Es wird und wird nicht mehr Milch - was tun? :-(

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von tonga2011 28.05.11 - 21:51 Uhr

Hallo liebe Mama's,

meine Kleine wurde am 19.04.2011 mit Hilfe eines Notkeiserschnitts unter Vollnarkose auf die Welt gebracht.

Als sie mir angelegt wurde hat sie auch sofort zugelangt, nach den Milch einschuss was mega schmerzhaft war, hatten sich auch noch meine Brustwarzen entzuendet und ich habe das erste mal abpumpen muessen. Im KH hatte die Kleine ab den 4 Tag so viel Hunger und irgendwie nicht genug Milch von mir das wir das erste mal zugefuettert hatten.

Zu Hause angekommen (also am 5ten Tag entlassen) fingen die Probleme auch gleich an das die Kleine einfach nicht satt wurde und nach Absprache mit unserer Hebamme fuettern wir seid dem halt zu.
Ich versuche alles, viel zu trinken (stilltee auch), Weleda Massageoil, lege die Kleine auch wieder viel mehr an und fuer einen halben Tag reicht es auch aber dann kommt es wieder vor das es bis zu 6 Std dauert bis ich wieder genug Milch habe. Ich pumpe auch zwischendurch aber meine linke Brust produziert immer weniger ;-( Bin total traurig da ich so gerne ganz gestillt haette.
Ich denke da dir Kleine mein erstes Kind ist und ich die ersten tage zu Hause total stressig fand (wegen zu wenig schlaf) und baby nicht happy weil hunger, fing der ganze Aeger schon an. Hat vieleicht jemand noch einen Tip - Tropfen oder egal was, ich probiere alles.
Falls ihr das selbe durchmachen musstet, waere ich euch dankbar mir vieleicht ein wenig darueber zu erzaehlen, fuehle mich so traurig ;-(((((

Danke Euch

LG Tanja xxx

Beitrag von tineee79 28.05.11 - 21:57 Uhr

Kenn das auch. Auf einmal hatte ich wenig Milch. Die Kleine wollte bei mir dann auch nicht mehr richtig trinken. Hat an der Brust geschrien. Meine Hebamme meinte anlegen, anlegen, anlegen. Das Ende vom Lied war das ich zwei Tage lang fast nur geheult hab und dann total frustrierd Hipp Milch gekauft hab. Von da an wollte meine Kleine dann nur noch einmal in der Früh am Busen trinken und dann nicht mehr. Ich hab mein Bestes getan, dazu zwingen kann man die kleinen ja auch nicht und hungern wollte ich sie auch nicht lassen.
Der Stilltee aus der Apotheke war übrigens der einzige der etwas geholfen hatte. Die anderen waren mist.

Beitrag von tonga2011 28.05.11 - 22:08 Uhr

Vielen lieben Dank das Du mir von deinem Erlebnis erzaehlt hast.

Ich werde naechste Woche dann auch gleich mal den Tee aus der Apotheke holen.

Wenn es zu Ende geht dann ist es halt so, aber ich bin schon mega traurig darueber.

Schoenes Wochenende wuensche ich Dir ;-)#winke

Beitrag von sneckie 28.05.11 - 22:04 Uhr

Ich hab Karamalz also Malzbier getrunken und bevor ich ins Bett bin ein Glas Sekt da gabs dann fast immer nachts ne Überschwemmung ;-))

Probiers mal

Lg Sneckie

Beitrag von tonga2011 28.05.11 - 22:13 Uhr

Oh na das ist doch mal ne Ansage ha ha.

Na ja ich habe ja nichts zu verlieren und werde auch das mal ausprobieren (freu)

Vielen lieben Dank und ein schoenes Wochende

LG Tanja #hick#

Beitrag von lucccy 28.05.11 - 22:50 Uhr

Hallo,

ich kann noch nicht aus Erfahrung sprechen, aber ich würde Dir das Stillbuch von Hannah Lothrop ans Herz legen. Ich hab es gerade von einer Kollegin geliehen bekommen und da stehen reichlich Tips drin. Und ich habe von dem Buch in meinem Bekanntenkreis viel gutes gehört, anscheinend können einem die Tips bei Stillproblemen wirklich helfen.
Wusstest Du, dass die Brust die Milch übrigens auch während des Stillens produziert? (Hab ich gestern abend erst gelesen.)

