Er fühlt sich nicht wohl in meinem Haus (sorry, lang)

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von allexa 27.05.11 - 11:51 Uhr

Ich lese hier schon sehr lange mit, und heute brauche ich selber mal einen Rat, da ich einfach nicht weiter weiß!

Ich bin mit meinem Lebensgefährten seit sechs Jahren zusammen. Ich habe mit meinem Exmann ein Haus gebaut, welches ich im Zuge der Scheidung behalten habe gegen eine ziemlich hohe Abfindungssumme. Mein Haus steht direkt neben dem meiner Eltern. Meine Tochter war zum Zeitpunkt der Scheidung 4 Jahre alt und meine Mutter war mir bei ihrer Betreuung eine sehr große Hilfe.

Mein Lebensgefährte war erst zwei Monate geschieden, als wir uns kennenlernten. Er hat ebenfalls das in der Ehe gebaute Haus behalten, seine Exfrau und seine beiden Töchter sind ausgezogen.

Es war damals Liebe auf den ersten Blick, und nach einem halben Jahr kam der Wunsch nach Zusammenleben auf (ehrlich gesagt noch mehr von meiner als von seiner Seite). Wir entschieden uns, dass er zu mir zieht, da meine Tochter gerade die erste Klasse Grundschule besuchte und ich sie nicht herausreissen wollte. Außerdem hätte ich an seinem Wohnort keinerlei Betreuung für mein Kind gehabt, es gab auch keine Nachmittagsbetreuung. Weiters hätte sich mein Arbeitsweg von 20 Min. auf eine Stunde verlängert. Er selbst meinte damals, meine Argumente wären stärker, also ziehe er zu mir.

Es ist ihm sehr schwer gefallen, da er sehr an seinem Haus und der dörflichen Lebensart hing. Er wohnte in einem Ort mit 700 Einwohnern, jeder kenn jeden und tratscht über den Gartenzaun oder kommt einfach mal so auf Besuch. Ich wohne in einem Ort mit 8000 Einwohnern, in unserer Gasse wohnen hauptsächlich alte Leute, einfach so mal vorbei kommt niemand (das hat mich allerdings nie gestört, mag das nicht so gern).

Mittlerweile wohnen wir fünf Jahre zusammen, und alle paar Monate wieder bricht es aus ihm heraus, dass er sich hier nicht daheim fühlt. Sein Haus war sein Lebenstraum, genauso wie mein Haus meiner. Da ich nicht zu ihm ziehen wollte, wirft er mir immer wieder vor, er hätte viel mehr für mich in Kauf genommen als ich es für ihn tun würde. In einem Punkt hat er recht: Ich würde nicht zu ihm ziehen, nach wie vor nicht.

Vielleicht macht mich das zu einem schlechten Menschen, aber ich möchte meine Tochter einfach nicht entwurzeln. Sie geht mittlerweile ins Gymnasium an dem Ort, wo ich arbeite und hätte mit dem Zug sicher 1 1/2 Stunden täglich zu fahren. Außerdem hat sie ihre Freundinnen in der Nähe, die Oma nebenan ... Ich selbst würde mich dort auch nicht wohlfühlen. Er kommt spät heim und ich würde ab 14.00 Uhr (arbeite Teilzeit) dort allein hocken. Das nächste Geschäft ist mit dem Auto 20 Minuten Fahrt, es gibt nichts außer fünf Gasthäuser. Die Leute haben einen eigenen Stolz auf ihr Dorf, das liegt einem oder auch nicht. Mir liegt es nicht.

In letzter Zeit hackt er ständig auf mir herum, er beneidet mich um alles, unterstellt mir Sachen, die nicht stimmen. Gestern hat er mir gesagt, dass er in den letzten drei, vier Jahren oft an Selbstmord gedacht hat. Das hat mich schockiert.

Soweit die Fakten. Tatsache ist, dass ich mein Haus nicht aufgeben werde, aus vielen verschiedenen Gründen. Er meint, er muss irgendwie damit klarkommen, aber ich sehe ja, dass er es nicht schafft.

Hat irgendwer eine Idee? Ich bin völlig ratlos.

LG

Allexa

Beitrag von blubb124 27.05.11 - 11:57 Uhr

du willst nicht zu ihm ziehen in SEIN Haus,
er will nicht zu dir ziehen (bzw. wohn ungerne) in DEINEM HAUS..

baut/kaut doch zusammen ein NEUES Haus und trefft euch in der Mitte wo ihr euch beide wohl fühlt.. Kompromisse!?

