Junge oder Mädchen?

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Beitrag von purpur100 27.05.11 - 09:35 Uhr

Hallo zusammen #winke

ich bin noch am grübeln. Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll:

http://de.lifestyle.yahoo.com/eltern/f%C3%BCr-eine-bessere-welt-paar-h%C3%A4lt-geschlecht-seines-kindes-geheim-blog-36-eltern.html

Jemand schon jetzt eine Meinung dazu?
#danke

Beitrag von purpur100 27.05.11 - 11:39 Uhr

zwei Stunden rum und keiner hat eine Meinung dazu.


Na, spätestens im Kindergartenalter wird das Geheimnis gelüftet ;-)

Beitrag von serdes 27.05.11 - 12:34 Uhr

„Wenn man jemanden wirklich kennenlernen will, fragt man nicht danach, was sich zwischen den Beinen befindet"

Da scheine ich eine Ausnahme zu sein. Mich interessiert sehr, ob ich mich grad mit 'nem Weibchen oder einem Männchen unterhalte. Und Männer, die aussehen wie Frauen oder sich auch so benehmen, finde ich ziemlich unsexy. Tja, sorry, so bin ich halt;-)

Ausserdem finde ich diese Eltern ziemlich gemein:

"Beide tragen außerdem auf eigenen Wunsch rosa gefärbte, lange Haare, weshalb sie oft für Mädchen gehalten werden."

Na toll. wie sollen die jemals bei einer landen können. Kein Sex in der Jugendzeit....was ist das für ein Leben?#schock

"Die Kinder werden jedoch allesamt zu Hause unterrichtet"


OMG, die armen Kinder, sowas grenzt doch an Misshandlung.

Beitrag von purpur100 27.05.11 - 13:26 Uhr

"Beide tragen außerdem auf eigenen Wunsch rosa gefärbte, lange Haare, weshalb sie oft für Mädchen gehalten werden."

na, das find ich nun nicht tragisch;-)

"Kein Sex in der Jugendzeit....was ist das für ein Leben?"

Meinst du, die werden zuhause eingesperrt und ständig überwacht?

Beitrag von serdes 27.05.11 - 13:32 Uhr

"Meinst du, die werden zuhause eingesperrt und ständig überwacht?"

Nein, aber was glaubst du wieviele Mädchen (ich gehe mal von einer Heterosexualität aus) sich mit einem Jungen einlassen, der lange rosa Haare hat und für ein Mädchen gehalten wird?

Ich schätze, die Erfolgschancen tendieren da gegen null. Aber wer weiss, vielleicht liege ich da auch total falsch.

Beitrag von purpur100 27.05.11 - 13:48 Uhr

wer weiß? Vielleicht sind rosa Haare bei Jungs demnächst der absolut modisch letzte Schrei ;-)

Wenn man bedenkt, wie die Kiddies heutzutage rumlaufen; das hat sich früher auch keiner vorstellen können.

Beitrag von schullek 27.05.11 - 22:49 Uhr

"Nein, aber was glaubst du wieviele Mädchen (ich gehe mal von einer Heterosexualität aus) sich mit einem Jungen einlassen, der lange rosa Haare hat und für ein Mädchen gehalten wird?

Ich schätze, die Erfolgschancen tendieren da gegen null. Aber wer weiss, vielleicht liege ich da auch total falsch. "

ich glaube wegen genau solcher aussagen haben die eltern beschlossen es so zu handhaben, wie sie es tun.

Beitrag von ayshe 27.05.11 - 13:53 Uhr

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Und Männer, die aussehen wie Frauen oder sich auch so benehmen, finde ich ziemlich unsexy. Tja, sorry, so bin ich halt
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Ich bin da auch so.

das liegt aber daran, daß wir beide wohl reine heteros sind.


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"Beide tragen außerdem auf eigenen Wunsch rosa gefärbte, lange Haare, weshalb sie oft für Mädchen gehalten werden."

Na toll. wie sollen die jemals bei einer landen können. Kein Sex in der Jugendzeit....was ist das für ein Leben?
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Ich habe jetzt leider nicht gesehen oder darauf geachtet, wie alt sie jtzt sind.

Aber ich bin schon sicher, daß die Pubertät da noch einiges beeinflussen wird.

Beitrag von white-blank-page 27.05.11 - 12:35 Uhr

Ich finde es verkrampft.

