entwicklungsgespräch kiga

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schnegoe89 27.05.11 - 09:06 Uhr

Hallo ihr,

mein großer wird jetzt 5 und wir hatten wieder einmal entwicklungsgespräch im kiga. War total niederschmetternd für mich. Ich bin da raus und dachte mir: du bist doch zu blöd deim kind was beizubringen!

Ich muss aber sagen das ich von meinem sohn einen ganz anderen eindruck habe wie die im kiga. Und auch der kinderarzt meinte nach einem großen entwicklungstest das er sogar schon ein bisschen weiter wäre für sein alter.

Er kann das ABC komplett auswendig,er schreibt seinen namen mit nachnamen und auch den von seiner schwester und so weiter und zählen kann er auch schon fast bis 25. Er hat auch sonst eine große auffassungsgabe und lernt relativ schnell.

Hab jetzt mal einen termin bei der frühförderung ausgemacht das die sich noch ein bild von ihm machen sollen.

kennt das jemand? des macht mich irgendwie total fertig. War echt immer der meinung das wir ihn gut unterstützen und das er normal entwickelt ist.

sorry für das #bla #bla aber ich musste mich edz einfach mal ausheulen.
und danke fürs zuhören.

lg

Beitrag von claudi2712 27.05.11 - 09:09 Uhr

Hallo!

Dazu müssten wir ja erstmal wissen, was die Kindergarten-Menschen denn gesagt haben:-)

LG
Claudia

Beitrag von schnegoe89 27.05.11 - 09:19 Uhr

oh sorry hab ich irgendwie total vergessen #klatsch

sie meinten halt das er dadurch das er erst etwas später zu sprechen begonnen hat nicht richtig redet und auch mit der erkennung von kreis,quadrat usw schwierigkeiten hätte.
Mit dem zählen ist er auch zurück also sprich er kann noch nicht mal bis zehn zählen haben die mir gesagt...was ich aber wiederlegen kann und auch der kinderarzt war zufrieden weil er ja schon fast bis 25zählen kann und so... und dann haben se mit dem malen angefangen...wenn er keine lust hat dann schmiert er irgendwas hin und malt auch nicht ordendtlich aus...find ich aber normal...ist halt ein kind...die haben manchmal einfahc keine lust zu malen.
Er kann aber richtig schöne bilder malen und auch seine männchen haben alles was se brauchen ab und zu sogar schon mit hosen und röcken und so...

Des ist ja eigentlich auch nicht so das problem...die haben halt alles was er kann irgendwie runter geredet...klar die machen da auch nur stichproben und haben ja noch viele andere kinder zu betreuen...

waahh ich verquatsch mich schon wieder...sorry...hab nen entwicklungsbericht mit nach hause bekommen den werd ich auch mitnehmen zur frühförderung

Beitrag von claudi2712 27.05.11 - 09:38 Uhr

Nun kann ich auch etwas dazu sagen:

mir ist es wie Dir im ersten Kindergartenjahr gegangen. Da habe ich auch alles für bahre Münze genommen und war ordentlich geknickt, wie meine Tochter dort gesehen/beurteilt wird. Jetzt wird meine Tochter kommende Woche 6 Jahre alt, das letzte Kiga-Entwicklungsgespräch liegt hinter mir und ich kann sagen: es ist ihre Meinung, ich habe meine. In vielen Dingen stimmen wir überein, in einigen jedoch auch nicht. So what?! Es passiert ja nicht wirlich etwas, wenn sie Dein Kind so beurteilen. Du als Mutter weißt/empfindest es halt anders.

Ich wünsche Dir die Gelassenheit zu sagen "seht es, wie ihr wollt, ich kenne meinen Jungen anders und es ist alles prima mit ihm" (zumal Du ja auch andere Meinungen durchaus positiver Natur gehört hast).

