Was spricht gegen eine PDA?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von luisami 27.05.11 - 14:24 Uhr

Irgendwie verlockend der Gedanke an eine "schmerzfreie" Geburt. Ist doch sicherlich entspannter und auch für die Mama besser zu genießen wenn das Baby kommt.
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe mich noch gar nicht über die PDA informiert, weiß also eigentlich nur dass sie Schmerzen nehmen kann und mehr nicht. Deswegen frage ich euch, was spricht dagegen?

Danke euch schon mal für die Antworten!

Beitrag von dentatus77 27.05.11 - 14:27 Uhr

Hallo!

Das Einzige, was mir einfällt, ist, dass zum Legen der PDA oftmals kurzfristig Wehenhemmer eingesetzt werden, da die werdende Mutter ja absolut still halten muss, da wäre eine Wehe natürlich riskant.
Und diese Wehenhemmer können den Geburtsvorgang dann verzögern. Darum macht man die PDA auch nicht mehr, wenn die Wehen allzu häufig kommen.

Liebe Grüße!

Beitrag von coolmum 27.05.11 - 14:28 Uhr

Hey,

also dagegen spricht grundsätzlich mal nichts. Aber ich würde mir jetzt keine PDA verpassen lassen wenn ich den Wehenschmerz ohne Probleme bewältigen könnte.

Bei meinem Sohn konnte ich einfach nach 8 Stunden heftigsten Wehen nicht mehr und hab sie mir dann geben lassen. In dem Moment war es mir völlig egal ob die da in meinem Rücken rumstochern, hauptsache die Schmerzen sind dann weg.

Wer weiß wie die nächste Geburt verläuft, wenn alles recht zackig geht, dann verzichte ich drauf.

Ich habe die Stelle an der die PDA gelegt wurde monatelang danach noch gespürt. Bei blöden Bewegungen hats immer wieder mal gezwickt.

Also ohne Grund - niemals, aber wenns nicht mehr geht, dann gerne wieder!

LG

Beitrag von karbolmaeuschen 27.05.11 - 14:41 Uhr

Wie wäre es mit HypnoBirthing?
Darunter kann man auch schmerzfrei entbinden, ganz ohne Nebbenwirkungen...

http://www.mankau-verlag.de/verlagsprogramm/besser-leben/mongan-marie-f-hypnobirthing/

LG Silke

Beitrag von lucyfe 27.05.11 - 14:50 Uhr

Hi,

für mich sprechen viele Dinge dagegen:
1. Die Geburt sollte für mich möglichst natürlich sein, also mit allem Drum und Dran (ist aber einfach Einstellungssache)
2. Ich will nicht in den natürlichen Geburtsverlauf eingreifen, aus Angst, ihn dadurch irgendwie kaputtzumachen (Wehen hören auf, werden schlechter etc.)
3. Ich will keine invasiven Eingriffe an meinem Rücken
4. Ich will nicht, dass mein Baby unter Einfluss von "Drogen" geboren wird, also sprich dass es selbst oder ich in irgendeiner Form benebelt sind... Viele behaupten, die PDA würde nicht auf das Kind wirken. Aber Hebammen aus dem Geburtshaus meinten, sie hätten früher in kliniken gearbeitet und wären im Grunde erstaunt, wie lebhaft Kinder sein könnten, wenn man sie nur "normal" entbindet... Also laut Erfahrung macht es durchaus für das Baby Unterschiede.
5. Finde ich den gesamten Prozess des Schmerzes und des Öffnens unheimlich wichtig für das Kind-Kriegen. Ich kann es irgendwie nicht beschreiben, aber im nachhinein würde mir doch das Wichtigste fehlen, wenn ich anfangs nicht gespürt hätte, wie ich dieses Kind gebäre...

