Allein mit 2 Kleinen. Hatte ihr auch solche Bedenken?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von derhimmelmusswarten 28.05.11 - 13:19 Uhr

Bald ist es soweit. Unser Baby wird am Montag zwei Wochen alt und mein Freund muss wieder arbeiten. Jetzt habe ich ganz schön Schiss vor der Zeit allein. Unsere andere Tochter ist 22 Monate alt und entsprechend anstrengend. Eigentlich darf ich ja nicht jammern, da mein Freund zwar Schichtdienst hat, aber an den Wochenende immer frei hat. Er arbeitet entweder Frühschicht und kommt dann meist um 14.30 Uhr heim (geht zwischen 5.00 und 5.30 Uhr) oder Spätschicht. Dann geht er um 13.00 Uhr und kommt frühestens um 22.30 Uhr heim, Freitags meist um 20.00 Uhr. Und die Große geht vormittags in die Kita. Sie wird zwischen 13.00 und 13.30 Uhr abgeholt. Wahrscheinlich eine Konstellation, von der viele Mütter träumen...

Aber trotzdem macht sich ein bisschen Panik breit wie ich das allein schaffen soll dann. Wenn mein Freund Frühschicht hat, muss ich die Kleine in den Kindergarten bringen und abholen und wenn er Spätschicht hat, bin ich den ganzen Nachmittag und Abend allein.

Als meine erste Tochter ein Baby war, wohnte ich noch bei meinen Großeltern im Haus, die den ganzen Tag da waren und mir geholfen haben. Nun ist mein Opa tot und meine Oma im Pflegeheim... Ich bin so froh, wenn wir in ein paar Monaten umziehen und meine Mutter dann ein Haus weiter wohnt und ich nicht so ganz allein bin ab nachmittags.

Hattet ihr anfangs auch solche Sorgen? Vor allem hab ich Angst, dass ich mal richtig schlimm krank werde. Die anderen Großeltern können nicht aufpassen, denn die Oma ist schwer krank. Sonst habe ich niemanden, der helfen könnte.

Vielleicht mache ich mich auch nur selbst verrückt. Aber im Moment kommt mir das so schwierig vor. Vor allem, morgens zwei Kinder fertig zu machen, Baby zu füttern, Frühstück für den Kindergarten, mich selbst fertig machen... Ich habe schon die Horrovision, dass wir nie im Kindergarten ankommen...oder erst um 11 uhr... #heul

Beitrag von beth22 28.05.11 - 13:34 Uhr

Ich habe 3 Kinder und schaffe das auch alles locker. Ich habe keine Eltern hier und mein Mann ist auch keine große Hilfe (100% schwerbehindert, Pflegestufe 2 ).
Bei uns ist alles "durchorganisiert". Ich mache nicht alles Perfekt, an erster Stelle stehen die Kinder und dann kommt der "Rest" (Mann, Haushalt, Einkaufen, Termine)

Ich denke auch, das du nur Panik hast, aber wenn sich alles eingespielt hat wirst du sehen das du es auch gut allein geregelt bekommst.

"Übe" doch jetzt schonmal die Abläufe ohne das dein Freund dir großartig Hilft dabei. Es ist auch nicht schlimm wenn es mal ein paar Minuten später Essen gibt, oder die Wäsche mal nicht gebügelt ist (mach ich z.Bsp. nie).

Morgens kann man etwas früher aufstehen und dann wird entschieden wer am dringensten fertig gemacht wird (wenn das Baby schreit, kommt es als erstes und wenn es noch schläft wird halt die Große als erstes zurecht gemacht).

Du schafst das schon, keine Panik. Es muß sich nur alles erst einspielen.

LG
Sandra mit Max (9,5 Jahre), Ben (fast 4 Jahre) und Lea (20,5 Monate)

Beitrag von jadzia82 28.05.11 - 14:11 Uhr

Hallo!

Ich hab auch 2 kleine Kinder, mein großer ist auch 22 Monate alt (und grad echt anstrengend ;-) ) und der kleine ist jetzt knapp 14 Wochen alt.
Ich bin auch so ein Paniker und mache mir im Vorfeld oft Sorgen, was im Nachhinein meist unbegründet war!

Mir graute es auch vor dem Tag, an dem mein Mann nach 4 Wochen Elternzeit wieder zur Arbeit musste. Zum Glück auf einen Freitag. Und der Tag war auch echt nicht schön, alles lief schief, die Kinder viel am Heulen etc. und ich war einfach fertig am Abend. AAAAAber: das kam, weil ich so angespannt war! Meine Hebi hat mich mittags besucht und hats mir an der Nasenspitze angesehen, dass ich mich zu sehr selber stresse.
Ich habe dann das WE genutzt, mich zu entspannen und mental auf das "alleine sein" vorzubereiten. Ich habe mich dann bewusst dazu entschieden, lockerer zu sein.
Hinter jedes "Und was ist, wenn..." habe ich mir gedanklich ein "Na und?!" gesetzt.

Es kann doch eigentlich nichts schlimmes passieren. Wir machen die Dinge erst in unseren Köpfen schlimm! Und wenn du erst um 11 Uhr im KIGA ankommst! Na und?! Dann ist das so! Und wenn das ne ganze Woche so geht... na und?!

Es ist natürlich nicht einfach, 2 kleine Zwerge pünktlich fertig anzuziehen und dann selber noch aus dem Pyjama zu kommen, aber das wissen auch die meisten deiner Mitmenschen und werden es dir verzeihen, wenn du zu spät kommst. Ich finde ja, Pünktlichkeit wird hier in Deutschland eh überbewertet!

