Verzweifelt- Rat von Erfahrenen im Umgang mit schwierigen Kindern

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von rhodochiton 26.05.11 - 20:18 Uhr

Ein Nachbarsjunge macht uns das Leben schwer.

Früher war er jeden Tag in unserem Garten, das ging 1 Minute gut, dan gab es ein riesen Theater. Er bricht jede Grenze andauernd. Was ich schon alles versucht habe um ihn zu integrieren (Waldspaziergänge, Blumentopf zerschlagen, gut zureden). Alles verlorene Zeit die ich nicht positiv mit meinen Kindern nutzen konnte.

Dan hat er meine Kinder auf dem Nachhauseweg gehänselt, gestossen, Streit angezetelt. Bis ich ihm einmal sagte, er solle uns doch jetzt endlich in Ruhe lassen (er wollte mit uns laufen, morgens hat er sich noch hinter den Büschen versteckt und uns geärgert.) Da ging er weinend nach Hause und seine Mutter kam anschliessend wutenbrand zu mir, warum er nicht mit uns mit laufen dürfe und sowiso meine Tochter sei schuld an allem.

Ich habe sie gebeten uns einfach in Ruhe zu lassen (hätte ihr besser noch eine Rechnung für tägliche Betreuung schwer erziehbarer Kinder mitgegeben )

Gut dann hiess es in der Nachbarschaft ich hätte wegen einer angeblichen kleinen Lapalie den Kontakt einfach unterbrochen . Die Mutter findet das sei normales kindliches Verhalten. Mich hat das sehr geärgert, da ich mich wirklich sehr und täglich bemüht habe.

Gut, dann hatten wir einige Zeit Ruhe und es war wirklich richtig schön. Endlich konnten meine Kinder in Ruhe mit anderen Spielen.

Heute hat mein Nachbar extra einen zweiten Drachen für uns mitgenommen, damit wir mitspielen können. Es hatten alle Spass und es kamen noch mehr Nachbarskinder. Bis natürlich dieser Junge dazu kam.
Ich sah nur noch, wie er meiner Tochter nachlief und sie schlagen wollte und dan rief ich im Affekt er solle aufhören und pfiff meine Kinder zu mir.
Natürlich hatte er dan den Drachen und eigentlich erreicht, was er wollte.
Ich muss dazu auch noch sagen, seine Mutter beschäftigt sich nicht mit ihm, ist aber eigentlich sehr streng und laut.

Gut nun zur eigentlichen Frage, wie kann ich diesen Junge bei uns nicht mehr zum Thema werden lassen?

Einfach aus dem Weg gehen wenn möglich? Falls ich Ihn treffe er hört auf Niemanden! Ein Zusammentreffen ist immer negativ.
Seine Mutter möchte ich noch weniger treffen, sie kommt mir immer vor wie ein schwarzes Loch, so ganz ohne Aura und Ausstrahlung. Lachen habe ich sie auch noch nie gesehen. Ausserdem hat sie mir schon gesagt ihr Junge habe heute eine Laune das sei zum kot....(sagt man ja auch nicht vor dem eigenen Kind) #danke



Beitrag von simone_2403 26.05.11 - 20:46 Uhr

Hallo

>>Er bricht jede Grenze andauernd<<

Das mag daran liegen,das er nie wirklich Grenzen erfahren hat.

>>Was ich schon alles versucht habe um ihn zu integrieren (Waldspaziergänge, Blumentopf zerschlagen, gut zureden). Alles verlorene Zeit die ich nicht positiv mit meinen Kindern nutzen konnte. <<

Tschuldigung aber der Satz hat für mich einen faden Beigeschmack,ganz nach dem Motto er hört ja eh nie,wozu also meine Zeit für diesen Plag aufwenden. Blumentöpfe ZERschlagen? #zitter was sollte das bezwecken?

>>Ich sah nur noch, wie er meiner Tochter nachlief und sie schlagen wollte und dan rief ich im Affekt er solle aufhören und pfiff meine Kinder zu mir. <<

Warum? Wieso bringst du deinen Kindern nicht bei sich selbst zu "wehren"? Kannst du deinen Kindern nicht vermitteln das sie unerwünschtes Verhalten anderer mit einem krägtigen NEIN entgegen treten?

