Wer bekommt hier Unterhalt,der über dem Höchstsatz liegt?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von claudeline78 27.05.11 - 09:11 Uhr

Hallo ihr,

Frage steht ja schon oben. Hat hier jemand seinen Unterhalt über einen Anwalt erwirkt, weil der Ex sehr viel verdient?

Das Jugendamt hat mich darüber informiert, dass mein Ex bereit ist, den Höchstsatz der Düsseldorfer Tabelle zu zahlen (416,-) wenn er dann nicht seine Einkünfte offen legen muss. Nun habe ich und das Jugendamt den Verdacht, dass er wesentlich mehr verdient und so meiner Tochter auch mehr Unterhalt zustehen würde.

Jetzt soll ich mir überlegen, ob ich mir einen Anwalt nehme oder das Angebot annehme.

Bin etwas ratlos. Was würdet ihr machen?

LG

Claudeline

Beitrag von redrose123 27.05.11 - 09:27 Uhr

Gibt er im Notfall auch sowas dazu? Wie ist euer Kontakt? Wenn er sich an mehrausgaben auch mal beteiligt wie Hobbys usw. würd ichs bepsrechen mit einem Anwalt was er rät....Ist schwer

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 09:31 Uhr

Was ist daran schwer?

Beitrag von claudeline78 27.05.11 - 09:36 Uhr

Nee, absolut keinen Kontakt, noch nicht mal zum Geburtstag oder Weihnachten kam etwas. Und zusätzlich gibt er nichts dazu.

Ich weiß, dass er viel Geld hat. Er ist Arzt (Onkologe) und ein Riesen Hausbau (ca 500.000 Wert) war zu meinen Zeiten geplant.

Beitrag von redrose123 27.05.11 - 10:24 Uhr

Dann schalte einen Anwalt ein, und frag was er dir Rät der kann dir da am besten helfen, es hätte ja sein Können das Ihr ein gutes Verhältniss aber so würd ich mich da wirklich beraten lassen....

Beitrag von claudeline78 27.05.11 - 09:37 Uhr

Ups, jetzt ist meine Anwort an Dich bei Hedda gelandet

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 09:29 Uhr

Hallo.

Natürlich nimmst Du Dir einen Anwalt und lässt den Unterhalt korrekt ausrechnen ...

... und ich annehme, dass der Herr in Deiner VK Dein Ex ist, lass auch gleich mal den Unterhalt für Dich festlegen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von claudeline78 27.05.11 - 09:40 Uhr

Hallo Hedda,

nee, nee um Gottes Willen, der Herr in der VK ist mein jetziger Mann. Bin glücklich verheiratet und wir erwarten unser 2.

Mit dem Vater meiner 2 jährigen war ich nicht verheiratet und er hat mich im 8. Monat sitzen lassen. Seine SCH....Arztpraxis war ihm wichtiger.

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 10:35 Uhr

Hallo.

Ach so ... na ja, wie gesagt ... lass das einen Anwalt machen und lass nicht mir Dir handeln.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von anna-lena.60 27.05.11 - 14:56 Uhr

Frau Hedda

ist wohl immer auf Krawall aus????? und muss viel Zeit haben, um auf jede Frage in Urbia zu antworten - mir sehr suspekt.

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 15:28 Uhr

Hallo.

Ich beteilige mich rege an dieser Diskussion ... und beantworte mitnichten jede Frage bei Urbia ...

... was war nun genau Deine Motivation für diesen polemischen Beitrag völlig am Thema vorbei ... wenn da mal nicht jemand auf Krawall gebürstet ist.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von miamarleen 27.05.11 - 22:18 Uhr

Sehr treffend formuliert! #pro

Beitrag von kraxy 27.05.11 - 10:11 Uhr

Guten Morgen,


sagen wir mal so:

in der Düsseldorfer Tabelle steht ja: nach Umständen des Falles... insofern ist es dann Auslegungssache und fraglich, ob dein Kind mehr Unterhalt erhalten wird.

Es steht dir ja frei, um Bedenkzei zu beten und mal bei einem Anwalt nachzufragen, ob da mehr auszuhandeln ist - ich kann mir vorstellen, dass es dann auf eine Gerichtsverhandlung rauslaufen wird, deren Ende offen ist (denn wenn er so ein gut verdienender Mensch ist wird er auch Anwälte und Steuerberater kennen, die ihn so beraten werden, dass es für ihn günstig ist).

Ich sehe die Entscheidung auch als schwierig an - zumal der Anwalt ja auch nicht kostenfrei tätig wird - und weil sich die Verhandlung bestimmt hinziehen wird.



Grüße

kraxy

Beitrag von elsa345 27.05.11 - 10:18 Uhr

Reichen 416,- + 184,- KG nicht für einen Säugling?

Verklage ihn und mache ihn platt, so ist es richtig..... bluten und leiden muß er.
#klatsch

Beitrag von claudeline78 27.05.11 - 10:25 Uhr

war Deine Milch im Kaffee sauer oder wat? Komm mal wieder runter! Bist Du der Robin Hood für die armen Kindsväter?

Sachlich antworten kann helfen, besonders dann, wenn man nicht alle Hintergründe kennt.....

