Stillen heutzutage "out"?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von domi21 26.05.11 - 16:52 Uhr

Hallo ihr Lieben,
mein Kleiner ist 11 Wochen alt und ich stille voll.
Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass voll stillen heutzutage nicht mehr "normal" ist. Andauernd werde ich gefragt "Stillst du noch?", "Wie lange willst du denn stillen?", "Gib doch die Flasche". All so`n Zeug.
Auch wenn ich sage, dass er keinen Tee kriegt, dass die Milch voll und ganz reicht (auch an heißen Tagen) ernte ich dafür nur verständnislose Blicke.
Ist es denn so verkehrt, wenn man voll stillt und nach Möglichkeit ohne Flasche durch das Kleinkindalter kommen möchte? Ab und zu pumpe ich ab, damit er die Flasche später nicht verweigert (zum Beispiel wenn er mal Bauchschmerzen hat und ich ihm Tee geben will...), aber dann gibts halt auch nur MuMi. Und wenn er bereit für Brei ist, will ich ihn langsam abstillen. Das wird lange dauern, ich weiß. Aber das stört mich auch nicht. Ich möchte das lieber so als anders.
Was sind eure Meinungen?
Danke schon mal. :)

Beitrag von kleiner-gruener-hase 26.05.11 - 16:57 Uhr

Herzlichen Glückwunsch!!!

Ich habe unseren Sohnemann 17 Monate gestillt, der hat nie eine Flasche anbekommen oder bekommen! Ich kann dir den Tip geben den Tee dann selbst zu trinken und ihn trotzdem zu stillen, so bekommt er ihn nämlich auch ab!

Ich habe gern gestillt und bin schon ein bisschen traurig darüber, dass es bei uns vorbei ist.

Aber ja, wir scheinen eindeutig in der Unterzahl zu sein.

LG

Beitrag von anarchie 26.05.11 - 17:04 Uhr

Jaaaaa....Kinder in D werden im Schnitt 3 Monate gestillt...:-(

Mangels Information, mangels kompetenter Beratung, dank Ammenmärchen, dank "wenns nicht klappt eben nicht Mentalität"....tja...


Meine Kinder wurden/werden mehrere Jahre gestillt, wie die Natur es vorsieht...sie haben auch erst spät bis sehr spät Beikost gewollt.

ich habe 4 kerngesunde Kinder, die nahezu nie krank sind und absolut unkomplizierte Esser sind...

Man muss halt drüber stehen , denn meisst haben solche Leute NULL Ahnung...und ich würde mich gerne geistig duellieren - nur leider sind sie meisst unbewaffnet;-)

lg

melanie und die 4 (8,7,3,1)

Beitrag von maerzschnecke 26.05.11 - 17:20 Uhr

Von wem bekommst Du denn diese Fragen gestellt? Wer schenkt Dir verständnislose Blicke? Sind das Frauen Deines Alters oder einer früheren Generation?

Ich habe den Eindruck, dass die 'heutige Müttergeneration' wieder mehr Verständnis für die vollstillende Mutter hat. Die ältere Generation (bei deren Kinder oft zu Flaschennahrung geraten wurde, weil es seinerzeit modern war) hat weniger Verständnis bzw. stellt teilweise komisch anmutende Fragen.

Meiner Mutter z. B. war es fremd, dass die Milchmenge mit der 'Nachfrage' steigt. Wenn ein Kind also ein paar Tage lang öfter an die Brust will, dass es damit die Milchmenge erhöht. Sie hat wohl damals meine Schwester abgestillt, weil sie dachte, sie wird nicht mehr satt. Ebenso bekam ich von ihr den Rat, zuzufüttern, damit Emilia besser zunimmt. Ich merke da immer wieder, dass es wohl damals die Information übers richtige Stillen nicht ausreichend gab.

Ich war überrascht, dass aus meinem Rückbildungskurs mehr Mütter Fläschchen geben als stillen. Wiederum war ich überrascht, dass vorallem einige der jungen Mütter sich eher fürs Stillen als fürs Fläschchen entschieden haben. Wir haben zwei 'späte' Mütter im Kurs gehabt, die Fläschchen geben, weil es angeblich bequemer ist.

Beitrag von caro-85 26.05.11 - 21:32 Uhr

Du schreibst mir aus dem Herzen - genau meine Meinung!