>>Natürlich hatte er dan den Drachen und eigentlich erreicht, was er wollte. <<

Warum sollte er auch in irgendeiner Art erkennen das es falsch ist was er da tut? Warum pfeifst du deine Kinder du dir,anstatt zu ihm zu gehen ihm den Drachen wegzunehmen und zu sagen das es nicht in Ordnung ist,wie er sich verhält?

Was jetzt die "Aura" der Mutter betrifft ...nunja...ich erlaube mir da kein Urteil.Für mich steht fest,das dieser Junge nach Aufmerksamkeit sucht,egal wie.Mir tut der Kleine unheimlich leid,erstens weil er es nicht anders weiß und zweitens sich auch durch dein Verhalten "unerwünscht" fühlt.Ein Teufelskreis für den Kerl denn dieses Gefühl vom unerwünscht sein,weckt in ihm wieder den Drang nach Aufmerksamkeit,egal wie.

Hast du ihm,wenn er bei euch war und sich daneben benommen hat auch mal klar gesagt das es bei euch so nicht geht,er dann nach Hause muss und erst wieder kommen darf wenn er das verstanden hat?Oder hast du ihn dann ohne Erklärung nach Hause geschickt?

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 08:38 Uhr

Huhu Mönchen,

bist du etwa unter die Gutmenschen gegangen? #zitter

Mag sein, dass die TE sich hier ungeschickt ausgedrückt hat und vermutlich gibt es pädagogisch sinnvollere Wege, einem Kind zu erklären, dass es was und was es falsch gemacht hat.

ABER:
es ist NICHT die Aufgabe der TE, einem fremden Kind den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Verhalten (nennt man auch Erziehung) beizubringen. Es ist ihr Recht, zu sagen, wenn ihr am Verhalten eines Gastkindes etwas nicht passt, sie muss aber nicht erklären, warum und sie muss dabei auch nicht immer freundlich bleiben.

Ich hatte auch ein absolut verzogenes Nachbarskind, das natürlich nichts dafür konnte, dass es von seinen Eltern nicht erzogen wurde (laissez-faire) und auch ansonsten wenig Aufmerksamkeit bekommen hat.

Trotzdem war dieses Kind nach 3 Jahren, in denen ich versucht habe, diesem Kind Aufmerksamkeit zu geben und auch gesagt habe, dass es dies und das nicht machen soll (nicht immer mit Erklärungen, weil es manchmal einfach reichen muss, dass ich als Gastgebermutter "Nein" sage), für mich ein rotes Tuch.

Und ich gebe ganz ehrlich zu:
wie die TE habe ich mich über meine verschwendeten Bemühungen um dieses Kind geärgert.

Meine Freizeit ist mir zu schade dafür, mich mit verzogenen Blagen anderer Leute auseinander zu setzen geschweige denn sie auch noch pädagogisch ewrtvoll zu erziehen.

Ich habe folgende Lehren aus meinen Erfahrungen gezogen:
1) Spielverabredungen finden abwechselnd statt und nicht immer nur bei mir (außer es gibt gute Gründe, worüber offen gesprochen wurde)
2) ich investiere nicht mehr unnütz Zeit in ein unerzogenes Kind. Sobald ich merke, dass das Kind von Haus aus nicht erzogen wird (das merke ich u.a. daran, ob die Eltern unerzogenes Verhalten normal finden oder sich dafür schämen), ziehe ich die Reißleine und lasse das Kind nicht mehr bei mir spielen.

Ich glaube, wenn deine Kinder das Opfer von einem verzogenen Nachbarskind werden würden, würde sich dein Mitleid auch sehr in Grenzen halten.

LG,
J.

Beitrag von rhodochiton 27.05.11 - 09:05 Uhr

Genau so wie Du habe ich es jetzt auch gemacht und genau die gleichen Erfahrungen durfte ich auch machen.