Und: ich freue mich schon auf meine Wehen...:-) Und ich bin nur Masochist, weil ich weiß, dass meine Hormone dafür sorgen, dass ich das alles ganz locker nehme (spätestens nach der Geburt).;-)

lG
Lucyfe

Beitrag von nanunana79 27.05.11 - 14:52 Uhr

Hey,

natürlich gibt es bei einer PDA Komplikationen und Risiken. Die sind zwar sehr selten, aber wenn Du danach fragst. Dabei ist natürlich die Infektionsgefahr, manche Frauen klagen danach über Kopfschmerzen, Blutungen usw.
Das würde Dir aber ein Anästhesist genau erklären. Grundsätzlich spricht aber nix gegen eine PDA. Sie muss halt früh genug gesetzt werden, weil man kurz vor den Presswehen keine mehr machen kann. (Das war bei mir der Fall).

Informier Dich einfach im Vorfeld, z.B. beim Geburtsgespräch im KH und füll am besten schon mal den Aufklärungsbogen aus. Da hat man mit Wehen nämlich keine Lust mehr zu.

LG

Beitrag von hoppler 27.05.11 - 14:54 Uhr

Hey,

ich kenne einige Geschichten bei denen das legen der PDA zu einem Teufelskreis aus Wehenhemmer und Wehenförderer geführt hat, die die Geburt dann nur noch weiter verzögert haben.
Für mich kommt sie eigentlich überhaupt nicht in Frage! Ich habe die Geburt meine Tochter als sehr schmerzhaft aber auch als sehr schön empfunden. Ich lag in der Wanne und sie ist im Wasser geboren, das wäre mit PDA einfach nicht möglich gewesen.

Aber ich glaube man muss einfach abwarten und dann in dem Moment entscheiden...denk einfach immer daran...jede gut veratmete Wehe bringt dich deinem Baby ein Stück näher :-)

Viel Glück
Hoppler

Beitrag von luisami 27.05.11 - 15:01 Uhr

Ja genau da ist der Punkt. Ich glaube ich werde mich einfach Überraschen lassen wie es wird. Ist ja mein erstes.
Irgendwie tendiere ich auch zu OHNE Betäubungsmitteln aber ich habe auch irgendwie schiss, dass ich dann die erste bin die danach schreit und eine haben will, weil ich mir den Wehenschmerz so absolut gar nicht vorstellen kann.

Beitrag von hoppler 27.05.11 - 15:11 Uhr

Ja das kann ich verstehen...Aber in dem Moment wird es, egal wie du dich entscheidest völlig ok sein!!! Vertrau einfach deinem Körper - der wird sicher sagen was "besser" für ihn ist - lass dir nichts ein oder ausreden!

Ich hatte das Glück, dass ich den Grossteil meiner Wehen (bis 8 cm Mumu Öffnung) zu Hause erleben durfte (mit Hebi und meinem Freund zusammen). Das war einfach grossartig und ich würde das jederzeit wieder machen ... PDA geht ja dann auch sowieso nicht ;-)
#klee

Beitrag von sweetlady0020 27.05.11 - 15:08 Uhr



Hallo Luisami,

ganz ehrlich: Lass Dir die Option offen! Das beste ist einfach sich vorher damit auseinander zusetzen und während der Geburt zu entscheiden! Ich war dankbar FÜR die PDA und würde es immer wieder so machen, da ich es einfach nicht ausgehalten habe. Die Nadel an sich, ist während der Geburt wirklich das kleinste Problem und auch stillsitzen geht, wenn man weiss das es gleich besser wird. Man arbeitet ja gut mit dem Anästhesisten zusammen und sagt Bescheid, wenn eine Wehe kommt.

Und eines ist ein Trugschluss: Schmerzfrei ist relativ! Sie erleichtert die Geburt, nimmt Dir aber nicht die Wehen und die tuen nun mal weh.

Wie gesagt, ich kann Dir nur den Rat geben, Dir die Option offen zu lassen und es definitiv nicht ausschliessen. Ich kenne Frauen, die im Geburtshaus entbinden wollten (da gibt es keine PDA), dann aber ins Krankenhaus mussten und sich dann für eine PDA entschieden haben, weil es einfach nicht ohne ging.

