Brauche Dringend RAT!!! Kind weggenomme

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sumsum2006 27.05.11 - 18:44 Uhr

Hallo ihr Lieben, es geht um folgendes:

Mein Bruder zeugte mit seiner damaligen Freundin(beziehung hielt 4 wochen) ein Kind.

Mein Bruder interessierte sich null fürs Kind und das ist heute auch noch so. Mit der damaligen Freundin also Kindesmutter gab es einige Konflikte stress ect,sodass das Jugendamt Sie regelmässig besucht.

So und jetzt erfuhr ich gestern,dass das Kind vom Jugendamt weg genommen wurde und momentan in einer Pflegefamilie sei...

Die Kindesmutter ist wohl nicht mehr fähig...

Meine Frage, kann /darf sich die Oma(meine Mutter)einschalten und das Kind zu sich nehmen?

Problem: Sie hatte nie Kontakt zu dem Kind,da Kindesmutter uns nie herran liess und 800 Km dazwischen liegen..Es war nur Telefonischer Kontakt,Webcam und Pakete hat meine Mutter zu ihr geschickt für die kleine.

Zu meiner Mutter Sie ist erst 47j,Staatlich anerkannte Tagespflegemutter und arbeitet Selbstständig im Kinderhort wo SIe auch das Kind dann immer mitnehmen könnte.

Was meint ihr wie stehen die Chancen?

Beitrag von e-behm 27.05.11 - 19:07 Uhr

Guten abend,

ich kann dir zwar kein Tipp geben, aber probieren würde ich es. Deine Mama kann sich doch mal beim JA informieren..

wünsch viel erfolg und alles glück für die Kleine

Beitrag von knutschy 27.05.11 - 19:10 Uhr

Hallo,

wie die Chancen stehen kann ich Dir zwar nicht sagen.

Aber ich finde es hört sich gut an, es ist doch für das Kind auch besser in der Familie aufzuwachsen. Auch wenn Sie euch jetzt noch nicht wirklich kennt, ich denke mir später ist Sie dann dankbar wenn Sie es erfährt das die Familie Sie zu sich genommen hat.

Versuchen würde ich es an eurer Stelle auf jedenfall.

Aber deine Mutter sollte sich auch bewusst sein, das die kleine durchaus schwierig ist und viel Zuwendung braucht, den man weiß ja nicht was Sie duchgemacht hat.

Liebe Grüße Anja

Beitrag von doreensch 27.05.11 - 19:28 Uhr

Wie die Chancen stehen wird nur das Jugendamt sagen können.

Aber so von dem was ich so erlebe glaube ich eher nicht dran, da sich Oma und Kind gar nicht kennen und 800 km Entfernung dazwischen liegen.

Das Jugendamt wird bemüht sein der Mutter ihr Kind wieder zu geben und ihr den Umgang zu dem Kind zu ermöglichen, das ist etwas unmöglich wenn 800 km dazwischen liegen.

Sicher wäre die Sachlage eine etwas andere wenn die Kindesmutter tödlich verunglückt wäre.

Beitrag von hope001 27.05.11 - 19:28 Uhr

Hallo,

ich glaube, dass sie gute Chance haben könnte, da sie noch recht jung ist, beruflich entsprechende Qualifikationen besitzt und vorallem blutsverwandt ist.
Ein Kind bei geeigneten Familienangehörigen unterzubringen, ist bestimmt die bessere Lösung unf hoffentlich auch die bevorzugte Lösung.
Das einzige, was dagegen spricht ist die mögliche Distanz: ist der Kindesentzug von der Mutter Kindes eine vorrübergehende Lösung oder soll es generell so bleiben, hat die Mutter regelmäßigen Besuchtskontakt, wenn: wie oft und wäre es weiterhin zu gewährleisten,
wie ist die Zusammenarbeit der beiden Jungendämter: sprich vor Ort (die jetzt die Zuständigkeit haben) und des Jungendamtes der Oma

Da das Kind die Pflegefamilie bisher auch nicht kannte (setze ich mal voraus), dürfte es kein Problem sein, dass das Kind die Oma nicht persönlich kennt, sondern nun durch telefonischen Kontakt, Webcam etc..

Was noch eine Rolle spielt, wie die Wohnsituation der Oma ist, sprich hat sie ein Zimmer für ihr Enkelkind.
Familiäre Situation, lebt sie alleine oder mit einem festen Partner?
Wie sehen sonstige familiäre Kontakte für das Kind aus?
Da deine Mutter arbeiten geht, sollte der finanzielle Aspekt geklärt sein und da sie als Tagesmutter arbeitet bzw. bei ihren anderen Job das Kind mitnehmen kann, spricht eine vollbeschäftigete Berufstätigkeit auch nicht gegen die Aufnahme des Kindes.

LG, Hope mit Finn

Beitrag von jenny_25 27.05.11 - 19:29 Uhr

Verstehe irgendwie nicht, warum jetzt deine Mutter das Kind zu sich nehmen will. Das es Probleme gab wußte ihr ja sicherlich, weil du sagst die Kindesmutter hatte oft Besuch vom Jugendamt. Da hättet ihr euch kümmern müssen!!! Nicht erst dann, wenn es zu spät ist.

In der Pflegefamilie, wo das Kind jetzt ist, gehts ihm sicher total gut.