Meine Kinder haben dann sogar gewisse Ungezogenheiten wie schreien von ihm angenommen und ich musste die Handbremse ziehen.

Uebrigens hatte ich anfangs schon noch den Nerv, pädagogisch sinnvoll mit dem Kind umzugehen. ABER, er geht sofort andauernd an die Grenzen und da seine Mutter viel schreit, hört er auch erst auf diesem Level. Was jetzt nicht heisst, das ich versuchte ihn anzubrüllen damit er hört.

Wie Du schreibst, findet seine Mutter sein Verhalten normal und immer die anderen haben angefangen. Ausserdem steht sie sofort vor der Türe, wenn ich ihn nach Ermahnung wegschicke. Somit hat er von der Mutter eine Freikarte für Fehlverhalten. Statt sich mit ihm aktiv zu beschäftigen investiert sie Zeit anderen Müttern zu erklären sie sollen ihn integrieren und wir sollen unsere Kinder besser erziehen. Ich glaube ernsthaft, sie hat noch nie in Erwägung gezogen, sich einmal ihr eigenes Kind vorzuknöpfen.

Wenn meine Kinder einmal andere ärgern würde und mir das eine Mutter sagt, würden wir uns als erstes entschuldigen und dann versuchen mein Kind in die Richtige Richtung zu leiten.

Meine Frage ist hauptsächlich, wie kann ich so einem Kind aus dem Weg gehen, er ist nämlich überall, da die Mutter ihn im ganzen Dorf unbeaufsichtig rumlaufen lässt (er ist 7 jährig)

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 10:04 Uhr

"Bitte gebt mir mal einen Rat, wie ich damit umgehen soll, mein Mann will von all dem nichts wissen, er weiß wie sie ist und sagt ich soll es so akzeptieren und mich nicht aufregen. "

Ja, war bei auch so. Wobei dazu kommt, dass Nachbarskind regelmäßig bei mir war seit es 4 Jahre alt ist und mein Sohn 1 Jahr alt war.
Mit 2 Jahren hat sich mein Sohn besser benommen als Nachbarskind mit seinen 5 Jahren. Mit 3 Jahren hat mein Sohn dann angefangen, dem Nachbarskind Sachen nachzumachen und ich musste meinen Sohn für Sachen schimpfen, von denen er in dem Moment nicht wissen konnte, dass sie falsch sind (hatte ihm ja ein älteres Kind so vorgemacht) #augen

"Ausserdem steht sie sofort vor der Türe, wenn ich ihn nach Ermahnung wegschicke."

DAS hat sich meine Nachbarin allerdings nie getraut. Meine Nachbarin wollte nämlich gar nicht von anderen Nachbarn hören, dass das Verhalten ihres Kindes bzw. ihr Nicht-Kümmern um ihr Kind nicht in Ordnung ist.
In deinem Falle würde ich der Nachbarin ganz klar sagen, dass sie ihr Kind erziehen soll und es dann gerne bei euch spielen kann.
Und dass du fremde Kinder wegschickst, wenn dir es passt.
Und dass deine Kinder nicht mit ihrem Kind spielen wollen.

"Meine Frage ist hauptsächlich, wie kann ich so einem Kind aus dem Weg gehen, er ist nämlich überall, da die Mutter ihn im ganzen Dorf unbeaufsichtig rumlaufen lässt (er ist 7 jährig) "

Da kann ich dir leider nicht wirklich helfen. Auf deinem Grundstück kannst du das andere Kind jederzeit wegschicken, von öffentlichen Plätzen natürlich nicht. Entweder bleiben deine Kinder auf eurem Grundstück oder ihr fahrt zusammen irgendwo hin, wo das andere Kind nicht hinterher kommt.
Grundsätzlich solltest du deinen Kindern beibringen, sich gegen dieses Kind zu wehren.
Wie alt sind denn deine Kinder?

LG,
J.

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 10:26 Uhr

#klatsch

Das erste Zitat ist falsch kopiert, es sollte heißen

"Meine Kinder haben dann sogar gewisse Ungezogenheiten wie schreien von ihm angenommen und ich musste die Handbremse ziehen. "

Ja, war bei auch so. Wobei dazu kommt, dass Nachbarskind regelmäßig bei mir war seit es 4 Jahre alt ist und mein Sohn 1 Jahr alt war.

