Wie verhalten?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von darkblue81 27.05.11 - 10:21 Uhr

Hallo und guten Morgen,

entschuldigt den nichtssagenden Betreff.
Letzte Woche hatte ich ja hier geschrieben wegen meinem Sohnemann Jonas und das seine Lehrerin den Proviant der Kinder kontrolliert.

Gestern gab es nun wieder einen, ja wie soll ich sagen, Vorfall?

Als meine Jungs gestern von der Schule kamen, war Jonas schon bedrückt und ich sah, dass er auch geweint hatte. Erst wollte er nicht mit der Sprache raus, nachdem ich aber die Hefte kontrolliert hatte (mache ich fast täglich um auch zu sehen, was sie in der Schule gemacht haben und wie die Hausaufgaben kommentiert wurden) und ich im Schreibheft einen Satz entdeckte:
"Ich darf nicht klauen!"
war ich doch etwas von den Socken und mein Sohn rückte mit der Sprache raus.

Er sagte mir Kind A hätte von Kind B etwas weg genommen und in seinen Ranzen gesteckt.
Nachdem Kind B den Verlust bemerkte, forderte die Lehrerin jedes Kind auf, seinen Ranzen zu leeren und so wurde das Auto bei meinem Sohn gefunden.
Die Lehrerin hätte ihn vor der ganzen Klasse als Dieb tituliert und ihn ausgeschimpft, an einen Einzeltisch gesetzt mit der Aufgabe 10 mal zu schreiben "Ich darf nicht klauen"

So, Kind A bekam ein schlechtes Gewissen und ging zur Lehrerin. Diese hat das aber nicht interessiert und das Kind mit den Worten "Das ist mir egal, der bleibt da sitzen" auf seinen Platz geschickt.
Er musste deswegen auch in der großen Pause im Klassenraum bleiben.

Ich war erst einmal sprachlos und wußte nicht wirklich, ob das so stimmen kann, als es klingelte.

Kind A stand mitsamt seiner Mama vor der Tür (sie wohnen nur zwei Straßen weiter), in Tränen aufgelöst, die Kleine hatte ihrer Mama diese Sache erzählt, es sollte ja nur ein Scherz sein.
Ihre Mama bestand aber, dass sie sich bei meinem Sohn nochmal ordentlich entschuldigt und wollte auch mit mir reden.

Die Mama der Kleinen war sehr aufgeregt und ärgerlich, dass mein Sohn wegen ihrer Tochter bestraft wurde und es der Lehrerin offensichtlich egal war, wie es wirklich gewesen ist und die Kleine ungeschoren davon kam.

Für nächste Woche haben wir der Lehrerin einen Termin vorgeschlagen zum persönlichen Gespräch.

Mein Sohn ist bestimmt kein Lamm und schlägt auch mal über die Stränge, aber das finde ich schon etwas arg, oder?

LG








Beitrag von anarchie 27.05.11 - 10:30 Uhr

Hallo!

Wir hatten das auch gerade:-(

Max ist ein Chaot mit viel Mist im Kopf...keine Frage...

Hier war es som dass er angeblich ein am Biden kiegendes Mädel gegen den Kopf getreten haben soll#schock
Wenn dem so wäre, wäre ich die Erste gewesen, die da sehr massiv sanktioniert hätte(nd in zweifel verfallen wäre, was schiefgelaufen ist..).
Aber: mehrere Kinder konnten bezeigen, dass er nicht getreten hat, Max hat es auch bestritten(nd ich glaube ihm).
Antwort der Leherin:
"Das ist mir jetzt auch egal!"
#klatsch
Auf Max Versuche, sich zu erklären kam nur "ICH rede und will dazu nicht s mehr hören!"

Da ich das aber einen sehr massiven Virwurf finde, bin ich hingegangen und habe darauf bestanden, dass 1. sehr deutlich gemacht wird, dass es nicht stimmt, 2. sich entschuldigt wird bei Max, auch, das er nicht mal die Chance bekam, sich zu erklären#nanana

Die Kinder sind zu klein, sich da behaupten zu können und da ich Gerechtigkeit lebe und das Gerechtigkeitsempfinden meiner Kinder stärken und bestärken will, ist es für mich keine Frage, dass er da 200% Rückendeckung von uns hat.

