das Wechselmodell durchziehen und da entfällt Unterhalt sowieso.

Beitrag von dienettis 26.05.11 - 17:06 Uhr

Danke für Deine Antwort.
Kann er denn auch verlangen, dass er die Tochter immer von Freitag bis Sonntag bekommt?
Ich glaube, dass das meiner Freundin die meiste Sorge bereitet.

VG

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 17:10 Uhr

Jedes elternteil kann Alles verlangen , es bleibt aber immer ein Kommunikationsproblem denn Beide müssen sich einigen auf einen bestimmten Konsens, entweder unter sich, mit einem Mediator oder eben mit Hilfe der Gerichte.

Beitrag von redrose123 26.05.11 - 18:18 Uhr

Er kann versuchen das per anwalt durchzubekommen klar, er muss glaub ein jahr eheunterhalt oder wie es heisst zahlen dann für sie nichts mehr, das Kind ist 3 sie kann vollzeit arbeiten gehen....

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 18:21 Uhr

Das blöde Geld heißt Trennungsunterhalt und beträgt rund 3/7 der Differenz zwischen ihrem und seinem Einkommen bereinigt durch KU.

Beitrag von redrose123 26.05.11 - 18:22 Uhr

Danke #hicks Ist mir grad nicht eingefallen.....

Beitrag von hedda.gabler 26.05.11 - 18:58 Uhr

Und zudem ist es ein Gerücht, dass der nacheheliche Unterhalt per se entfällt, sobald das Kind 3 Jahre alt ist ...

... es gibt zig Gründe und Voraussetzungen, mit denen man weiteren Unterhalt durchboxen kann.

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 18:59 Uhr

ich habe doch lediglich geschrieben das beide halbtags arbeiten oder eben beide Vollzeit arbeiten KÖNNEN.

Beitrag von hedda.gabler 26.05.11 - 19:05 Uhr

Ich habe Dir doch gar nicht geantwortet ...

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 19:09 Uhr

Tut mir leid ich habe irgendwie eine Springmaus.

ich hatte geschrieben:

Jedes elternteil kann Alles verlangen , es bleibt aber immer ein Kommunikationsproblem denn Beide müssen sich einigen auf einen bestimmten Konsens, entweder unter sich, mit einem Mediator oder eben mit Hilfe der Gerichte.

Beitrag von hedda.gabler 26.05.11 - 19:15 Uhr

Hast Du schön geschrieben;-)

Aber meine Antwort bezog sich trotzdem nicht darauf.

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 19:25 Uhr

wird Zeit das ich aus dem Büro an den Esstisch komme glaube ich. Ich hätte nebenbei noch einen Vorschlag für Politiker: jeder einen Sturzhelm und einen Baseballschläger und dann Feuer frei, geht auch für Rosenkrieger in Trennung.

Gute Nacht Hedda.

Beitrag von hedda.gabler 26.05.11 - 20:06 Uhr

Gute Nacht Jogiyoda.

Beitrag von redrose123 26.05.11 - 18:22 Uhr

Der ex meines Mannes mussten wir damals 400 euro zahlen

Beitrag von redrose123 26.05.11 - 18:16 Uhr

Aber es wäre gerecht wenn er sie alle 14 tage hat und sie die restlichen 12 Tage oder wie?

Beitrag von hedda.gabler 26.05.11 - 19:07 Uhr

Petra, hör auf mal wieder unqualifiziert loszupoltern ...

... offensichtlich geht es doch darum, dass der Vater alle Wochenenden haben möchte und die Mutter nur den Alltag leben soll.

Das ist weder ein Wechselmodell (und ich frage mich, auf welcher Grundlage er nur noch Teilzeit arbeiten möchte) noch gerecht.

Beitrag von comapo 26.05.11 - 22:26 Uhr

Man kann sich doch über die Modalitäten einigen. Aber grundsätzlich ist das doch ein legitimer Wunsch.

Und jetzt verrat mir mal bitte, mit welcher Begründung einem VATER die Teilzeit verwehrt werden soll, für MÜTTER ist das aber selbstverständlich?

Wo ist das Problem, wenn ein Vater sich 50/50 Kind und Arbeitsleistung teilen will????

Comapo

Beitrag von hedda.gabler 26.05.11 - 22:34 Uhr

Hallo.

Dann nenne Du mir doch mal den Grund, warum ein Vater, der seine Tochter am Wochenende haben will, Teilzeit arbeiten sollte ... und eine Mutter, die das Kind die (Arbeits)woche über betreut und auch an bestimmte Betreuungszeiten gebunden ist, unbedingt Vollzeit arbeiten soll.

