Landschaftsgärtner unter Euch? Hilfe bei sehr verdichtetem Mutterboden

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von mausisan1705 26.05.11 - 21:29 Uhr

Huhu,

ich bin gerade (gerade ist gut, mittlerweile seit 1,5 Jahren) total unglücklich mit unserem Rasen im Garten.
Ich weiß woher das kommt, weiss aber wirklich nicht, wie ich dem Abhilfe schaffen kann, vielleicht kann mir ja jemand von Euch helfen!!!!
Also:
Wir haben vor 3 Jahren einen ziemlich großen (70m lang, 5,5m hoch dementsprechend breit) Erdwall bekommen, da sind halt durch unseren Garten auch schwere Geschütze gefahren (Kettenbagger, Raupe, Bobcat, etc..) Danach noch ein paar Trecker mit Anhängern voll mit Sand für den Sandkasten usw.
Ja, hört sich jetzt alles ein wenig überdimensional an, aber wir wohnen auf dem Land und haben halt einen riesen Garten.
So, nun zum eigentlichen Problem. Bei diesen ganzen schweren Geschützen ist unser Mutterboden so doll verdichtet worden, das nu gar nichts mehr geht. Aber wirklich gar nichts. Wenn man jetzt ein Bäumchen pflanzen wollte, speziell in der Mitte des Gartens, müsste man mit einer Spitzhacke dran um da überhautp Mutterboden bei weg zu bekommen.
Um das ganze 2 Spatentief umzugraben fehlt mir als Frau einfach die Kraft, das kann ich nicht. Mein Mann ist immer bis spät abends arbeiten, er meinte, wir werden irgendwann mal einen Pflug hinter den Trecker spannen und das durchpflügen. Viele sagen mir aber (auch mein Menschenverstand sagt), dass er mit eienm Pflug gar nicht tief genug kommen würde.
Noch nicht einmal Rasen wächst da. :-[:-[
Das einzig schöne ist, ich brauche in der Mitte die Rasen mähen#ole schön aussehen tuts aber nicht und der Boden ist knüppelhart, wie Beton.#schmoll
Jetzt meinte mein Schwiegervater, ich solle das ganze mal ein halbes Jahr lang immer unter Wasser halten, das würde dann sich irgendwann schon wieder lockern. Jeah, ich habe drei Kinder und Hund, total klasse, den Sommer über den kompletten Garten zu fluten !!! (Nee, war ja echt nett gemeint von ihm, für mich aber nicht richtig realisierbar.
Aber es muss doch noch irgendeine andere Alternative geben, hab schon mal was von Mutterbodensprengung gehört, kennt das jemand, gibt es das, an wen muß ich mich wenden?
HILFE
Vielleicht hat jemand ja einen Tipp für mich, den ich bewältigen kann. Wenn möglich (wie ja fast alle das Problem haben) möglichst kostengünstig - am besten was, was ich selbst machen kann.
Ich danke Euch schon mal für's lesen, wer es bis hier hin geschafft hat.
Mausi

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 21:40 Uhr

Für kleines Geld gibt es Motorfräsen zu mieten (Obi etc.)

Oder ihr fragt einen Bauern in der Nachbarschaft ob er mal kurz mit dem Pflug und anschließend mit der Egge über euer Land fährt, Dann Harken , wässern, sähen.

Beitrag von mausisan1705 26.05.11 - 22:14 Uhr

Reicht es wirklich mit einem Pflug das ganze zu tun?
Habe mir heute echt mal die Mühe gemacht, und mit der Spitzhake ein Loch zu machen, das ist bestimmt 30 -40 cm in die Tiefe rein so verdichtet.
Ich weiss nicht wie tief so ein Pflug geht!?!
Mausi

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 22:18 Uhr

ein Pflug reicht tief runter eben auch mindestens 30-40 cm , miß mal beim Bauern.

Beitrag von mausisan1705 26.05.11 - 22:26 Uhr

#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole#danke#ole

Beitrag von r.le 26.05.11 - 22:29 Uhr

Hallo Mausi,

grundsätzlich wäre bei den geschilderten Umständen ein Profi sicher nicht schlecht, aber das kostet natürlich und von Heute auf Morgen löst auch dieser nicht Dein Problem.

Hier mein kostengünstiger Tip:

1. vergiss den Ratschlag des Schwiegervaters

2. Wie vom Vorschreiber erwähnt, tief pflügen lassen. Das am sinnvollsten im Herbst und dann den Boden über Winter offen lassen (Stichwort: Frostgare). Die Tiefe des Pfluges ist wie schon erwähnt, begrenzt, deshalb ist der nächste Schritt wichtig.

3. Im nächsten Frühjahr geeignete tief wurzelnde Gründüngung säen: Lupine ist die Pflanze der Wahl, evtl. auch Kartoffeln. Durch die Gründüngung wird der Boden gelockert und mit organischer Masse versorgt. Im nächsten Spätsommer/Herbst werden die Lupinen dann abgemäht und verbleiben über Winter auf dem Boden.

4. Im übernächsten Frühjahr kannst du dann, je nach Zustand des Bodens, entweder an Rasen denken oder nochmals Gründüngung säen. Diesmal etwas mit feineren Wurzeln (Gelbsenf, Phacelia oder eine handelsübliche Mischung) zur Bildung von weiterer Biomasse.

Viel Glück und etwas Geduld wünscht

Ralf

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 22:33 Uhr

Fein, noch ein Bauer hier, du hast ihr ja die Profibodenaufbereitung geschildert.

Beitrag von r.le 26.05.11 - 22:58 Uhr

Hallo jogiyoda,

<du hast ihr ja die Profibodenaufbereitung geschildert>

deshalb habe ich ja auch empfohlen, einen Profi hinzuzuziehen.

Gerade bei Neubauten ist man ja oft bestrebt, die Außenanlagen möglichst schnell möglichst schön zu haben. Wenn man das dann ohne Rücksicht auf die Bodenbeschaffenheit versucht, ist die Enttäuschung vorprogrammiert.

Gruß

Ralf