Also, das Kind hat ein Geschlecht. Warum wird das verschwiegen? Es ist im Prinzip ja nicht änderbar.
Das Kind kann sich auch dann aussuchen, ob es, wie seine Brüder, rose gefärbte Haare tragen möchte oder nicht, selbst wenn alle wissen, ob es nun Junge oder Mädchen ist.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Geheimnis um sein Geschlecht dem Kind auch schaden kann.
"Hallo Storm, willkommen im Kindergarten. Sagst du uns, ob du ein Junge oder ein Mädchen bist?"
"Nein, meine Eltern wollen, dass ich neutral aufwachse."
#schock
Die spinnen, die Amis.
Nur das Umfeld weiss nicht, was das Kind nun ist. Aber die Eltern ja schon. Und das wird sie auch unbewusst beeinflussen. Weil den Menschen einfach alles beeinflusst.
Also ist das Umfeld verunsichert, die Eltern verkrampft, das Kind geschädigt.

Meine Theorie dazu.

Beitrag von purpur100 27.05.11 - 13:32 Uhr

mir ist gerade die Idee gekommen, daß das DAS vielleicht garnicht in den Kindergarten gehen wird. Wenn die Geschwister schon zuhause unterrichtet werden #gruebel

"Also ist das Umfeld verunsichert, die Eltern verkrampft, das Kind geschädigt."

Und warum ist das so? Weils keiner kennt.

Hab gerade überlegt, was wäre, wenn das Kind ein sog. Zwitter, also als Mensch mit beiderlei Geschlechtsmerkmalen geboren worden ist. Da ist es ja fatal, wenn Eltern oder Ärzte frühestmöglich entscheiden und dann eben operativ das Geschlecht des Kindes anpassen. Da wäre ein neutraler Umgang wohl nicht das verkehrteste. Eben solange, bis dieser junge Mensch alt genug ist, um herausgefunden zu haben, was ES ist.

Ich hoffe, ich hab mich nicht allzu verdreht ausgedrückt #schwitz

Beitrag von white-blank-page 27.05.11 - 13:52 Uhr

Ja, aber ich denke dann, der neutrale Umgang, was ist denn das? Gibt es den überhaupt?

Das "normalgeborene" Kind hat ja nicht nur äusserliche Geschlechts-Merkmale. Die Eltern können den Penis zwar verheimlichen, das Kind ist dennoch ein Junge. Vielleicht ein Junge, der gern rosa Haare trägt oder sich die Fingernägel lackiert. Aber er hat einen Penis. Den er später höchstwahrscheinlich auch nutzen wird. Denn die wenigsten Menschen stecken im falschen Körper.

Vielleicht ist Storm aber tatsächlich ein Zwitter. Das meintest du gerade, oder? Dann ist das wohl gut so, denke ich. Dass das Kind neutral erzogen wird.
Wobei ich immer noch denke, es sollte einfach niemals so ein Bohei um die Geschlechtsteile eines Menschen gemacht werden.
Grundsätzlich.

Ein Kind wird als Kind erzogen, es wächst auf mit den Geschlechtsteilen, die es nun einmal hat.
Diese sollten nicht mehr als Wunderwerk erkannt werden, wie jeder andere Körperteil des Kindes auch, sondern einfach ganz normal behandelt werden.

Ich vertrete die Meinung, dass viele Dinge, die wir als geschlechtstypisch einstufen, nicht unbedingt vorgelebt werden müssen, damit sie Anwendung finden.
Die sind einfach da, letztlich prägt uns ja unser ganzes Umfeld.

Da sind wir dann wieder bei Storm angekommen. Es wird ein Bohei um sein Geschlecht gemacht, eben weil niemand genau weiss, was er nun ist. Junge, Mädchen, beides???
Ein Riesenakt jetzt.
Damit ist Storm nicht geholfen, Storm ist ein Versuchskaninchen geltungssüchtiger Eltern.

So. Und jetzt gehe ich los, arbeiten. Und danach ist MEIN WOCHENENDE.#freu

Beitrag von purpur100 27.05.11 - 14:00 Uhr

"Damit ist Storm nicht geholfen, Storm ist ein Versuchskaninchen geltungssüchtiger Eltern. "

Aber nur, weil es publik geworden ist.