Bei uns im Kiga sind einige Erzieher wirklich dermaßen verpeilt (die meiner Tochter zum Glück nicht), da wird "fröhlich" über Kindermünder gefahren und im selben Atemzug verlangt, die Kinder sollten erstmal ausreden lassen... Da werden Kinder angeraunzt, wenn sie weinen, obwohl der Grund für´s Weinen unklar ist... Was ich dort schon miterlebt und beobachtet habe... wenn solche Leute mein Kind dermaßen falsch beurteilen, ja dann kann ich mir schon einen Reim drauf machen und weiß deren Meinung einzuordnen.

Laß Dir keine Probleme einreden, wo keine sind...

Viele Grüße
Claudia

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 12:49 Uhr

Vielleicht kam das, was im Entwicklungsgespräch gesagt wurde, auch nur falsch bei dir an?

In unseren Entwicklungsgesprächen wird jetzt auch nicht minutenlang darüber gesprochen, was mein Sohn besonders gut kann. Es wird kurz (!) lobend und teilweise begeistert erwähnt, von anderen Sachen, in denen mein Sohn eindeutig seinem Alter voraus ist, haben sie keine Ahnung (können sie auch nicht haben).

Das Entwicklungsgespräch ist nicht dafür da zu sagen "Frau Meier, Sie haben ein tolles Kind" (die meisten Kinder sind auf ihre Art und Weise toll), sondern um den Eltern eine realistische EInschätzung zu geben "hier ist ihr Kind altersgerecht entwickelt, das kann er besser als seine Altersgenossen, dort hinkt er hinterher".

Ich habe die Gespräche auch nie so verstanden "da muss jetzt ganz dringend was getan werden", sondern eher "WENN sie Ihr Kind in einer Sache fördern wollen, dann in der Sache und nicht da, wo Ihr Kind sowieso schon weiter ist als andere".

Allerdings muss ich dazu sagen, dass mein Mann und ich den Eindruck haben, dass sie unseren Sohn durchaus überdurchschnittlich gern haben (ihre Augen haben teilweise geleuchtet, wenn sie uns von positiven Erlebnissen mit unserem Sohn erzählt haben), so dass wir Eltern nie auf die Idee gekommen sind, dass sie unserem Sohn was "Böses" wollen.
Ich nehme an, du siehst das anders, dafür fehlen aber Informationen.

Klar, ich fand es auch nicht schön, zu hören, wo mein Sohn etwas hinterher hinkt, aber es ist ja wichtig, das zu wissen.

"Mit dem zählen ist er auch zurück also sprich er kann noch nicht mal bis zehn zählen haben die mir gesagt...was ich aber wiederlegen kann und auch der kinderarzt war zufrieden weil er ja schon fast bis 25zählen kann und so"

1) kann dir diese Kritik dann egal sein, auch wenn es schade ist, dass die Erzieherinnen deinen Sohn da falsch einschätzen
2) kann es doch sein, dass dein Sohn im Kindergarten noch nie bis 10 zählen konnte (weil es ihm z.B. in der lauten Umgebung des Kindergartens schwerer fällt als im ruhigen Sprechzimmer eines Kinderarztes)

"und auch mit der erkennung von kreis,quadrat usw schwierigkeiten hätte"

Stimmt das oder nicht?
Unser Sohn hat zum 3.Geburtstag Colorama bekommen und ratzfatz Kreis, Quadrat, Dreieck und Trapez benennen können.

"und dann haben se mit dem malen angefangen...wenn er keine lust hat dann schmiert er irgendwas hin und malt auch nicht ordendtlich aus...find ich aber normal...ist halt ein kind...die haben manchmal einfahc keine lust zu malen. "

Mein Sohn malt auch oft nur Krikeleien, kann aber auch schön malen.
Nur ist dein Sohn jetzt 5 Jahre alt und die Schulzeit rückt immer näher. Wenn euer Kindergarten spezielle Aktionen für Vorschulkinder hat, dann wird er schon dort Sachen machen müssen, wozu er keine Lust hat.

