Krippe oder Tagesmama - was ist besser???

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von jazzmin84 27.05.11 - 13:37 Uhr

Hallo ihr lieben,
mein kleiner ist jetzt, weil ich an zwei Tagen die Woche arbeiten bin, seit einem Monat jeden Montag und Dienstag bei einer Tagesmama und hat sich gut eingewöhnt (einen Krippenplatz haben wir nicht bekommen).

Nun eröffnet in unserer Nähe ab November eine neue Kinderkrippe und wir würden einen Platz bekommen...

Ich bin hin und hergerissen. Auf der einen Seite hat sich mein Sohn gut bei der TM eingewöhnt und fühlt sich wohl, allerdings denke ich das die Krippe doch etwas kindgerechter ist (gemeinsames Singen, Ausflüge etc.). Bei unserer TM ist es oft sehr hektisch (meist sind 5 Kinder da) und die Kinder laufen halt neben dem Haushalt mit. Ausflüge oder so gibt es nicht, allerdings hat die TM ein Haus mit Spielzimmer und einen schönen Garten zum spielen. Die Kinder sind bei schönem Wetter viel draußen... In der Krippe müsste mein Kleiner sich auch neu eingewöhnen, war bei der TM allerdings kein Problem...

Wie würdet ihr euch entscheiden? Wie sind eure Erfahrungen?
Muss noch sagen, dass die Krippe sogar 60-70 € teurer ist als die TM (ist für mich aber nicht ausschlaggebend)...

LG Jazzmin

Beitrag von susa31 27.05.11 - 13:44 Uhr

ich würde mich immer wieder für die krippe entscheiden, einfach schon deshalb, weil es dort eine gewisse form der kontrolle gibt - bei der tagesmutter wäre ich - das ist aber natürlich absolut ansichtssache - immer unruhig, weil niemand weiß, was dort hinter geschlossenen türen läuft. ein weiterer vorteil der krippe ist für mich die "versorgungssicherheit" - mein kind wird gut betreut - egal, ob jemand krank ist oder urlaub hat.
ob es bei der tm hektischer ist als in einer größeren gruppe, weiß ich nicht - aber dieses "neben dem haushalt mitlaufen" würde mich extrem stören.
mein sohn fühlt sich jedenfalls in seiner krippe extrem wohl, hat auch wahnsinnig viel gelernt in den letzten monaten. aber letztlich steht und fällt das alles mit der qualität der betreuung und damit, ob das kind mit der betreuungsperson klarkommt. wir haben zwei ganz liebe erzieherinnen, an denen die kinder wahnsinnig hängen; insofern passt das gut.

Beitrag von schnitte19840 27.05.11 - 20:03 Uhr

Im Kindergarten/Grippe passieren auch immer wieder sachen.

Beitrag von laucis 27.05.11 - 13:53 Uhr

Hallo Jazzmin,

ich glaube die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

Ich persönlich würde immer die Krippe vorziehen. Wie meine Vorrednerin schon schrieb, ist einfach eine gewisse Kontrolle gegeben und was hinter den Türen einer Tagesmutter passiert, man weiß es nicht. Zumal die Ausbildung ja nicht gerade sehr anspruchsvoll sein soll.

Meine Tochter geht auch in die Krippe, allerdings nur 3 Tage für ein paar Stunden. Die Erzieherinnen waren schon bei mir damals im Kindergarten und somit habe ich ein wirklich gutes Gefühl.

Schau dir die Einrichtung in Ruhe an, frage was so alles geplant und gemacht wird und dann stelle es gegenüber. Du musst entscheiden, worauf du Wert legst.

Viel Erfolg bei der Entscheidung!

Viele Grüße

Laura

Beitrag von lisasimpson 27.05.11 - 14:00 Uhr

ich stimme da mit meinen vorschreibern überein- ich würde mich immer für eine krippe entscheiden.
allerdigns würde ich mich auch immer für eine regelmäßige betreuung (mindestens 4 tage pro woche- am besten so wie die gruppe stabil ist- also 5 tage die woche) entscheiden.

tagesmutter käme für mich nicht in frage


lisasimpson

Beitrag von merlin7marcus 27.05.11 - 15:28 Uhr

Hallo,

wir haben eine Tagesmutter, allerdings in einer anderen Form. D.h. es haben sich 5 Tagesmütter zusammen geschlaossen, haben zwei Wohnungen gemietet und kpmmern sich um insgesamt 18 Kinder. Das Beste was uns passieren kann. Ist mal eine krank ist das kein Problem und es ist auch "öffentlicher".

