Wer ist nach 5 Monaten wieder 35 und mehr Std arbeiten gegangen?

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von ag1801 26.05.11 - 18:52 Uhr

Hallo zusammen,

Ich hatte heute ein Gespräch mit meinem Chef. Ich muss mindestens 35 Std wiederkommen, damit ich meinen Job behalten kann. Ich arbeite als Assistentin für einen Geschäftsführer.
Ich könnte das mit Krippe und SchwiMu hinbekommen.
Wie habt ihr das geregelt? Fällt es euch schwer? Wie gehen eure Kleinen damit um?
Ich habe schon große Angst, aber wir sind auf das Ged angewiesen und ich möchte gerne meinen Job behalten.

Viele Grüße

Beitrag von dominiksmami 26.05.11 - 19:11 Uhr

Huhu,

bei meinem Sohn bin ich sofort nach dem Mutterschutz fast Vollzeit arbeiten gegangen.

Ich hatte das große GLück das ich noch bei meinen Eltern wohnte und diese die Betreuung übernommen haben.

Ja es fiel mir wahnsinnig schwer.
Mein Sohn hatte z.B. jahrelang eine intensivere Bindung zu meiner Mutter als zu mir. Das tat schon weh.


lg

Andrea

Beitrag von cat0890 26.05.11 - 19:12 Uhr

Hallo,

ich bin zwar schon nach 2 Monaten wieder los gegangen 40-45 std Woche, da ich mitten in der Ausbildung bin, aber ich kann sagen es fiel mir sehr schwer meinen kleinen beim Papa zu lassen.
Mittlerweile gehts es aber, da ich mich morgens wenn er wach ist verabschiede und Papa mit ihm auf dem Arm, mit zur Tür kommt. Mein kleiner freut sich immer wenn ich wieder von der arbeit nach Hause komme und ich hab bis jetzt noch nichts verpasst, er hat sich alles aufgespart was er konnte bis Mama auch zuhause war#verliebt. Wahrscheinlich eher zufall aber trotzdem toll.

Lg Cat0890 + Kilian 4 Monate und 9 Tage

Beitrag von blinki.bill 26.05.11 - 19:58 Uhr


Hallo

ich habe jetzt am Montag ein Vortsellungsgespräch, wenn alles gut läuft, arbeit ich dann 10 Tage im Monat, bin allerdings auch nachts weg.

mein Kleiner wird jetzt 10 Monate, ist dann beim Papa daheim.
Der Gedanke ist schon komisch, wird bestimmt auch schwer, aber ohne arbeit kommt kein Geld.

Lg

Dani

Beitrag von cla79 26.05.11 - 20:00 Uhr

Hallo!

Als ich bei meinem ersten Kind in Mutterschutz ging, hatte ich noch kurz vorher ein Gepräch mit meinem Chef. Ich muss dazu sagen, dass ich ein wirklich sehr gutes Verhältnis zu ihm hatte/habe und wir immer eine sehr gute Gesprächsebene gefunden haben.

Er meinte zu mir, dass er gerne nur eine Vertretung einstellen würde bzw. selber die Aufgaben übernehmen würde, wenn ich mich dazu entscheiden könnte, nach dem Mutterschutz wieder voll einzusteigen.
Mein Beruf hat mir immer wahnsinnig Spass gemacht, allerdings ist es kein familienfreundlicher Beruf, denn ich bin viel unterwegs, komme teilweise 3 bis 5 Nächte nicht nach Hause und es ist keine geregelte Arbeitszeit, mal Dienstschluss um 17 Uhr, mal aber auch 21 Uhr - also Flexibilität ist wichtig. Und obendrein kann man diesen Job nicht in Teilzeit ausüben.

Ich hab tatsächlich darüber nachgedacht, konnte mich aber schlussendlich nicht dafür entscheiden. Erstens) war mir mein Kind zu wichtig Zweitens) hätte es an der Betreuung gefehlt bzw. hätte mich gar nicht zu fragen getraut, ob meine Schwimu zbsp den ganzen Tag mein Kind nimmt und Drittens) habe ich gewusst, dass es mir das Herz zerreissen würden, wenn ich nach dem Mutterschutz das kleine Bündel seiner Mama entreisse

Am Stichtag, sprich dem Tag wo ich wieder arbeiten gehen hätte sollen, war ich dermaßen froh, dass ich mich dagegen entschieden habe. Mir ist regelrecht ein Stein von Herzen gefallen.

Als mein Kleiner dann 6 Monate alt war bin ich dann für 10 bis 15 Wochenstunden wieder eingestiegen (in einem anderen Betrieb) und das war für mich richtig. Meinen alten Job hab ich sozusagen hergeben müssen, bin aber auch kein bisschen traurig, weil ich ja mittlerweile 2 Kinder habe und es ohnedies nicht mehr machbar wäre.

Also, schwer wirds für Dich, auch wenn ihr darauf angewiesen seid.
Hättest Du keine Alternative die weniger Arbeitsstunden forden würde?