Ansonsten kannst Du auch Ausschau nach einer Stillberaterin halten, wie z.B. von der LaLecheLiga oder auch einer Stillberaterin von AFS, falls Du lieber persönlichen Zuspruch hast, als nur ein Buch.

Gruß Lucccy

Beitrag von .ita. 28.05.11 - 22:55 Uhr

Ist sie noch im Norm-Bereich, was ihr Gewicht betrifft? Wenn ja, dann mach weiter!

Du weißt sicher, dass zufüttern deine Milchmenge reduziert. Dein Baby ist ja nicht blöd, sie checkt sofort, dass es aus dem Fläschchen leichter geht und spart sich den Hunger. Also wenn möglich nur die Brust! Dann wird sich auch bald die Milchmenge steigern.

Beim Abpumpen geht nie so viel raus wie wenn ein Baby trinkt. Lass dich davon also nicht verunsichern. Pump weiter ab, um die Milchmenge zu steigern.

Malzbier ist gut, Tee auch, egal welcher (außer Pfefferminz und Salbei, wirken abstillend). Hauptsache, du trinkst.

Lauf ohne BH herum - die Brüste produzieren sofort mehr...

Der Milchspendereflex kommt ja meistens erst während dem Trinken. Ganz kleine Babys sind aber oft recht ungeduldig und hören zu saugen auf oder beginnen zu meckern. Lass dich davon nicht draus bringen. Nimm sie kurz hoch und leg sie wieder an.

Leg dich viel nackt mit deinem Baby ins Bett, leg sie dir auf den Busen, schau sie an, stell dir vor, wie sie trinkt, wie sich das anfühlt. Mach dir keinen Stress! Denk daran, dass die Frauen stillen, seit es Menschen gibt - dein Körper und dein Baby wissen, wies geht!!!

Aber lass keinen Stress an dich heran, denk nicht zu viel nach (leicht gesagt, ich weiß). Sieh es als zweite gemeinsame Aufgabe (nach der Geburt) an, die du und deine Tochter zu bewältigen habt.

Ihr schafft das!
Alles Liebe
ita

Beitrag von ficus 29.05.11 - 02:22 Uhr

Hallo,
erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Baby.

Die Milchmenge wird durch Angebot und Nachfrage geregelt. Die Milchproduktion selber erfolgt (bildlich gesprochen) eher wie bei einem Durchlauferhitzer als einem (Wasser)beuler, d.h. die Milch wird nicht nur zur Speicherung in der Brust produziert, sondern überwiegend während des Stillens selber. Das wirst du dadurch merken, dass deine Brust dann nicht mehr so prall und fest, sondern eher "wabbelig" wird. D.h. nicht, dass du keine oder nicht genügend Milch produzierst, sondern dass sich Angebot und Nachfrage angepasst haben.
Hat dein Kind einen Wachstumsschub, will es häufiger an die Brust und regt damit die Nachfrage und somit auch die Produktion wieder an. I.d.R. dauert dies so um die 2 Tage, kann aber auch schwanken, wenn einfach die Nachfrage des Babys unterschiedlich ist. Du musst auch keine Angst haben, sollte das Baby mal größere Stillabstände haben, oder später nur noch abend, nachts und morgens die Brust wollen - da passt sich die Milchbildung problemlos an.
Mit dem Zufüttern erzielst du leider auch den Effekt, dass die Milchproduktion nicht mehr ausreichend nachgefragt wird und somit weniger produziert wird. Ein Abstillen bleibt dann irgendwann nicht mehr aus.
Von einer Hebamme habe ich mal den Tip bekommen: ein Wochenende nur Mama und Baby ab ins Schlafzimmer und stillen, stillen, stillen. Alle anderen Verpflichtungen können warten. Dann sollte sich Angebot und Nachfrage wieder aneinander angepasst haben und das Zufüttern nicht mehr notwendig sein.
Viel Erfolg und Durchhaltevermögen wünsche ich dir. In der Stillzeit wird es immer wieder zu aufs und abs kommen. Das ist absolut normal. Du wirst häufiger daran zweifeln, ob dein Kind ausreichend Milch bekommt. Vertrau auf dein Kind. Das was oben rein kommt, muss auch unten wieder raus. D.h. 5 - 8 nasse Windeln in 24 Std. sind im Normalbereich. Unsere Tochter schaffte immer ihre 5 nassen Windeln und hat sich gut entwickelt. Ist dein Baby rosig und gut drauf, ist auch alles in Ordnung. Auch ein stündliches Stillen über einen längeren Zeitraum ist in Ordnung, keine Panik (und nicht so viel auf das Gequatsche Anderer hören, verunsichert nur ;-) Du und das Baby, ihr seid ein Team und ihr kennt euch am Besten!!! Andere scheinen da anderer und besserer Meinung zu sein und auf Anhieb gleich immer den richtigen Tip parat zu haben - nicht verunsichern lassen, erst nachdenken! ).
vG
ficus

