Was steht einer alleinerziehenden Mutter zu?

Archiv des urbia-Forums Trennung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von ki-si 27.05.11 - 15:12 Uhr

Hallo!
Mein Freund und ich werden uns trennen. Das Zusammenleben funktioniert hinten und vorne nicht. Wir dachten, als wir wußten das wir Nachwuchs bekommen das uns das helfen würde, ist aber nicht der Fall.
Bitte nicht falsch verstehen, das Kind wurde nicht gezeugt um unsere Beziehung zu Retten, das Kind war ein Unfall, wenn auch ein Wunschunfall.

Nun gut, um dem Würmli nicht weiter meine Adrenalinschübe anzutun und damit ich auch endlich mal wieder zur inneren Ruhe und Entspannung finde suche ich mir eine neue Wohnung (ich bin damals zu ihm gezogen).

Ich stehe jetzt aber vor einem großen Problem, ich kann nicht einschätzen, was auf mich zukommt. Ich kann in etwa ausrechnen, was mir an Eltern bleibt, das war es.
Wie sieht es mit dem Kindergeld aus, teile ich mit das mit dem Vater (wir sind nicht verheiratet)?
Ändert sich meine Steuerklasse, komme ich dann in Steuerklasse II, gibt es die überhaupt noch?
Das wirkt sich zwar nicht auf mein Elterngeld aus, aber doch später auf mein Einkommen, da ich meine wöchentliche Arbeitszeit auf mind 35 Stunden reduzieren muß, voll schaffe ich nicht mit Abholzeiten etc. vorausgesetzt ich finde überhaupt einen Unterbringungsplatz.
Wie sieht es mit staatlichen Förderungen aus? Am Sonntag schaue ich mir eine 61 qm 3-Zimmer-Dachgeschosswohnung an. Der Preis liegt bei 480 Euro kalt. Das bekomme ich alleine wohl nicht gestemmt, würde ich Unterstützung bekommen oder zeigt mir das Amt den Vogel und sagt eine Drei-Zimmer-Wohnung steht mir nicht zu?
Was kommt an Kosten für das Würmli auf mich zu? Die Anschaffungskosten wie Bettchen etc. kann ich kalkulieren, das paßt auch soweit alles, aber was kostet so ein Baby wenn es da ist? Wieviele Windeln braucht man, etc.? Gibt es eine Summe die man monatlich kalkulieren kann?
Der Vater wird sich sicher nicht seiner Pflicht entziehen und ich bin mir auch sicher, das ich mich gütlich ohne Jugendamt oder Anwalt mit ihm einigen kann, aber ich muß ihm ja auch eine Summe sagen. Ich will für mich kein Geld von ihm, aber unser Würmli kann ich nicht alleine versorgen.

Ich hab keine Angst vor dem alleine wohnen, ich hab auch keine Angst mit mit dem Vater nicht einigen zu können, aber dieses nicht greifbare, nicht kalkulierbare, das macht mich irre. Ich würde gerne meinen (unseren) weiteren Weg planen, aber ich weiß nicht wie.

Für ein paar Tips wäre ich echt dankbar!

Lieben Gruß, ki-si und 12-Wochen-Würmli

Beitrag von jogiyoda 27.05.11 - 15:19 Uhr

ich verrate dir ein streng gehütetes Geheimnis: Nicht der Staat ist für die Versorgung der Familie zuständig sondern der arbeitende Teil der Eltern.

Also zahlt dein "Freund" die Erstausstattung, des weiteren zahlt er Kindesunterhalt nach Ddorfer Tabelle und Betreuungsunterhalt für dich ( Sein Gehalt minus KU(bei diesem wird die Ddorfer Tabelle angesetzt minus 50% Kindergeld) du erhälst davon 3/7 bis er auf einem Selbstbehalt von rund 950€ ist plus eventuelle berufliche Aufwendungen.

