2 jähriger will nicht mit zu Papa *HILFE*

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von yve20 28.05.11 - 21:41 Uhr

Hallo Ihr lieben,

vielleicht könnt Ihr mir ja einen Rat geben...

Ich fang am Besten mal ganz von vorn an.

Mein Ex und ich trennten uns Ende Dezember letzten Jahres weil ich mich neu verliebt habe. Ich bin dann erstmal zu meiner Mutter gezogen. Wobei ich sagen muss, aus erstmal sind dann fast 5 Monate geworden. War ganz schön schwer eine Wohnung zu finden. In diesen 5 Monaten war es für meinen Ex kein Problem unseren Kleinen mitzunehmen. Der ist immer bereitwillig und mit Freude zu Papa gefahren. Doch jetzt, seitdem wir umgezogen sind und wieder alleine wohnen, weicht er mir keinen cm mehr von der Seite. Und wenn Papa kommt sagt er ihm auch noch "Hallo" (aber ohne jeglichen Körperkontakt) aber wenn's dann darum geht ihn ins Auto zu setzen, geschweige denn er hört nur, dass er mit soll ruft er nach Mama, will ganz schnell wieder rein, klammert sich an mir fest, weint, tritt und dergleichen mehr. Ich muss dazu sagen, dass das Verhältnis zwischen mir und meinem Ex sehr sehr schwierig ist. Er vermutet nun natürlich, dass ich es bin die seinen Sohn aufhetzt. Dabei lasse ich an ihm hier zu Hause kein schlechtes Haar. Im Gegenteil ich ermutige den kleinen auch noch mitzufahren. Ich denke einfach mal, dass diese ständige Umgewöhnung der Wohnsituation und der Bezugspersonen hier eine ganz wichtige Rolle spielt. Erst hat man sich bei Oma eingelebt, dann wieder eine neue Wohnung, Papa weg und Oma ja nun auch wieder. Ich bin das einzige beständige was immer geblieben ist. Und mein Ex meldet sich eigentlich garnicht mal zwischendurch. Weder telefonisch noch sonst wie. Er kommt zwar jede Woche Freitag und jeden 2. Freitag sollte der Kleine eigentlich auch übers Wochenende bleiben, aber mehr kommt da nicht.
Jetzt schrie er mich vergangenen Freitag, als er den Kleinen zum 2. Mal nicht mitnehmen konnte, dass das ein Nachspiel haben wird. Aber was soll ich denn machen? Den Kleinen Mann zwingen, damit er den letzten Funken Vertrauen auch noch verliert?

Was sagt ihr dazu? Und was meint er wohl mit Nachspiel?

Ich freu mich auf eure Antworten :-)

Beitrag von redrose123 29.05.11 - 07:14 Uhr

Es ist eine harte Umstellung innerhalb von 5 mon zweimal ein Wechsel, erkläre das so deinem Ex wenn nicht hol dir Hilfe wo es bestätigt, vieleicht macht Ihr mal was zu dritt? Oder er macht stundenweise bei dir was mit dem Kleinen damit die Sicherheit ist Mama ist da auch wenn ich eine Weile weg bin....Er kann es einklagen ja und dann musst du ihn mitgeben ob das sinnvoll ist glaub ich nicht....

Beitrag von lunacy 29.05.11 - 08:30 Uhr

Ich denke auch, dass die vielen Wechsel Deinem Kleinen zugesetzt haben.

Wie ist es denn, wenn er dann bei Papa ist?

Mein Sohn hatte mit knapp 2 Jahren auch mal eine Phase, in der er nicht zu Papa wollte und beim Abgeben Theater gemacht hat. Das hat er zu der Zeit aber auch morgens bei der Tagesmutter gemacht... der Abschied war nie leicht (vor allem für mich).
Wenn ich dann aber weg war, hat er sich sehr schnell beruhigt und hatte eine schöne Zeit.