Ich bin ein Befürworter der PDA, ansonsten wäre meine Geburt wahrscheinlich noch traumatischer geworden.

Ich wünsche Dir alles Liebe dieser Welt und das Du eine schöne Geburt haben wirst.

LG

SweetLady0020#klee mit Astronautin 12 Wochen auf dem Arm

Beitrag von qrupa 27.05.11 - 15:28 Uhr

Für mich spricht sehr vieles dagegen. Zum einen die ganz "normalen" Risiken soeines "Eingriffs" am Rücken.
Dann die möglichen Nebenwirkungen. Angefangen damit das es die Geburt verlängert, ca jede 4. Frau reagiert mit Fieber drauf,was dann gern auch als beginnende INfektion gedeutet wird und ehe man es sich versieht liegt man im OP, die Hormonproduktion des Körpers wird gestört, so dass du als Mutter den Schmerz zwar nicht mehr sp empfindest, was sicher toll ist, aber dadurch hört der Körper auf selbst für Schmerzmittel zu sorgen, die das Kind auch abbekommt, was dann öfter zu Streß für das Baby führt, das wiederum meist zu verschlechterten Herztönen und das dann wahlweise im KS oder saugglockengeburt führt, Oft bleiben die Wehen erstmal aus, so dass dann per Tropf nachgeholfen wird, was weiter Streß für's Baby bedeutet, die Bewgungsfreiheit ist nicht mehr zu 100% gegeben,...
Für mich hat eine PDA mehr Risiken und Nachteile. In manchen Situationen mag sie eine großartige Alternative sein, aber ich persönlich bin eher dafür es gar nciht so weit kommen zu lassen dass es so unerträglich wird, dass es nicht mehr ohne Medikamente geht.

Beitrag von sacredheart 27.05.11 - 16:54 Uhr

hallo,
ich hatte zwei pdas bei drei geburten und überlege, ob ich bei der vierten geburt eine pda will oder nicht.
bei einer pda wird ein zugang zum periduralraum gelegt, damit dort regelmäßig schmerzmittel einfließen und wirken können. der periduralraum liegt ziemlich mittig der wirbelsäule.
während des legens muss man sich so weit wie möglich nach vorn beugen,um einen katzenbuckel zu machen. es werden aber dazu keine wehenhemmer gegeben. der schlauch bleibt bis einige stunden nach der geburt liegen und wird vom anästhesisten gezogen. beim liegen oder bei bewegung merkst du nichts davon. im idealfall wird dein unterleib betäubt, so dass du die wehen zwar anhand vom hartwerdenden bauch merkst, aber keine schmerzen dabei hast.
es kann aber passieren, dass der arzt die pda falsch legt. es passiert gerne, dass nicht der unterleib, sondern die beine betäubt sind, oder dass nur teile des bauches nichts spüren. in schlimmen fällen kann er das knochenmark verletzen und es kann zu einer dauerhaften lähmung kommen. das ist aber seeeeeehr selten.
dein kind wird nicht von den medis beeinflusst und du kannst die geburt einfach ruhiger und entspannter angehen,was für alle einfacher ist.
den geburtsschmerz an sich kann sie dir jedoch nicht nehmen.
ausserdem muss eine pda schon frühzeitig gelegt werden, da sie einige zeit braucht, um richtig zu wirken.
bei meiner zweiten geburt habe ich nach einer pda verlangt, jedoch keine bekommen, weil der befun einfach zu weit war und eine halbe stunde später meine tochter geboren war;-)

letztlich kommt es auf dich an, ob du eine vollkommen natürliche geburt ohne medis haben willst und durchstehen kannst, oder ob du entspannt und ohne die meißten schmerzen dein kind bekommen möchtest.
lg
sacredheart