Beitrag von allexa 27.05.11 - 12:37 Uhr

Tja, da liegt der Hase im Pfeffer. Ich habe ihm von Anfang an gesagt, dass ich hier nicht wegziehen werde, habe immer mit offenen Karten gespielt. Er dachte, er kann so leben, kommt aber immer mehr und mehr drauf, dass es für ihn nicht gut funktioniert.

Ich habe das nicht mal in meiner größten Verliebtheit in Erwägung gezogen, aus verschiedensten Gründen. Jetzt, da die Beziehung eher auf wackligen Füßen steht, werde ich das keinesfalls tun.

Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr hart und unbeugsam. So bin ich nicht. Aber in diesem Punkt gibt es für mich keinen Verhandlungsspielraum.

Ich finde es unfair von ihm, mir jetzt vorzuwerfen, dass ich nicht das gleiche für ihn getan hätte wie er für mich. Die Voraussetzungen waren sehr unterschiedlich, nicht zu vergleichen. Und wir waren uns einig!

LG

Allexa

Beitrag von krokolady 27.05.11 - 14:55 Uhr

na wenn du so egoistisch bist wärs das Beste ihr trennt euch.........eine feste Partnerschaft ist dann wohl eher nix für dich, da du absolut keine Kompromisse eingehen willst und nicht an die Wünsche Deines PArtners denkst

Beitrag von allexa 27.05.11 - 17:54 Uhr

Die Wünsche meines Partners sind mir im allgemeinen sehr wichtig; NUR in diesem Punkt kann/will ich keinen Kompromiss eingehen. Es wäre dann das gleiche nur mit umgekehrten Vorzeichen: Dann wäre ich so unglücklich wie er jetzt. Wem wäre damit geholfen?

Beitrag von krokolady 27.05.11 - 18:02 Uhr

darum ja der Vorschlag der einen Schreiberin:

Verkauft oder vermietet eure Häuser - und kauft oder mietet ein Haus was euch beiden gefällt.

Was machst denn wenn nen Mann kennenlernst, Dich verliebst, der aber 300 km weiter weg wohnt und da ne Firma besitzt oder so....
Man muss doch Kompromisse eingehen, und nicht einfach sagen : ICH will das aber so - egal wie es dir dabei geht

Beitrag von allexa 27.05.11 - 18:12 Uhr

Was hat das dann aber damit zu tun, dass er sein Haus und die Umgebung soo vermisst, wenn er genauso gut woanders leben könnte? Mir kommt es so vor, egal wo, aber nicht bei dir.

Ich bin ansonsten ein kompromissbereiter Mensch, aber in diesem Punkt nicht, das muss ich mir vorwerfen lassen. Ich stehe aber dazu. Ich habe ihn darüber nie im Unklaren gelassen.

Wir konnten nicht wissen, dass es sich so entwickeln wird.

Beitrag von krokolady 27.05.11 - 18:20 Uhr

deswegen schrieb ich ja: trennt euch.......so hat er ne Chance wieder glücklich zu werden.

Beitrag von nick71 28.05.11 - 00:03 Uhr

"Ich finde es unfair von ihm, mir jetzt vorzuwerfen, dass ich nicht das gleiche für ihn getan hätte wie er für mich. Die Voraussetzungen waren sehr unterschiedlich, nicht zu vergleichen. Und wir waren uns einig!"

Es ist sicher nicht fair von ihm, dir das vorzuwerfen...ändert aber nichts an der Tatsache, dass er an "deinem" Wohnort nicht heimisch wird (wofür er nix kann...das macht ja niemand absichtlich).

Wenn es für dich auf keinen Fall in Frage kommt, zu ihm zu ziehen (hat er sein Haus denn überhaupt noch?) oder dich "auf halbem Weg" mit ihm zu treffen, werdet ihr wohl über kurz oder lang darüber nachdenken müssen, wieder getrennt zu wohnen und so ggf. eine Fernbeziehung zu führen.

Ob die Beziehung das übersteht, ist wieder eine andere Frage...aber so wie jetzt kann es ja auch nicht ewig weitergehen.

Beitrag von dore1977 27.05.11 - 12:01 Uhr

Hallo,

wer sagt den das ihr zusammen leben müsst ? Er kann doch einfach wieder zu "sich" ziehen und dann trefft ihr Euch am WE oder er kommt mal eine Woche zu Dir, dann seit ihr vielleicht mal ein WE bei ihm oder oder oder......

Zusammen zu leben hat doch viele verschiedene Formen ihr müsst nur die passende für Euch beide finden.

