KS-Frage

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von ficus 27.05.11 - 20:24 Uhr

Hallo,
aus gesundheitlichen Gründen werde ich mich bis zur Entbindung auch mit dem Thema Kaiserschnitt befassen müssen.
Meine erste Tochter kam spontan auf die Welt und ich bin grundsätzlich gegen jede OP, die nicht sein muss, deshalb bin ich von der Einstellung her auch eher gegen einen KS - aber diesmal muss ich es zumindest auch in Erwägung ziehen.
Am liebsten wäre es mir, wenn mein Baby die Entscheidung trifft, wann es los geht und dann erst die Entscheidung für oder gegen einen Kaiserschnitt getroffen wird.
Da meine erste Tochter recht schnell raus kam, besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass es jetzt beim Zweiten ebenfalls schnell gehen wird und ich mich drauf einstellen muss, eher ins KKH zu fahren, allein wohl auch schon aus dem Grund, weil ich keine Vollnarkose im Falle eines KS haben möchte. Eine endgültige Entscheidung für oder gegen einen KS können wohl nur die letzten US-Bilder bringen.
Wie seht ihr das?
Erfolgt beim Not-KS immer eine Vollnarkose oder geht das auch spinal?
vG

Beitrag von nanunana79 27.05.11 - 20:30 Uhr

Hey,

ein Not KS erfolgt immer in Vollnarkose. Allerdings ist die Frage wie man Not KS definiert. Ich definiere ihn so: bei plötzlichem Herztonabfall oder starken Blutungen und /oder einer akuten Gefährdung für Mutter und Kind.

So wie Du es beschreibst wäre bei Dir ein KS planbar. Ob während der Dienstzeiten also nachts eine spinale möglich ist hängt vom KH ab. Da kannst Du Dich im Vorfeld ja mal informieren. Tagsüber geht das für gewöhnlich, wenn der Geburtsverlauf nicht schon zu weit fortgeschritten ist.

LG

Beitrag von qrupa 27.05.11 - 20:35 Uhr

Hallo

erstmal sollte man mal die Begriffe genau auseinander friemeln.

Bei einem NOT KS geht es um jede Minute und das Leben von Mutter oder Kind. Das wird nur in Vollnarkose gemacht, selbst wenn schon eine PDA oder spinale liegt. Im idealfall isrt das Baby 10 Minuten nach der Entscheidung zum KS da und da wird auch wenig Rücksicht auf solche "Nebensächlichkeiten" wie einen sterilen OP gelegt. Sowas kommt aber zum Glück nur sehr selten vor.

Und dann gibt es den sekundären KS. Der ist nicht geplant ergibt sich einfach aus dem Geburtsverlauf, hat es aber nicht besonders eilig. Da ist noch genug Zeit für eine spinale oder PDA.

In deinem Fall, wo du einen notwendigen KS bekommen würdest, den aber erst bei Wehenbeginn würdest du mit den ersten Wehen in die Klinik fahren, dort Wehenhemmer bekommen, auf die OP vorbereitet werden und dann in aller Ruhe einen KS, mit spinaler oder PDA, je nachdem was dort eher gemacht wird. Eine Vollnarkose ist dabei nicht nötig. Wenn also nicht irgendetwas bei deinem baby vorliegt dass es unter keinen Umständen Wehen mitmachen darf, spricht da überhaupt nichts gegen auch wenn die meisten kliniken da meist nciht begeistert von sind. Aber wenn du sagst du stimmst dem KS erst bei einsetzenden Wehen zu oder sucht dir eine andere Klinik, dann geht plötzlich erstaunlich viel.

Beitrag von lienschi 27.05.11 - 20:37 Uhr

huhu,

naja, die Spinale braucht schon bisschen, bis sie gesetzt ist und wirkt.
Bei nem echten Not-KS, bei dem es um jede Minute geht, wird dann schon ne Vollnarkose gemacht werden.

