Abitur nur mit 2 Fremdsprachen?

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Beitrag von luka22 27.05.11 - 09:16 Uhr

Hallo!

Mich beschäftigt schon länger eine Frage. Als Lehrerin an einer Realschule dürfen Kinder ab der 7. Klasse das vierte Hauptfach wählen: Französisch, Deutsch, Technik, oder Handarbeit/ Textiles Werken. JEdes Jahr müssen wir Eltern darauf hinweisen, dass die allgemeine Hochschulreife nur dann erreicht werden kann, wenn das Kind eine 2. Fremdsprache lernt. Die Eltern sehe sich in der Zwickmühle: soll ein Kind, das evtl. nach der 10. in ein berufliches Gymnasium wechselt, französich lernen, obwohl es ihm gar nicht liegt? Es gibt noch die Möglichkeit ab der 11. Klasse, also im Gymnasium, diese 2. verpflichtende Fremdsprache anzufangen. Ein kleiner Wehmutstropfen ist, dass man dann auch spanisch anstatt französich erlernt werden kann. Dann muss man es aber bis zum Abitur durchziehen. Hat man schon in der Realschule angefangen, kann man es nach der 11. abwählen. D.h. die Note der 2. Fremdsprache spielt für das Abi keine Rolle. Also so oder so: jemand der sprachlich unbegabt ist, muss sich durch 2 Fremdsprachen quälen! Ich verstehe nicht den Sinn dahinter. Englisch, okay, ist DIE Weltsprache. Das gehört wirklich zur Allgemeinbildung. Aber französisch? Das braucht doch kein Mensch im Berufsleben - bzw. doch eher selten!
Für meinen Sohn ist wahrscheinlich schon aus dem Grund das Gymi gestrichen. Er tut sich sehr schwer in Deutsch. Ich glaube Englisch wird ihn zusätzlich belasten und dank G8 beginnt man mit der 2. Fremdsprache nicht mehr in der 7., sondern in der 6. Klasse. Der Junge einer Bekannten wechselt genau aus diesem Grund auf die REalschule: er ist ein durchschnittlicher Schüler, aber Latein in der 6. bricht ihm das Genick. Ich finde den Weg zur allgemeinen Hochschulreife doch ziemlich sprachlastig. Kindern, die sprachunbegabt sind, wird es ganz schön schwer gemacht.
Ist das in allen Bundesländern so oder ist das nur ein Phänomen in Baden-Württemberg?

Grüße
Luka

Beitrag von luka22 27.05.11 - 09:35 Uhr

...okay der 2. Satz macht keinen Sinn. Ich hoffe, dass ihr den Rest versteht. :-D

Beitrag von meringue 27.05.11 - 09:52 Uhr

Hallo,

in NRW ist es genau so. Mein Sohn ist ebenfalls schwach in Deutsch und nun in der 5. Kl. Gym.
Ja, vllt liegt hier auch mit ein Grund, warum die Mädchen im Durchschnitt besser durch die Schule kommen: Ihnen fallen Sprachen meist leichter.


Ich denke, die Anzahl der zu erlernenden Fremdsprachen wird eher zu- als abnehmen. Dabei ist die Frage, ob zukünftig Französisch 2. Fremdsprache sein wird und nicht vllt. Spanisch , Chinesisch...
Mein Sohn musste sich jetzt für die 2. Sprache entscheiden und hat Fr. genommen. (Übrigens wird Französisch in vielen afrikanischen Ländern gesprochen, könnte also zukünftig in der Wirtschaft usw schon eine Rolle spielen. Jedenfalls mehr als Deutsch...)

Im Falle meines Sohnes bin ich erstaunt, dass er in Englisch 1 steht, obwohl er in Deutsch über eine schlechte 3 nicht hinauskommt.
Wahrscheinlich ist es dem #wolke#contra#wolke lautgetreuen Schreibenlernen zu verdanken. Deutsche Rechtschreibung wie ein Erstklässler ("Ich schreibe doch, wie man´s hört!"#augen), Englisch wird Wort für Wort gelernt und - fluppt.
Daher mache ich mir wegen Französisch nicht allzu viele Sorgen.