Für uns ist zB eine WE- Ehe das beste Model, mein Mann kann in der Weltgeschichte rumbutschern und ich kann hier unter der Woche auch "mein" Ding machen. Auf den Urlaub freuen wir uns dann immer ganz besonders doll #verliebt

LG dore

Beitrag von scrollan01 27.05.11 - 12:05 Uhr

Kompromiss wie eine schrieb oder jeder in sein Haus wie die andere schrieb!

#winke

Beitrag von allexa 27.05.11 - 12:39 Uhr

Jeder in sein Haus ist etwas, gegen das ich mich lange gewehrt habe. Mittlerweile wäre es mir immer noch lieber, als die Beziehung zu beenden. Es ist für mich aber auch sehr unklar, ob und wie es dann weiterginge. Im Notfall werde ich das aber ausprobieren müssen.

LG

Allexaq

Beitrag von mitti8 27.05.11 - 12:07 Uhr

So spontan würde ich sagen, dass sein Gefühl nichts mit der Wohnsituation an sich zu tun hat. Wenn es alle paar Monate einmal aus ihm herausbricht und er den Rest der Zeit, sagen wir mal, glücklich zu sein scheint.

Dann das mit den Selbstmordgedanken. Nur weil man mit der Wohnsituation nicht zufrieden ist, denkt man ja nicht an Selbstmord. Zusätzlich ist da noch der Neid und die Unterstellungen. Gabs die schon immer, fällt dir das erst jetzt auf oder gibt es die definitiv erst jetzt?

Kann es sein, dass da etwas anderes im Busch ist?

Beitrag von allexa 27.05.11 - 12:33 Uhr

Danke für deine Antwort!

Manchmal denke ich auch, dass es nicht nur allein an der Wohnsituation liegen kann. Er hat mir nämlich auch schon vorgeschlagen, sich zusammen etwas Neues zu suchen. Wenn er nun tatsächlich an seinem Haus und seiner Umgebung soo hängt, bekommt er sie ja unter diesen Umständen auch nicht zurück. ABER - ich hätte das dann auch nicht mehr.

Irgendwie kommt es mir mehr und mehr so vor, als würde er mich einfach furchbar beneiden, ein paar Beispiele weiß ich auch:

Ich habe meine Mutter nebenan und hatte immer jemanden für meine Tochter. Er und seine Frau hatten das nicht, waren dann zusammen im Gasthaus mit Babyfon. Heute meint er, sich deswegen rechtfertigen zu müssen.

Meine Tochter konnte sich z. B. aussuchen, ob sie mit mir einkaufen fährt oder bei der Oma bleibt. Er wirft mir vor, dass sie ja immer die Wahl hatte. Na und, das ist doch was gutes. Auch da glaube ich, ist einfach Neid dahinter.

Er hackt auch auf meiner Familie herum, wir wären alle Einsiedler, weil wir halt nicht solche "Hans Dampf in allen Gassen" sind, die ständig weggehen oder Besuch kriegen. Ich bin ihm zu langweilig, hat er gestern gemeint. Ich bin eher ein ruhiger Typ, er braucht immer irgendwas, einen Kick, ein Ziel, ... Ich habe das nicht so, da entwertet er mich öfters. Ich bin aber zufrieden mit meinem Leben.

Außerdem wirft er mir immer vor, ich wäre ja soo gescheit und wüßte ja sowieso alles am besten. Ich bin in den letzten Jahren selbstsicherer geworden und kann zu mir stehen - ich glaube, damit kommt er auch nicht so gut klar, er wirft mir "übersteigertes Selbstbewußtsein" vor.

Er hatte eine schlechte Kindheit und hätte eine Menge aufzuarbeiten, das macht er aber nicht. Er mault, aber er setzt keine Schritte zur Veränderung.

Und schuld an allem bin seiner Meinung nach anscheinend ich.

Beitrag von mitti8 27.05.11 - 13:02 Uhr

Uuhhh, er wirft dir vor, du wärst so gescheit? Übel. Das hat mein Vater bei meiner Mutter und mir auch immer gemacht. Er war immer auf unsere Beziehung eifersüchtig, hat aber selbst nichts dazu beigetragen, sich mit mir auseinander zu setzen.

Der Neid und das Herabwürdigen sind auch sehr üble Dinge. Mein Exfreund hat das auch gemacht. Zum Schluss wurde es schlimmer. Alles was ich hatte und mir geschaffen habe war nichts Wert. Er zog bei mir ein und hat gleich angefangen, die Wohnung umzugestalten. Sogar die Küche wollte er neu haben.