Wie dringend es bei dir im Falle der einsetzenden Wehen sein wird, kann jetzt natürlich niemand voraussagen.

Wenn es zwingend ein KS werden muss, warum auch immer, und du eh schon nen Hang zu schnellen Geburten hast, würde ich wohl doch den geplanten KS ohne Wehen vorziehen.

Grundsätzlich bin ich auch eher dafür auch bei nem geplanten KS auf die Wehen zu warten, aber eben nur, wenn die Bedingungen stimmen.

Hm, das war dir jetzt auch keine Hilfe, oder?! #gruebel
Schwierige Sache... ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für die Geburt! #klee

lg, Caro

Beitrag von sillysilly 27.05.11 - 20:58 Uhr

Hallo

Vollnarkose gibt es nur wenn es schnell gehen muß - also sagen wir mal kein Spielraum von 30 Minuten mehr ist

d.h. solltest du im Krankenhaus ankommen und es schon super dringend ist, könnte schon sein, daß sie eine Vollnarkose machen
aber nur wenn es sein muß
die erste Wahl ist normalerweise immer die Spinale

Mein erster Kaiserschnitt war einer mit Vollnarkose in einer absoluten Notsituation

Kaiserschnitt 2 und Kaiserschnitt 3 waren mit einer Spinalen


Und was für dich wichtig sein könnte
Bei Kind 3 hatte ich schon einen vollständigen Blasensprung und anfangende Wehen als ich im Krankenhaus ankam
und trotzdem gab es eine Spinale


grüße Silly

Beitrag von ficus 27.05.11 - 21:48 Uhr

vielen Dank für eure Antworten. Ich bin jetzt doch etwas beruhigt, dass auch dieser KS in gewisser Weise "geplant" und "geleitet" werden kann und sich nicht gleich zwingend der Hammer (Vollnarkose) daraus ergeben muss.
Ob die im KKH davon begeistert sein werden, nunja, das werde ich dann sehen. Es wäre sowieso das nächstgelegene KKH, in das ich komme und dort habe ich mir schon eine Beleghebamme ausgesucht. Für die ist natürlich ein KS ziemlich besch....
Ich hoffe inständig, dass ich darum herum komme, allerdings werden das erst die nächsten Wochen / Monate zeigen.
Mein Baby darf auf jeden Fall Wehen mitbekommen, daran liegt es nicht, da ist alles - soweit bisher ersichtlich - im grünen Bereich, zum Glück.
vG und vielen Dank
ficus

Beitrag von zwei-erdmaennchen 27.05.11 - 22:10 Uhr

Hi,

bei dir wäre es wohl kein Not-KS sondern ein sekundärer, oder???

Ich finde die Vorstellung ehrlich gesagt auch ganz schön, dass das Kind den Zeitpunkt der Geburt bestimmt. Allerdings würde ich mich im Falle eines KS IMMER für den geplanten vor Wehenbeginn entscheiden. Das hat verschiedene Gründe: Mit Wehenbeginn ist die Gebärmutter viel stärker durchblutet, dadurch steigt das Risiko für die Mutter deutlich an. Hinzu kommt, dass du dann einen Wehenhemmer gespritzt bekommst der total auf den Kreislauf schlägt. Das steigert das Risiko wieder. Dann kann es sein, dass das Kind schon auf dem Weg nach unten ist. Wenn es also aus medizinischen Gründen ein KS werden muss, dann werden die schnell handeln. Das kann heissen, dass eine Vollnarkose gemacht wird weil die Spinale länger dauert. Zudem wird die Entwicklung des Kindes dann oftmals schwieriger - das kann heissen, dass ein größerer Schnitt gemacht werden muss und/oder ewig an dem Kind herumgezerrt wird bis sie es herausbekommen. Das kann dann auch eine längere OP-Zeit bedeuten. Ich habe z.B. meine kleine Tochter selber aus dem Schnitt herausgepresst, sie haben den Kopf nur an den Schnitt geführt und überhaupt nicht an ihrem Kopf gezogen. Und zu guter Letzt möchte ich mir meinen Arzt aussuchen der mein Kind per KS holt und nicht an irgendeinen geraten.