Ich denke, "früher" haben die Mama´s aus Unwissenheit und mangelnder Beratung viel zu früh abgestillt. Schade.

...Wir haben zwei 'späte' Mütter im Kurs gehabt, die Fläschchen geben, weil es angeblich bequemer ist. ... -> meine Frage: was ist bequemer als *Brust raus, Baby dran*?! :-p

Beitrag von thalia72 26.05.11 - 17:31 Uhr

Hi,
nach meiner Erfahrung nicht.
Mein Umfeld, auch das in div. Babytreffs bei beiden Kindern, hat halt einen gewissen Bildungsstand.
Fläschchenmütter sind in der absoluten Unterzahl und es wird weit länger gestillt als drei Monate. Bei den Nichtstillenden hapert es nicht an Willen oder Beratung, sondern bestimmte Umstände (z.B. eine Mutter wäre bei Geburt beinahe gestorben, lag eine Woche im Koma) führten dazu.

vlg tina + justus 17.06.07 + joris 27.10.10

Beitrag von angeldragon 26.05.11 - 17:33 Uhr

geht mir nur so aber ich denke ich weiß auch warum die frühere generation kennt das nicht so mit länger stillen oder überhaupt stillen und überträgt das auf die jugent

-meine famile hat mir erklärt das ich gar nicht stillen kann hat ja sonst auch keiner gestillt in meiner familie

-von milch allein kann man nicht satt werden

- ab spätestens 8. wochen muss zugefüttert werden

und jede woche fragt mich meine mum ob ich nicht angst habe das das kind verhungert

ich erzähl meiner mutter dan das sie brav jede woche nen kg zugenommen hat und mama ist zufrieden(sie hat sie inzwischen auch ein bisschen besser übers stillen informiert) #rofl#rofl#rofl

erst die nächste generation hat die changse nichtmehr ständig das stillen madig gemacht zu bekommen weil die meisten heute es zumindest guten willen s versucht haben ;-);-)

Beitrag von wuestenblume86 26.05.11 - 17:47 Uhr

ich finde es auch schade :-( und leider versucht die ältere Generation auch gerne zu verunsichern....wenn ich nicht so überzeugt vom Stillen wäre und gut informiert, hätte ich wohl schon aus Druck abgestillt :-[

Beitrag von angeldragon 26.05.11 - 18:22 Uhr

würd ich zu hause wohnen hätte ich nach 3 tagen abgestillt hab ein schreikind und es giebt nur eine einzige ursache warum ein baby schreit hungerrrrrr :-p:-p

komisch das es mit flasche nicht besser wurde sondern schlimmer #kratz#kratz
dan hieß es mein 3 wochen altes baby braucht mehr als milch und muss zugefüttert werden mit brei #verliebt#verliebt#verliebt

ja meine ,mam ich liebe sie aber alles muss ich doch nicht nachmachen :-D:-D

Beitrag von meleke 26.05.11 - 17:59 Uhr

Also ich kann meinen Vorschreiberinnen nur zustimmen. Mein Vater ist auch einer vor der Sorte der ständig mit den Augen rollt beim Thema stillen. Und wie unnormal ich bin das ich mit 4 Monaten noch nicht Stulle mit Leberwurst geb #klatsch

Und gestern waren meine Kids und ich im Park auf dem Spielplatz. Der Kleine hat hunger bekommen und so bin ich vom Spielplatz runter und hab mir ein ruhiges Plätzchen gesucht (die anderen beiden Kids haben weiter gespielt) .... da hat sich doch tatsächlich ne ältere Dame mit unangeleintem Hund aufgeregt, ob ich sowas nicht zu Hause tun könnte.... :-[


Beitrag von gube 26.05.11 - 18:07 Uhr

Mein Umfeld war auch nicht so wild auf`s Stillen.

Meine Mutter hat uns nicht gestillt, weil es damals nicht "in" war. Meine Schwester hat ihr Kind 6 Monate lang widerwillig gestillt, und das nur, weil es das Beste für`s Kind ist. Beim zweiten hat sie es dann ganz gelassen. Meine Schwägerin hat nicht gestillt, weil sie angeblich zu wenig Milch hatte.

