Beamte Mutter-Kind-Kur

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von thitona 28.05.11 - 20:16 Uhr

Hallo,

wer von euch weiß, wie das mit der Finanzierung einer Mutter-Kind-Kur bei verbeamteten Lehrern funktioniert.

Wer übernimmt die Kosten?

Die private KK bezahlt nichts.

Übernimmt die Beihilfe dann alles oder springt der Rentenversicherungsträger ein zur Wiederherstellung der Arbeitskraft.

Danke für eure Antworten.

Beitrag von cooky2007 29.05.11 - 11:40 Uhr

Das würde mich auch mal sehr interessieren, denn ich bekomme 70% Beihilfe (eigentlich MÜSSTEN die zahlen, oder? Von den 30% PKV bekomme ich nichts.
Da ich u.a. Rheuma habe, möchte ich zur Kur, wenn die Kleine ein wenig älter ist.

Ich selbst wollte mich mal beim Müttergeseungswerk erkundigen.

Beitrag von fibi7 29.05.11 - 20:02 Uhr

hallo ihr beiden,

also die beihilfe übernimmt die kosten nur, wenn der amtsarzt ein attest über die notwendigkeit der heilmaßnehme ausstellt.

die kk zahlt nur dann, wenn kurmaßnahmen im vertrag aufgenommen sind bzw eine zusatzv ersicherung abgeschlosen ist. die macht allerdings nur dann sinn, wenn noch keine beschwerden da sind, denn sonst würden diese krankheitsbilder ausgeklammert werden.

wenn die kk nicht zahlt, muss der restanteil vom antragsteller selbst gezahlt werden, so hart das klingt. die beihile zahlt nur den pflichtanteil. man muss dann auch noch aufpassen, dass man bei keiner gemischtförmigen krankenanstalt seine reha macht, denn dort übersteigen die kosten oft das maß, das auch die beihilfe trägt.

die private kk zahlt aber wenigstens die arztkosten.

folglich verbleiben für den antragsteller nur 30% vom tagessatz. die tagessätze liegen meist um die 120 euro, 30% davon sind etwa 36 euro am tag. also etwa 1000 euro für 3 wochen die man selbst tragen müsste.

ich habe rehamaßnahmen bei meiner kk mitversichtert. allerdings stehen mir nur 44 tage in vier jahren zu.

anders sieht die sache bei anschlussheilbehandlungen aus. also wenn man wegen einer erkrankung stationär im kh ist und danach eine "reha" zur gesundung braucht. dann ist es quasi ein erweiterter statiuonärer aufenthalt und die kosten werden voll übernommen. das ist sozusagen noch ein hintertürchen, wenn man unbedingt zur kur möchte und krank genug ist für eine klinik.

ich hoffe es war verständlich und ich konnte euch helfen

fibi

Beitrag von cooky2007 29.05.11 - 20:17 Uhr

Danke für deine ausführliche Antwort!

Ich denke, bei mir wäre sicherlich auch Reha (das Hintertürchen?) drin, würde aber nie ohne meine Kinder gehen.
Ist das überhaupt möglich?

Beitrag von fibi7 29.05.11 - 20:33 Uhr

hallo du

reha ist das gleiche wie muki-kur...
zahlen die auch nicht, wenn du es nicht im tarif abgeschlossen hast. im nachhinein ist man immer schlauer...

reha geht nur dann mit kindern, wenn dir der amtsarzt attestiert, dass sie mitmüssen. am besten machen sie auch ne reha, wenn sie auch krank sind.

alle reha und kurmaßnahmen werden bei lehrern nur in den ferien genehmigt. es sei denn du bist schwerbehindert oder es handelt sich um eine anschlussheilbehandlung...

schwieriges thema....

wie gesagt, wir waren schon öfters zur reha. aber teils war es ein harter kampf und ich hatte meist große unterstützung durch meine uniklinik und die aufnehmende klinik und deren ärzte. meist müssen erst die chefs druck machen, bevor was gezahlt wird. bei meines letzten akutstationären aufenthalts in einer gemischtförmifgen krankenanstalt habe ich die zusge für die kostenübernahme erst bekommen, als ich schon 4 wochen in der klinik gelegen bin. im zweifelsfall hätte ich den kk-anteil komplett selbst zahlen müssen. aber der chefarzt der klinik hat sich in zwei schreiben an die kk gewendet und konnte eine einzelfallentscheidung herbeizwingen....