"Wobei ich immer noch denke, es sollte einfach niemals so ein Bohei um die Geschlechtsteile eines Menschen gemacht werden. "

Ich denke, es geht weniger darum, ein Bohei um die Geschlechtsteile zu machen als viel mehr darum, welchem Geschlecht ein Kind zuzuordnen ist, also eben dem männlichen oder dem weiblichen.

"Denn die wenigsten Menschen stecken im falschen Körper. "

Angesichts der Masse von Menschen, die es gibt, stimmt diese Aussage wohl ;-)

"Ein Kind wird als Kind erzogen, es wächst auf mit den Geschlechtsteilen, die es nun einmal hat.
Diese sollten nicht mehr als Wunderwerk erkannt werden, wie jeder andere Körperteil des Kindes auch, sondern einfach ganz normal behandelt werden."

Es wird doch auch nicht als Wunderwerk erkannt. Wobei.......... wenn sich alles nicht so entwickelt, wie es "normal" ist, dann.......

http://www.welt.de/gesundheit/article2126690/Zwitter_Mann_und_Frau_zugleich.html

Beitrag von ayshe 27.05.11 - 14:21 Uhr

##
"Damit ist Storm nicht geholfen, Storm ist ein Versuchskaninchen geltungssüchtiger Eltern. "

Aber nur, weil es publik geworden ist.

"Wobei ich immer noch denke, es sollte einfach niemals so ein Bohei um die Geschlechtsteile eines Menschen gemacht werden. "

Ich denke, es geht weniger darum, ein Bohei um die Geschlechtsteile zu machen als viel mehr darum, welchem Geschlecht ein Kind zuzuordnen ist, also eben dem männlichen oder dem weiblichen.
##
Aber der Bohei ist einfach da und meiner Mienung nach ist es zwangsläufig so gekommen.

Ich frage mich, wie diese Kinder leben.

Sie gehen nicht zur Schule, vllt nicht in den Kindergarten.
Wenn sie Kontakt zu anderen Kindern und Menschen haben, wird irgendwann klar, daß es Frauen und Männer gibt, sie sehen Unterschiede und werden auch etwas darüber hören, ganz normal, lesen ebenso.

Und wird man ihnen dann eingebleut haben, jahrelang niemandem zu erzählen, was sie selber sind?
Wie geht das?
Meine Tochter sprach auch über Jungen und Mädchen, wertneutral, aber die Zuordnung kommt schon im kigaalter.
Wie machen diese Kinder das und fühlt sich Storm gut, wenn keiner es zuordnen kann und die Kinder werden fragen usw.


Weißt, was ich meine.
Oder ist das Rapunzel im Turm?


Ich kann mir das nicht vorstellen.

Beitrag von ayshe 27.05.11 - 14:11 Uhr

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"Also ist das Umfeld verunsichert, die Eltern verkrampft, das Kind geschädigt."

Und warum ist das so? Weils keiner kennt.
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Ich würde mich auch komisch fühlen und hätte den Drang zu wissen, was es ist.

ES, es nennt man ein Ungeborenes, bei dem man noch nicht weiß, was es ist.

ES ist ein Neutrum, eine Sache, irgendwie nichts Richtiges.


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Hab gerade überlegt, was wäre, wenn das Kind ein sog. Zwitter, also als Mensch mit beiderlei Geschlechtsmerkmalen geboren worden ist. Da ist es ja fatal, wenn Eltern oder Ärzte frühestmöglich entscheiden und dann eben operativ das Geschlecht des Kindes anpassen. Da wäre ein neutraler Umgang wohl nicht das verkehrteste. Eben solange, bis dieser junge Mensch alt genug ist, um herausgefunden zu haben, was ES ist.
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Dann müssen sie aber wahrscheinlich noch die Pubertät durchlaufen lassen oder?

Und dazu käme dann aber auch, daß es nicht um ein Experiment geht "Woie stark die Prägung von Außen auf das Geschlecht", sondern ES weiß selbst nicht, was es ist.
Klingt für mich schrecklich, ist es für Hermaphroditen sicher auch irgendwann.


Also was diese Leute hier angeht, hätte ich schon Verständnis dafür, wenn es tatsächlich geschlechtlich unklar ist,
wenn es aber eindeutig ein Junge oder Mädchen ist, hm eher nicth.