Unsere Tochter fühlt sich da wesentlich wohler als in einer Kinderkrippe, da ist sie irgendwie untergegangen, haben das nämlich zuerst probiert.

Liebe Grüße

Yvonne

Beitrag von haruka80 27.05.11 - 14:04 Uhr

Huhu,

ich bin nun selbst Pädagogin und hab viele Jahre in nem Hort gearbeitet, daher bin ich immer für die Krippe. Die Erzieher sind ausgebildet und meist kann eine Krippe mehr anbieten als eine TaMu.
Außerdem wäre dann einmal die Eingewöhnung in die Krippe/KiTa und nicht erstmal TaMu-Eingewöhnung und dann nochmal KiTa mit 3. Das KANN problematisch werden, weil Kinder mit 3 manchmal mit so großen Gruppen und der Lautstärke Probleme haben, wenn sie vorher gemütlich zu dritt, viert, fünft bei ner TaMu waren.
Ich würde ne Tagesmutter immer empfehlen, wenn n kind noch sehr jung ist, viel Aufmerksamkeit braucht, es ein bisschen "wie zu Hause" sein soll und natürlich wenn man ne Betreuung braucht und nix findet-besser als gar nix!
Ansonsten bin ich absolut für ne KiTa, zumindest Kinder ab 20/22 Monaten haben die persönliche Abnabelung von der Mama ja schon durch und für die stellt ne kiTa oft auch kein Problem mehr dar. Bei jüngeren kann es manchmal in der KiTa mit vielen Kindern und wenig Erziehern schwierig werden.
Ich würde an deiner Stelle die Krippe wählen, aber das ist auch viel Einstellungssache und kommt aufs Kind an


L.G.

Haruka

Beitrag von a79 27.05.11 - 15:08 Uhr

Hallo Jazzmin,

letztendlich kannst natürlich nur Du entscheiden aber ich war in der gleichen Situation und habe mich für die Tagesmutter entschieden.
Ausschlaggebend für mich war:
-bei der Tagesmutter sind nur max. 5 Kinder und keine 20 (ich hätte einen KiGa- Platz in einer U3-Gruppe gehabt)

-es ist sehr familiär (ich will gar nicht, dass mein Sohn die ganze Zeit bespielt wird, zu Hause wird ja auch der Haushalt nebenbei gemacht)

-wenn er mal allein ist oder nur noch ein anderes Kind, geht die Tagesmutter auch mit den Kleinen einkaufen, oder sogar mit ganzer Familie zum Fußballtraining -kurzum, die kleinen machen alles mit wie in einer Familie auch

-die Schlafenszeiten werden ganz individuell gehandhabt#pro

-flexibler geht es kaum!

- Essen wird jeden Tag frisch gekocht

- die Kinder gehen immer raus, die Chemie stimmt und vor allem mein Sohn fühlt sich sehr wohl...

Danach habe ich mich entschieden und nächstes Jahr kommt er mit drei Jahren in den Kindergarten, in den mein großer Sohn jetzt auch geht.

LG

Andrea mit ihren beiden Juns

Beitrag von a79 27.05.11 - 15:13 Uhr

Wobei ich zusätzlich Glück habe und meine Tagesmutter auch gelernte Erzieherin ist, die weiß, was sie tut und zu den Eltern ein sehr gutes Verhältnis aufbaut, da sie sehr transparent ist in ihrer Tätigkeit.
Ich kann aber gut verstehen, dass viele hier die fehlende Kontrolle als kritisch sehen und würde selbst befürworten, dass eine solche Kontrollinstanz eingeführt würde, selbst, wenn ich im Moment bei unserer Tagesmutter keine Sorge habe, dass sie sich vollkommen richtig verhält.

Lg

Andrea

Beitrag von dentatus77 27.05.11 - 15:40 Uhr

Hallo!

Ich kann dir nur zustimmen.
Meine große ist bereits seit 20mon bei der Tagesmutter, auch hier bleiben die Kinder nur bei größtem Sauwetter drinnen.
Was die Kontrolle angeht: Bei uns schaut immer mal das JA unangemeldet vorbei, es gibt also Kontrolle. Außerdem sind wir selber zum Anschauen relativ unangemeldet bei der Tagesmutter reingeschneit, konnten sehen, wie die Kinder dort betreut werden und auch die Regeln dort wurden uns so deutlich. Aber man muss natürlich Vertrauen haben, das gilt allerdings auch in der Krippe.