Ab und zu habe ich von all diesen Leuten auch doofe Kommentare bekommen. Die waren mir aber immer wurscht. Ist ja meine Sache, ob ich mein Kind stille oder nicht.
Mittlerweile ist der Kleine ein gutes Jahr, und zum Einschlafen und Nachts wird er immer noch gestillt. Allerdings ist das nicht mehr Nahrungsaufnahme, sondern mehr Beruhigung. Von mir aus könnte es dann mal langsam ganz aufhören, aber solange er noch will... was soll`s.

Beitrag von michaela.n 26.05.11 - 18:19 Uhr

Hallo!

Ich finde, Stillen wird immer mehr "in", wenn man das so nennen will. Wie meine Vorrednerinnen schon geschrieben haben, ist das die vorige Generation, die so schlecht aufs länger stillen eingestellt ist.
In meiner Generation ist fast niemand gestillt worden von meinen Freunden. Die Babys, die ich kenne, wurden bis auf ein paar wenige Ausnahmen, alle gestillt.
Ich hab mir vor kurzen über 321... ein Buch auch den 70er, 80er Jahren gekauft, Titel: Stillen.

Na ich sags euch, das waren Zustände. Die Autorin erzählt, wie es damals war... Sie war schon im Krankenhaus der totale Aussenseiter, weil sie gestillt hat. Da hatten die Ärzte und Hebammen noch null Ahnung vom Stillen...

Da kann man doch froh sein, dass man heutzutage die Wahl hat.

Natürlich kenne ich diese Sprüche auch... Dein Kleiner ist erst 11 Wochen... Warte mal ab, je älter dass er wird, desto blödere Sprüche wirst du zu hören bekommen.
Das Problem ist, die Gesellschaft "akzeptiert" nur bis ca. 6 Monate das Stillen, danach empfinden es die meisten (leider) als unnormal...
Ich habe meinen Sohn über 13 Monate gestillt... ich hab mir einiges anhören müssen... nicht zuletzt von der eigenen Mutter...

Alles Gute! Du machst das genau richtig!!!!

glg michaela

Beitrag von uta27 26.05.11 - 18:50 Uhr

Hi!
Mir ist das sowas von egal, was in oder out ist!
Stillen ist in meinen Augen ein Grundbedürfnis eines Kindes.
Ick bin eine "Langzeitbrusternährungsmutter" hihi!
Habe meine 3 Kinder solange gestillt, bis sie bereit waren, abzustillen (4-5. Lebensjahr) bzw. solange bis zum natürlichen Abstillalter.
Ick würde es jederzeit wieder so machen!
Ohne Industriepampe, ohne Brei, ohne füttern, ohne kritiklos geben, was andere kritiklos verordnen (wenn man da mal so manche Kinderärzte hört, oh mann, die haben echt Ahnung von stillen!)
Ick höre garnicht auf dusselige Kommentare und kluge Ratschläge von weisen Frauen!
Ab und an lasse Ick mich schon auf sachliche Diskussionen ein, nur leider hat mein Gegenüber meist keine guten Argumente.
Wir haben keine Stillkultur mehr in unserer ach so tollen industrialisierten Welt!

Liebe Grüße, Uta

Beitrag von nsd 26.05.11 - 19:36 Uhr

Hi!
Ich finde das Stillen im Moment wieder in Mode kommt. Viele Frager sind zumindest bei mir von der älteren Generation. Damals wurde viel schneller auf Fläschchen umgestellt, da sie auch damals keine solche Unterstützung bekommen haben. Also fragen wie "Stillst du noch" oder "Wie lange willst du stillen" fände ich nicht so schlimm, die stelle ich anderen Müttern auch und ich stille mein 6 Monate altes Kind immer noch fast voll. Die Frage mit der Flasche ist schon nerviger.

Beitrag von klaerchen 26.05.11 - 20:33 Uhr

Quatsch! Stillen ist doch nicht out!

Stillen ist das Beste für ein Baby und das ist bekannt. Aber es gibt einen Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Stillverhalten.

Beitrag von angeldragon 26.05.11 - 20:37 Uhr

vorsicht steine #rofl#rofl

Beitrag von zauberli 27.05.11 - 22:21 Uhr

Das hab ich auch bemerkt. Je wohlhabener die Mutter ist, desto häufiger werden die Babies mit Flasche ernährt... Ist mir aufgefallen und je wohlhabender die Mutter ist, dann wird auch nicht mehr selbst gekocht, sondern Brei aus Glässchen gefüttert.

