Schadensreguliereung - Sonderbedarf?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von whybette 28.05.11 - 20:02 Uhr

Huhu.

Ich hab mal eine Frage. Kurz die Fakten.
Teenager mit getrennt lebenden Eltern hat in der Schule einen Spint mit anderen Kids kaputt gemacht.
Die Haftpflicht will den Schaden nicht übernehmen, weil es zu spät gemeldet wurde. Also muss der Ersatz selbst bezahlt werden.
Kann die Mutter von dem Vater die Hälfte dazu verlangen oder muss sie es alleine tragen? Fällt sowas unter Sonderbedarf? Im Internet finde ich nichts darüber, aber vielleicht hatte von euch schonmal jemand so einen ähnlichen Fall.

LG
Why

Beitrag von kati543 28.05.11 - 20:11 Uhr

"Die Haftpflicht will den Schaden nicht übernehmen, weil es zu spät gemeldet wurde."

Was bedeutet das denn? Also wäre es eigentlich ein Haftpflichtschaden gewesen? Wer hätte den Schaden denn melden müssen? Dann soll derjenige auch zahlen.

Beitrag von whybette 28.05.11 - 20:20 Uhr

Der Schaden ist letztes Jahr passiert, dem Kind wurde gesagt, dass das repariert werden muss. Jetzt kam vor 2 oder 3 Wochen eine Rechnung, der Spint, um den es geht wurde ausgetauscht. Als das bei der Haftpflicht der Mutter (jetzt) eingereicht wurde, meinten die, das hätte schneller gemeldet werden müssen, sie würden es nicht übernehmen.

Keine Ahnung ob sowas unter Haftpflichschaden fällt, wenn ein Kind in der Schule etwas kaputt macht. Aber die Mutter wollte es so regulieren.
Ich hätte auch gedacht, dass die Haftpflicht nicht einfach nein sagen kann, wenn die Eltern, bzw. nur die Mutter erst jetzt die Rechnung von der Schule bekommen hat.

LG
Why

Beitrag von kati543 28.05.11 - 20:50 Uhr

Wie alt ist das Kind?

Beitrag von kati543 28.05.11 - 21:12 Uhr

Ohh...ist es die 11-jährige in deiner VK?

Ich weiß nicht, warum Eltern immer dazu neigen, die Schäden ihrer Kinder regulieren zu wollen. Das deutsche Gesetz regelt das eigentlich etwas anders.
Ich gehe davon aus, dass die Große geistig normal entwickelt ist und ihr durchaus zuzutrauen war, dass sie wußte, dass bei ihrer Tat ein Schaden entstehen konnte. Weder Vater noch Mutter von ihr haben sie beaufsichtigt (Wo war eigentlich das Aufsichtspersonal der Schule?) und damit müssen beide auch keinerlei Schadensersatz leisten. Den Schaden hat das Kind verursacht. Eine Wiedergutmachung sollte es auch selber wieder leisten. Also wenn die Mutter schon so scharf darauf ist, der Schule die Kosten zu ersetzen, dann soll sie das mit ihrer Tochter regeln, wie lange die dann auf ihr Taschengeld verzichtet und/oder extra Arbeiten verrichtet,...

Nur mal so am Rande. Die Haftpflicht hätte wahrscheinlich ohnehin nicht gezahlt. Mutwillige Zerstörungswut zahlt niemand. Auch keine Versicherung. Aber es ist richtig. Der Schaden hätte sofort gemeldet werden müssen. Also unmittelbar danach und nicht erst nachdem die Rechnung gekommen ist.

Beitrag von whybette 29.05.11 - 07:20 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ja genau, die 11 jährige. Normal entwickelt? Naja, so ziemlich denke ich mal.

Die Mutter hat ja die Rechnung von der Schule bekommen, mit der Aufforderung zu zahlen. Einfach so hat sie es auch nicht bezahlt. Sie hat sich natürlich auch darüber aufgeregt und war nicht erfreut, sah aber wohl keine andere Möglichkeit, als zu zahlen, wenn die Schule sie dazu auffordert. #kratz

LG
Why

Beitrag von lunacy 29.05.11 - 08:54 Uhr

Doch, die Haftpflicht kann ablehnen. Der SCHADEN hätte gemeldet werden müssen. Dieser hat ja nichts mit der Rechnung zu tun. Nach Meldung des Schadens hätte die Versicherung ggf ihre Einstandspflicht anerkannt und nach Vorlage der Rechnung (egal, wann die kommt) auch gezahlt.

Dafür kann der Vater ja nun wirklich nichts!
Ein Einfordern halte ich für nicht möglich - aber ein vernünftiges Gespräch, falls die Mutter den Betrag nicht leisten kann, könnte ein anderes Ergebnis bringen ;-)

Mal davon ab: Wenn mein Sohn im Teenager-Alter (!) etwas kaputt machen würde, würde ich ihm den Schaden vom Taschengeld abziehen.
(Gehe jetzt aber davon aus, dass es sich um mehr oder weniger mutwillige Zerstörung handelte?)

Beitrag von jogiyoda 29.05.11 - 12:50 Uhr

wenn die Mutter den Schaden zahlen will ist sie ...sagen wir mal... etwas beschränkt denn es bestand eine Aufsichtspflicht der Schule und den Vater geht es gar Nichts an.

Beitrag von parzifal 29.05.11 - 12:52 Uhr

Wurde der Spind vorsätzlich beschädigt oder fahrlässig?

Dies ist aber nur als Vorfarge relevant um zu klären, ob die Versicherung gegebenfalls zahlen müsste.

Da die Eltern in beiden Fällen nicht für den Schaden haften erschließt sich mir nicht warum der Vater etwas zahlen soll/muss, wenn es nichtmal die Mutter muss.

Wenn einer hier haftet ist es das Kind.

Einmal weitergedacht. Wo wäre denn die Grenze wenn man eine Haftung bejaht? Das Kind richtet einen Schaden in Höhe von 100.000 EUR an und der Vater soll dies zur Hälfte zahlen? Kann ja wohl nicht sein oder?

Und wenn wirklich der Grund für den Nichteintritt der Versicherung die späte Meldung wäre, dann wäre dies hier ja von der Mutter zu vertreten und nicht vom Vater. Weshalb sollte er für den Fehler haften müssen?