Beitrag von rhodochiton 27.05.11 - 10:38 Uhr

Meine Tochter ist bald 6 Jahre alt und ihm körperlich völlig unterlegen. Er ist für sein alter sehr gross und kräftig gebauen, ausser dem fast 1,5 Jahre älter.

Ich kann sie leider ja nicht immer, wen sie ausserhalb des Gartens mit Nachbarskinder spielt wegnehmen, wen er auftaucht. Auch kann sie so keine Beziehungen aufbauen, weil er halt immer dabei ist und alle stört. Uebrigens hat es noch andere Nachbarn, die nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen, vorallem die Kinder wollen ihn eigentlich nicht mehr, aber eben, dann kommt die Mutter...

Ich habe ihr schon gesagt, sie solle ihn einfach nicht beachten, ich denke falls sie das kann, wäre das am besten. Ich glaube aber genau das wird ihn erst recht reizen, sich ungezogen zu verhalten um Aufmerksamkeit zu erlangen, auch wenns negative ist.

Es ist schon so, dass ich wenn ich genug habe an einen anderen Ort "flüchte" (Wald, Badi usw.).

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 10:50 Uhr

"Ich kann sie leider ja nicht immer, wen sie ausserhalb des Gartens mit Nachbarskinder spielt wegnehmen, wen er auftaucht. Auch kann sie so keine Beziehungen aufbauen, weil er halt immer dabei ist und alle stört. "

Die Problematik kenne ich ;-)
Ich würde meinem Kind dann sagen, wenn er kommt und stört, kommt zu uns aufs Grundstück. Wenn er dann hinterher kommt, würde ich dem Kind freundlich erklären, "XY hat jetzt Besuch und möchte nicht mit dir spielen".

Mit der unverschämten Mutter solltest du als erwachsene Frau fertig werden. Du kannst ihr ja auch den Tipp geben, dass es ihr jederzeit frei steht, Spielverabredungen für ihren Sohn zu treffen, und zwar mit Kindern, die gerne mit ihrem Sohn spielen, da deine Kinder das leider nicht gerne tun.

"Meine Tochter ist bald 6 Jahre alt und ihm körperlich völlig unterlegen. Er ist für sein alter sehr gross und kräftig gebauen, ausser dem fast 1,5 Jahre älter. "

Ich meinte auch nicht, dass deine Tochter das Nachbarskind körperlich attackieren soll, sondern sich mit Worten wehren soll. Bzw. den Ort, wo der Storenfried ist, verlassen soll.

Wenn Kinder sich auf öffentlichen Plätzen (Spielplatz, Bolzplatz, Schulhof, die Parkbank im Ort, etc.) aufhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass andere Kinder dazu kommen, die nur auf Ärger aus sind, durchaus auch deutlich ältere Kinder (Jugendliche). Es gehört zum Leben dazu, dass Kinder lernen, eine für sie praktizierbare Strategie zu entwickeln.

Und noch eine Randbemerkung, die nicht böse gemeint ist:
kann es sein, dass sowohl du als auch deine Tochter Angst haben, Konflikte auszutragen?
Ich meine, wenn ich lese, dass du quasi Angst vor der wutschnaubenden Nachbarin hast, die dich anmotzt, weil du ihr Kind nach Hause schickst (und es ist dabei noch völlig egal, WARUM du ihr Kind nach Hause schickst)?
Ich hätte der Nachbarin schon längst klar gemacht, dass es sie nichts angeht, wann ich einem Kind erlaube, bei mir zu sein, und wann nicht und wenn ihr das nicht passt, soll sie ihrem Kind eintrichtern, nicht mehr zu mir zu kommen.

Beitrag von rhodochiton 27.05.11 - 11:07 Uhr

Das ist eine gute Idee, mit dem auf mein Gründstück holen!

