Wie alles regeln? Arbeiten nach Elterngeld

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Beitrag von emma-2011 27.05.11 - 14:45 Uhr

Hallo,

wir haben momentan inkl. Gehlalt meines Mannes, Kindergeld, Unterhalt für meinen Sohn u Elterngeld 2800€ für 4 Personen zur Verfügung. Eigentlich ausreichend für uns.
Im Jan. 2012 bekommen wir das letzte mal Elterngeld. Ab dann fallen 720€ weg.

Nun müsste/wollte ich ab dann eigentlich wieder halbtags arbeiten gehen. Die kleine kann aber erst ab Sommer 2012 in den gleichen KiGa wie mein Sohn.
Ein halbes Jahr länger daheim mit verminderten Einkommen? Ich weiss nicht so genau, wie das laufen soll.
Wir haben zusätzlich zu Miete usw. noch mein Auto abzubezahlen und mein Mann noch sünden aus seinem Leben vor mir. Das sind monatlich insges. 430€.

Wie macht ihr das? Wo spart ihr noch?
Ich führe schon Haushaltsbuch, aber mein Mann bringt mich da echt zur Weißglut. Er schreibt nichts auf, zählt nicht wie viele Schachteln Zigaretten er so braucht im Monat. Jedes mal gibt es Ärger deswegen :( Rauchen aufhören schafft er nicht.. oder will er nicht.. keine Ahnung.
Das ist eh unser riesen Streitpunkt.

Wenn wir dann die Zeit bis zum Sommer geschafft haben, ist das nächste.
Der KiGa Platz kostet für 5 Std. Betreuung 125€ für die kleine. Der große ist Beitragsfrei ab Sommer, da er dann Vorschulkind ist. Aber die 5 Std. reichen nicht wirklich aus, da ich zwar nur 20Std. die Woche arbeiten will, mein Fahrtweg aber einfach 32km beträgt. In der Firma bin ich schon seit 9 Jahren.
Dann würden ja auch noch Kosten für eine Tagesmutter anfallen.

Wenn ich das zusammenrechne, plus die Fahrtkosten, bleibt letztendlich von dem 20Std-Job nicht wirklich was über.. dafür das ich meine Kinder lange in der Betreuung hab u immer in Zeitnot bin mit morgens pünktlich auf Arbeit sein u dann wieder passend weg, um die Kinder zu holen.

Das is doch echt verhext. Da will man arbeiten u hat auch den Job, aber für die ca. 200€ im Monat die da unterm Strich noch übrig bleiben so viel wertvolle Zeit mit den Kindern opfern?
Das macht doch echt keinen spass mehr.
Wieso sind die Betreuungskosten so hoch? Mich ärgert es sehr, dass das nicht nach Einkommen bei uns berechnet wird. Das ist bei uns eine feste Pauschale. In der Nachbargemeinde wäre das nach Einkommen.. wie ungerecht.

Würde ich doch wieder ab Febr. arbeiten gehen, würden für 5 Std. Betreuung für die kleine sogar 175€ anfallen, da ich sie in die Krippe geben müsste. Die ist dann aber auch noch in einem Nachbarort. Also morgens einmal den KiGa anfahren u den großen abliefern, dann die kleine zur Krippe u dann zur Arbeit. Wie soll man sowas regeln??
Ich zerbreche mir jetzt schon den Kopf, wie ich alles am besten regel ab nächstem Jahr *seufz*

Ich will ja arbeiten (hab ich auch immer bislang), weiss aber nicht, welches Modell am besten für uns ist.
Geh ich 5 Tage die Woche arbeiten, habe ich immense Fahrtkosten (32km je Weg) und jeden Morgen u Mittag stress mit abholen, um nicht ne Tagesmutter zu brauchen. Stau auf der Autobahn wäre dann tödlich.
Dann hab ich überlegt 2 ganze Tage u den Freitag zu arbeiten (ist bei uns kurz), dann brauche ich aber an den 2 Tagen für nachmittags ne Betreuung zusätzlich u für Freitags noch ca. 1,5 Std.

Was würdet ihr machen?
Meinen Mann kann ich mit abholen der Kinder nie einplanen, da er meist Std. die Woche arbeitet.
Bin da also auf mich allein gestellt.
Deswegen bevorzuge ich auf jeden Fall die Variante eines Kindergartens u nicht den großen in den einen KiGa u die kleine in eine andere Krippe.
Da kommt dann wieder das liebe Geld dazu, dass uns fehlt..