Spätestens in der Schule kommt er und du mit dem Argument "ja nun, er hat halt keine Lust dazu" in Teufels Küche.

"klar die machen da auch nur stichproben und haben ja noch viele andere kinder zu betreuen... "

Unsere Kindergartenerzieherinnen können die Entwicklung meines Sohnes sicher besser einschätzen als unser Kinderarzt bei der U-Untersuchung. Nichts gegen unseren Kinderarzt, aber in einer halben Stunde, von der mein Sohn 20 Minuten braucht, um aufzutauen und mitzumachen, kann man sich nur schwer ein Bild machen. Die Erzieherinnen erleben dein Kind jeden Tag.

"Des ist ja eigentlich auch nicht so das problem...die haben halt alles was er kann irgendwie runter geredet..."

Was meinst du, sie haben alles, was er kann "runtergeredet"?
Mein Sohn (wird in 9 Tagen 5) kann schon lange bis 30 zählen, das ist aber nichts, was man lobend erwähnen muss.
Oder haben sie anderes, was er kann, runtergeredet?

LG,
J.

Beitrag von twins 27.05.11 - 09:22 Uhr

Ja,
kenne ich auch.
Da werden auf einmal Kinder beschrieben, was das eigene Kind darstellen soll.

Einmal habe sie meine Tochter beschrieben und ich hätte fast geheult, denn so war und ist sie nicht.

Ich hatte immer das Gefühl, das dort ein Bericht dargelegt wird, wo sie die Kinder 5 Minuten anschauen und dann Rückschlüsse ziehen wollen.
Wir hatten dann eh viel Ärger im Kiga, auch wegen solcher Gespräche. Da wurde 1/2 Jahr immer alles im Kurzgespräch beschönigt und im Entwicklungsgespräch die Kinder "runtergeputzt" ...jedes Kind sollte mindestens 5 Fehler haben und nichts gutes können!!! Das ging aber vielen Eltern so. Die Erzieher haben diese Gespräche verstanden, alle möglichen Therapien aufzuzeigen um ja jede Verantwortung von sich zu weisen...deie habe ja auch keine Verantwortung - sollen ja nur aufpassen!

Wir haben den Kiga verlassen und hatten diese Woche das zweite Entwicklungsgespräch im Kiga und ich muss sagen, die nehmen sich Zeit, kennen die Kinder wirklich und da herrscht keine Holzhammer-Methode.

Nimm nicht immer alles Ernst was die Erzieher sagen!!! Sind leider viele schwarze Schafe dazwischen. Und wenn Dein Kinderarzt sagt das alles OK ist und Du auch den Vergleich zu anderen Kindern hast, dann würde ich solch ein Entwicklungsgespräch schnell vergessen.

In der Frühförderstelle bekommst Du auch eine Zusammenfassung mit, wie weit Dein Kind ist. Das würde ich dann dem Kiga unter die Nase reiben und freudig lachen.
Bei meiner Tochter hieß es, weil sie noch nicht so gut sprechen konnte, das sie dumm sei und entwicklungsverzögert....ist aber 1 Jahr mit der Entwicklung voraus!!!!:-p

Grüße
Lisa

Beitrag von prolactini 27.05.11 - 09:46 Uhr

Hallo du,

also ich war als Kind in keinem Kindergarten und wurde daher auch nicht irgendwie "bewertet" bevor ich in die Schule kam. Warum müssen Eltern und Kinder schon so früh unter "Leistungsdruck" gesetzt werden? Lass das nicht zu! Wenn du denkst, den Sohn ist normal entwickelt (er muss kein kleiner Einstein sein) und auch der Kinderarzt zufrieden ist und dich nicht zum Logopäden schickt - dann freu dich über DEIN EINZIGARTIGES GESUNDES KIND! Er hat sein eigenes Tempo und seine eigenen Vorlieben. Wenn alle das gleiche gut können würden gäbe es auf der Welt nur einen einzigen Beruf oder?