Da muss man sich vor sein Kind stellen.

lg

melanie

Beitrag von delfinchen 27.05.11 - 10:32 Uhr

Hallo,

oh man, was lässt man da nur auf unsere Kinder los?
Dieses Verhalten geht auf gar keinen Fall. Dein Sohn wird zu unrecht bestraft und das "schuldige Mädchen" hat den Mut, den Sachverhalt richtig zu stellen und es wird überhaupt nicht drauf eingegangen?
Eigentlich gehört es sich, dass sich die Lehrerin bei deinem Kind entschuldigt. Das Mädchen muss nicht bestraft werden, wenn sowas zum ersten Mal vorkam. Es hatte den Mut, einen Fehler zuzugeben (,obwohl sie gesehen hat, wie die Strafe ausfällt) und auch das kann man mal lobend hervorheben (natürlich nicht ohne zu sagen, dass man sowas nicht machen darf).

Schön, dass du nochmal zu einem Gespräch mit der Lehrerin bereit bist, aber ich glaube, ich würde mit sowas dann so langsam doch mal zum Rektor der Schule gehen (und auch, wenn er sich offiziell wahrscheinlich hinter die Lehrkraft stellt, unter vier Augen wird er ihr schon deutlich sagen, dass es so nicht geht).

Alles Gute für das Gespräch,

delfinchen

Beitrag von manavgat 27.05.11 - 11:03 Uhr

Mein Rat:

zur Direktorin und verlangen, dass dieser Vofall geklärt wird, der Lehrerin Hilfen angeboten werden mit schwierigen Situationen umzugehen (die große Pädagogikleuchte schein sie nicht zu sein) und:

die Lehrerin muss sich bei Deinem Sohn vor! der Klasse entschuldigen.

Widrigenfalls würde ich den ganz großen Aufriss machen.


Diese Sache hat mit der anderen nichts zu tun, ich würde das nicht mischen.

Ich kann mich an eine ähnliche Sache erinnern, ich war damals in der 4. Klasse und wurde von einem Kleinlieschen beschuldigt, sie ganz furchtbar verhauen zu haben (war nicht wahr). In der Folge musste ich 300! Mal irgendwas schreiben à la "ich bin ein ganz schreckliches Kind".

Was glaubst Du? Ich habe die Strafarbeit abgegeben, Kleinlieschen so verhauen, dass es sich auch gelohnt hat.

Wie Du siehst, bringen solche Aktionen eher das Gegenteil hervor.

Gruß

Manavgat

Beitrag von umsche 27.05.11 - 11:26 Uhr

Das geschah Kleinlischen aber auch wirklich recht! #pro#freu

Beitrag von locke1910 27.05.11 - 11:50 Uhr

jupp, beim Lesen mußte ich auch grinsen...;-)

Beitrag von darkblue81 27.05.11 - 12:11 Uhr

Hallo Manavgat,

nein, diese beiden Sachen vermischen auf keinen Fall, allerdings war ich mir etwas unsicher, wie ich nun am besten vorgehe ohne gleich als hysterische Übermutti zu gelten.

Danke für deine Antwort

LG

P.S.: Ich an deiner Stelle hätte Kleinlieschen auch verdroschen ;-)

Beitrag von anira 27.05.11 - 15:16 Uhr

*liegt lachend im eck*
jaja mit dir ist nicht gut kirschen essen;)

Beitrag von manavgat 27.05.11 - 15:51 Uhr

#schein

Beitrag von .doctor-avalanche. 01.06.11 - 10:36 Uhr

"Was glaubst Du? Ich habe die Strafarbeit abgegeben, Kleinlieschen so verhauen, dass es sich auch gelohnt hat. "

Und danach hast Du ihr die Adresse vom Weissen Ring gegeben und ihr gesagt: Lerne zu jammern ohne zu leiden oder so etwas in der Art?!??

Beitrag von umsche 27.05.11 - 11:29 Uhr

Diese Lehrerin würde ich melden. Der Schulleitung und eventl. sogar noch der Schulbehörde. Sowas geht ja gar nicht. Dieser Frau spreche ich jedes pädagogische Geschick ab und auch rein menschlich scheint sie eine absolute Niete zu sein. Schlimm, dass man sowas auf unsere Kinder loslässt. Eine Entschuldigung der Lehrerin vor versammelter Klasse (und ich als Elternteil würde dieser Entschuldigung ebenfalls beiwohnen) ist das mindeste, was da jetzt kommen müsste!!!