Ein Teufelskreis ist das :-(

Ich hoffe ich habe nicht zu verwirrend geschrieben..

Danke. Emma

Beitrag von vwpassat 27.05.11 - 16:26 Uhr

Hast Du`Dir (Habt Ihr Euch) da vorm "Kind machen" keine Gedanken drüber gemacht?

Ich hätte aber noch ne Variante: Voll arbeiten und Kinder von früh bis nachmittags betreuen lassen. Viell. können die Kinder ja auch von Freunden/Eltern/Großeltern/Tante abgeholt werden???

Beitrag von leni.pfeiffer 27.05.11 - 17:38 Uhr

"Wieso sind die Betreuungskosten so hoch?"
Entschuldige bitte, aber Du sprichst von 125 Euro im Monat fuer 5 h Betreuung am Tag! Macht bei 20 Betreuungstagen 100 h, meist sind es mehr, 1,25 Euro pro Stunde.
Betreuungskosten in Deutschland sind sehr, sehr niedrig, die decken nicht annaehernd die Kosten eines Platzes.

"Meinen Mann kann ich mit abholen der Kinder nie einplanen"
Koennte Dein Mann die Kinder evtl. bringen? Dann koenntest Du eher anfangen und haettest frueh keinen Stress, die Kinder fertig machen zu muessen. Wenn das nicht geht, wuerde ich die Betreuung auf 6 h am Tag hochsetzen, dann sollte die Zeit inkl. Fahrtweg reichen.

"Wie macht ihr das? Wo spart ihr noch?"
Wir haben unser Auto gebraucht gekauft und muessen nichts abbezahlen. Ausserdem haben wir keinerlei "Altlasten", das macht das Leben ungemein leichter.

Gruesse, Leni

Beitrag von ichbins04 27.05.11 - 20:06 Uhr

hallo,

da stellt sich mir doch glatt die frage, warum ich ERST p.oppe und dann denke !!!!

bei 5 h am tag in einer 5 tage woche sind 125 euro ziemlich günstig.
oder erwartest du, das dein kind für umme betreut wird????

ihr hättet vielleicht erst mal die altlasten und den autokredit ablösen sollen, bevor ihr ein kind bekommen habt.

erhöhe die betreuung auf 6 h am tag und nimm den fahrtweg in kauf. binde zusätzlich den vater mit ein (bringen ) dann schaffst du das ,wie so viele anderen jeden tag auch
gruß

Beitrag von betty38 29.05.11 - 00:22 Uhr

Hi Emma,

bei uns ist es ähnlich, nur habe ich einen Fahrtweg von 100 km einfach und 135 Euro Kiga-Kosten pro Kind (Zwillinge). Ist leider so.

Ich gehe nun 2 Tage die Woche arbeiten + 400 Euro-Job zusätzlich. Anders geht es leider nicht...

Mein Mann bringt die Kinder morgens in den Kiga, meine Eltern holen die Kinder nachmittags ab, ich mache dann abends weiter.

Kannst du die Kinder nicht tageweise betreuen lassen und statt halbtags eben 2 oder 3 volle Tage die Woche arbeiten ? Ist sicher auch für dich einfacher...

lg betty

Beitrag von emma-2011 29.05.11 - 16:06 Uhr

Schade das man hier in diesem Forum immer und immer wieder angegriffen wird wegen irgendwas.
Ist mir schon öfter aufgefallen.
Ich will arbeiten gehen und ich gehe arbeiten. Das war uns auch vor dem Baby klar.
Nur sind die Kindergärten hier ziemlich unflexibel u ich bin hin u her gerissen, welches die beste Betreuungsmöglichkeit für meine kleine ist.

Großeltern/Tanten haben wir leider nicht zur Verfügung für solche Sachen wie abholen.

Sicher wird es irgendwie gehen. Muss es ja u ich will auch. Ich bin immer arbeiten gewesen.
Ich bin nur einfach nicht sicher, welches das beste für die Kinder ist!!

Vielleicht ist das Problem nicht so deutlich geworden?!!
Sicher sind die Altlasten meines Mannes nicht so toll u machen vieles schwieriger genauso wie das Auto, aber auch die Sachen sind ja nicht auf ewig u dann gibt es nichts mehr "auf Pump".