Ich finde, dass jede Woche den Papa sehen auch ausreicht ohne Anrufe zwischendurch. Mit einem 2jährigen kann man ja noch nicht richtig telefonieren, das würde ja eher darauf hinauslaufen, dass Dein Ex DICH anrufen "müsste" und dass er das nicht möchte, kann ich verstehen.

Versuch doch mal in Ruhe mit Deinem Ex zu reden (oder falls das nicht möglich ist, per Mail? Da kann man sich in manchen Fällen besser erklären). Dass er Dich vor dem Kleinen anschreit, geht gar nicht. Aber genauso kann ich auch verstehen, dass er enttäuscht ist, wenn der Kleine nicht mit möchte.

Habt Ihr mal versucht, dass Du den Kleinen bei ihm vorbei bringst? Bei uns verläuft das Abgeben so mittlerweile optimal. Ich bleibe noch auf einen Kaffee und dann darf mein Sohn mich aus der Tür schubsen ("rausschmeißen"). So merkt er auch, dass er nicht einfach "abgeliefert" wird ;-)
Das setzt natürlich voraus, dass Dein Ex in der Lage ist sich Dir gegenüber wie ein normaler Mensch zu verhalten. Kinder bekommen diese Spannungen ja auch mit...

Beitrag von redrose123 29.05.11 - 08:34 Uhr

Nur das er das vor dem kleinen zeigt und druck macht geht auch nicht, schüchtert den Kleinen doch mehr ein?

Bei uns war es auche ien Zeitlang so das die Kids nicht mitwollten, wir haben sie dann einfach gelassen udn rufen immer an bevor mein Mann losfährt.

Das mit dem Kaffee find ich eine gute Idee nur muss man sich da einigermassen verstehen und das bezweifel ich leider..

Beitrag von lunacy 29.05.11 - 08:49 Uhr

Darf ich fragen, wie alt die Kinder da waren?
Ich finds toll, dass Dein Mann auf seine Kinder "verzichtet" hat und nicht seinen Willen durchgesetzt hat. War sicherlich für das Verhältnis auch förderlich, dass Ihr sie ernstgenommen habt :-)

Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn mein 2jähriger sagt, dass er nicht zu Papa will, dann "muss" er trotzdem (weil ich ja auch weiß, dass es ihm gut geht und er Spaß hat, wenn er dann da ist).

Beitrag von redrose123 29.05.11 - 09:19 Uhr

War erst letztes Jahr mittlerweile kommen sie regelmässig. Da waren sie 4 und 6, die Mutter hat sie mit Park aufenthalten etc zuhause gelockt....

Ich halte nichts zwingen....Bringt keinem was ;-)

Beitrag von lunacy 29.05.11 - 09:24 Uhr

OK, mit 4 und 6 können sie auch schon einigermaßen die Tragweite ihrer Entscheidungen absehen :-)

Nein, zwingen in dem Sinne bringt nichts. Aber ich finde, das muss man auch altersabhängig sehen. Mein Sohn will gerade so einiges nicht - und manches muss eben sein. Dazu gehören auch die Papa-Besuche.
Wobei ich das sicherlich anders sehen würde, wenn ich nicht wüsste, dass er, sobald er da ist, eine tolle Zeit hat. ;-)

Beitrag von redrose123 29.05.11 - 16:01 Uhr

Das hatten wir nicht, ganze we gemaule und geheule :-P Ja das stimmt früher haben wir sie auch mitgenommen und dann wars gut, mittlerweile hat es sich auch wieder gegeben das sie nicht mitwollen....

Beitrag von parzifal 29.05.11 - 12:37 Uhr

Was verstehst Du unter "zwingen"?

Wenn ein Kind in den Kindergarten soll und nicht möchte, sollte man dem nachgeben, da "zwingen" nicht gut ist?

Oder habe ich "zwingen" falsch" verstanden?