Beitrag von tonga2011 29.05.11 - 18:53 Uhr

Vielen lieben Dank fuer deine tolle Hilfe - habe sie heute immer wieder angelegt und bin erstaund das immer wieder Milch raus kam - sogar wenn ich es nicht dachte.

Daumen druecken das es so bleibt!

Ich fand deinen Bericht wirklich toll - -ein ganz grosses DANKE!

Werde alle Ratschlaege annehmen, toll die hilfe dir man hier so bekommt.

LG Tanja

Beitrag von qrupa 29.05.11 - 21:18 Uhr

Hallo

deine brust wird nie leer sein wenn du stilst. Selbst wenn sei sich anfühlt wie eine nasse Socke, Milch ist trotzdem drin. Und in den ersten Tagen udn auch Wochen ist das clusterfeeding, also das dauerstillen oft für 2,3,4 Stunden nahezu ohen Pause ganz normal und auch wichtig. Auch wenn dein baby Phasenweise alle 15 Minuten stillen will, auch das ist ganz normal. Nicht satt werden tut ein Baby nur dann wenn due s nicht immer dann anlegst wenn es sich meldet oder früher aufhörst als dein Baby es will. Vergiß alles was du über Zeitabstände und trinkdauer gehört hast. Und dein Milch ist auch reichhaltig genug (auch eine häufige Angst). Egal ob du hier, amn Amazonas oder in Afrika lebst. Alle Frauen dieser welt haben nahezu den gleichen Fettgehalt in ihrer Milch, unabhängig davon wo sie leben oder was sie essen.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 29.05.11 - 07:56 Uhr

Hi Tanja,

bevor ich dir antworte würde mich interessieren welche Milchpumpe du verwendest und mit welchen Flaschen und Saugern du zufütterst.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von carrie23 29.05.11 - 11:01 Uhr

Versuchs mit Malzkaffee, Malzbier ( regt die Milchproduktion an ).
Ich kann nur von mir sprechen: nach einem Schock als die erste Sectionarbe aufging war meine Milch weg und ich hab auch alles probiert aber nichtmal ein Tröpfchen Milch kam mehr obwohl ich vorher hätte Drillinge füttern können.
Habs nach 3 Wochen dann aufgegeben und er bekam die Flasche

Beitrag von sarahjane 29.05.11 - 13:38 Uhr

Sei nicht traurig. Es geht sehr vielen Müttern/Kindern so wie Euch. Das ist nichts Schlimmes, und Zwiemilchernährung ist sehr weit verbreitet.

Macht einfach weiter so wie bisher und stresst Euch nicht.