LG und viel Freude mit deinem Kind!
Gabi

Beitrag von zwille 27.05.11 - 09:57 Uhr

#pro

Beitrag von jasmin24 27.05.11 - 10:58 Uhr

Hi!

Jaja die Entwicklungsgespräche - ich selbst find sie ja vom Prinzip nicht schlecht, aber bei der Beobachtung kommt es ja auch ganz viel drauf an wie lange ein Kind bzw. wie oft es beobachtet wurde und wenn das so wie bei uns abläuft, dass sich das für alle Kinder auf einen Vormittag beschränkt es dann ja auch davon abhängig ist wozu das Kind gerade Lust hat.

Meine Tochter zählt zb schon problemlos bis 100, aber wenn sie grad nicht mag, dann zählt sie einfach irgendwie, da ist ihr auch egal, ob sie das jetzt grad können soll oder nicht. Denke du hast das selbst sowieso auch ganz gut im Blick, dass dein Sohn normal entwickelt ist, aber ja ich würde auch zur frühförderung gehen und dann im Kiga das Ergebnis vorlegen.

Bei uns ist es so, dass meine Tochter ihrem Alter voraus ist - wieweit weiß ich noch nicht, es wird im Juni auf jeden Fall eine genaue Entwicklungsdiagnostik gemacht und sie war auch schon bei einer Entwicklungspsychologin die meinte sie wäre jetzt mit knapp 5 eigentlich auf jeden Fall schon schulreif nur kann sie erst nächstes Jahr zur Schule und man muss ihr im Kiga dementsprechende Mögilchkeiten geben ihre Begabungen auszuleben bzw. ihr Können auch fördern. So soll sie zb auch eigentlich jetzt schon Vorschulaufgaben bekommen usw. (macht sie zu Hause auch schon gerne, wobei die ihr eigentlich zu langweilig sind - ist ja alles Babyleicht (ihre Aussage)).
Das letzte Gespräch bei uns ist jetzt knapp 2 Monate her, trotz Empfehlung und Aufforderung durch die Psychologin hat sich bis jetzt nichts getan, sie wird überhaupt nicht gefördert in gar keiner Weise, eher ignoriert. Also wenn da dann auch nichts weiter passiert dann bringt es ja auch nicht wenn man weiß wie weit sein Kind entwickelt ist. Bin von unserem KiGa natürlich schon ziemlich entäuscht, weil da absolut nichts passiert und wir bzw. auch die Ratschläge der Psychologin (die übrigens vom KiGa komm!) total ignoriert wird.

Ich finds halt schade, dass teilweise falsch diagnostiziert wird, weil nicht wirklich genau beobachtet wird oder wenn das man dann auch nicht wirklich was dagegen macht, weil ich finde es ist doch egal ob ein Kind in seiner Entwicklung voraus ist oder hinten nach, wenn es nicht entsprechend gefördert wird nutzt es einfach nichts wenn man das weiß.

Du siehst ja auch selbst am besten wo dein Kind ev. einer Förderung bedarf oder wo eher weniger und da würde ich auch ansetzen und lass dich von irgendwelchen Experten nicht fertig machen.

lg Jasmin

Beitrag von arielle11 27.05.11 - 11:20 Uhr

Hallo!

Was sagt denn bitte dieser Satz über Dein Kind aus:

"Er kann das ABC komplett auswendig,er schreibt seinen namen mit nachnamen und auch den von seiner schwester und so weiter und zählen kann er auch schon fast bis 25. Er hat auch sonst eine große auffassungsgabe und lernt relativ schnell. "

Eigentlich sehr wenig. Wie sieht es mit seinem Sozialverhalten aus, was macht seine köperliche Entwicklung, die Sprache usw.

Nur weil ein Kind mit 5 schreiben, zählen und das ABC sagen kann, heißt das noch lange nicht das er in seiner Entwicklung voraus ist.