Vllt ist es bei euch ebenso?!


LG

Beitrag von rienchen77 27.05.11 - 09:57 Uhr

Abiturzulassung ist halt die zweite Fremdsprache...

wir haben jetzt Schulanmeldung fürs Gymnasium...und wir sollen auch für die nächsten Jahre die Fremdsprache wählen damit die Kinder von vornherien den richtigen Klassen zugeordnet werden...

es gibt Latain Klassen und Franze Klassen...und dieses wird dann noch mal in Bläser und Streicher unterteilt


meine Tochter wird Französisch wählen, falls sie die Schule verlassen muß kann sie auf der Realschule die 2. Fremdsprache weiterlernen damit sie wenn sie möchte später nochmals einen Verusch machen kann das Abitur zu bekommen...

Beitrag von carlotka 27.05.11 - 09:59 Uhr

Hallo Luka!

Ich kann Dir nur kurz von meiner eigenen Erfahrung hier in NRW berichten.
Ich hole momentan mein ABI nach, bzw. stecke grade schon in den Prüfungen. Ich habe auf der Hauptschule angefangen, habe dann meine mittlere Reife auf einer Berufsfachschule nachgeholt und dann meine Ausbildung gemacht. Konnte also nur eine Fremdsprache vorweisen als ich mit dem ABI-online angefangen habe. Leider braucht man auch hier für das Abitur eine 2. Fremdsprache, die ich ja nicht hatte. 4 Jahre hätte ich gebraucht. Da Abi-online ja aber nur über zwei Jahre geht, hat man uns in einem Jahr den Französischstoff von fast 4 Jahren eingeprügelt. Du darfst raten, wieviel davon noch übrig ist ;-) Ich kann glaub ich sagen wie ich heiße und in welcher Stadt ich wohne....
Nun frage ich mich natürlich, welchen Sinn hat das ganze gemacht, wenn es nicht Abiturrelevant ist, die Punkte nirgendwo auftauchen. Natürlich ist es gut, wenn man noch eine Fremdsprache beherrscht, aber wenn es doch nicht geht?! Ich hab z.Bsp. Mathe nicht mit ins Abitur genommen, weil das mein Tod gewesen wäre.
Viel Sinn macht es für mich nicht so fixiert darauf zu sein und Schülern die eben nicht sprachbegabt sind das Genick zu brechen wie Du so schön sagst.

Grüße
Sabrina

Beitrag von h-m 27.05.11 - 10:06 Uhr

"Billig-Abitur" mit nur einer Fremdsprache gab es früher mal in NRW. Damit durfte man aber dann auch nur an eine Hochschule in NRW... glaub ich jedenfalls. Wurde aber schon vor Jahren abgeschafft, als ich in der Oberstufe war, mussten die "Seiteneinsteiger" in extra Französisch-Kurse.

Beitrag von manavgat 27.05.11 - 10:14 Uhr

Grundsätzlich werden Sprachen gebraucht. Wir leben in einer vernetzten Welt. Dass der Fremdsprachenunterricht zum Gruseln ist - nicht nur im toten Latein, sondern leider sehr oft auch in Französisch - liegt imho an den schlechten Lehrplänen und leider auch daran, dass oft Muttersprachler, die keine wirkliche Qualifikation als Lehrer mitbringen, eingesetzt werden.

Sprachunbegabte Kinder gibt es nicht. Es ist eine Frage der Eignung der Lehrkraft, ob es gelingt Interesse und Lernbereitschaft zu fördern. Es gibt schnellere und langsamere Lerner, mehr aber auch nicht.

Zur Frage - falls ich sie richtig erfasst habe - es ist kein Problem, in der Oberstufe die 2. Fremdsprache zu belegen, man muss nur bedenken, dass man dann 3 Wochenstunden mehr hat, was auch eine Mehrbelastung ist. Oft ist dieser Unterricht grottenschlecht, da auch hier Seiteneinsteiger beschäftigt werden. Das Niveau ist entsprechend niedrig.