Beitrag von zwiebelchen1977 27.05.11 - 20:24 Uhr

Hallo

Der Selbstbehalt gegenüber der Mutter ist 1050 Euro.

Und der Kv muss such nicht die Erstausstattung komplett bezahlen, sondern nur zur Hälfte.

BIANCA

Beitrag von hedda.gabler 27.05.11 - 22:42 Uhr

Was die Erstausstattung anbelangt, sieht es das Gesetz aber anders ...

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1615l.html

(1) Der Vater hat der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu gewähren. Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen.

Beitrag von zwiebelchen1977 28.05.11 - 10:20 Uhr

Halllo Hedda

Ist ja richtig, das mit dem Unterhalt. Aber er muss die Kosten, für Erstausstattung und Co nicht alleine tragen, er muss sich nach seinen finanziellen Möglichkeiten beteiligen.

Es wäre ja auch ungerecht, wenn nur er das zahlen müsste, oder?

Beitrag von hedda.gabler 28.05.11 - 12:53 Uhr

>>>Aber er muss die Kosten, für Erstausstattung und Co nicht alleine tragen, er muss sich nach seinen finanziellen Möglichkeiten beteiligen. <<<

Das ist aber etwas anderes als "die Hälfte" ...

... warum stellst Du eigentlich immer wieder irgendwelche Behauptungen in den Raum, um diese dann einen Beitrag später zu revidieren?

Beitrag von zwiebelchen1977 28.05.11 - 14:04 Uhr

Wieso Behauptungen? Er muss nicht alles zahlen, wenn überhaupt nur die Hälfte und das auch nur dann, wenn er kann.

Wieso sollte er mehr zahlen, als die Hälfte? Es ist genauso das Kind der Mutter. Sie hat genauso dafür gerade zu stehen.

Beitrag von hedda.gabler 28.05.11 - 14:23 Uhr

Hallo.

Erst schreibst Du das:

>>> Und der Kv muss such nicht die Erstausstattung komplett bezahlen, sondern nur zur Hälfte. <<<

Dann zeige ich Dir das Gesetz.

Und Du schreibst das:

>>> Aber er muss die Kosten, für Erstausstattung und Co nicht alleine tragen, er muss sich nach seinen finanziellen Möglichkeiten beteiligen. <<<

Fällt Dir was auf?

Mal abgesehen davon steht im § 1615 nichts von Hälfte oder nach seinen Möglichkeiten, sondern nur allgemein, dass der Vater die Kosten zu tragen hat.

Sei mir nicht böse, Bianca, aber Du nervst mit Deinem Halbwissen, das Du immer und immer wieder anbringst ... wie wäre es mal mit einem Beitrag, bei dem Du gleich die korrekte Info rausgibst ... oder einfach mal die Finger still hältst, wenn Du es nicht genau weißt.

Gruß von der Hedda.

P.S.
Warum drischt Du eigentlich ständig auf (zukünftige) Mütter und Alleinerziehende drauf, wenn es ums Finanzielle geht und gönnst ihnen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln ... mich würde einfach mal interessieren, welche Motivation dahinter steckt.
Neid & Missgunst? Pure Bösartigkeit? Sich abgrenzen müssen von solchen Frauen (je mehr man das tut, umso mehr verliert sich die Angst, dass man selbst mal in eine solche Situation kommen könnte)? Mickriges Ego aufwerten?
Come on, Bianca, lass mal sehen, ob Du die Größe hast, Dich mit einer solchen Fragen wirklich zu beschäftigen und diese auch zu beantworten ... allerdings müsstest Du dafür in Dich hinein horchen und Dich ernsthaft reflektieren. Und ich könnte mir vorstellen, dass das Ergebnis Dir angst machen könnte ... vielleicht sind da dann nämlich Erkenntnisse dabei, die Du Dir nur ungern eingestehen möchtest.
Also ... kannst Du nur groß tun oder bist Du auch groß?