Das mit dem selbstsicherer werden, kommt mir auch bekannt vor. Ich bin eine sehr kleine zierliche Frau, die bei Männern sofort den Beschützerinstinkt weckt. Das hat mein Ex anfangs anscheinend genossen. Als er herausgefunden hat, dass ich nicht das hilfsbedürftige Mäuschen bin, wurde es ihm zuviel. So kams mir vor. Vielleicht hat dich dein Freund auch unterschätzt und durch sein mangelndes Selbstbewußtsein kommt er nun damit nicht klar.

Ich denke Manavgat hat da schon recht. Da muss schon eine Paartherapie her.

Beitrag von manavgat 27.05.11 - 12:29 Uhr

In letzter Zeit hackt er ständig auf mir herum, er beneidet mich um alles, unterstellt mir Sachen, die nicht stimmen. Gestern hat er mir gesagt, dass er in den letzten drei, vier Jahren oft an Selbstmord gedacht hat. Das hat mich schockiert.


Ehrliche Meinung?


Es geht nicht um das Haus, es geht - wie meistens - um die Macht.


Ich würde keinesfalls in sein Haus ziehen, schon allein wegen dem Kind nicht.

Wenn Du ihn behalten willst, und das kannst nur Du wissen, dann werdet ihr eine Paartherapie brauchen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von allexa 27.05.11 - 12:45 Uhr

Danke für deine Antwort, es tut gut, einmal verstanden zu werden!

Dass es um die Macht geht, ist durchaus möglich. Er hat ein Problem damit, dass ihm hier nichts gehört.

Je länger ich hier schreibe, umso mehr wird mir bewußt, wieviele Baustellen er eigentlich hat. Einmal will er nur sein Haus, dann wieder was neues suchen, dann ist das Problem, dass ihm nichts gehört, dann bin ich zu langweilig, dann geht es mir einfach zu gut .....

Vor zwei Jahren hat er einige schwere Panikattacken gehabt - an denen bin natürlich auch ich schuld. Er war eine zeitlang bei einer Psychologin, hat es dann wieder schleifen lassen, lässt hin und wieder anklingen, er sollte wieder hingehen, macht es aber nicht. Eigentlich ist er ein total zerrissener Mensch. Das würde niemand glauben, der ihn kennt, nach außen hin ist er immer lustig und gut drauf. Der Eindruck, den er nach außen macht, ist ihm sehr wichtig. Mir ist das eher egal was andere von mir denken.

Wir haben im September ein Paarwochenende gebucht (Imago-Therapie). Hoffentlich halten wir es so lange aus.

Liebe Grüße

Allexa

Beitrag von polar99 27.05.11 - 13:22 Uhr

Habe ich es richtig verstanden, ihr wohnt seit 5 Jahren zusammen und solange hat er auch sein Haus nebenher behalten???

Vielleicht hat er immer noch bei Dir das Gefühl, dass es nicht "sein" Haus ist und er sich deswegen unwohl fühlt?
Hatte er die Chance sich irgendwo mit einzubringen (Einrichtung, Umgestaltung etc.)?

Als mein Partner zu mir zog, hat es auch eine Weile gedauert, bis er sich rundherum "heimisch" fühlte. Er hat seine Wohnung komplett aufgegeben und ab und an kamen auch so ein paar Andeutungen.

Bis er meinen Keller (zum Heimwerken) und den dazugehörigen Garten für sich entdeckte. #schwitz Und da nun Axt und Rasenmäher schwingt und Anweisungen gibt #heul

lg polar

Beitrag von allexa 27.05.11 - 13:27 Uhr

Ja, er hat sein Haus behalten, er hat es an einen Freund von ihm günstig vermietet.

Da ich die Kosten für Rückzahlung und Erhaltung meines Hauses inkl. aller Nebenkosten allein trage, bezahlt er überwiegend die Anschaffungen, die wir tätigen. Er hat die Terrasse überdacht und vefliest und sie ist jetzt wunderschön, wir haben ein Gartenhaus errichtet, die Fassade gemacht, Stiegen verfliest, Wohnzimmereinrichtung angeschafft. Aber er hat halt das Gefühl, dass ich das letzte Wort über alles spreche, weil es mir gehört. Dabei lasse ich ihn machen, wie er will (okay, anfangs weniger, mittlerweile aber schon).

Mein Auto steht seit Jahren nicht mehr in der Garage, damit er einen Werkraum hat.

Ansonsten bringt er sich nicht viel ein, ich mache den ganzen Garten allein, er arbeitet lieber ins einem Verein oder in seiner Firma. Das Problem durchzieht eigentlich unser ganzes Leben.