Man kann lange darüber diskutieren, ob die Oberstufe wirklich sinnvoll strukturiert ist, was ich persönlich verneinen würde. Die "reformierte Oberstufe" Ende der 70er/Anfang der 80er hat weit besser und breiter ausgebildete Menschen mit dem Abitur entlassen.

Ändern wirst Du nichts. Unser Schulsystem ist völlig zementiert. Es wird hier und da geschraubt, verschlimmbessert und neu/zusätzlich reglementiert und geprüft. Das ist wie mit einem alten Auto. Keine Reparatur macht es wirklich besser.

Gruß

Manavgat

Beitrag von connie36 27.05.11 - 10:18 Uhr

hi was meinst du mit, eine zweite fremdsprache ab 6. klasse?
meine ist in der 5. klasse, und hatte gleich mit englisch und latein/alternativ dazu französisch, angefangen.
dh. gleich zwei fremdsprachen aufs mal.
auch in ba-wü.
lg conny

Beitrag von schullek 27.05.11 - 10:27 Uhr

hallo,

ich habe mich so genau noch nicht damit befasst, finde es aber generell eigentlich sinnvoll.
zumal die nicht naturwissenschaftlich begabten menschen ja auch mathe, physik und chemie durchziehen müssen, zumindest in anteilen.
es ist ja nicht so, als ob nun einer bevor- oder benachteilligt würde.
zu deinem punkt mit latein: latein ist eine logisch basierte ausgestorbene sprache. man spricht sie so gut wie nicht und das üassiert auch im lateinunterricht nicht. es wird stinkendlangweilig übersetzt, bis es einem zu den ohren rauskommt. udn wer gut in mathe ist, meine langjährigen erfahrungen damit, der hat auch in der regel wenigerprobleme mit latein.

die anderen sprachen, da hast du recht, sind sprachbegabte sicherlich besser dran. aber so ist das leben, die begabungen sind nun einmal nicht gleichmäßig verteilt.
ich musste mich auch durchs matheabi quälen, obwohl ich eher die sprachlich begabte bin.

zudem: sprachen lernen fördert ungemein. als ich an meiner amerikanischen high school anfing, habe ich zusätzlich zu bereits englisch, französisch mehrjährig und latein dort auch noch mit spanisch angefangen. das war dann dort für die meisten die erste fremdsprache udn sie haben sich schwer getan, während ich alles aus dem ärmel schüttelte. heute versteh ich spanisch, kann es leider kaum sprechen, französich komm ich klar und englisch sowieso. und neben dem praktischen aspekt bildet es auch ungemein, wie ich finde. zudem kann man irgendwann auch parallelen zwischen den verschiedenen sprachen ziehen.

was ich dagegen unsinnig finde ist die vorgabe des latinums bei vielen studienrichtungen. das finde ich unsinnig und versperrrt einigen den zugang zu bestimmten studienrichtungen bzw. müssen sie alles mühevoll an der uni nachholen, wo es ungemein schwerer ist wie auch zeitaufwendig.

lg

Beitrag von sarahg0709 27.05.11 - 10:56 Uhr

Hallo Luka,

in Bayern ist es so, dass man eine 2. Fremdsprache ab der 6. Klasse lernt. Mein Sohn hatte Französisch bis Klasse 10. Abi macht er in Deutsch und Englisch.

Er geht auf ein naturwissenschaftliches Gymnasium in Bayern. G8.


LG

Beitrag von aussiegirl600 27.05.11 - 12:28 Uhr

Und ich bin naturwissenschaftlich unbegabt und musste mich trotzdem durch Bio UND Chemie UND Physik UND Mathe quälen. Und habs trotzdem irgendwie geschafft. Und ich brauche außer Basis-Mathe nichts von alldem.

Deswegen heißt die Sache ja allgemeine Hochschulreife - man muss in einer breiten Auswahl an Fächern Leistungen erbringen um reif zu sein für die Uni. Denen einen werden die Sprachen Probleme bereiten, den anderen die naturwissenschaftlichen Fächer. Es muss aber eben auch nicht jeder an die Uni.