Beitrag von havanna0804 27.05.11 - 14:48 Uhr

-Hab gerade überlegt, was wäre, wenn das Kind ein sog. Zwitter, also als Mensch mit beiderlei Geschlechtsmerkmalen geboren worden ist. Da ist es ja fatal, wenn Eltern oder Ärzte frühestmöglich entscheiden und dann eben operativ das Geschlecht des Kindes anpassen.-

Das wäre aber auch wirklich der einzige Grund, dieses Verhalten bzw. Experiment zu erklären und Verständnis dafür aufzubringen. Aber wenn es so wäre, dann macht man das ja nicht unbedingt öffentlich. Man tut dem Kind keinen Gefallen mit, es dermaßen in die Öffentlichkeit zu zerren, bloß weil die Eltern so ein reges Mitteilungsbedürfnis haben? Ich denke mal, da steckt was anderes dahinter. Vielleicht erfahren wir es irgendwann;-).

Beitrag von ayshe 27.05.11 - 15:00 Uhr

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Das wäre aber auch wirklich der einzige Grund, dieses Verhalten bzw. Experiment zu erklären und Verständnis dafür aufzubringen.
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Ja, aber ich glaube eben nicht, daß es klappt, weil ich denke, man würde es dann für sich selbst erst wirklich wissen, wenn man die Pubertät hinter sich hat oder?

Und eben die ganze Mittelungsproblematik und die Fragen, die kommen, das klappt nicht jahrelang.



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Ich denke mal, da steckt was anderes dahinter. Vielleicht erfahren wir es irgendwann.
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Genau, purpi bleibt bestimmt dran mit Forscherei dieser Familie ;-)

Beitrag von purpur100 27.05.11 - 18:02 Uhr

#cool

Beitrag von louis.vuitton 05.06.11 - 21:55 Uhr

"Die spinnen, die Amis."

Die Eltern sind KANADIER.

Das Kind ist von Eltern aus Toronto/Kanada.

#nanana

Beitrag von white-blank-page 05.06.11 - 21:57 Uhr

auweia...


#hicks

ich bitte urbia, das zu löschen. wie PEINLICH.

ich bin mir sicher, die haben amerikanische wurzeln. #schein

Beitrag von sarahg0709 27.05.11 - 13:45 Uhr

Hallo,

für mich sieht das wie ein Experiment aus. Am Anfang mag das ja noch gehen, dem Baby ist egal, ob es blaue oder rosa Kleidung trägt.

Und wegen Barbies oder Autos: Mein Lieblingsspielzeug waren Autos. Aber ich habe halt auch gerne Röcke und Kleider getragen. Ich war gerne ein Mädchen und bin gerne eine Frau. Und für mich ist es nicht in Ordnung, wenn das einem Kind verheimlicht werden soll. Ewig geht das sowieso nicht, Und wie nennen sie das Kind dann XYZ?

LG

Beitrag von purpur100 27.05.11 - 13:50 Uhr

Hi,

das Kind hat den Namen "Storm" ;-)

Wie meint du das hier: "Und für mich ist es nicht in Ordnung, wenn das einem Kind verheimlicht werden soll. "

Hilf mir vom Schlauch runter

Beitrag von sarahg0709 27.05.11 - 14:23 Uhr

Hallo,

wenn "Storm" nun 2 Jahre alt ist und fragt, bin ich ein Mädchen oder ein Junge, und die Eltern ihm/ihr das nicht sagen. Das ist dann für mich nicht in Ordnung.


LG

Beitrag von ayshe 27.05.11 - 14:31 Uhr

#pro

Inzwischen habe ich ja nun auch mal mitbekommen, daß es noch ein Baby ist.
Aber genau was du sagst, läßt sich ja nicht vermeiden.
Andere Kinder, auch Erwachsene, Jugendliche, die letzten beiden Gruppen sind äußerlich klar zuzuordnen.

Dieses Kind wird von anderen gefragt werden und selber auch fragen.


(Wie die Eltern das behördlich machen, ist mir sowieso unklar, Krankenkasse, Kindearzt etc.)

Beitrag von marion2 27.05.11 - 13:54 Uhr

Hallo,

es ist in der Tat erschreckend, dass die Eltern den Kindern erlauben, sich die Haare rosa zu färben. Gibt es schlimmeres?

Gruß Marion

Beitrag von purpur100 27.05.11 - 18:04 Uhr

#rofl

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