Bei dem Wunsch von Freitag bis Sonntag sehe ich hier keine 50/50-Kind-Teilung.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von comapo 26.05.11 - 23:11 Uhr

Hallo,

Du kennst doch seine Arbeitszeiten gar nicht? Das kann doch viele Gründe haben.

Außerdem kann das doch auch egal sein, bei einem WM fällt i. d. R. sowieso kein Unterhalt an.

Dass die Mutter Vollzeit arbeiten soll, sagt doch keiner.

Natürlich sollte auch die Mutter Wochenenden haben. Freunde von mir haben das so geregelt, dass sie die Kinder Mo und Do hat, er Di und Mi und die WE wechseln sie sich ab. Fazit: 50/50 und beiden Kindern beide Elternteile. Was will man mehr?

Comapo

Beitrag von hedda.gabler 26.05.11 - 23:20 Uhr

Hallo.

a. Ist Fr bis So für den Vater und Mo bis Do (respektive Freitagmittag/-abend) kein Wechselmodell.

b. Ist dieses erstgenannte Modell nicht mit dem Modell Deiner Freunde zu vergleichen

c. Wenn der Vater von Freitag (Mittag/Abend) bis Sonntag Zeit für das Kind hat, wird er an diesen Tagen ja nicht arbeiten ... was sollte ihn denn dann hindern, von Montag bis Freitag Vollzeit zu arbeiten?

d. Ich bleibe dabei, dass ich es unfair finde, die Mutter den Alltag mit dem Kind stemmen zu lassen und der Vater ist dann jedes Wochenende der Freizeit-Daddy ... und unter der Woche macht er sich dann ohne Kind einen lauen Lenz in einem Teilzeit-Job. Den Zahn wird ihm eh ein Richter ziehen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von xbienchenx 27.05.11 - 08:49 Uhr

<<<Bei dem Wunsch von Freitag bis Sonntag sehe ich hier keine 50/50-Kind-Teilung.


So ist es aber! Genau das machen wir, bzw. mein Mann und seine Ex. Sein Sohn ist immer von Montags bis Freitags bei der Mutter. Und kommt nach der Schule dann zu uns. Er bleibt bis Monta, geht von hier aus zur Schule und ist dann wieder bei Mama. Ein Wochenende hat sie ihn für sich und wir im Monat dafür ein mal von Montags bis Freitags.

Ziemlich verwirrend, geht aber nicht anders, weil die Mutter fast jedes Wochenende arbeiten muss. Daher diese komische Regelung.
Unterhalt muss natürlich niemand zahlen. Und es ist ein, vom Jugendamt, anerkanter Wechelmodi.Wann das Kind wo ist, ist vollkommen egal. Wichtig ist nur das es genau Hälfte-Hälfte ist. Und niemand das Kind öfter hat als der andere Part.

Beitrag von redrose123 27.05.11 - 10:26 Uhr

Wenn er sie eine Woche nimmt und die Nächste die Mutter wäre es aber so ;-) Ich denke so hat sie es gemeint.....

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 10:37 Uhr

Wäre, hätte, würde ... im Fall der TE geht es aber nun mal nicht um einen wöchentlichen Wechsel.

Beitrag von hedda.gabler 26.05.11 - 19:12 Uhr

Hallo.

Meine Frage ist jetzt: Kann er das so fordern?

>>> Fordern kann er viel. Kommt es zu keiner Einigung, entscheidet das Familiengericht.

Sie will ja nicht nur die Wochen-Mama sein und er der Wochenend-Papa.

>>> Verstehe ich absolut ... er möchte also der Freizeit-Papa sein und sie soll den Alltag leben. Ich denke nicht, dass das vor Gericht durchgeht.

Das ist ja nicht "gerecht", oder?

>>> Nein, ist es nicht.

Muss sie da zustimmen?

>>> Nein.

Kann er einfach so auch Halbtags arbeiten gehen?

>>> Auf welcher Grundlage sollte er halbtags arbeiten gehen ... er möchte das Kind von Freitag bis Sonntag. Das geht wunderbar mit einem Vollzeitjob.

Er ist doch dann eigentlich Unterhaltspflichtig, oder?

>>> Ja, Unterhalt fürs Kind, Unterhalt im Trennungsjahr und mit gutem Anwalt darüber hinaus. Demnach hat er eine erhöhte Erwerbsobliegenheit und kann nicht einfach weniger verdienen.

Deine Freundin solle sich umgehend von einem Anwalt beraten lassen ... wenn sie ihre Interesse durchsetzen will, muss sie ihm einen Schritt voraus sein. Nicht nur reagieren, sie muss JETZT agieren.

Gruß von der Hedda.

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