Stimmt schon, dass ich keine Lust und vorallem Energie habe, diesen Konflikt mit besagter Nachbarin auszutragen! Sie ist hysterisch und ein konstruktives Gespräch ist völlig auszuschliessen. Sie ist mir ja mal nachgelaufen (auf dem Spielplatz) und hat mich lautstark zur Rede gestellt, weil ich ihr Sohn nach x mal Ermahnen auf dem KIGA weg voraus schickte, damit ich einfach mal in Ruhe laufen kann. Das war wirklich der Horror. Ich konnte dan etwa 3 Nächte kaum schlafen.

Beitrag von simone_2403 27.05.11 - 09:25 Uhr

Moin Schatz #liebdrueck

Gutmensch? ICH? #rofl

Ne,mir kam der Beitrag von TE nur etwas "einseitig" vor weißte.Sie schreibt einfach zu wenig über den Jungen und irgendwie hatte ich das Gefühl das sie lieber den Weg des geringsten Wiederstandes geht #schein Sollte dem nicht so sein...#sorry (boah dat erste ma das ich den benutze #rofl )

Ich hab deshalb so reagiert weil wir das gleiche eben durch haben,nur mit dem Unterschied das meine Kinder diesem Buben Paroli geboten haben.Als der Knirps dann heulend mit wutverschmierter Rotznase vor mir stand und brüllte "KEINER HAT MICH LIEB,ALLE WOLLEN MICH NICHT" hab ich echt das denken angefangen.Er hat sich so unmöglich aufgeführt weil er sich so fühlte,zu Hause hat das ja auch blendend funktioniert #augen denn um das Kind los zu werden wird ihm fix Geld zugesteckt mit dem Satz,komm heute Abend wieder #schock (er ist 8)

Natürlich ist es nicht meine Aufgabe andere Kinder zu Erziehen/bemuttern/auf den rechten Weg zu bringen und ich hab mich auch nach den ersten Unverschämtheiten distanziert allerdings kam mir dann wirklich der Gedanke....das Kind kann nichts dafür das es so ist wie es ist wenn die Eltern versagen.

Ich denke das bei ihm der Knoten geplatzt ist als er heulend vor mir stand,die Bereitschaft etwas zu ändern ging da von ihm aus und auch wenn ich und auch meine Kinder dem Frieden noch nicht so ganz trauen,seh ich das ganze doch etwas optimistisch.Ich denke er hat begriffen das er mit seinem Verhalten so nicht weiter kommt und solange er seine "Chance" bei uns nutzt,soll er die auch haben.Seit 5 Wochen,keine Beanstandungen bis auf kleine Kibbeleien #schein

#tasse Käffchen? #liebdrueck

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 10:23 Uhr

"Gutmensch? ICH? "

Ich hab mich ja auch gewundert, Süße #liebdrueck

"und irgendwie hatte ich das Gefühl das sie lieber den Weg des geringsten Wiederstandes geht "

Öhm, selbst wenn, dann wäre das ihr gutes Recht #kratz
Ist ja nicht ihr Kind, und ganz egal, warum sie mit diesem Kind nichts zu tun haben möchte - sie muss nicht, wenn sie nicht will.

Ich kann dir versichern, dass ich nie wieder meine Zeit mit einem fremden unerzogenen Kind verplempern werde und ja, diesbezüglich werde ich zukünftig den Weg des geringsten Widerstands gehen.

"Ich hab deshalb so reagiert weil wir das gleiche eben durch haben,nur mit dem Unterschied das meine Kinder diesem Buben Paroli geboten haben."

Ist aber nicht jedem Kind gegeben, sei es wegen Charakter oder anerzogenem zurückhaltenen Verhalten.

"Als der Knirps dann heulend mit wutverschmierter Rotznase vor mir stand und brüllte "KEINER HAT MICH LIEB,ALLE WOLLEN MICH NICHT" hab ich echt das denken angefangen"

Sicherlich hätte ich in so einer Situation auch Mitleid mit dem Kind, bin ja kein Unmensch. Ich hätte dem Kind dann nochmals (ist ja nicht so, dass die TE in ihrem Fall oder ich in meinem Fall nicht schon viel erklärt hatten) erklärt, warum ich (oder eben mein Kind) dieses Kind nicht bei uns haben wollen und dass ER sein Verhalten ändern muss, damit man ihn "lieb hat und will".

