Frage wegen Elterngeld und Harz 4

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Beitrag von schatzi2005 26.05.11 - 21:24 Uhr

Guten Abend zusammen,

eine Freundin rief mich gerade an und war am weinen, der Grund dafür ist, das ihr Mann das Elterngeld beantragt hat und auch genehmigt worden ist.
So viel ich weiß, bekommt ihr Mann noch ALG 1 bis nächsten Monat, danach auch Harz 4 so wie sie.
Jetzt ist sie aber am Boden zerstört, weil es ja eigentlich so ist, das der wo das Elterngeld beantragt auch in Elternzeit geht oder? Das heißt ja dann bei ihr, das sie jetzt wieder Arbeiten gehen muss und ihr man sich um das Kind kümmert.

Bei mir ist es ja auch so, das ich in Elternzeit gegangen bin, also das Elterngeld beantragt habe und mein Mann geht weiterhin arbeiten... aber wie ist es jetzt in ihren Fall?

Ich kann ihr da so nichts zu sagen, da ich noch nie in der Situation war.

Habt ihr einen Rat?

Oder ist es noch möglich, das sie es auf sich um ändern lässt?

So wie sie mir gesagt hat, wurde ihr es von ProFamilia geraten, das ihr Mann den Elterngeld antrag stellen soll, weil er letztes Jahr noch bis Juni gearbeitet hat. Sie meinte wegen einen Freibetrag?#kratz

Was soll ich ihr denn Raten? Denn laut ihr, will ihr Mann auch arbeiten, bewirbt sich scheints auch wie blöde. Aber jetzt ist er blöderweiße in Elternzeit, wegen den Elterngeld oder?


Vielleicht könnt ihr ja weiter helfen.


Sie ist nur noch am weinen#heul


Lg und schon mal #danke in Namen meiner Freundin.

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 21:27 Uhr

wenn Beide im AlG2 Bezug sind ist es Jacke wie Hose da das Elterngeld zu 100% angerechnet wird.

Beitrag von silbermond65 26.05.11 - 21:37 Uhr

Ist es nicht.Wenn der,der das Elterngeld beantragt hat,vorm Elterngelbezug gearbeitet hat,hat er 300 Euro anrechenfrei.

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 21:41 Uhr

stimmt , ich hatte nur an Beide AlG2 gedacht!

Beitrag von seikon 26.05.11 - 21:43 Uhr

Blödsinn.

Wenn die Frau z.B. nur Anspruch auf den Sockelbetrag hätte und der Mann aber z.B.. 1000 Euro Elterngeld erhalten würde aufgrund seines Einkommens, dann hat der Mann erstmal trotzdem einen Freibetrag, wenn er vor der Geburt gearbeitet hat und außerdem verringert ein höheres Elterngeld natürlich auch die Bedürftigkeit und somit den Alg 2 Bezug.

Beitrag von schatzi2005 26.05.11 - 21:53 Uhr

Ja also ich hab noch mal bei ihr nachgefragt... so ist jetzt die Lage. Der Mann hat einen Freibetrag von 300€ also darf nicht angerechnet werden.

Jetzt noch die frage, ist er jetzt in Elternzeit oder sie?#kratz

Also muss sie sich jetzt wieder arbeit suchen? Sie ist nur am weinen, man irgendwie tut sie mir schon leid... denn sie wollte bei ihren kleinen bleiben und ihr Mann wollte wieder arbeiten.

Was soll ich ihr denn jetzt raten?

Beitrag von silbermond65 26.05.11 - 22:02 Uhr

Er hat die Elternzeit doch für sich beantragt,bekommt das Elterngeld ,also bleibt er auch zu Hause.
Wenn sie zu Hause bleiben würde,hätte sie nur den Sockelbetrag von 300 Euro und der würde ihr auch noch voll angerechnet werden ,weil sie vorher nicht gearbeitet hat.
So schwer es ihr fällt,sie sollte sich Arbeit suchen.

Beitrag von schatzi2005 26.05.11 - 22:15 Uhr

So jetzt hat sie mir noch was gesagt... ich steig jetzt nicht mehr durch#augen

Sie hätte letztes Jahr auch noch gearbeitet... fragt mich nicht wie und was aber auf jeden Fall meinte sie jetzt, das sie es ändern will und sie ja dann theoretisch auch den Freibetrag bekäme...