Ich glaube kaum, das der Kindergarten irgendjemanden eins reinwürgen möchte. Und nixht zu vergessen, sie beobachten Dein Kind in der Zeit wo er im Kiga ist genau, das kann man als Eltern kaum, wenn man z.B. Vollzeit arbeitet.

arielle

Beitrag von jasmin24 27.05.11 - 11:57 Uhr

ich wäre mit der aussage, dass im kiga genau beobachtet wird vorsichtig, vielleicht ist es bei dir so, aber bei uns im kiga zb überhaupt nicht

und auch wenn man vollzeit arbeiten geht, kann man trotzdem viel von der entwicklung seines kindes mitbekommen.

ich denke das hängt besonders im kiga auch davon ab wie engagiert die erzieherinnen dort sind, und bei uns sind sie nicht wirklich sehr engagiert, da werden die eltern nicht mal informiert wenn es kleinere unfälle gegeben hat bzw. werden diese auch gerne verharmlost (wenn ein Kind von 2 Metern von einen Klettergrüst stürzt sollte man meiner meinung nach eigentlich schon darüber informiert werden)

Ja sicher können die Erzieher nicht alles mitbekommen, aber wie gesagt es kommt wirklich drauf an wie gut sie beobachten und es gibt da leider auch schwarze Schafe.

LG Jasmin

Beitrag von msfilan78 27.05.11 - 14:43 Uhr

Hallo

Ich hatte letzte Woche Entwicklungsgespräch. Meine Tochter ist in ihrer Entwicklungverzögert um gut 1 Jahr ( in manchen Bereichen weniger) Nun meinte die Erzieherin ist 3(!!!!) Jahre verzögert, und nur sie das beurteilen kann, da sie vom Fach ist ( klar wir als Eltern haben ja eh kein Plan und sehen alles nur positiv) Das meine Tochter aber seit 2008 Ergotherapie und FF erhält und beide unabhängig die Verzögerung auf 1 Jahr geschätzt haben, wurde von der Erzieherin als : Die haben keine Ahnung abgetan.
Auch wurde darauf rumgeritten, das meine Tochter mit 3 noch nicht trocken war____ klar sind normal Entwickelte Kinder natürlich nicht. Dann das sie gerne mal mit den Fingern isst. Machen andere Kinder auch, nur bei meiner Tochter ist es ne Katastrophe! SIe kann ordentlich mit Besteck essen und trocken war sie mit 3,5 Komplett!

Nach dem Gespräch letzten Freitag, saß ich echt zu hause und habe geheuelt und das Wochenende war dann auch gelaufen. ABER ich weiß was mein Kind kann und wo es schwierigkeiten hat. Sie würd unterstützt.
Mein Tip ( das mache ich immer) schreibe selber eine Einschätzung über dein Kind und lege es der Erzieherin vor. Das war letzte Woche schon hilfreich für mich, zumal ich mir nicht nachsagen lasse ich gehe nachlässig mit meiner Tochter um.

Lg, Dani


P.S. Heutzutage scheint es wirklich irgendwie üblich zu sein, Kinder immer in irgendeine Schublade stecken zu wollen und wehe da ist was nicht passt, dann sofort ab zum Therapeuten!!#augen


Beitrag von joshua0709 28.05.11 - 21:48 Uhr

"P.S. Heutzutage scheint es wirklich irgendwie üblich zu sein, Kinder immer in irgendeine Schublade stecken zu wollen und wehe da ist was nicht passt, dann sofort ab zum Therapeuten!!"
Den Eindruck habe ich auch!
Und für die normalen oder überdurchschnittlichen Entwicklungsbereiche gilt: Nicht geschimpft ist schon genug gelobt! In unserem KiGa habe ich diesen Eindruck bisher nicht.
LG
Uta

Beitrag von rina1982 27.05.11 - 17:37 Uhr

Hallo,

zuerst ein Mal solltest du dich wirklich nicht verrückt machen.

