keuchhusten - sie ist fast 17 monate - hilfe

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von ohneplan 27.05.11 - 19:23 Uhr

hallo

ich habe gerade einruf von unserem kinderarzt bekommen - meine maus hat keuchhusten - den test haben wir vorgestern machen lassen...

morgen früh muss ich antibiotika holen

ich hab angst - im internet steht das es zu todesfällen und hirnschäden kommen kann...


habt ihr erfahrungen mit keuchhusten??

ach ja sie hat alle impfungen bekommen. warum sie es trotzdem bekommen hat wissen wir nicht.

danke fürs antworten
ohneplan

Beitrag von sailing08 27.05.11 - 19:46 Uhr

Hallo,

lass dich erst einmal #liebdrueck.
In dem Alter ist es nicht mehr ganz sooooooo schlimm bzw. lebensbedrohlich. Wichtig ist, dass man es schnell erkennt und dann einfach den Husten immer beobachtet. Durch den Husten kann es auch zu Atemaussetzer kommen, weil die Kleinen das noch nicht verstehen (mit dem komischen Husten umzugehen). NImm die Kleine wieder zu Dir ins Zimmer und beobachte sie in der kritischen Zeit. Wir waren zur Beobachtung 2 Tage im Krankenhaus, da war sie angeschlossen und die Atmung wurde überprüft. Ach ja meine Tochter war 6 Monate. Da war es lebensbedrohlich und wir hatten echt ne Menge Schiss. Hatten eine gute KIA die das schnell entdeckt hatte. Naja am Anfang hatte sie auch eine normale Erkältung diagnostiziert, so fängt der Keuchhusten nämlich an. Hatte dann aber einen Schnellbluttest gemacht und dann hatte man die Pertusis entdeckt. Übrigens war meine Kleine noch nicht durchgeimpft. Die Ansteckung kam durch einen Erwachsenen, wie auch meistens. Die meisten Erwachsenen impfen dies nicht mehr an und bringen die Krankheit wieder ins Spiel. Man denkt immer, dass es eine Kinderkrankheit ist und impft nicht nach. Beim Husten denkt man an eine Bronchities oder ähnliches. Bei uns war übrigens mein Mann, meine Mutter und mein Vater auch erkrankt. Ich war die Einzige, die geimpft war und gesund blieb. Das war auch wichtig, damit einer für die Kleine da sien konnte. Ach ja, Keuchhusten dauert 100 Tage.

Gute Besserung!

LG


sailing08

Beitrag von ohneplan 27.05.11 - 19:58 Uhr

hallo sailing,

danke erstmal fürs antworten

wir waren vor 2 wochen schon mal beim arzt weil der husten nicht wegging - der hat kurz durch den body abgehört und gemeint wäre alles ok??????????

am donnerstag bin ich wieder hin - war der andere da der meinte gleich ok ich mach lieber einen keuchhusten test

da sie aber gestern nacht ohne husten durchgeschlafen hat (sie schläft immer in meinem zimmer und meistens die 2. hälfte der nacht bei mir im bett) dachte ich es wäre nichts und sie ist auf dem weg der besserung

und dann heute abend der anruf, ich zitter immer noch bissel.

ohneplan

Beitrag von sailing08 27.05.11 - 21:29 Uhr

Kann ich verstehen das Du zitterst.
Aber ihr schafft das schon, sie ist vom Alter nicht mehr im ganz arg kritischen Bereich.
Sie wird das AB bekommen und ihr müsst einfach beobachten. Kita ist natürlich erst einmal nicht mehr drin. Nicht nur die Zeit, wo sie anstecken kann (ich glaube die Ansteckungszeit ist nicht so lange), aber das Ganze schwächt natürlich ohne Ende.
Wie gesagt meine Tochter war 6 Monate alt und ich hab dann noch extra lange gestillt und sie die nächsten Monate nicht mehr in die Nähe von Kids gelassen, wo ich nicht zu 100 % wusste das diese gesund sind. Ich wollte ihr nicht noch die "normalen Infekte" zumuten.
Meine KIA meinte später, dass sie nun eher anfälliger sein kann für Atemwegserkrankungen. Ich kann das noch nicht so genau bestätigen. Sie war im ersten Kita-Winter recht oft erkältet, aber das muss man dann noch sehen. Im Winter davor hatten wir keine Probleme. Wichtig sind so Dinge wie z.B. nicht überhitzen, "gute Luft" etc. Bei uns war es im September/Oktober, da hatten wir auch schon mit dem Ofen geheizt und diese Luft war nicht so prickelnd für sie. Hab sie dann oft zum guten atmen an die frische Luft gebracht. Die ganz Kleinen wissen eben oft nicht mit den Hustenanfällen umzugehen und daher beruhigen sie sich dann eher, wenn sie an der frischen Luft sind.
Wie schon gesagt hatten wir dann alles bei ihr geändert. Sie schlief abends schon in ihrem Bett, da hatten wir sie dann wieder in den Stubenwagen zu uns ins Wohnzimmer genommen. Sie schlief auch in ihrem Bett in ihrem Zimmer, da hatten wir das Bett zu uns ins Schlafzimmer genommen. Leider hatten sich dadurch ihre Schlafgewohnheiten total verschlechtert, aber das war klar. Durch das ständige hochnehmen beim ersten Piep war das natürlich angenehm. Das musste sie dann später erst wieder lernen.
Wir bekamen übrigens ein Inhaliergerät und ich inhaliere heute noch mit Kochsalzlösung in der Winterzeit oder bei Rotznasen/Hustenalarm.

Ich hoffe das ich Dir ein bisserl Mut machen konnte. Ihr schafft das!