Lg

#winke

Beitrag von allessoneu 26.05.11 - 20:46 Uhr

Ich habe eher das Gefühl, Stillen gilt heute als Regel, Flasche als zweite Wahl. Ich kenne niemanden aus unserer Generation, der nicht versucht hätte, zu stillen. Und alle haben mind. 6 Monate gestillt, keiner aber länger als 9 Monate.

Meine Oma erzählte, dass die Nonnen in dem Krankenhaus, in dem sie in den 50er Jahren entbunden hat, ganz erpicht auf's Stillen gewesen wären, sie sich aber gedacht hätte, "Wartet nur bis ich hier raus bin!" Sie wollte nicht stillen, weil es weh tat, und damals gab es eben keine gute Beratung und vor allem kein Bewusstsein dafür, dass Stillen gesünder ist.

Meine Mutter konnte nie verstehen, dass ich am Stillen festgehalten habe, obwohl die Kleine viel Ärger an der Brust gemacht hat und auch nachts sehr oft trinken will. Sie versteht nicht, warum ich mir "das antue", wenn's auch einfacher ginge. Und hätte meine Hebamme mir nicht zu hochdosierten Magnesiumtabletten geraten als das Stillen für mich am Anfang trotz verheilter Brustwarzen so schmerzhaft war, wäre ich auch nach 3 Wochen auf Flaschennahrung umgestiegen.

Beitrag von olasil 26.05.11 - 21:09 Uhr

Ich habe meinen Sohn 6 Monate voll gestillt und habe bis zum Schluss zu hören bekommen, ob er denn auch satt werden würde, warum ich nicht schon zufüttern würde und so weiter und so weiter.
Dabei wog er mit 6 Monaten schon fast 10 kg. #schock#schock
Er sah beileibe nicht verhungert aus.
Mit 8 Monaten habe ich dann aufgehört zu stillen, weil er IMMER und bei JEDER Mahlzeit mit seinen 5 Zähnen zugebissen hat. *autsch*
Meine Tochter hat Flasche bekommen und auch da musste ich mir verschiedene Kommentare anhören.
Ich persönlich hatte das Gefühl - so wie man es macht, macht man es falsch. Einige Leute haben halt immer was zu meckern.
Ich habe das stillen soooo genossen, zumal es mir ja bei meiner Tochter verwehrt blieb.

LG olasil, deren Kids jetzt schon 6 Jahre und 3 Jahre alt sind

Beitrag von goldengirl2009 27.05.11 - 06:02 Uhr

Guten Morgen,

och ja solche Sprüche kennt glaube ich jede Stillmutter,da hilft nur eins, Ohren auf Durchzug schalten.
Es werden noch mehr Kommentare kommen, vor allem je länger Du stillst.
Allerdings wundert mich diese Meinung/Einstellung nicht wirklich.

Es wurde ja schon angesprochen,der ich nenne es mal Generationenkonflikt (da gibt es ja noch mehr Streitpunkte als das stillen).
Allerdings finde ich auch,dass es bei vielen schlicht und ergreifend Unwissenheit ist, was gerade in der heutigen Zeit nicht sein müsste.

Fast jede Schwangere macht en riesen Tam Tam um ihre Schwangerschaft, liest allen möglichen Kram,lässt alles mögliche an Untersuchung machen damit das Kind gesund zur Welt kommt,aber zum Thema Stillen wird sich wenn überhaupt nur sehr wenig informiert.
Da kommen dann die Ausreden,zu wenig Milch,Kind wird nicht satt und was nicht alles,dabei könnte man diesen "Problemem" einfach vorbeugen wenn Frau eben wüsste was z.B. Clusterfeeding ist oder warum der Zwerg alle Stunde an die Brust will.
Einfach mal ein Buch weniger über die Schwangerschaft kaufen und dafür lieber ein gutes Stillbuch.

Gruß

Beitrag von sarahjane 27.05.11 - 10:29 Uhr

Brusternährung ist sicher nicht out. Dies ist und war sie im Prinzip auch nie.

Was man jedoch bedenken sollte: Ca. 2 bis 5 Prozent aller Frauen weltweit (die Dunkelziffer liegt vermutlich höher) können oder dürfen aus unterschiedlichsten Gründen keine Brusternährung betreiben, nur kurz oder nicht ausschließlich.

