Starke Gebärmuttersenkung-kann man entfernung vermeiden?

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Beitrag von humor 28.05.11 - 20:18 Uhr

Hallo,
ich habe seit mehren Monaten schon einen fiesen Druck im Intimbereich uns war nun endlich beim Frauenarzt, weil ich es nicht mehr aushalte. Ich kann schon keine Tampons mehr verwenden und nichts machen, was irgendwie mit Hopsen, springen etc.zutun hat. Das schränkt mich sehr ein im Leben, weil ich wahsinnig gerne Laufe.
Der hat mir gesagt, das meine Gebärmutter nur noch 3 zentimeter vom Ausgang entfernt ist und hat mir nun erstmal krankengymnastik für Beckenboden aufgeschrieben. Wenn das alles nichts nützt, soll sie wohl raus, da eine Anhebung der Gebärmutter operativ wohl sehr umstritten ist ob es nutzt oder nicht auf dauer.
Da ich in diesem Jahr nun erst 30 werde finde ich radikale Lösung der Entfernung etwas befremdlich. Ich habe zwei Kinder und will auch keine mehr(da bin ich mir sicher), aber der Gedanke, dass da dann nichts mehr ist, ist schon komisch. Mal abgesehen davon, dass eine Entfernung auch eine Blasensenkung hervorrufen kann.
Kennt sich da jemand aus?

Lg, Anna

Beitrag von karna.dalilah 28.05.11 - 20:26 Uhr

suche dir eine Physiotherapeutin die sich auf das Thema Beckenboden spezialsiert hat.
Mit dem richtigen und regelmäßigen Beckenbodentraining und dem richtigen Verhalten im Alltag kann man einige Operationen vermeiden oder aufschieben.

LG
Karna

Beitrag von humor 28.05.11 - 20:29 Uhr

Danke,
das klingt schon besser.
Ja, ich denke, ich werde mich mal gut umhören und mich zusammenreißen und diese Übungen auch zuhause machen. Eine OP käme echt nur im Notfall in Frage oder wenn der Leidensdruck zu hoch ist.

Beitrag von umsche 28.05.11 - 20:47 Uhr

Ich hatte schon einen Termin zur OP. Bei mir war die Indikation eine Endometriose und seit einem Jahr permante Blutungen. Also eine Entfernung der Gebärmutter war wirklich! indiziert.

Mit gepackter Tasche bin ich also zum Termin ins KH marschiert, habe Aufnahme usw. hinter mich gebracht. Die Oberärztin hat mich dann untersucht und dabei mit mir gesprochen. Irgendwann während der Untersuchung (also ich auf dem besagten Stuhl) sagte sie, sie hätte den Eindruck, ich würde nicht wirklich hinter der Entfernung der Gebärmutter stehen. Ich stimmte ihr zu. Da die Entferung keine lebensrettende Maßnahme wäre, meinte sie, ich solle sie aufschieben, da frau wirklich dahinter stehen sollte. Ich zog mich wieder an, nahm meine Tasche und marschierte unverrichteter Dinge wieder aus dem KH raus.

Meine Gynäkologin (wichtig - eine Frau), die mir auch die Überweisung zur Entfernung der Gebärmutter geschrieben hatte, nahms gelassen und sagte: "ok, wir versuchen es mit Hormonen!" Seitdem ist meine Gebärmutter quasi medikamentös ruhig gestellt und ich warte mehr oder weniger gedulig auf meine Meno-Pause. Die scheint in greifbarer Nähe und ich hoffe, dass ich die Hormone bald absetzen kann.

Suche dir eine gute Gynäkologin - oft gibt es Alternativen zur Entfernung.

Alles Gute

Beitrag von fruehchenomi 29.05.11 - 17:31 Uhr

Wenn Du definitiv !!!!!!!!!!!!!! keine Kinder mehr willst, ist eine Gebärmutterentfernung absolut nichts Schlimmes !!
1. Nie wieder Verhütung #huepf
2. Nie wieder Monatsprobleme und endlose Blutungen, nochmal #huepf
3. Alles Gedöns von wegen zu früher Wechseljahre usw spielt sich zu 99% im Kopf ab !
Nichts davon ist wahr ! Ich habs selber hinter mir, ich war auch erst 33 Jahre alt - prima weggesteckt ! Ich habs schon zwei weiteren Frauen in der Familie empfohlen, die haben es ebenfalls schon vor Jahren machen lassen und denen gehts auch gut, rundum.
Wir alle haben KEINE Blasensenkung - versprochen !
Ich kenn nur eine, die seither ein psych. Problem hat nach der Devise "huch -nun bin ich keine richtige Frau mehr" Dabei ist sie schon über 50 und hätte sowieso auch keine Kinder mehr gewollt. An den 250 Gramm hängt sicher nicht das komplette "Frau-Sein" #kratz
Solltest Du noch mehr wissen wollen, kannst Du mich gerne über VK anschreiben.
LG Moni

Beitrag von purpur100 30.05.11 - 12:18 Uhr

"An den 250 Gramm hängt sicher nicht das komplette "Frau-Sein"

nein, das Frausein hängt nicht daran. Aber sehr viele andere Dinge.