Ich habe einfach das Gefühl, was ich tue, ist nie genug - Denn er ist zu mir gezogen und ich nicht zu ihm. Anscheinend kann das nichts aufwiegen:-(

Beitrag von polar99 27.05.11 - 13:34 Uhr

Ok, dann liegt das Problem wirklich tiefer. Wir konnten den Ausgleich schaffen, dass mein Partner bestimmte Bereiche für sich "eroberte", wo er auch quasi "regiert". ;-) Und anscheinend geht er darin auf und somit fühlt er sich damit auch zu Hause.

Allerdings zahlt mein Partner hier auch für alles die Hälfte.

Vielleicht ist dann wirklich eine Paarberatung das beste für euch. Mit der Variante, dass mein Partner ausziehen würde und jeder in seinem Haus lebt, damit könnte ich wahrscheinlich auch nicht leben. Es würde nicht meiner Vorstellung von einer gefestigten Partnerschaft und Lebensmodell entsprechen.

lg polar

Beitrag von allexa 27.05.11 - 17:58 Uhr

Das war auch immer meine Meinung zu getrennten Wohnsitzen. Aber wenn die einzige Alternative die Trennung ist, wäre ich doch bereit, es zu versuchen. Ich möchte ihn schließlich nicht erpressen.

Allerdings glaube ich nicht, dass es gut laufen würde. Ich nehme an, er würde in seinem Haus herrichten, renovieren, verschönern, vorzugsweise am Wochenende, da er während der Woche lange arbeitet. Ich würde dasselbe bei mir zuhause machen. Ich denke nicht, dass wir längerfristig auf einen grünen Zweig kommen würden.

Beitrag von diebina 27.05.11 - 14:59 Uhr

ich hab die anderen Antworten jetzt nicht gelesen...eins ist mir aber in deinem Text aufgefallen: er macht DICH verantwortlich für seinen Umzug, für seine Selbstmordgedanken, für sein Unglück.

und das ist absolut ungerecht und falsch!

ich bin vor 6 Jahren 300km zu meinem jetzigen Mann gezogen und käme NIE auf de Idee ihn vernatwortlich zumachen.

ich hatte mich dafür entschieden, ICH bin für mein Glück verantwortlich...und DAS sollte Dein Partner schnellstens begreifen.

was will er denn? Dich verlassen und wieder zurück gehen? Reisende soll man nicht aufhalten. (sorry, wenn das hart klingt, ist aber so.)
Frag ihn, was er will... und dann soll er es tun - ohne wenn und aber.

gruß
die bina

Beitrag von allexa 27.05.11 - 17:49 Uhr

Hallo Bina!

Das ist ja das Problem - er weiß nicht, was er will. Er will hier nicht leben und er will die Beziehung nicht beenden. Kürzlich meinte er, dass sein Leben perfekt wäre, wenn ich zu ihm ziehen würde. Da täuscht er sich aber, denn dann wäre ich so unglücklich wie er jetzt - und das würde ihm sicher auch nicht gefallen.

Er ist beruflich selbständig und gut in seinem Job, aber privat ist er absolut nicht lösungsorientiert. Er ist es seit jeher gewohnt, unangenehme Dinge zu verdrängen, und irgendwann funktioniert das eben nicht mehr. Aber er hat nie gelernt, anders an sowas heranzugehen.

Manchmal sagt er auch, er ist eh selbst schuld, aber ändern tut er trotzdem nichts.

LG

Allexa

Beitrag von diebina 27.05.11 - 18:45 Uhr

schwierige Situation... ich würde ihm aber trotzdem Druck machen eine Lösung zu finden..

denn nicht nur ER ist für SEIN Glück verantwortlich, sondern auch Du für DEINS! soll heißen: wenn er dauerhaft keine Lösung herbeiführen will/kann, so wirst irgendwann DU eine Lösung herbeiführen (müssen), um DEIN Glcük nicht zugefährden..

wie wäre es denn mit einem Sportverein, frewillige Feuerwehr o.ä. damit er sich besser zur Gemeinschaft zugehörig fühlt?

LG
bina

Beitrag von allexa 27.05.11 - 23:23 Uhr

Er ist in einem Verein, allerdings in seinem Heimatort. Dort fühlt er sich natürlich sehr wohl. Ich habe nicht den Eindruck, dass er wirklich versucht hätte, sich in meinem Ort zu integrieren. Es gäbe zwei Männer, die er mal auf ein Bier anrufen könnte, macht er aber nicht. Er hat auch nicht sehr viel Zeit, aber wenn er wollte, ginge schon was.

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