Du musst einfach flexibel sein und spontan entscheiden, was gerade das Richtige ist, wer grad fertig gemacht werden soll etc. Ich habe mir auch als Motto genommen, es mir bei allem so leicht wie nur möglich zu machen und bin da ganz bewusst von meinem Perfektionismus abgerückt!
Wichtig ist nicht, wie gut oder schlecht man etwas macht, hauptsache ist, dass man es macht!

Was mir eine große Hilfe war, waren die regelmäßigen Besuche meiner Hebi, obwohl es das 2. Kind war. Sonst hatte ich eigentlich nur sporadisch mal Hilfe von den Omas oder Nachbarinnen.

Du wirst sehen, es ist halb so schlimm wie du denkst!

Beitrag von sacredheart 28.05.11 - 14:33 Uhr

hallo,
kennst du den spruch: man wächst mit seinen aufgaben ?
ich habe drei kinder und hab wegen dem ersten kind die schule geschmissen(erwachsenenbildung-alles freiwillig) danach habe ich etwas im direktvertrieb gearbeitet und dann mein zweites kind bekommen. als das knapp 1,5 jahre alt war, bin ich wieder zur schule gegangen. etwa ein halbes jahr vor schluß wurde mein drittes kind geboren und ich habe mit einem säugling im arm miene abiturklausuren geschrieben.
mein mann geht 9 std. am tag arbeiten und ist zudem noch sportler, so dass er dafür auch noch mal zwei stunden täglich unterwegs ist, also liegt die arbeit voll und ganz bei mir. ich hab mir da nie gedanken drüber gemacht, meine situation nicht meistern zu können, denn es ist im grunde nur gewöhnungssache,alles zu bewältigen.
es ist normal, dass du dir sorgen machst, aber nach drei bis vier wochen wirst du darüber bestimmt lachen.
lg
sacredheart

Beitrag von nini-25 28.05.11 - 14:39 Uhr

he du,

jetzt lass dich erstmal #liebdrueck
du darfst dich wirklich nicht so stressen, als mein kleiner damals
geboren wurde hatte ich auch richtig panik, und mein mann hatte
kein frei bekommen und ich musste mich allein um drei kleine kinder
kümmern, der große war gerade 3 mein zweiter 2 und dann das baby dazu.
aber es ist alles machbar wenn man ganz gelassen an die sache ran geht,
egal was kommt ich hatte haushalt nur dann gemacht wenn die zwei kleinen ruhig waren und der große in die kita ging. aber du lernst so schnell wie der rhytmus am besten dür euch läuft und dann kannst du darüber lachen, was du für eine panik hattest. in der ruhe liegt die kraft.:-D
hab selbstvertrauen du schaffst das

lg nini rasselbande




Beitrag von sillysilly 28.05.11 - 18:00 Uhr

Hallo

mach dir doch keine Sorgen #bla
Wirklich nicht

gerade wenn sie so klein sind, ist das doch alles total unproblematisch
einfach einpacken und mitnehmen, das wars :-p
gib ihnen noch ein paar Monate und dann wollen sie nicht mehr so wie du willst, sich nicht anziehen lassen, nicht wickeln, machen in die Windel wenn du schon komplett fertig bist, und fangen an zu quengeln wenn ihnen etwas nicht paßt

Mach dir einfach keinen Streß, keine zu hohe Erwartungshaltung - und alles ist ganz easy
Du ziehst dich an - das Baby und dein Kindergartenkind - klappt schon alles - Wirklich

Ich habe drei Kinder - war zwar am Anfang zu zweit, aber da lief es echt problemlos -
erst Monate später wurde es eben anstrengender

Nachmittags lebst du einfach deinen Alltag weiter, und das Baby kommt mit und macht mit
die zweiten Babies wachsen ganz natürlich in den Alltag mit rein
und gerade wenn man unterwegs ist, Freunde besucht klappt das besonders gut
Die Großen sind dann auch beschäftigt


Ich habe auch keinerlei Unterstützung durch Oma oder so - und glaube mir es klappt wirklich alles wunderbar

Klar gibt es stressige Tage, an denen man auch mal genervt ist, wo nicht alles so klappt
aber die gab es doch auch schon mit einem Kind ---- Oder ?


Grüße Silly

Beitrag von nadine-tom 28.05.11 - 21:21 Uhr

Hi, denke deine Ängste sind total normal. Als unsere Lina geboren ist war Tom 23 Monate alt und ich hatte genau die gleiche Angst. Mein Mann macht zum Glück fast nur Nachtschicht und ist somit ab Mittags immer bei mir. Glaub mir es wird sich alles ganz schnell einspielen und es geht dir nachher ganz leicht von der Hand. Ich bin jetzt morgens genauso früh fertig mit allem, wie vorher mit nur einem Kind. Eigentlich läuft jetzt alles noch geregelter ab, wie vor 2 Jahren als hier nur 1 Kind war.

LG Nadine mit Tom (2 Jahre) & Lina (4 Monate)

Beitrag von 10petra 29.05.11 - 21:50 Uhr

Hallo,
ich weiss gar nicht ob Du das hier noch liest: aber es gibt in manchen Bundesländern "wellcome" - da wirst Du von ehrenamtlichen Helfern für wenig Geld (je nach Verdienst) unterstützt wenn 1 Kind unter 1 Jahr alt ist. Ansonsten kann ich nur sagen: denke positiv.
Falls Du mal krank werden solltest, kann ja der Papa daheim bleiben oder es findet sich eine andere Lösung. Und Ihr zieht doch bald zu Deiner Mutter. Dann hast Du doch Unterstützung!
Aber ich weiss was Du meinst: es ist einfach das Gefühl, dass man ganz alleine für ein (oder mehrere) Kinder verantwortlich ist und nicht ausfallen darf!
Alles Gute!