"denn um das Kind los zu werden wird ihm fix Geld zugesteckt mit dem Satz,komm heute Abend wieder "

Bei meinem Nachbarskind war das ähnlich, nur war Nachbarskind 4 Jahre, als das losging (allerdings ist unser Kaff mit 60 Einwohnern auch überschaubar).

"Natürlich ist es nicht meine Aufgabe andere Kinder zu Erziehen/bemuttern/auf den rechten Weg zu bringen und ich hab mich auch nach den ersten Unverschämtheiten distanziert allerdings kam mir dann wirklich der Gedanke....das Kind kann nichts dafür das es so ist wie es ist wenn die Eltern versagen. "

Natürlich können solche Kinder nichts dafür, aber ich noch viel weniger.
Ich mache nicht die Arbeit von anderen Eltern, während die anderen Eltern sich ein bequemes Leben machen.

"Ich denke das bei ihm der Knoten geplatzt ist als er heulend vor mir stand,die Bereitschaft etwas zu ändern ging da von ihm aus "

Ich glaube, die TE wäre in einer ähnlichen Situation bereit, ihrem Nachbarskind noch eine Chance zu geben.

" Käffchen? "

Es ist doch schon NACH 10 Uhr - #fest Sektchen?#schein#rofl

#liebdrueck

Beitrag von rhodochiton 27.05.11 - 10:44 Uhr

Ich habe ihm schon so manche Chancen geben, ehrlich!

Aber in dieser Zeit hätte ich mich lieber um meinen Sohn, der ganz ruhig im Sandkasten spielt, beschäftigt!

Liebevolle Erziehungsversuche habe ich 1 Jahr lang angewendet, erfolglos.

Jetzt bin ich einfach nur noch genervt, die Zeit ist mir zu schade, auch bin ich mit ihm überfordert. Zudem bin ich sehr entäuscht, dass seine Mutter, die sich 1 Jahr lang jeden Nachmittag "frei" nehmen konnte, weil ich mich mit ihm in unserem Garten versuchte, noch so vorbei kam! Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm#augen.

Manchmal frage ich mich, ob er so ist weil die Mutter so negativ ist oder ob die Mutter so negativ ist, weil ihr Sohn so schwer erziehbar ist?

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 11:01 Uhr

"Aber in dieser Zeit hätte ich mich lieber um meinen Sohn, der ganz ruhig im Sandkasten spielt, beschäftigt! "

Was du da schreibst, kenne ich total!

Unerzogenes Nachbarskind war ja 3 Jahre älter als mein Sohn und während mein Sohn sich vollkommen friedlich und alleine in unserem Garten beschäftigt hat, ist Nachbarskind von einem Spielzeug zum anderen gelaufen bzw. zu Sachen in unserem Garten, die kein Spielzeug sind, und ich durfte diesem Kind hinterher gehen, damit er keinen Unsinn macht, obwohl ich mich gemütlich neben meinen Sohn hinsetzen hätte können #augen
Irgendwann hat mein Sohn es dem Nachbarskind natürlich nachgemacht #aerger

Zum Kotzen war das damals. Was bin ich froh, dass die Familie weggezogen ist.

"Liebevolle Erziehungsversuche habe ich 1 Jahr lang angewendet, erfolglos. "

Ich habe es immerhin 2 Jahre immer mal versucht. Genauso erfolglos.

"Jetzt bin ich einfach nur noch genervt"

Jepp. Für mich war mein Nachbarskind nur noch ein rotes Tuch, auch wenn es nichts angestellt hatte und relativ normal war. Aber ich musste ja jederzeit befürchten, dass er gleich was anstellt.