Sorry ich versteh nur Bahnhof. Kann Sie das denn jetzt machen oder nicht?

Beitrag von seikon 26.05.11 - 22:25 Uhr

So schwer ist das eigentlich nicht. Wenn der Mann Elterngeld beantragt, dann darf er bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. Natürlich würde Einkommen angerechnet werden. Er muss das auch bei der AfA entsprechend angeben, da er natürlich nicht voll Alg 1 UND einkommensabhängiges Elterngeld gleichzeitig beziehen kann. Entweder Alg 1 und den Sockelbetrag, oder eben Elterngeld nach Einkommen gerechnet.

Ob er tatsächlich einen Freibetrag auf das Elterngeld beim Alg 2 hat, da er ja vor der Geburt quasi Alg 1 bezogen hat weiss ich nicht genau. Normalerweise hat man, wenn man vor der Geburt Einkommen hatte, einen Freibetrag in Höhe des Einkommens. Maximal aber 300 Euro.

Wenn deine Freundin jetzt Elterngeld auf sich beantragen möchte, dann würde sie vermutlich den Sockelbetrag bekommen.
Denn das Elterngeld wird ja dann nicht in der Höhe ausgezahlt, wie ihr Partner das bekommen würde, sondern würde anhand ihres Einkommens neu berechnet. Und den Freibetrag bekommt sie halt auch nur, wenn sie vor der Geburt des Kindes erwerbstätig war.

Beitrag von susannea 26.05.11 - 23:34 Uhr

Was hat denn Elternzeit mit Elterngeld zu tun, hier geht einiges durcheinander, so ist es Blödsinn!

Beantragt hat er Elterngeld für sich, Elternzeit kann er nicht beantragt haben!

Beitrag von susannea 26.05.11 - 22:44 Uhr

Elterngeld bedeutet nicht Elternzeit!

Beitrag von schatzi2005 26.05.11 - 22:48 Uhr

Wie jetzt? Versteh ich grad nicht... kannst du das mal näher erklären#danke

Beitrag von susannea 26.05.11 - 23:33 Uhr

Wer Elterngeld beantragt muss keine Elternzeit haben, zumal bei dem hier genannten Fall eh keiner welche haben kann, weil kein AG vorhanden ist!

Beitrag von duchovny 26.05.11 - 23:14 Uhr

Also ich kann mir nicht vorstellen dass es so richtig ist, wie den beiden dies geraten wurde!

Sein Elterngeld wird nicht mehr als den Sockelbetrag betragen, weil zur Berechnung die letzten 12 Monate vor Mutterschutz genommen werden. Da sein ALG I abläuft bekommt er es ja schon wohl ein Jahr, oder?

Also hat er auch m.E. keinen Freibetrag für Arbeitende!

Wann soll denn das Kind kommen?

Außerdem ist es NORMALERWEISE so, dass sie BEIDE zur Zeit ALG II bekommen, weil sie eine Bedarfsgemeinschaft sind! (Oder wohnen sie nicht zusammen?) Er bekommt auch welches nur sein ALG I wird noch angerechnet! Ab nächsten Monat wird er halt ausschliesslich ALG II beziehen!

So würde ich dies jetzt auffassen!

Deshalb dürfte es Jacke wie Hose sein, wer nun Elterngeld beantragt. Deshalb würde ich sagen sie sollte in Elternzeit gehen und gleichzeitig Elterngeld beantragen und er kann sich weiter intensiv um einen Job bemühen! Ich kann sie irgendwie verstehen, das erste Jahr mein(e) Kind(er) nicht selbst zu betreuen, würde mir auch schwer fallen! Nur wenns absolut sein müsste würde ich es schweren Herzens machen!

LG Susanne

Beitrag von susannea 27.05.11 - 12:32 Uhr

in Elternzeit kann sie nicht gehen! Sie kann nur Elterngeld beantragen!

Beitrag von musterli70 27.05.11 - 06:51 Uhr

Ich zitiere die Weisungen der BA zum § 10 SGB II immer wieder gerne. ;)

Darin heißt es: ....Die Eltern sind frei darin, zu bestimmen, wer die Kinderbe-treuung übernimmt.