Ich bin auch vollkommen gegen unnötige OP's und konnte mir überhaupt keinen KS vorstellen. Nun habe ich beide Geburtsformen erlebt und würde tatsächlich nie wieder vaginal entbinden.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von hexenhandwerker 28.05.11 - 11:04 Uhr

Was Du schreibst ist eher Panikmache! Die Blutungsgefahr ist bei KS am wehenden Uterus nicht viel größer, eher im Gegenteil. Da die Muskulatur schon arbeitet muss sie zur Blutstillung nicht noch extra angeregt werden was für die Rückbildung viel besser ist! Außerdem darf man nie das Kind vergessen, für das sind Wehen sehr wichtig (Lungenreifung!) und dafür würde ich persönlich immer etwas mehr Risiko auf mich nehmen.
Und dass Du beim KS dein Kind selbst herausgepresst hast ist nicht möglich. Da muß der Schnitt schon echt riesig gewesen sein und Dein Kind eher klein, was kein Arzt macht. Außerdem sind die Bauchmuskeln in dem Moment durch die Spinale gelähmt und durch die OP zur Seite geschoben, so dass nie genug Druck aufgebaut werden könnte um das Köpfchen selbst raus zu pressen. Da haben sie Dir wohl ein gutes Gewissen machen wollen oder hast Du da etwa zuschauen dürfen bei Deiner eigenen OP?

@ficus: Du hast keinen Grund angegeben warum der KS nötig werden könnte. Aber Du meintest das erste ging sehr schnell. solltest Du also auf Wehen warten und es geht doch schneller wie gedacht und der KS wäre nicht mehr möglich, ist beim 2. Kind der KS auch nicht viel schonender wie eine Spontangeburt. Aber selbst wenn es schnell gehen sollte ist in den aller meisten Fällen trotzdem Zeit für ne Spinale.
Keine Angst!

Viel Glück und Kraft!

Beitrag von querulantin123 29.05.11 - 12:46 Uhr

Erklär mir doch bitte mal, was die Lungenreife mit vorherigen Wehen zu tun hat.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 29.05.11 - 22:32 Uhr

Ganz ehrlich - ich hoffe von Herzen, dass du ein Fake bist und nicht an irgendwelchen Frauen dein Unwissen auslassen darfst. Denn was du hier immer wieder für einen Mist von dir gibst - das kann echt von keiner Hebamme kommen (hoffe ich zumindest, sonst #zitter).

Was ich hier schreibe ist keine Panikmache sondern purer Realismus - frei von irgendwelchen persönlichen Idealvorstellungen. Du hingegen sagst einer Frau die du nichtmal persönlich geschweige denn ihre Krankheitsgeschichte kennst, dass es ja nicht so schlimm wäre wenn es für einen KS zu spät wäre. Halllloooooo????? Geht's noch? Lass deine eigenen (und hoffentlich nicht beruflichen) Ideale sonstwo denn ich finde es absolut verantwortungslos was du hier machst. Da kann man echt nur den Kopf schütteln...

Was deine Aussagen angeht...

Eine SPA lähmt keine Muskulatur. Das ist kompletter Unsinn. Wenn dem so wäre wäre ja auch dein Argument mit der Muskulatur bei einem wehenden Uterus dahin. Dann hätte man nämlich keine Wehen mehr #aha. Es wird aber extra Wehenhemmer gespritzt damit der Uterus eben keine Wehen mehr produziert - die Muskeln also nicht mehr arbeiten. Abgesehen davon könntest du dir nur mal die Mühe machen einen Aufklärungsbogen über die SPA zu lesen. Dann wüsstest du WAS sie lähmt. Abgesehen davon hatte ich keine SPA sondern eine PDA mit Katheter...