Beitrag von zwiebelchen1977 28.05.11 - 15:12 Uhr

Wo hab ich auf sie eingedroschen? Zeig mir das? Ich habe auch nict ihr geantwortet, sondern derjenigen, die gesagt hat, was der KV zu zahlen hat.

Ich kann es nur oft genug hier nicht verstehen, das immer die Männer die-jenigen sind, die bluten sollen. Ich finde das einfach ungerecht.


Und das ich nicht immer nett und freundlich hier bin, weiss ich selber. Aber wie schon geschrieben, finde ich es einfach ungerecht, das alles immer nur den "armen" Frauen zugute kommt.

Bianca

Beitrag von hedda.gabler 28.05.11 - 15:42 Uhr

Hallo.

Es ist doch völlig irrelevant, was Du ungerecht findest ... es gibt gesetzliche Grundlagen und damit Basta ... und dass Du diese ständig nach Deinem eigenen Gerechtigkeitsempfinden auslegst und interpretierst, nützt niemanden etwas ...

... ich habe bei Dir den Eindruck, dass Du ganz bewusst, Fehlinformationen oder Halbwahrheiten verbreitest ... und eben die Motivation dafür würde mich mal interessieren. Dass Du nicht immer nett und freundlich bist, tangiert mich weniger ... und das war auch nicht die Antwort auf meine Frage.

Allerdings steckt in einer solchen Aussage schon eine Menge Antwort drin:
>>> finde ich es einfach ungerecht, das alles immer nur den "armen" Frauen zugute kommt. <<<
Indem Du NULL Empathie für Frauen in Trennungssituationen und den daraus folgenden Problemen zeigst (sie sogar noch süffisant als "arme" Frauen bezeichnest), grenzt Du Dich ab ...
... Du musst eine unglaubliche (unterbewusste) Angst haben, auch mal in eine solche Situation zu kommen ... diese Angst lähmt Dich geradezu, so dass Du überhaupt nicht fähig bist, neutral und sachlich an gewisse Fragestellungen heranzugehen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von windsbraut69 29.05.11 - 08:43 Uhr

"... Du musst eine unglaubliche (unterbewusste) Angst haben, auch mal in eine solche Situation zu kommen ..."

Meine Theorie dazu ist, dass all diese Gedanken udn Aussagen nicht nur theoretischer Natur sind.

LG

Beitrag von zwiebelchen1977 29.05.11 - 14:37 Uhr

Oh ja. Ganz bestimmt. Ich hab mir vorher GEdanken gemacht, mit wemm ich ein Kind bekomme und wurde nicht nach 1 JAhr schwanger.

Und wie gesagt, es gehören immer 2 dazu, also sollen auch beide dazu stehen

Beitrag von windsbraut69 30.05.11 - 09:53 Uhr

Du steckst ganz einfach für Deine Verhältnisse erstaunlich tief in der Materie, das und nicht mehr wollte ich sagen.
Aber dazu sind ja Freunde da.

Beitrag von zwiebelchen1977 30.05.11 - 10:13 Uhr

Ja und was ist da verwerflich dran? Nur weil man sich dazu äussert. Daraus braucht man dann keine falschen Schlüsse ziehen. Mir geht es Gott sei dank gut, dafür bin ich dankbar.

Beitrag von silbermond65 28.05.11 - 17:04 Uhr

Ich kann es nur oft genug hier nicht verstehen, das immer die Männer die-jenigen sind, die bluten sollen. Ich finde das einfach ungerecht.