Beitrag von locke1910 27.05.11 - 11:57 Uhr

Solche Situationen waren bei unserer Grundschule Anlaß für sog. Schulregeln und Klassenregeln - die natürlich auch für den Lehrkörper gelten!
Eine Entschuldigung würde ich auch erwarten; zum einen erschüttert das die "Stellung" der Lehrerin nicht, denn Respekt erringt man nicht durch Strafen, sondern durch gutes Verhalten (ich kann von meinen Kindern keine ehrliche Entschuldigung erwarten, wenn ich umgekehrt nicht auch dazu bereit bin!), zum anderen haben Kinder einen ganz feinen Sinn für Gerechtigkeit - wenn jemand unschuldig bestraft wird, wissen sie genau, daß das falsch ist!
Und das kann sogar noch mehr Unruhe in der Klasse schaffen...
Leider ist es immer noch so, daß Lehrer beim Studium nicht gefragt werden, ob sie sich der Verantwortung, Kindern pädagogisch entgegen zu kommen, überhaupt gewachsen sind - ob sie Freude dran haben, Kindern Wissen nahe zu bringen und sie das Nervenkostüm mitbringen, mit einer lauten, lebhaften Schar von Kindern "fertig zu werden"...

Beitrag von juniorette 27.05.11 - 12:18 Uhr

Hallo,

ich habe nicht die anderen Antworten durchgelesen, aber mein erster Gedanke bei dem gesamten Vorfall, der ja von A und seiner Mutter restlos aufgeklärt worden ist:
ich wütde sofort einen Termin beim Rektor machen und mich über das Verhalten dieser Lehrerin beschweren.
Selbst FALLS dein Sohn der Täter gewesen wäre, ist die Strafe der Lehrerin mittelalterlich und demütigend. Sie hätte deinem Sohn erklären dürfen, dass Klauen was ganz Schlimmes ist (natürlich erklärender formuliert als ich das jetzt gemacht habe) und eine Nachricht an euch Eltern mitgeben können.

Und auch Kind A hätte sie nicht so abbügeln dürfen.

Normalerweise bin ich ja immer dafür, sich die Version der Lehrerin anzuhören, bevor man Radau macht, aber dank A und deren Mutter kann man sich das in deinem Fall sparen.
Genauso würde ich mir meine Energie sparen, was die Lehrerin betrifft und die Situation gleich eine Etage höher (Rektor) eskalieren lassen.
Und auf eine Entschuldigung der Lehrerin gegenüber deinem Sohn vor der ganzen Klasse fordern.

LG,
J.

Beitrag von anira 27.05.11 - 15:12 Uhr

bitte???

diese lehrerin hat den schuss einfach nimmer gehört^^

ich würde nicht bis zum termin warten ich wäre am Montag beim Direx irgend wo is doch schluss


das mädchen sollte sich noch beim opfer selber entschuldigen

mein gott das sind kinder in der 2ten?? klasse nu is aber mal gut frau lehrerin

zumal wenn das mädchen das schon vorher aufgeklärt hat
und deinem sohn die pause verweigert wurde...
wuah ich würde zum stier aber jetzt ist ja bestimmt keiner mehr da.....

Beitrag von knatsel 27.05.11 - 16:23 Uhr

Oh Hilfe!
Wie lange "dürft" ihr noch diese Lehrerin behalten, bis ans Ende der Grundschulzeit oder werdet ihr vorher erlöst??

LG

Beitrag von kawatina 27.05.11 - 17:10 Uhr

Hallo,

schriftliche Beschwerde zu Händen der Schulleitung.
Du willst das doch nicht wirklich in trauter Zweisamkeit klären?

Die Lehrerin hat es nicht interessiert, ob dein Sohn Schuld ist oder nicht.

Das was du vorhast wird den Vorfall nur vertuschen und keinen Nutzen bringen.
Das Gespräch würde ich nur in Anwesenheit der Schulleitung führen und die schriftliche Beschwerde/Aufsichtsbeschwerde dazu direkt in der Tasche haben.
Besonders wenn die Frau das verniedlicht oder abstreitet.
Kann dir auch nur raten einen Antrag auf Klassenwechsel zu stellen, der bei richtiger Begründung auch sehr schnell erfolgen kann.

Du mußt an dein Kind denken. Es sei denn die gesamte Elternschaft steht hinter dir. Dann kann man auch am Stuhl der Lehrerin sägen, was aber selten Aussicht auf Erfolg zeigt. Also Kind da raus holen und nach mir die Sintflut - ist traurig, aber das rate ich dir.

Denn so jemand gibt später die Empfehlungen für die Weiterführende. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, das da manchmal ärgerliche Überraschungen folgen können.

LG
Tina


Beitrag von schokostreusel 28.05.11 - 09:33 Uhr

Wieso, hauptsache das Frühstück ist gesund !#klatsch

Ernsthaft:
Ich würde die Sache mit der Klassenlehrerin klären, aber auch mal an höhere Stelle weitergeben, was sie sich so leistet- für den Wiederholungsfall.