Liebe Grüße

Beitrag von maschm2579 27.05.11 - 20:29 Uhr

Hallo,

da würde ich auch das Zittern kriegen #zitter

Ich selber hatte Keuchhusten mit ca 4 Jahren. Das mit den 100 Tagen stimmt in etwas, ich war 3 Monaten richtig krank und musste dann auch ca 8 Wochen zur Kur nach Norderney. Mich hat es damals richtig hingerissen, aber dazu kam das ich eine Herzfehler habe und mein Körper richtig geschwächt war.

Normale gesunde und starke Kinder in dem Alter Deiner Tochter macht das in der Regel nicht soviel aus.
Nach Gabe des AB geht es Ihr schnell besser und wenn kein Fieber mehr da ist solltes schnell vorbei sein.
Das Husten an sich dauert aber sehr sehr lange und ist normal.

lg und gute Besserung für die Maus

PS: morgen fragen wann Ihr unter Menschen dürft bzw wie Ihr Euch verhalten sollt!

Beitrag von ohneplan 27.05.11 - 20:43 Uhr

hallo

das hab ich leider versäumt zu fragen - der doc hat in der apotheke das rezept reingeworfen wo ich morgen früh die ab holen soll.

aber ich denke mal der kindi ist auf jeden fall gestrichen und ansonsten fieber hatte sie gar nicht bis jetzt und husten tut sie so 3 mal die nacht - letzte nacht gar nicht - jetzt schon 2 x seit um 6 seit dem sie schläft tagsüber kaum

aber ich kenn mich absolut nicht aus und hab nach internetrecherche echt angst das es noch schlimmer wird.

danke dir auf jeden fall für die antwort - ganz lieben dank ich bin allein und kann mit niemanden reden und dreh so bissel am rad da bin ich für alle antworten dankbar!!!

lg
ohneplan

Beitrag von maschm2579 27.05.11 - 22:42 Uhr

Hallo,

ich kenne das. Ich bin alleinerziehend und saß stundenlang am bett meiner Tochter und habe mir Sorgen gemacht. Ganz blödes Gefühl im Bauch :-(

So schlimm wird es nicht mehr werden. Ich denke sie hustet schon drei Wochen und wird von alleine auf dem Weg der Besserung sein

Ich würde aber auf alle Fälle im Kindi anrufen am Montag und denen Bescheid geben. Das muss ja gemeldet werden und ein Aushang gemacht werden. Andere Eltern müssen Bescheid wissen! Vielleicht sind bis jetzt ja noch andere Fälle und die eltern wissen es nicht.

Ich habe jedenfalls 6 Wochen (oder länger ich weiß es nicht mehr) durchgehend gehustet und vor Husten gebrochen. Meine Mutter meint das es mich ganz übel erwischt hat :-( ABER ich habe überlebt und mir geht es suuuuuper.

also Kopf hoch und mach Dich nicht verrückt.

lg Maren

Beitrag von schullek 27.05.11 - 22:25 Uhr

"ach ja sie hat alle impfungen bekommen. warum sie es trotzdem bekommen hat wissen wir nicht. "

als mein sohn mit knapp einem jahr in die krippe kam, hingen dort über wochen zettel mit der aufklärung, dass es keuchhustenfälle gibt. es waren mehrere fälle udn auf mein fragen hin hat die leiterin mir erklärt, alle kinder seien voll durchgeimpft. da meiner der jüngste war und wenn alle nach stiko geimpft haben, kann das durchaus stimmen. jedenfalls treten wohl vor allem beim keuchhusten solche fälle häufiger auf.

lg

Beitrag von nynne 27.05.11 - 23:14 Uhr

Wenn Dein Kind über die Erkältungsphase hinaus ist, und schon den direkten Keuchhusten hat, werden die Antibiotika nicht mehr viel ausrichten.
Eine Antibiotikabehandlung bei Keuchhusten hilft nur in der ersten Phase, den ersten 1-2 Wochen - und da ist der für Keuchhutsen typische Husten noch nicht vorhanden.

Ansonsten mach Dich nicht verrückt - wir hatten in unserer Krippe Anfang des Jahres fast alle Kinder mit schlimmsten Hustenanfällen, die dem Keuchhusten nahe kommen, daheim. Meine Maus wurde auch getestet, der Test war zwar negativ, allerdings sind die Bakterien im Abstrich so empfindlich, dass sie es meist bis zum Labor nicht mehr zur Nachweisbarkeit überleben. Meine Maus war insgesamt 8 Wochen mit Husten geplagt, 2 Wochen davon mit den schlimmen nächtlichen und für Keuchhusten typischen Hustenanfällen (deutlich zu unterscheiden von zB Kruppanfällen) - selbst die Pädagogen hats erwischt.

Keuchhusten ist hoch ansteckend, daher muss Dein Kind daheim bleiben, und wenn Du arbeitest, kannst auch gleich daheim bleiben ... da gerade im Anfangsstadium nur eine normale Erkältung zu erkennen ist und da ist die Ansteckung am allergrössten.
Vor allem Erwachsene stecken sich rasend schnell an, da sie nicht mehr geimpft sind - bei denen ist dann der Verlauf meist auch schlimmer als bei Kindern.

Und eine Impfung schützt nicht vor Keuchhusten, man kann ihn dennoch bekommen, und dann in abgeschwächter Form.
Und nicht verrückt machen - sei bei Deiner Maus und nimm sie auf jeden Fall sofort hoch, wenn sie die Hustenanfälle hat, das erleichtert auch das Abhusten. Halt eine SpuckTuch bereit, wenn sie dann direkt danach den Schleim hochwürgt/erbricht (deswegen auch hochnehmen, ich hatte Angst, dass sie daran ersticken könnte)

hier kannst Du genaueres nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Keuchhusten

Gute Besserung!