Denke ihr solltet euch raushalten, zumal der Kindsvater ja auch keinen Kontakt zum Kind will.

Beitrag von sumsum2006 27.05.11 - 23:47 Uhr

wie hätte wir uns denn kümmern sollen? mal ebenso 800 km fahren,wo sie sowieso nicht die Tür dann aufmacht? Und meine Mutter war immer mit dem Jugendamt in Kontakt seit der Geburt des Kindes,SIe hat sich sehr wohl gekümmert ,dass es dem Kind gut geht.... Und jetzt in der Pflegefamilie bleibt sie nur bis mitte Juni und dann wird entschieden ob sie dann nicht doch ins Heim kommt ....Oder einer andren Pflegefamilie....

Beitrag von whiteangel1986 27.05.11 - 19:34 Uhr

klar wieso denn nicht? Sie ist angehörige! Die Mutter der eigendlichen Kindsmutter (also Oma der kleinen mütterlicher seits) kann es ja auch. Wieso also nicht Väterlicher seits?
Versucht es einfach und informiert euch im JA.

Allerdings solltet ihr auch berücksichtigen das dass Kind dann erneut aus seinem Umfeld gerissen wird und auch die Nähe der Mutter verliert. Denn nur weil das JA das Kind aus der Familie (von der mutter trennte) heißt das nicht, das dass kind keinen bezug zu seiner mutter hat, oder ihr das wohl ihres kindes egal sei. Denn momentane Schwierigkeiten der Mutter können sich auch in den kommenden monaten wieder geben. Du weist ja nicht, ob die mutter bei der pflegefamilie besuchsrecht hat um den kontakt zu halten. Wenn jetzt 800km dazwischen sind, nimmt die bindung der mutter richtig ab.

Ihr dürft halt definitiv das ziel nicht aus den augen verlieren und das ist und bleibt das wohl des kindes! Auch wenn es finanziell und familiär bei euch besser aufgehoben wäre zählt es langfristig zu denken. Ich glaube sogar, das die kindesmutter dazu mit befragt wird. Wenn sie nämlich bereit ist, auf den rat des JA zu hören und mit ihnen zusammen zu arbeiten, wird die kleine langfristig wieder zur mutter kommen. Deshalb den aufwand für kurze zeit? Dann hat sie sich an euch gewöhnt und ihr euch an die kleine und dann kommt die mutter und fordert ihr recht? Was ihr auch zustehen würde. Dann wird die kleine wieder aus dem umfeld gerissen.

LG WhiteAngel

Beitrag von schnitte19840 27.05.11 - 20:02 Uhr

Ich würde mich auf jeden fall mit dem JA in verbindung setzten,und ihnen mitteilen das ihr das Kind gerne aufnehmen möchtet wenn die Mutter das Kind nicht mehr zurück bekommt.


Mehr wie nein sagen können sie nicht.

#winke

Beitrag von yvonnep 27.05.11 - 20:17 Uhr

wo das Kind letzendlich untergebracht wird entscheidet das Jugendamt bzw. ein Familiengericht. Wie schon viele geschrieben haben wird so eine Entscheidung nicht einfach von heute auf morgen getroffen. Es gibt diesbezüglich viel zu klären, was ja alles auch schon benannt wurde.
Am besten ist, wenn ihr Kontakt zum zuständigen Jugendamt aufnehmt. Sicherlich ist die Distanz und der bisher fehlende Kontakt das größte Problem. Dann kommt immer noch die Ursache für die Fremdunterbringung hinzu und die angedachte Perspektive für das Kind. Es gibt auch Fremdunterbringungen in Krisenzeiten zu denen die Kindesmutter zustimmt und die zeitlich begrenzt sind.
Ich kann gut verstehen, dass man als Angehöriger ersteinmal geschockt ist, wenn man sowas hört, aber man sollte sich genau informieren warum es dazu kam und dann sollte man sich selbst Gedanken machen inwieweit man dieser Aufgabe gewachsen ist. Und all das wird das Jugendamt auch prüfen, also nicht nur die Wohnsituation, sondern auch die Motivation und die persönliche Eignung usw.

Beitrag von kati543 27.05.11 - 22:32 Uhr

Natürlich kann sie sich dort melden. Aber die Chancen sind (sehr) schlecht. Ich weiß nicht, warum hier immer noch so viele das völlig unrealistische "Blut-ist-dicker-als-Wasser" Denken haben.

Bei dem Ganzen hier geht es ausschließlich um das Kind.
Die Hauptbezugsperson des Kindes ist immernoch die Mutter. Und egal wie misserabel sie als Mutter ist, meistes hängen die Kinder wie verrückt an ihren Eltern. Das Jugendamt richtet auch bei einer Pflegschaft einen permanenten Kontakt von leiblicher Mutter und Kind ein. Je nachdem was die Mutter für Probleme hat, vielleicht nur betreut. Aber für das Kind sind diese Stunden eben wichtig. Und letztendlich ist es das Ziel, dass die Kleine zurück zu ihrer Mutter kommt...irgendwann.
Die Kleine hat dort ihre Freunde, ihr Umfeld. Da wird sie niemand wieder rausreißen. Also so einfach das Kind zu sich nehmen geht sowieso nicht.