Natürlich kann es einen unterschied in der Entwicklungsbeurteilung von Erzieherinnen und Eltern geben. Die Erzieherinnen sehen die Kinder häufig in anderen Situationen, Kinder geben sich in der Kita häufig anders als zu Hause und Erzieherinnen sind meistens Objektiver in ihreren Beobachtungen.
Nichts desto trotz sind Erzieherinnen nicht unfehlbar.

Genauso wenig wie Kinderärzte, die die Entwicklung eines Kindes innerhalb von kurzer Zeit einschätzen müssen. Erzieherinnen sehen ein Kind ja viel häufiger und länger.

Dann gibt es in der Beurteilung von Beobachtungen auch unterschiedlich. Du hast beobachtet, das dein Sohn bis 25 zählen kann und die Erzieherin meint das er nicht bis 10 Zählen kann. In der Tat könnt ihr beide richtig beobachtet haben. Als Erzieherin unterscheidet man, ob er die Zahlen bis 25 auswendig aufsagen kann oder ob er sie wirklich abzählen kann. Das ist für die Entwicklung ein großer Unterschied. Und er sollte sie wirklich sicher abzählen können. Die Zahlen hintereinander aufsagen können schon meine großen Krippenkinder.

Kann dein Sohn die Formen erkennen? Gibt er dir einen Kreis, wenn du ihn danach fragst und er zwischen mehreren Formen wählen muss?

Und auch beim malen ist es normal, dass ein 5 jähriges Kind ein Bild ausmalen kann ohne über die Linien zu malen. Das sollter er wirklich schön können. Das hat im übertragenen Sinne etwas mit der Einhaltung von Grenzen zu tun. (Genauer kann ich dir das gerade leider nicht mehr erklären, da ich seit Jahren in der Krippenarbeit bin.) Auch das gemalte Menschen Kleidung an haben ist normal und würde ich nicht extra erwähnen im Entwicklungsgespräch.

Ein Entwicklungsgespräch dient nicht dazu, den Eltern zu erzählen was denn das Kind schon alles tolles kann. Man berichtet eher nüchtern über den Stand der Entwicklung und meistens ist es leider so, dass man mehr über die Schwächen spricht, damit man an ihnen Arbeiten kann.

Lies dir den Bericht doch noch einmal in Ruhe durch (Ich finde es super, dass ihr den mitbekommen habt.) und überlege noch einmal in Ruhe und versuche dabei so Objektiv wie möglich zu sein.
Aber mach dich nicht verrückt. Entwicklung ist ja eine laufende Sache und verändert sich ständig.

Liebe Grüße Rina

Beitrag von sonne0410 28.05.11 - 09:31 Uhr

Hallo,

also ich würde mich an Deiner Stelle auch nicht so verrückt machen. Ich hatte bei meiner Großen (damals fast 4 Jahre alt) ein Entwicklungsgespräch und habe mich danach gefragt, ob die Erzieherinnen wohl von einem anderen Kind sprechen. Kurz nach diesem Gespräch sind wir umgezogen. Bei der neuen Kinderärztin und im neuen Kindergarten habe ich diverse Kritikpunkte natürlich zur Sprache gebracht (wenig ausgeprägte Muskulatur, geht nicht gern raus, schwache Mundmotorik) Naja all diese Bedenken wurden zerstreut und letztlich wurde mir das Bild bestätigt, was auch ich von meinem Kind habe. Mir ist bis heute schleierhaft, wie die Erzieherinnen zu dieser Einschätzung gekommen sind. Ich glaube auch, dass es aufgrund der Masse an Kindern und dem Mangel an Zeit mitunter schwierig ist immer genau zu Beurteilen. Geh doch nochmal zum Kinderarzt und warte den Termin bei der Frühförderung ab. Ich drück Dir die Daumen.

LG Susan