Welche zweite Fremdsprache sinnvoll ist bleibt ein Streitpunkt. Ich denke, dass Spanisch, Chinesisch oder Russisch in der Zukunft hilfreicher sind als Französisch. Andererseits hat mir Latein viel gebracht - ich kann einfache Texte auf Französisch, Italienisch zumindest grob verstehen und es hat mir beim Lernen von Spanisch eindeutig geholfen. Chinesisch oder Russisch wären toll und für die Wirtschaft sinnvoll, aber es sind halt sehr schwierige Sprachen weil andere Sprachfamilien, da würden sich die Eltern erst recht beschweren. Und ich persönlich find ja die höheren Schulabschlüsse in englischsprachigen Ländern manchmal ganz schön billig, wenn die an die Uni kommen und kein Wort irgendeiner Fremdsprache können.

Beitrag von sneakypie 28.05.11 - 12:18 Uhr

Eben, es geht ja um die allgemeine Hochschulreife, heißt, das Basiswissen, mit dem man an der Uni mithalten können soll.. Und da ist eine Fremdsprache in vielen Fächern unter Standard. Für so gut wie alle Geisteswissenschaften braucht man (zumindest an hiesiger Uni) mindestens zwei Fremdsprachen, tlw. auch zwei moderne. Nach meiner Mathenote hat kein Mensch mehr gefragt, trotzdem musste ich lernen, wie man Vektoren im dreidimensionalen Raum berechnet. Klar, andere aus der Stufe sind in naturwissenschaftliche/technische Fachbereiche gegangen, die brauchten das ganz sicher noch.

>>Chinesisch oder Russisch wären toll und für die Wirtschaft sinnvoll, aber es sind halt sehr schwierige Sprachen weil andere Sprachfamilien, da würden sich die Eltern erst recht beschweren.<<

Bei uns gab es Russisch als Wahlkurs ab der 11. Das haben besonders gern die Russen, die nach der 10 kamen, genommen;-) hat alles Vorteile.

Gruß
Sneak

Beitrag von celia791 27.05.11 - 16:50 Uhr

Hallo,

in deutscher Rechtschreibung habe ich sehr selten Fehler gemacht, aber die Grammatik... ist mir bis heute ein Rätsel.
In Englisch dagegen stand ich immer 1-2, diese Sprache fiel mir in beiden Dingen leicht.
Da ich auf der Realschule war, nahm ich Französisch und war darin keine so grosse Leuchte, immer zwischen 2 und 4.
Meine gleichaltrige Cousine hingegen war auf dem Gymnasium, sie hatte Latein, das habe ich geliebt, habe mit ihr freiwillig gelernt.
Sie selber hingegen war super in Deutsch, Englisch und Latein aber nicht so gut.
Ich denke, es liegt am Kind, wo die Stärken liegen. Sprachunbegabt heisst nicht direkt unbegabt für alle Sprachen.
Manchmal können 5. oder 6. Klässler das sogar selber einschätzen, worin ihre Stärken liegen.

Lg Celia.

Beitrag von fechtwoman 27.05.11 - 20:18 Uhr

Hallo Luka,

hier bei uns in Niedersachsen ist es genauso, wie du schreibst.

Wie hier schon geschrieben wurde, handelt es sich um eine Allgemeine Hochschulreife, und da gehören die Sprachen nun mal dazu. Schließlich muss man auch Physik und Chemie belegen - das braucht doch nun später wirklich kein Mensch, es sei denn er möchte Mediziner oder Laborant etc. werden.

LG

Beitrag von kati543 27.05.11 - 22:46 Uhr

War bei mir damals genauso. Ich mußte das verhaßte Russisch weitermachen - zusammen mit Englisch - eben um mich das Abi offen zu halten. Letztendlich habe ich es auch noch gemacht. Aber ich weiß noch, dass ich viel lieber die anderen Fächer gewählt hätte.
Dein Sohn soll froh sein, dass er nicht zu meinen Zeiten eingeschult wurde. Wir haben in der 5. Klasse mit Russisch begonnen. Und uns hat keiner gefragt, ob wir wollten. Aber ich bin ja auch noch zu Zeiten in die Schule gegangen, als Samstag noch Unterricht war.