Beitrag von redrose123 29.05.11 - 16:00 Uhr

Das wir sie schnappen und mitnehmen. Sie sind keine Babys mehr und wissen das wenn sie nein sagen uns erst zwei wochen drauf wieder sehen werden. Was soll mein Mann die Kinder packen unter heulen und sie mitnehmen?

Beitrag von lunacy 29.05.11 - 17:16 Uhr

So hatte ich das auch verstanden. Damit hätte sich der Vater - wenn die Mutter den Umgang in dem Moment nicht unterstützt - doch nur zum Buh-Mann gemacht...
In meinen Augen müsste der "zwingende" Part in diesem Fall die Mutter sein. Es ist Papa-Wochenende, der Papa freut sich auf Kind und Abmarsch ;-)

Wenn mein Sohn nicht zum Vater möchte, kann ich ihn sehr wohl "zwingen" - wenn ich ihm sage "wenn Du nicht willst kann Du hier bleiben" und sein Vater dann reinspaziert, mit einem Gerichtsbeschluss wedelt und ihn unter Gebrüll mitschleppt, ist das wohl eher kontraproduktiv und wirkt sich sicherlich nicht positiv auf das Verhältnis Vater-Kind aus.

Beitrag von redrose123 29.05.11 - 17:32 Uhr

Sie leider nicht, sie hat ja was versprochen damit sie nicht mitgehen, vor uns hat sie ganz locker gesagt willst du wirklich nicht auf komm usw. Aber war ja klar im Hinterkopf war ja Schwabenpark Zimmer streichen etc. Gerade bekommen wir sie auch mal einen Tag länger, denk sie hat nen neuen, dann sind wir recht :-P


Gut da muss von beiden seiten einsicht sein klar, wenn einer sagt ok dann nicht und der andere part dann klagt und macht ist auch nicht gut....Aber wir sehen es eben so das wir anrufen und wenn ja ok und schön, wenn nicht das nächste mal wieder....

Beitrag von parzifal 29.05.11 - 20:58 Uhr

Zunächst begreife ich, dass Du aus Blickwinkel des nichtbetreuenden Elternteil schreibst.

Dann ist es auch die vollkommen eigene Entscheidung. Wenn man auf den Kontakt verzichten will ist das ja etwas anderes als den Kontakt zu verweigern.

Wenn diese Linie aber vom betreuenden Elternteil gefahren wird, dann habe ich dafür nur Verständnis, wenn man dieser Linie dann auch bei anderen Fällen gleich bleibt (z.B. Kind will nicht in den Kindergarten. Kind muss danmn auch nicht).

In Eurem Fall würde ich persönlich auf alle Fälle probieren das Kind erstmal mitzunehmen (auch gegen den Willen) und sehen wie es tatsächlich läuft.

Ist sofort alles Friede, Freude, Eierkuchen kann es mit der Ablehnung ja nicht weit her sein. Dann würde ich es mir auch nicht so einfach machen dem Nachzugeben.

Ein 5 Minutentratra wie im Kindergarten ist ja auch kein Grund ein Kind seinen Willen zu lassen.

Wenn es tatsächlich bei seiner Ablehnung bleibt muss man sehen wie man reagiert.

Ab einem gewissen Alter geht das natürlich nicht mehr. Einen 12-Jährigen würde ich zum Beispiel nicht zwangsweise mitnehmen.

Beitrag von redrose123 30.05.11 - 06:52 Uhr

Das hat ja die KM dann auszufechten wieso sie da dann müssen. Sie will/wollte ja auch das die Kinder dann zuhause bleiben, wenn sie Termine hat oder was vorhat oder es Geschenke bei uns gibt wie Ostern Weihnachten oder Geburtstag kommen sie auch;-)

Gerade kommen sie wieder jedes WE regelmässig. Also das Problem war nur zeitweise mal da.

Die grosse meinte letztens auch, eigentlich wollte sie nicht ist aber doch froh mitgekommen zu sein.

