Rechtsfrage wegen monatlicher Geldschenkung

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Beitrag von knoddel 28.05.11 - 14:33 Uhr

Hallo ihr Lieben,

hätte da mal ne Frage.
Um es kurz zu fassen. Wir sind mit den Eltern meines Freundes total zerstritten, weil sie mich und meinen Sohn aus erster Ehe ständig beleidigen und sich irgendwelche Luegen ausdenken, die sie dann überall über uns verbreiten. Jetzt hat mein Freund den Kontakt zu seinen Eltern beendet, weil sie mich nur belästigen und beleidigen.

Jetzt haben diese ihm gedroht alle Geldschenkungen einzuklagen. Sie haben ihm vor vielen Jahren mal für einige Zeit monatlich Geld überwiesen, weil sie wollten, dass er nach der Scheidung seiner Frau das Haus behalten kann. Jetzt wollen sie dies als Gesamtsumme nach so vielen Jahren wieder zurück. Ausserdem hätten sie ihm 1000 Euro die sie ihm letztes Jahr zugeschoben haben nur geliehen und auch dies wollen sie zurück.

Wie sehen unsere Chancen aus? Müssen wir das wirklich zurück zahlen oder sind solche Schenkungen davor geschützt.

Ich finde das alles so schlimm und hätten sie mich nicht zu tiefst persönlich beleidigt und meinen 4 jährigen Sohn nicht gekränkt damit, dass er ein Hosenpisser und Rotzer sei, würde ich versuchen das ganze anders zu klären, aber so geht das gar nicht mehr.

Bitte helft mir, was ich tun kann.

GLG Tina die traurig ist, dass es solche Menschen gibt

Beitrag von myimmortal1977 28.05.11 - 15:18 Uhr

Die "Schenkungen" muss man ja auch erstmal beweisen ;-) Oder standen in den Überweisungen immer irgendwelche Referenzgründe? Oder wurde etwas schriftlich festgehalten?

Wenn nichts schriftliches existiert und die Überweisungsträger nicht eindeutig tituliert sind, wird es schwierig....

Erst recht dürfte es für Deine Schiegereltern schwer werden, wenn ihr vor Gericht anführen würdet, dass der Verdacht besteht, dass ganze nur wegen Dir und Deinem Sohn zu inszenieren.....

Ein Gericht sieht es auch nicht so gerne, wenn auf einmal Forderungen laut werden, nur weil die Lebenspartnerin des Beschenkten nicht in den Kram passt.....

Solange nichts schriftlich festgehalten wurde..... Keine Rückzahlungspläne, -vereinbarungen o. ä...... Dürfte es kompliziert werden..... Für die Eltern Deines Partners.....

Viele Grüße

Janette

Beitrag von kati543 28.05.11 - 16:21 Uhr

Es gibt ein altes Sprichwort. Du kennst es sicher.... "Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen." Nur in absoluten Ausnahmefällen geben Gerichte bei so etwas nach. Zum ersten muß der Schenker natürlich nachweisen, daß es sich um ein Geschenk handelt. Und wie sagt mein Anwalt immer so schön "Wir streiten erstmal alles ab...". Nehmt euch einen Anwalt und laßt euch beraten. Das Geld ist zwar nachweisbar geflossen, aber wer sagt denn, dass nicht eine Gegenleistung erfolgt ist ;-) ?
Und falls es sich herausstellen sollte (vor Gericht), dass es doch ein Geschenk war, dann wäre als nächstes von deinen Schwiegis nachzuweisen, dass ihr euch absolut daneben benommen habt - ihnen gegenüber. Und erst, wenn das Gericht ihnen glaubt, dann kann so etwas rückgängig gemacht werden.

Beitrag von jogiyoda 28.05.11 - 18:19 Uhr

dass ihr euch absolut daneben benommen habt - ihnen gegenüber.

nennt sich grober Undank und wird fast nur bei Tötungsversuchen und ähnlich schwer gewichteten Taten in Anwendung gebracht.

Nur weil ein Beschenkter sagt: "leck mich am Arsch" ist es noch lange kein Grober Undank.

Beitrag von nick71 28.05.11 - 18:19 Uhr

Es gibt die grundsätzliche Möglichkeit, Schenkungen zurückzufordern (und zwar bis zu zehn Jahre nach erfolgter Schenkung). Eine der folgenden Voraussetzungen muss außerdem vorliegen:

-wegen Verarmung des Schenkers
-Widerruf der Schenkung wegen Undanks

Es heißt im Text weiter: "Die Verpflichtung zur Herausgabe oder zum Ersatz des Wertes ist allerdings ausgeschlossen, soweit der Empfänger nicht mehr bereichert ist."

Quelle: http://www.rechtsanwalt-news.de/familienrecht/geschenkt-ist-geschenkt-wiederholen-ist-gestohlen-rueckforderung-bei-schenkung/

Bedeutet also, wenn eine der obigen Voraussetzungen zuträfe, dein Mann das geschenkte Geld aber bereits ausgegeben hat, kann es nicht zurückgefordert werden.


Beitrag von carrie23 28.05.11 - 19:29 Uhr

Können sie es beweisen?
Schuldscheine, Zeugen,Notarbesuche?
Nein?
Dann können sie euch gar nichts.

Übrigens würde ich mit solchen Subjekten auch keinen Kontakt pflegen.
Mich beleidigen? Darüber könnte ich hinwegsehen aber meine Kinder gehen mir über alles

Beitrag von wemauchimmer 29.05.11 - 12:51 Uhr

Also mal ganz ehrlich, aber wenn jemand zu einem Vierjährigen sagt, daß er ein Hosenpisser und Rotzer ist (und ich vermute mal, der Kleine hat da grad in die Hose gepinkelt? Und seine Nase lief?), und seine Mutter daraufhin tödlich beleidigt sämtlichen Kontakt abbricht, dann würd ich sagen, die Mutter sollte mal ein bisschen locker werden...
LG