#augen

Beitrag von nadineriemer 27.05.11 - 10:28 Uhr

Hallo,
ich denke sie meint nur damit das du froh sein solltest das du so viel Unterhalt und das Kindergeld bekommst.Andere bekommen gar nichts oder kriegen den Vorschuß von 130€.
Ich finde das auch schon ganz schön viel was du da bekommst und wenn du Pech hast wird es bei Gericht negativ für dich ausgehen,weil die Herren der Schöpfung sind nicht doof.

Nadine

Beitrag von claudeline78 27.05.11 - 10:51 Uhr

ich weiß, dass es negativ ausgehen kann, deswegen frag ich hier ja auch nach Meinungen.

Ich kann aber auch nicht immer an die Mädels denken, die gar nichts kriegen. Oder denkst Du immer an die Kinder in Afrika, die nix zu essen haben, wenn Du ne Scheibe Brot ißt?

Die Welt ist ungerecht.

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 11:12 Uhr

Hallo.

Ich denke, dass Du vor Gericht nur gewinnen kannst.

Der Kindsvater bietet Dir diesen Betrag ja nicht an, weil er eigentlich unter dem Betrag leisten kann ... sondern es ist davon auszugehen, dass er leistungsfähiger ist.
Vor Gericht bleibt es dann dabei (beim Jugendamt ist das Angebot ja sicher dokumentiert ... schreib dort bitte einen Brief hin, dass Du das Angebot zur Kenntnis nimmst, unbesehen NICHT annimmst und die Sache Deinem Anwalt übergibst) oder es gibt eben mehr.
Außerdem wird bei Gericht der Unterhalt tituliert ... dann können Dein Kind und Du auf 30 Jahre pfänden.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von claudeline78 27.05.11 - 11:19 Uhr

Hab mal ein bisserl im Netz geschaut und dabei rausgelesen, dass ich nachweisen müsste, warum ich mit dem Höchstsatz für meine Kleine nicht hinkäme. Sie hat ja keinen erhöhten Bedarf in dem Sinne, also z.B. sind keine therapien nötig oder sonstiges.
Selbst Kitakosten haben wir hier in Rheinland Pfalz nicht.

Und so denke ich, dass es schwer wird "mehr" rauszuhandeln.

Zumal der Anwalt ne Stange Geld kostet und ich nicht weiß, ob es das aufwiegt.

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 12:49 Uhr

Hallo.

Dann gehe doch den Weg, der Dir schon vorgeschlagen wurde ....

... verhandeln (Höchstbetrag Unterhalt plus Sonderzahlungen) und notariell beglaubigen lassen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von claudeline78 27.05.11 - 12:56 Uhr

ja, vielleicht hast Du Recht und das wäre der sinnvollste Weg. Kann ja sein, dass er freiwillig noch ein bißchen was zuzahlt.

Ein Beratungsgespräch beim Anwalt werde ich auf jeden Fall machen. Das ist mir die Sache wert.

Beitrag von krypa 29.05.11 - 12:02 Uhr

Hallo claudeline78,

wenn er bereit ist, den Höchstsatz von 416 € zu bezahlen, wirst Du in einer evtl. Klage detailliert darlegen müssen, anhand welcher Ausgaben fürs Kind der Bedarf von 508 € überstiegen wird.

MfG krypa

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 11:09 Uhr

Hallo.

>>> ich denke sie meint nur damit das du froh sein solltest das du so viel Unterhalt und das Kindergeld bekommst.Andere bekommen gar nichts oder kriegen den Vorschuß von 130€. <<<

Bei der Fragestellung der TE ist es völlig irrelevant, ob andere gar nichts oder nur Unterhaltsvorschuß bekommen ...

... warum sollte sie froh sein, dass der Kindsvater Ihr gnädigerweise einen bestimmten Betrag anbietet, wenn er möglicherweise leistungsfähiger ist.

In Unterhaltsfragen ist eine solche Argumentation nach dem Motto "Sei doch froh ..." und "andere bekommen nicht" völlig unsinnig.

Gruß von der Hedda.

P.S.
Du hast in einem Recht ... gerade selbstständige Väter sind nicht doof, aber warum sollte er den Höchstbetrag anbieten und eigentlich weniger leisten können ... vor Gericht kann es für die TE nur +/- 0 ausgehen ... oder sie bekommt mehr.

Beitrag von kraxy 27.05.11 - 11:23 Uhr

Nur so angemerkt:

Mh - da wäre ich mir gar nicht so sicher, dass es +/- ausgehen würde - denn vielleicht bietet der Vater den Höchstsatz nur an, weil es für ihn einfacher ist, da er sich dann nicht damit beschäftigen muss - es kann aber sein, dass er dann richtig loslegt und sich "runterrechnen" lässt - und dann?


Außerdem dürfen die Anwalts- und Prozesskosten ja auch nicht außer Acht gelassen werden.


Ich finde, es muss schon gut abgewägt werden...

gruß
kraxy

Beitrag von susa31 27.05.11 - 12:43 Uhr

"Bei der Fragestellung der TE ist es völlig irrelevant, ob andere gar nichts oder nur Unterhaltsvorschuß bekommen ...

... warum sollte sie froh sein, dass der Kindsvater Ihr gnädigerweise einen bestimmten Betrag anbietet, wenn er möglicherweise leistungsfähiger ist.

In Unterhaltsfragen ist eine solche Argumentation nach dem Motto "Sei doch froh ..." und "andere bekommen nicht" völlig unsinnig."

Diese Wahrheit zu vermitteln, gestaltet sich in dem speziellen Fall erfahrungsgemäß schwierig.;-)