Sie wissen auch, das wenn sie krank sind und unbedingt heimwollen, also bei richtigen schmerzen oder krankheiten dürfen sie das auch. Wir sagen dann nicht nein du bleibst jetzt da, wenn es darum aber geht das sie heimwollen weil Ihnen mal was nicht passt da müssen sie ganz klar durch, da sagen wir auch nein gibts nicht.

Beitrag von parzifal 29.05.11 - 12:40 Uhr

Wie gefällt es denn Eurem Kind beim Vater wenn er trotzdem dort war, obwohl er nicht wollte.

Erst dann kann man doch mehr dazu sagen.

Also: wie verliefen denn gerade diese Besuche?

Beitrag von hase06011982 29.05.11 - 22:54 Uhr

Ich denke, dass ist eine Phase...

Meine Maus ging immer gern mit ihren Großeltern väterlicherseits mit, doch mit einmal war ein Riesentheater, auch vorher schon und das obwohl ich ihr erzählt habe, was sie alles tolles machen werden...natürlich fiel es mir schwer sie loszulassen, aber ich weiß, dass die Oma Heilpädagogin ist und sich gut auskennt und wenn es wirklich nicht klappen sollte, sie sie mir wieder bringen würden...wir telefonieren dann nochmal kurz und siehe da, das Kind ist glücklich und ruhig...alles taktik ;-)
Noch besser klappt es, wenn mein Partner sie den Großeltern übergibt (was aber nur geht, weil man sich versteht)

Übrigens macht sie das Theater zur Zeit auch in der Krippe...

Beitrag von kruemlschen 30.05.11 - 14:28 Uhr

Hallo,

ich kann verstehen dass die Situation für Euch alle 3 nicht schön ist.

Aber, in diesem Fall sag ich ganz klar: Da muss das Kind durch!

Ich würde da einfach gar nicht mehr lange reden.

Papa gibt Dir bescheid dass er da ist, Du gehst mit Eurem Sohn raus, verabschiedest Dich KURZ und übergibst ihn dem Vater.
Dann verlässt Du die Situation.

Das ist ganz wichtig. Nicht diskutieren, nicht lange erklären. Einmal sagen was sache ist: Der Papa holt Dich jetzt ab und morgen kommst Du wieder, ich wünsch Dir ganz viel Spaß, etc. und dann vom Kind lösen und weg.

Auf gar keinen Fall den Umgang dann abblasen. Der Kontakt zum KV ist auch wichtig für Euren Sohn und diese Phase wird wieder vorüber gehen. Dein Sohn muss sich jetzt eben wieder an die neue Situation gewöhnen und das ist nicht leicht für ihn, aber er WIRD sich daran gewöhnen.

Solche Trennungssituationen hat man mit Kindern das ganze Leben lang.
Für Kleinkinder ist das besonders schwer weil sie sich ja auch nicht so gut ausdrücken können.
Du wirst sowas auch noch im Kindergarten erleben, aber wenn Du dann zur Arbeit musst, dann wirst Du Dein Kind auch nicht unverrichteter Dinge wieder mitnehmen und Dich in der Arbeit krank melden.

Also, sprich mit dem KV wie ihr es in Zukunft macht.

Gibt Deinem Sohn vllt. etwas als Sicherheit mit (T-Shirt von Mama, oder kauf ein neues Schmusetier das extra für ihn da ist wenn ihr Euch trennt) und sag dem KV er soll dann erst mal ein paar Schritte mit ihm spazieren gehen oder ähnliches bis er sich soweit beruhigt hat dass er ihn ins Auto setzen kann.
Vllt. hilft es auch wenn Du Euren Sohn für die nächste Zeit zum KV bringst und ihn an der Tür verabschiedest.

Auf jeden Fall würde ich nicht den Umgang aussetzen, das macht das Ganze nur viel viel schlimmer.

Gruß K.