Beitrag von mansojo 30.05.11 - 13:17 Uhr

freut mich das du das so gut weggesteckt hast

unterschätze nimals die psyche!



Beitrag von purpur100 30.05.11 - 14:11 Uhr

erstens das und zweitens:
Da ja alle Frauen gleich sind und alle Geburten gleich sind, verlaufen auch alle Operationen gleich, gell?;-)

Beitrag von fruehchenomi 30.05.11 - 18:11 Uhr

Das habe ich nicht behauptet. Ich habe geschrieben, dass die Fälle, die ICH kenne, gut verlaufen sind und niemand Spätfolgen hat.
Und - dazu stehe ich auch, man kann sich auch verdammt viel einreden....
Eine große Rolle spielt auch, wie der Herzallerliebste dazu steht, Männer können einen ziemlichen Mist reden oder die perfekte Unterstützung sein.

Aber die absolute Voraussetzung ist, dass man die Op um jeden Preis auch will und 1000prozentig sicher kein Kind mehr will. So war es bei mir, obwohl ich noch so jung war und bei meinem Schwiegerkind und den anderen auch.
Sobald man nur ein bißchen unsicher ist, darf man es nicht machen.
Aber das ist bei einer Steri das gleiche.
LG Moni

Beitrag von purpur100 30.05.11 - 20:04 Uhr

Schön, daß du jetzt etwas genauer schreibst.

Ja, es ist gut, daß du die OP gut überstanden hast und auch hinterher keinerlei Probleme hast, wirklich!

"Und - dazu stehe ich auch, man kann sich auch verdammt viel einreden.... "

Was soll das? Wieso fällt es dir so schwer, den Frauen, denen es hinterher eben nicht gut geht, das zuzugestehen? Bzw. wieso behauptest du, daß diese Frauen sich "was einreden"?

Klar, bei dir und den Frauen, die du kennst, ist alles gutgegangen, weshalb du voluminös und stolz davon erzählst und auch zur OP rätst. Du kannst doch aber nicht sicher sein, daß es bei anderen Frauen auch "glatt" geht.

"....Die mit dem Uterus verbundenen runden Bänder, Kardinalbänder und breiten Bänder des Bindegewebes sorgen für strukturelle Stabilität und stützen die Beckenknochen und die im Becken liegenden Organe. Wenn diese Bänder durchtrennt werden, erfahren die operierten Frauen eine unnatürliche Verschiebung dieser Knochen und Organe.


Die Durchtrennung der Bänder führt zur Verschiebung und Ausweitung der Beckenknochen, was sich auf die Hüften, den unteren Rückenbereich und die Skelettstruktur negativ auswirkt. Die Verschiebung der Beckenknochen resultiert wiederum in einer Kompression der Wirbelsäule.


Frauen berichten, dass sich der Brustkorb allmählich bis auf die Hüftknochen absenkt, wenn die Wirbelsäule komprimiert wird. Diese Kompression ist der Grund dafür, dass viele Frauen, die eine Hysterektiomie hinter sich haben, einen vorquellenden Bauch und so gut wie keine Taille aufweisen.


Die Schwächung des Beckenbodens und ein Gefühlsverlust durch die Abtrennung der im Becken liegenden Nervenbahnen kann zur Inkontinenz (Unfähigkeit, den Harndrang und/oder den Stuhlgang zu kontrollieren) und zu chronischer Verstopfung führen.
Probleme mit der Blase und urologische Probleme treten nach einer Hysterektomie sehr häufig auf. Einer der Gründe dafür ist der Umstand, dass der Uterus in seiner natürlichen Position die Blase stützt. Wenn der Uterus entfernt wird, geht diese Unterstützung verloren. Probleme mit dem Darm sind ebenso häufig. Ohne die natürliche Stützung durch den Uterus senkt sich der Darm ab und nimmt den Platz ein, den der Uterus ursprünglich innehatte...."

"....Wie geschickt und erfahren der Chirurg auch sein mag, und welche Form der Hysterektomie auch durchgeführt werden mag, das Ergebnis ist stets das Gleiche: Ein auf Hormone reagierendes Fortpflanzungsorgan wird entfernt.
Die physischen Auswirkungen sind weitreichend: Die häufigsten Probleme nach einer Hysterektomie sind für Frauen der Verlust ihrer sexuellen Empfindungsfähigkeit, ihrer Vitalität, Gelenksschmerzen, tiefe Müdigkeit, und Veränderungen der Persönlichkeit....."
Quelle: http://www.femica.at/weibliche_anatomie/index.htm


Beitrag von umsche 30.05.11 - 19:59 Uhr

Meine Gynäkologin hat sicher einen größeren Erfahrungsschatz als du. Sie meinte, es sei immer besser, die Gebärmutter zu erhalten - wenn irgend möglich!

Über verfrühten Beginn der Wechseljahre bis hin zu Blasenschwäche ist alles gut möglich! Und die Psyche ist auch nicht zu unterschätzen!

Oft wird viel zu schnell zu der erstmal bequemen und für die Ärzte lukrativen Gebärmutterentfernung geraten.

LG