#rofl#rofl#rofl
Und zum zweiten mal lese ich heute bei Urbia solch einen Müll.
Ja,ja,die armen Männer.Sollen sie doch tatsächlich für ihre Kinder finanziell aufkommen.
Wie kann man das nur verlangen.
Dabei haben sie doch nur mal kurz ihren Schw....... reingehalten.#roflWarum also zahlen.Laß doch die blöden alleinerziehenden Weiber sehen wie sie allein klarkommen.
Weißt du, ich hoffe,dein Mann läßt dich mal sitzen (ja,ich weiß,DIR,liebe Bianka ,passiert SOWAS niemals).
Im Falle eines Falles verzichtest du hoffentlich auf ALLES .Nicht daß der Ärmste bluten muß für DEIN KInd.#klatsch

Beitrag von zwiebelchen1977 28.05.11 - 15:15 Uhr

Hallo

Und wo steht das was von Erstausstattung? Das steht da mit keiner Silbe.

Beitrag von hedda.gabler 28.05.11 - 15:45 Uhr

Herrgott, Schuster bleib bei Deinem Leisten ... Du bist Krankenschwester und keine Juristin ... man kann Dir also noch nicht einmal zum Vorwurf machen, dass Du nicht darin geübt bist, Gesetze zu lesen, auszulegen und zu interpretieren ... aber dann versuche es doch auch gar nicht erst.

>>> Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen. <<<

Was sind denn das Deiner Meinung nach für Kosten?

Und jetzt bin ich wirklich mal gespannt, wie Du es Dir wieder zurechtlegst und Dir was aus den Fingern saugst ...

Beitrag von jogiyoda 28.05.11 - 18:12 Uhr

na er kann ja die eingesparten Verhütungskosten (Pille/Kondome/Spirale etc.) Monat für Monat beiseite legen, dann hat er die Erstausstattung schon mal zusammen.#liebdrueck

Beitrag von windsbraut69 29.05.11 - 08:44 Uhr

Ob Unterhalt für Mutter und Kind wohl auch Klamotten usw. beinhaltet?

Beitrag von jogiyoda 29.05.11 - 12:28 Uhr

Nein,der Unterhaltistfür Austern und Kaviar sowie Champagnerdazu muß natürlich noch der reguläre lebensunterhalt gezahlt werden: Essen,Trinken,Wohnung, Auto, Kleidung ( Eschpritz und so) und Unterhaltung.

Beitrag von windsbraut69 29.05.11 - 08:42 Uhr

"mich würde einfach mal interessieren, welche Motivation dahinter steckt."

Sie ist doch bei dem Thema so gut informiert und engagiert, weil "ein Bekannter" betroffen ist.
Ich finde es Klasse, dass sich sich für ihre Kumpels dermaßen ins Zeug legt.

LG

Beitrag von windsbraut69 29.05.11 - 08:39 Uhr

"wenn überhaupt nur die Hälfte "

Stimmt nicht.
"Entsprechend seinen Möglichkeiten" und denen der Kindsmutter kann das auch mehr sein als 50%.

Beitrag von ki-si 27.05.11 - 15:23 Uhr

Oh nein, das ist ja nicht das was ich möchte. Ich will Ruhe, Frieden und alles gerecht lösen.
Für mich kann ich selber aufkommen, das was an Elterngeld bleibt, reicht für mich. Die Erstausstattung werden wir uns teilen, wir teilen auch bisher alles. Ich will keine Tabelle vorlegen und sagen, Du zahlst so viel, das Dir nur 9xx Euro bleiben. Das ist doch quatsch, ich will mich nicht bereichern.

Mal davon ab, derzeit bin eh nur ich der arbeitende Teil.

Beitrag von jogiyoda 27.05.11 - 15:38 Uhr

an deinem Freund der dafür zuständig ist willst du dich nicht bereichern aber an Uns da macht es dir Nichts aus. Seltsame Einstellung, wie gut das die JobCenter prüfen ob ein Unterhaltsverpflichteter da ist und auch die Gelder bei ihm eintreiben.

Beitrag von windsbraut69 27.05.11 - 15:48 Uhr

Wenn Du selbst für Dich aufkommen kannst und willst, verstehe ich Deine Frage nicht.
Unter der Voraussetzung kannst Du mieten, was Du möchtest und bezahlen kannst, das interessiert den Staat nicht!

LG

  • 1
  • 2