"Zudem bin ich sehr entäuscht, dass seine Mutter, die sich 1 Jahr lang jeden Nachmittag "frei" nehmen konnte, weil ich mich mit ihm in unserem Garten versuchte, noch so vorbei kam! "

Ja, die Undankbarkeit von Müttern solcher Kinder ist unbeschreiblich. Meine Nachbarin war insgesamt zwar recht nett, aber Dankbarkeit? Nö. Und als ich mal mit ihrem Sohn geschimpft habe, hat sie 3 Monate lang nicht mehr mit mir geredet.
Aber wie du schon sagst:
das Verhalten solcher Kinder kommt meistens von den Eltern.

"Manchmal frage ich mich, ob er so ist weil die Mutter so negativ ist oder ob die Mutter so negativ ist, weil ihr Sohn so schwer erziehbar ist? "

Da ich denke, dass kein Kind erstmal "böse" auf die Welt kommt, würde ich sagen, dass es am Verhalten der Mutter liegt, dass es so geowrden ist. Umgekehrt wird es die Mutter nicht glücklicher machen, dass ihr Kind woanders aneckt (Nachbarn, Kindergarten, Schule...). Spielt also beides rein.

Beitrag von rhodochiton 27.05.11 - 11:13 Uhr

Danke für Dein Mail!

Bin überall völlig Deiner Meinung!

Ich möchte auch, dass meine Nachbarn wegziehen#schmoll#schein

Beitrag von simone_2403 27.05.11 - 11:01 Uhr

Das ist ein Teufelskreis.

Wie will ein Kind Achtung und Liebe erfahren wenn es keinerlei Lob dafür erntet egal was es tut und wie will eine Mutter ihr Kind loben die den kleinsten Fehltritt mit brüllen kommentiert.


Was mich wundert...er ist 7 folglich auch in der Schule /oder letztes Jahr im KiGa...bemerken die Erzieher/Lehrer da keinen Missstand?


Beitrag von rhodochiton 27.05.11 - 11:25 Uhr

Er kommt im Sommer in die 1. Klasse. Doch die Kindergärtnerinnen mussten extra wegen ihm eine Ampel kaufen! Hat sie mir beim KIGA-Gespräch erzählt, als ich sie auf diese Problematik ansprach. AUSSERDEM war ich einmal anwesend, per Zufall, als im KIGA im Kreis besprochen wurde, was heute gefallen hat und was nicht. Fast JEDES Kind hat als negativ dieses Kind erwähnt! Und damals, Du kannst es mir ehrlich glauben, hat er mir wirklich sehr leid getan und ich versuchte ihm bei uns zu Hause wenigstens Positives mitzugeben, aber eben...

Beitrag von simone_2403 27.05.11 - 15:23 Uhr

Der KiGa MUSSTE eine Ampel kaufen? #schock WIe das denn?

Ist denn niemand da,der dieser Mutter mal klar machen kann,wie bescheuert,überfordert und hirnrissig ihr VErhalten gegenüber dem Kind ist?

Beitrag von rhodochiton 27.05.11 - 15:52 Uhr

Nein, weil Niemand ein hysterisches übermässig Lautes Geschöpf am Hals will#rofl

Beitrag von simone_2403 27.05.11 - 17:37 Uhr

#schock die is echt so? #zitter

Nunja...ich vertrete trotzallem die Meinung das der Junge am wenigsten dazu kann...bei so einer Mutter #zitter kann aber verstehen das du mehr als genervt bist.

Wie du ihn "los" wirst...naja...deinen Kindern klar machen das sie ihn ruhig mit einem NEIN "bebrüllen" dürfen,Ausflüge dahin planen wo er euch nicht in die QUere kommt/nachkommen kann und ansonsten Grundstücksverbot aussprechen.

Beitrag von simone_2403 27.05.11 - 10:50 Uhr

#fest *grapsch* ich bin heut so "zeitlos" #rofl

Schon klar das wenn man mit solchen Kindern "konfrontiert" ist,irgendwann entnervt aufgibt.Ich war ja auch an dem Punkt und genau an dem hat der Knirps dann doch noch die Kurve gekriegt.

Sie schreibt weiter oben,das ihre Kleine ihm körperlich "unterlegen" ist.Irgendwo fehlt mir da aber auch das Selbstbewußtsein,denn selbst Körperlich überlegene schrecken erst mal zurück wenn sie von "kleineren" mit einem unerwartetem NEIN angebrüllt werden.