Zudem:
Jede Frau kann, darf und muss selbst entscheiden, ob und wie lange sie ihr Kind ganz oder teilweise per Brust ernährt.
Bzw. hat so manche Frau nicht die Wahl, da es nicht immer möglich/erlaubt/sinnvoll ist, sein Kind ganz oder teilweise per Brust zu ernähren.
Die Gründe hierfür sind zahlreich:

- Frauen, die HIV-positiv sind, sollten keine Brusternährung betreiben, obwohl die Überstragungsrate bei Brusternährung allgemein als gering gilt
- eine mütterliche Tuberkulose oder Hepatitis C könnte problematisch werden
- die Einnahme bestimmter Medikamente schließt die Brusternährung aus (nicht für alles gibt es brusternährungsverträgliche Medizin)
- nicht jede Frau, welche eine Brust-OP hinter sich hat, kann oder darf ganz oder teilweise ihr Kind per Brust füttern
- leidet das Baby an einer Unverträglichkeit wie der Laktose-(Milchzucker-)Allergie, muss auf eine andere Ernährungsform umgestellt werden
- einige Frauen haben zu wenig Milchdrüsengewebe
- es gibt Frauen, welche so gravierende psychische Probleme haben, dass sie ihr Kind nicht ganz oder "nur" teilweise per Brust füttern können oder dürfen
- viele Frühchen leiden an Saugschwäche, die oft nur sehr schwer zu beheben ist
- Drogen- und Alkoholsüchtigen wird mit Rücksicht auf Gesundheit/Entwicklung des Babys i. d. R. dazu geraten, auf die Brusternährung des Kindes zu verzichten
- Raucherinnen "dürfen" zwar Brusternährung betreiben, doch ist strittig, inwiefern sich der Tabakkonsum negativ aufs Kind auswirkt
- gerade Mehrfachmütter haben oftmals gravierende Probleme, Brusternährung des Säuglings, Haushalt, Berufstätigkeit und die Betreuung älterer Geschwister unter einen Hut zu bringen, so dass viele Mütter auf die Brusternährung ganz oder teilweise verzichten, um sich selbst, ALLEN Kindern, dem Haushalt, der Berufstätigkeit und dem Ehemann in angemessenem Rahmen gerecht zu werden
- nicht selten, führt es zu einem Milchrückgang, wenn die Mutter großem Stress ausgesetzt ist
- es gibt tatsächlich Kinder, welche die Brüste ihrer Mutter strikt ablehnen bzw. denen Frauenmilch nicht schmeckt oder nicht bekommt
Hohl-, Schlupf- und Flachwarzen bereiten ebenfalls vielen Frauen und Babys Probleme, denn nicht immer sind die käuflich zu erwerbenden Brusternährungshilfen wirklich hilfreich bzw. nützlich.
Chemotherapie
Mastektomie (Brustamputation)

Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Brustmütter, welche Mütter, deren Kinder teilweise oder komplett das Fläschchen mit Säuglingsmilch aus dem Handel erhalten, immer wieder mit Fragen "bombardieren", warum das Kind nicht oder nicht "wenigstens" teilweise per Brust und/oder Abgepumptem ernährt wird.

Für viele Kinder ist Brusternährung das Beste, aber eben nicht für alle. Es gibt schließlich auch Babys, welche Frauenmilch nicht vertragen. Dies kommt zwar selten vor, ist jedoch nicht von der Hand zu weisen.

Und man ist ganz sicher nicht weniger liebevoll zu seinem Kind, und ein Baby erhält mit absoluter Sicherheit nicht weniger Liebe/Zuneigung/Schmuseeinheiten, wenn es zärtlich mit dem Fläschchen gefüttert wird.

Und natürlich entwickeln sich in der Regel auch Kinder, welche mit Säuglingsmilch aus dem Handel ernährt wurden, bestens. Denn die gesunde Entwicklung eines Kindes hängt von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab.
Außerdem ist die Säuglingsmilch heutzutage besonders gut entwickelt, und es gibt Produkte, welche sehr nah an die Frauenmilch heranreichen.

Keine Frau muss sich schlecht fühlen, wenn sie keine Brusternährung betreiben kann, darf oder möchte, da es - und dies ist eine unumstößliche Tatsache - adäquaten Ersatz gibt.

Mein Tipp an Dich: Übe die gleiche Toleranz, welche Du von Menschen erwartest, welche Dir Fragen stellen, die Dir nicht gefallen.