Beitrag von claerchen81 28.05.11 - 14:46 Uhr

Hi,

man sollte sich davon lösen, dass am Gymnasium Inhalte eines späteren Berufslebens gelehrt werden. Der Ruf nach mehr Praxis (der meist in die wirtschaftliche Richtung geht) ist insofern sinnfrei, als dass das Gymnasium junge Menschen befähigen soll, eine wissenschaftliche Karriere zu beginnen resp. den Geist soweit zu trainieren in vielen Bereichen, dass ihnen vielfältige höhere Ausbildungen offen stehen. Wie hier schon häufig gesagt, müssen da m.E. sowohl naturwissenschaftliche als auch sprachliche Fähigkeiten ausgebildet werden. Eine Fremdsprache ist doch etwas kurz gefasst, denn nicht jede Sprache lernt sich auf die gleiche Art und Weise (Latein vs. Englisch, Griechisch, Chinesisch und Russisch vs. Französisch o.ä.). Latein liegt vielen Naturwissenschaftlern, an Französisch scheitern sie eher ;-).

Alles zusammen jedoch trainiert das Gehirn.

Ich finde es so unglaublich schade, dass ich die breite des Wissens meines Abiturs danach nie wieder anwenden durfte, denn als Generalist interessiert mich selbst so ziemlich alles (ich war auch überall irgendwie gut, außer in Physik ;-)). Es wäre sehr schade für meine Kinder, wenn man ihnen eine Schmalspurbildung anbieten würde, in dem sie sich ganz früh nur auf ihre Stärken konzentriere können. Es geht ja nicht nur um die Note am Ende, denn die, sein wir doch mal ehrlich, interessiert nur 10 Jahre später kein Schwein mehr.

Gruß, C.

PS: An einer zusätzlichen Sprache scheitert ein Abitur NICHT. Ich habe noch nie erlebt, dass jmd. sein Abitur nicht geschafft hat, weil er schwach in Sprachen war - eher, weil er naturwissenschaftlich unbegabt war.

Beitrag von scotland 28.05.11 - 20:10 Uhr

Hi,

mein Vater (heute über 70) ist ein Matheass. Mathe, Chemie, Physik, Deutsch - alles kein Problem. Er musste früher (also ganz früher :-D) das Gymi verlassen, weil er Französisch nicht hinbekommen hat, egal, wie viel er gelernt hat.

Er machte eine Lehre als Werkzeugmacher, lernte nebenher weiter und machte damals, mit dem Hauptschulabschluss (den er mit genialen Noten bestanden hatte, Realschule gab es nicht), eine Aufnahmeprüfung auf der Uni, die er sofort mit Glanznoten bestand, da Franz nicht geprüft wurde, nur die zum Ingenieurstudium relevanten Fächer. Er wurde als Ingenieur und arbeitete von 25-65, also über 40 Jahre so erfolgreich in seinem Job, dass er noch weitere Jahre auf einem 400€ Job in der alten Firma beschäftigt war und auch heute noch um Rat gefragt wird.

Wir wohnen auch in B-W. Mit den heutigen Bildungssystem hätte er den Abschluss nicht geschafft.
GLG
Scotland

Beitrag von delfinchen 28.05.11 - 21:20 Uhr

Hallo,

ich denke schon, dass er das heute auch geschafft hätte.

Erstens waren die Ansprüche in den Sprachen früher höher, das sehe ich, wenn ich das Lateinabitur meiner Mutter, meiner älteren Schwester und meines vergleiche.

Zweitens kann man seinen Ingenieur heute an der FH machen, dafür benötigt man die fachgebundende Hochschulreife und somit meines Wissens nur eine Fremdsprache.

LG,
delfinchen