Eltern und bequemes Leben...naja ich nenn das schlicht und erfgreifen totale Überforderung und Resignation.Stösst man diese dann auf ihre Fehler sind ja immer die anderen Schuld.Jugendamt? #rofl Klar...wenn die dann irgendwann mal Zeit finden #augen

#fest prooost #liebdrueck

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 11:05 Uhr

"Ich war ja auch an dem Punkt und genau an dem hat der Knirps dann doch noch die Kurve gekriegt. "

Ja nun, die Nachbarskinder von der TE und mir haben leider nicht die Kurve bekommen.

"Sie schreibt weiter oben,das ihre Kleine ihm körperlich "unterlegen" ist.Irgendwo fehlt mir da aber auch das Selbstbewußtsein,denn selbst Körperlich überlegene schrecken erst mal zurück wenn sie von "kleineren" mit einem unerwartetem NEIN angebrüllt werden. "

Da stimme ich dir zu, hab der TE auch was Ähnliches geschrieben.

"Eltern und bequemes Leben...naja ich nenn das schlicht und erfgreifen totale Überforderung und Resignation."

Also, meine Nachbarin hat es sich auf jeden Fall sehr einfach gemacht, wenn sie ihr Kind den ganzen Tag unbeaufsichtigt draußen gelassen hat.
Wenn sie überfordert oder resigniert war, hat sie sich das nie anmerken lassen - für sie war ihr Kind immer völlig normal.

Proooost #fest#glas

#liebdrueck

Beitrag von simone_2403 27.05.11 - 11:08 Uhr

Süße...du glaubst doch nicht im Ernst das eine einzige Mutter ZUGEBEN würde das sie überfordert ist und resigniert #schock#schein

Bei solchen Müttern sind immer die anderen Schuld ;-)

#liebdrueck

Beitrag von rhodochiton 27.05.11 - 11:21 Uhr

Das mit dem Nein sounds good, doch... glaubst Du im Ernst DIESER Junge lässt sich davon beeindrucken? Dan hat er ja was er will-Aufmerksamkeit. Er ist in einem falschen Verhaltensmuster und holt sich Negative Aufmerksamkeit. Das Wörtchen Nein kennt dieses Kind nicht, glaubt es mir, leider, seufzg.

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 11:36 Uhr

"Süße...du glaubst doch nicht im Ernst das eine einzige Mutter ZUGEBEN würde das sie überfordert ist und resigniert "

Ich habe im Gespräch mit Nachbarn (mit denen ich nicht soooo eng bekannt bin, man ist halt freundlich zueinander) schon immer mal zugegeben, wenn Junior in einer schwierigen Phase war und ich auf dem Zahnfleisch ging.

Klar habe ich nicht die Worte "ich bin überfordert/resigniert" benutzt, aber ich habe schon zugegeben, dass ich momentan Schwierigkeiten mit meinem Kind habe.
Es muss ja niemand zugeben, dass er überfordert oder resigniert ist, aber wenigstens ein "ich bin auch nicht damit glücklich, wenn er sich so und so verhält".
Meine Nachbarin hätte ja ihre Nachbarn, denen sie ungefragt ihr Kind aufgedrückt hat, ja sagen können "Mensch, ich brauch mal wieder Zeit für mich, ich bin echt froh, dass XY bei dir spielen darf und du dich um ihn kümmerst"

Viel bequemer war es, nicht zuzugeben, dass man überfordert ist. Und viel bequemer war es, das schwierige Kind den ganzen Tag draußen zu lassen, wo es die anderen Nachbarn genervt hat, während man selbst seine Ruhe hatte.

Beitrag von simone_2403 27.05.11 - 14:55 Uhr

Weißt du Süße....wir können zugeben das man unglücklich mit einer Situation ist,viele andere Mütter können das nicht,wie auch vieleicht haben sie es selbst nicht anders vorgelebt bekommen.Stärke besteht darin Schwäche zuzugeben...diese GAbe besitzen leider nur die wenigsten #schmoll

#fest#kuss

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