Beitrag von sammy224 29.05.11 - 14:11 Uhr

Erdinger Weißbier alkoholfrei #fest
hat bei mir super geholfen, ruhig jeden tag ne 0,5l flasche trinken - eiskalt schmeckt das zeug am besten (und ich habe davor nie bier getrunken, geschweige denn gemocht)
viel trinken ist eh klar, ausgewogenede ernährung ist auch wichtig für die milchbildung.
und was man nicht vergessen darf: du musst dich ausruhen - also pack dich mit deinem baby ins bett, gaaaanzzzz oft anlegen und 2x am tag raus an die luft.

manchmal klappt es aber trotz allen bemühungen nicht - dann kuschelst du mit deinem baby beim fläschchen geben, kannst sie dazu ja auch auf deinen nackten oberkörper legen (die maus auch nackig machen)
so kann man ein wenig von dem stillgefühl nachahmen.
ich drück dir die daumen.
lg, sammy224 #winke

Beitrag von maerzschnecke 29.05.11 - 20:00 Uhr

Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen - ich musste auch für eine Woche zufüttern, weil bei mir der Milcheinschuß sehr zögerlich kam.

Was hilft ist:

- Ruhe. Das WochenBETT ist in der Tat die ersten zwei Wochen als 'Bett' zu verstehen. Sorge dafür, dass Dir jemand den Haushalt macht und dass Du zu essen und trinken an die Couch oder ans Bett gebracht bekommst.

- Malzbier oder Malzkaffee

- Bockshornkleekapseln aus der Apotheke. Die helfen gut, die Milchmenge zu steigern

- Mandeln essen bzw. Mandelmus aus dem Reformhaus

- Anlegen, anlegen, anlegen. Dafür brauchst Du unter Umständen ein gutes Nervenkostüm oder jemanden, bei dem Du Dich auch mal ausweinen darfst. Ich hatte Emilia phasenweise 2-4 Stunden ununterbrochen an der Brust. Die meiste Milch wird während des Stillens gebildet. Es kommt also sicher immer etwas nach. Nur muss Dein Kind da richtig für arbeiten und Dich kostet es halt viel, viel Kraft. Aber wenn Du das ein paar Tage konsequent durchziehst. Kannst Du das Zufüttern schnell einstellen.

- Fütter immer nur zu, wenn Du wirklich keine Kraft mehr zum Stillen hast. Jedes Zufüttern gibt ein Minus bei Deiner Milchmenge.

Ich drücke Dir die Daumen, bin mir aber sicher, dass Du das schaffst. #liebdrueck

Beitrag von karbolmaeuschen 30.05.11 - 12:31 Uhr

Liebe Tanja!

Nimm bitte umgehend (am besten noch heute!) mit einer Stillberaterin in Deiner Nähe Kontakt auf.
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=83

Die Beratung ist kostenlos, da wir alle ehrenamtlich arbeiten.

Eine Stillberatung am telefon ist immer effektiver, als wenn ich Dich jetzt per Forum oder VK beraten würde.

Wenn Du Fragen hast, kannst Du mich auch gerne über die VK kontaktieren.

LG Silke
zertifizierte Stillberaterin AFS

Beitrag von nashivadespina 31.05.11 - 22:55 Uhr

Das deine Brust bisher nicht ausreichend Milch produziert hat liegt daran, dass du bei der Brustentzündung abgepumpt hast und später zugefüttert hast. Deine Brust kann nur dann ausreichend Milch produzieren wenn du ausschließlich stillst und dein Baby dann saugen lässt wenn es das möchte -also nach Bedarf stillst. In der Zeit wo dein Baby also an der Flasche trinkt müsste es eigentlich an deiner Brust saugen um die Versorgung des Kindes alleine über die Muttermilch sicherstellen zu können. Am besten suchst du dir eine Stillberaterin auf zb über www.lalecheliga.de Sie kann dich kostenlos und kompeten darin unterstützen. Wenn du voll stillen willst solltest du nicht mehr abpumpen, keine Schnuller verwenden, nicht zufüttern und rund um die Uhr stillen -eben dann wenn es dein Baby möchte (das kann grade in eurer Situation Clusterfeeding für 2/3 Tage bedeuten-heißt dass das Baby sehr oft gestillt werden möchte). Keine Angst, dein Baby wird dennoch genug abbekommen..denn bei jedem saugen kommt auch etwas Milch heraus und es wird mehr und mehr Milch dabei produziert -es ist dann also genau dem Bedarf des Babys angepasst. Das Gewicht kann ja wärenddessen auch kontrolliert werden damit du dir diesbzlgl auch keine Sorgen machen brauchst. Alles Gute.