Bauchmuskeln gibt es an vielen Stellen. Die oberen Bauchmuskeln braucht man zu diesem Zweck eh nicht. Und du kannst es glauben oder nicht - ich habe mein "Mini-Kind" von 4200g, 38cm KU und 54cm Länge durch einen in der Tat sehr kleinen Schnitt herausgeschoben. Nein, ich habe es nicht gesehen aber eine Bekannte von mir die bei der OP als Lernschwester anwesend war und total beeindruckt von dieser Möglichkeit war. Eben weil sie das selber auch noch nicht gesehen hatte. Abgesehen davon habe ich die Ärzte sehr wohl wurschteln sehen (wenn auch nicht im OP-Feld) und in dem Moment als meine Tochter kam wurschtelte niemand.

Und eine sekundäre Sektio erhöht das Risiko gegenüber der primären enorm. Das liegt mitunter an der starken Durchblutung. Ich bin gerne bereit für mein Kind Risiken einzugehen wenn sie Sinn machen. In dem Fall machen sie das aber in meinen Augen nicht. Es gibt zwar positive Aspekte aber auch genügend negative. Ich jedenfalls bekomme ein drittes Kind durch eine primäre Sektio nahe dem ET. Anpassungsschwierigkeiten hatten in meinem doch sehr großen Bekanntenkreis mit vielen KS-Babies entweder diejenigen die sehr früh durch eine primäre Sektio geholt wurden. Oder aber die Kinder die ewig zu einer Spontangeburt genötigt wurden die dann aber nicht funktioniert hat. Eine sehr gute Freundin haben sie fast komplett den Bauch aufschneiden müssen weil das Kind sich durch die Wehen so unten verkeilt hatte, dass es nur so und mit enormer Krafteinwirkung geholt werden konnte. Ob das dann für's Kind besser ist wage ich zu bezweifeln.

Beitrag von widowwadman 28.05.11 - 13:38 Uhr

Ich hatte vorgestern eine primaere Sektio und nicht Wehen abgewartet. Die Kleine kam bei 39+0 und war definitiv voll ausgebruetet. Auf Wehenbeginn warten birgt seine eigenen Risiken (besonders fuer die Mutter), die ich nicht haette eingehen wollen.

So hatte das Chirurgenteam alle Zeit der Welt sich zum Kind vor zu arbeiten, da es mein 2. KS war, war auch Narbengewebe vorhanden, deshalb hat das eh laenger gedauert. Auch war ich so weniger erschoepft als ich bei vorherigen Wehen gewesen waere.

Zeitnah zum ET halte ich fuer vernuenftig, Wehen abwarten weniger.

Beitrag von minnie85 30.05.11 - 19:35 Uhr

Ein Not-KS, also ein KS der im absoluten Notfall zB bei Bradykardie oder vorzeitiger Plazentaablösung gemacht wird, erfolgt immer und ausschließlich Vollnarkose, da er innerhalb von wenigen Minuten erfolgt, teils sogar im Kreißsaal!

Ein sekundärer, eiliger KS erfolgt schnell, kann aber oft in Spinalan. erfolgen (nicht immer).

Ein ganz normaler sekundärer KS, zB weil dein MuMu nicht weiter aufgeht oder das CTG auffällig wird, erfolgt meist in SpA!

Beitrag von ficus 31.05.11 - 15:06 Uhr

vielen Dank. Die Unterscheidung hilft mir sehr.
Ich denke, dass ich da eher den Not-KS ausschließen kann, jedenfalls aus jetziger Sicht bzw. Erkenntnis, ggf. ein eiliger KS, sollte es schneller gehen als ich ins KKH kommen kann weil irgend etwas "dazwischen kommt" oder ich die Wehen unterschätze.
vG
ficus