Lg cla79

Beitrag von shivalu 26.05.11 - 20:02 Uhr

bei mir gehts jetzt Montag wieder los (studiere noch, bin den ganzen Tag dann in der Klinik) und meine Kleine ist 3 1/2 Monate. Es fällt mir mehr als schwer, allerdings freut sich mein Mann auch schon sehr darauf, dass er dann tagsüber für die Kleine da sein kann.
Ab September hat sie dann nachmittags höchstwahrscheinlich einen KiTa-Platz, damit mein Mann auch wieder arbeiten kann.

Wir haben das Glück, dass die Arbeitszeiten von meinem Mann sehr flexibel sind, er kann also auch spät abends arbeiten. Leicht wirds nicht, aber bis zum KiTa-Platz wirds hinhauen.

Man möchte ja auch berufstätig bleiben. Meine Mutter hat es sehr bereut, dass sie beruflich nicht am Ball geblieben ist, weil sie dadurch nicht wieder in dem Beruf einsteigen konnte.

Beitrag von savaha 26.05.11 - 20:21 Uhr

Interessant, wie verschieden die Meinungen sind:
Meine SchwiMu bereuht heute, dass sie früher sehr schnell wieder arbeiten gegangen ist. Sie sagt heute, dass die Kinder so schnell groß werden und man diese Zeit, besonders wenn sie noch so klein sind, nie wieder nachholen kann. Sie würde es nicht nochmal machen, lieber sich finanziell einschränken.

Beitrag von dominiksmami 27.05.11 - 11:15 Uhr

ich habe das Gefühl das auch bei diesem Thema meisten ganz einfach das Gras auf der anderen Seite des Zaunes grüner zu sein scheint als das auf der eigenen Seite.

Meine Mutter ist ab meinem Grundschulalter wieder arbeiten gegangen und selbst sie sagt das sie es nicht nochmal in diesem Maße tun würde.

Ich selber finde es bis heute schrecklich das ich bei meinem Sohn damals gar nicht zu Hause bleiben konnte, ich habe so unendlich viel von ihm verpasst.

Frage ich nun Leute die zu Hause geblieben sind, sagen da sehr viele das sie es bereuen nicht arbeiten gegangen zu sein.

Ich denke da muß jeder den ihm möglichen Weg finden.

lg

Andrea

Beitrag von ulmerspatz37 26.05.11 - 20:28 Uhr

Hi,

als meine Tochter 4 Monate alt war -also seit Februar 2011-, musste ich auch wieder Vollzeit arbeiten gehen. Meine Arbeitszeit ist 38,5 Std. - inder Regel arbeite ich aber mehr. Ich hätte meinen job auch nicht mehr bekommen, hätte ich ein Jahr und mehr Elternzeit genommen.

Es war und ist bis heute absolut furchtbar für mich, den ganzen Tag von ihr getrennt zu sein. Ich muss um 6 Uhr in der Früh aus dem Haus und komme abends zwischen 17 und 18 Uhr, manchmal später wieder. Meine Kleine ist bei meinem Mann, der sich prima um sie kümmert. Er macht all die Sachen mit ihr, die ich immer mit meinem baby machen wollte (Babyschwimmen etc.) Er hat seinen Job verloren. Und da er für 3 Kinder aus erster Ehe unterhaltspflichtig ist, kann ich nicht daheim bleiben.

Ich habe die ersten Wochen auf dem Weg zru Arbeit oft geweint. Und das tue ich an miesen Tagen immer noch. Jetzt hatte ich eine Woche Urlaub - was für ein Luxus - so viel Zeit mit meinem Baby! Am Montag wieder Arbeit - ich darf gar nicht dran denken.

Ich sehe meine Maus abends für max. 2 Stunden, dann geht sie schlafen. Da ich sie abends und nachts stille und sie sich dann meine Nähe (nach)holt, ist das ganz schön anstrengend. Sie kommt bis zu 4 mal nachts.

Aber ich hab mich fürs Weiter-Stillen entschieden, so will ich nicht jammern. Mir tut es so leid um die Zeit, die ich nicht mit meiner Tochter verbringe. So erlebe ich aber die Zeit, die ich mit ihr habe sehr intensiv und geniesse es sehr. Vielleicht ist es intensiver, als wenn ich den ganzen Tag daheim wäre. Ich weiß es nicht...

Aber die Situation ist so wie sie ist. Wir müssen als Familie das Beste daraus machen. Wer weiß, wofür das gut ist.

Ich wünsche Dir alles Gute, wenn Du zu arbeiten anfängst. Wenn Du Dein Baby in guten Händen weißt, ist es auf jeden Fall leichter...

LG

Beitrag von thalia.81 26.05.11 - 20:44 Uhr

Die Mutter meines Freundes ist schon früh wieder voll studieren gegangen. Er war dann von frühs bis nachmittags bei seiner Oma, zu der immer eine sehr enge Bindung hatte. Vermutlich enger als zu seiner Mutter.

Er ist strinkt dagegen, dass wir es ähnlich handhaben.