Und eine Tagesmutter kann sich einfach sehr individuell um die Kinder kümmern, die Wahrscheinlichkeit, dass bei 20 Kindern mehr als 4 gleichzeitig jemanden brauchen, ist meiner Meinung nach größer, als dass bei 5 Kindern mehr als ein Kind Aufmerksamkeit braucht. Zumal der Betreuungsschlüssel in vielen Kitas ja auch noch schlechter ist als 1:5.

Von der Flexibilität will ich gar nicht reden - bei uns gibt es kaum Krippen, die nach 17:00 noch geöffnet haben, und wenn, dann zahlt man diese späten Zeiten teurer. Dabei kenn ich mehr Vollzeitkräfte mit Arbeitszeiten von 9:00-18:00 als von 7:30-16:30. Die frühen Zeiten bietet aber jede Krippe an, das nützt der Mutter, die um 10:00 im Einzelhandel beginnen muss, aber herzlich wenig #augen.
Und wenn einem die Betreuungszeit bis 17:00 ausreicht, weil man ja nach der Arbeit im Eiltempo zur Krippe eilen kann und es gerade so schafft, wird man von den Erzieherinnen spätestens beim 3. Mal schief angeschaut, weil man im Stau stecken geblieben ist und erst um 17:05 an der Krippe war. Bei mir kann es immer mal vorkommen, dass es später wird, letzte Woche hatte ich mich sogar 2* um 15min verspätet (ich muss dazu sagen: meine Tochter ist fast immer das letzte Kind, was abgeholt wird), auf meine Entschuldigung sagt die Tagesmutter nur lächelnd: Wir sind ja da, ist schon OK. Dabei lächelt sie sogar noch.

Aber ich hätte ohnehin keine Wahl gehabt. Ich musste aufgrund meiner Selbstständigkeit meine Tochter schon mit 3mon zur Tagesmutter geben, bei uns gibt es aber keine Krippe, die Kinder unter 6mon nimmt. Wobei ich den Unterschied zwischen 3 und 6mon nicht sehe. Ganz im Gegenteil: Mit 3mon macht ein Säugling kaum arbeit, man legt es hin, und das Kind ist zufrieden, wenn es eine Bezugsperson irgendwie im Auge hat. Ein 6mon altes Kind hat da schon andere Ansprüche.

Liebe Grüße!

Beitrag von alkesh 27.05.11 - 18:33 Uhr

20 Kinder in einer Gruppe #schock bei uns sind es 10 auf zwei Erzieher und eine FSJ/Praktikanten-Stelle

-es ist sehr familiär (ich will gar nicht, dass mein Sohn die ganze Zeit bespielt wird, zu Hause wird ja auch der Haushalt nebenbei gemacht)

< bei uns auch, ist ein Elternverein, es gibt Elterndienste sowie "Gleitzeit", die Kinder müssen sich auch schon mal alleine beschäftigen >

-wenn er mal allein ist oder nur noch ein anderes Kind, geht die Tagesmutter auch mit den Kleinen einkaufen, oder sogar mit ganzer Familie zum Fußballtraining -kurzum, die kleinen machen alles mit wie in einer Familie auch

< bei uns geht die Gruppe alle zwei Wochen in ein Altenheim, dazu noch div. Ausflüge und natürlich Spielplatz >

-die Schlafenszeiten werden ganz individuell gehandhabt

< kenn ich auch nicht anders. Kind müde, Kind wird hingelegt >

- Essen wird jeden Tag frisch gekocht

< bei uns auch, kein Bringdienst >

- die Kinder gehen immer raus, die Chemie stimmt und vor allem mein Sohn fühlt sich sehr wohl...

< dito >

Siehste, kann man auch in einer Krippe haben :-p

LG

Beitrag von derhimmelmusswarten 27.05.11 - 19:16 Uhr

Eine Tagesmutter käme für mich nicht in Frage. Und dass die Kinder bei eurer neben dem Haushalt laufen, ist nicht rechtens, soweit ich weiß. Es ist ihr Job und das heißt, sie muss sich um die Kinder kümmern und nicht ihre privaten Dinge erledigen. Ich finde Krippe toll. Ich würde den Wechsel also machen.

Beitrag von schnitte19840 27.05.11 - 20:12 Uhr

Ich würde ihn bei der Tagesmutter lassen.

Klar muss die Tagesmutter auch mal bissle aufräumen und für die Kinder kochen.Doch ich denke nicht das sie zum großputz kommt.

Ich weiß ja nicht was ihr für ne Tagesmutter habt aber wir singen auch zusammen oder fahren auf große Spielplätze oder wenn größere Kinder da sind waren wir auch schon im Tierpark.
Wir sind bei schönem Wetter immer draußen.

#winke