Wer bezahlt das jetzt???

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von phantastica123 29.05.11 - 21:50 Uhr

Hallo Forum.

Ich habe ja vor einiger Zeit geschrieben, dass ich unsere geplante Hochzeit wegen immer wiederkehrender Differenzen gecancelt habe. Wir wollten auf einer Nordseeinsel heiraten und gleich die Flitterwochen anhängen.

Ich habe von vorneherein bei Buchung der Reise im Februar gesagt, dass es bei mir finanziell eng aussieht, weil ich einige geschäftliche Verbindlichkeiten habe und ich privat große Sprünge zur Zeit nicht machen kann und will. Mein Partner hat aber die eine Reise auf die Insel gebucht und teilte mit, dass er alles bezahlen wird. Er habe gespart. Kosten: Rund 2300 Euro mit Anfahrt, Hotel, Halbpension für eine Woche. Ich fand das sehr teuer, aber er sagte, dass das finanziell kein Problem ist. Die Anfahrtstickets hat er schon bezahlt (rund 500 Euro), ebenso eine 25% Anzahlung des Aufenthalts.

Nun habe ich die Hochzeit ja abgesagt, getrennt sind wir nicht und er schlug vor, dass wir trotzdem den geplanten Urlaub wahr nehmen, da der ja eh schon gebucht ist.

Im Grunde habe ich damit kein Problem. Aber jetzt sagte er, dass er kein Geld für den Rest des Reisepreises hat. Ich müsste also die restlichen 1200 Euro aufbringen. Und: Wir brauchen ja auch noch Taschengeld vor Ort für Ausflüge, MIttagssnacks usw. Wir sind in einem Hotel und nicht in einer Ferienwohnung, können also nicht selbst kochen.

Inzwischen geht es mir finanziell zwar besser - aber 1200 Euro in einen einwöchigen Urlaub stecken...das habe ich mir so nicht vorgestellt. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich mich finanziell nicht einbringen kann und dass ich von einer aufwendigen Hochzeit aus Prinzip nichts mehr halte (ich war schon mal verheiratet).

Er hat mir im Februar versichert, dass alles finanziell für ihn kein Problem sei.
Jetzt plötzlich soll ich den Löwenanteil übernehmen - ich sehe das nicht ein. Er hat die Reise gebucht, auf ihn laufen alle Unterlagen. Es gibt zwar eine Reiserücktrittversicherung, aber die greift nur in Krankheitsfällen.

Inzwischen habe ich das Gefühl, dass er finanziell nicht ehrlich zu mir ist: Er hatte Probleme, diesen Monat die Steuer für sein Auto zu bezahlen.
Außerdem war auch plötzlich die jährliche Nebenkostenabrechnung ein Problem (rund 500 Euro) und er wollte, dass ich die Hälfte übernehme, obwohl ich erst seit Dezember bei ihm wohne und sowieso monatlich Miete und Nebenkosten an ihn zahle und die Einkäufe übernehme. Ich habe die Beteiligung an den Nebenkosten abgelehnt, weil ich nicht einsehe, für eine Zeit, in der ich gar nicht bei ihm wohnte, Nebenkosten zu bezahlen, weil ich ja für meine damalige Wohnung ja auch schon zahlte.

Was denkt Ihr denn über diese Urlaubssache...soll/muss ich das jetzt bezahlen???

Beitrag von dore1977 29.05.11 - 22:03 Uhr

Hallo,

wieso denkst Du das er finanzielle Problem hat ? Ihr wolltet/wollt heiraten und Du weist nicht wie seine Finanzlage aussieht ?
Du kannst mich jetzt altmodisch oder spießig nennen aber ich möchte wissen wie mein Ehe(mann) finanziell da steht.

Ok, Du hast die Hochzeit abgeblasen und in somit könnte man jetzt sagen seine Finanzen gehen dich nicht s an aber da ihr kurz davor wart zu heiraten finde ich das ganze doch irgendwie sehr merkwürdig wie ihr das handhabt.

Ähm, ich merke ich schweife ab also da Du ihm von Anfang an klipp und klar gesagt hast das Du Dich nicht einbringen kannst was die Reise angeht so würde ich an Deiner Stelle die Summe nicht bezahlen. Dann ist das Geld eben weg oder er geht zu seinem Arzt und bittet um ein Attest das die Rücktrittsversicherung greift.

LG dore

Beitrag von phantastica123 29.05.11 - 22:11 Uhr

Nun - wie klärt man finanzielle Dinge? Ich weiß, dass er seine Eigentumswohnung finanziert, wie die belastet ist, was er monatlich dafür bezahlt. Ich weiß, was er verdient, ich sehe, dass er täglich eine Sparsau füttert, er hat sein Auto bar bezahlt (habe den Vertrag gesehen) und er jobbt noch nebenher, um noch besser über die Runden zu kommen. Bisher war das Geld nicht wirklich knapp, hatte ich das Gefühl.

Deshalb wundert es mich doch so sehr, dass er sich mit der Autosteuer einen abgewürgt hat. Die Nebenkosten konnte er auch nicht auf Anhieb bezahlen. Also, das muss man doch wissen, dass die immer im gleichen Monat eines Jahres kommen. Er hat die Eigentumswohnung seit 12 Jahren.

Deshalb drängt sich doch der Verdacht auf, dass finanziell irgendwas nicht stimmt. Und plötzlich kann er den Reiserest nicht aufbringen und verlangt von mir, dass ich die 1200 Euro aufbringe, obwohl er weiß, dass mein Auto kaputt ist und ich dringend Ersatz brauche. Das habe ich ihm übrigens schon vor Reisebuchung gesagt: Ich muss sparen, weil ich weiß, dass dieses Jahr ein fetter Klopps in Sachen Auto kommt. Ich brauche unbedingt ein Auto, um fürs Geschäft flexibel zu sein - das hat für mich einfach Priorität. Urlaub ist auch nett - aber mir reicht Camping mit meinem Kind, wenn es finanziell eng ist.

Nein, er betonte immer, dass das alles kein Problem sei. Er habe gespart. Da er viel arbeitet und einiges "schwarz" macht, war das für ich absolut nachvollziehbar, dass er diese Reise übernimmt, weil ich einfach nicht kann. Das habe ich von Anfang an gesagt.

Ich bin ratlos, enttäuscht und verärgert. Über mich selbst.

Beitrag von dore1977 29.05.11 - 22:33 Uhr

Hallo,

nachdem was Du schreibst habe ich das Gefühl das ihr nicht mehr lange ein Paar sein werdet und somit würde ich erst recht kein Geld in eine Reise investieren die Du gar nicht machen möchtest, zumindest nicht wen Du sie bezahlen musst. Ein Auto für Deinen Job ist eindeutig wichtiger.

LG dore

Beitrag von phantastica123 29.05.11 - 22:38 Uhr

Ich habe heute zufällig mit einem gemeinsamen Freund gesprochen und der hat sich verplappert. Es ging da auch um finanzielle Dinge und darum, dass mein Partner diversen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Unter anderem geht es um seinen sehr teuren Geländewagen, den er offensichtlich nicht unterhalten kann.

Ich wurde darin bestätigt, was ich vermute.

Und irgendwie erinnert mich das ganze Gebaren an meinen Exmann: Der hat auch immer Urlaub gebucht und ich sollte dann meinen Anteil immer selbst zahlen. Er hat das Ziel ausgesucht und hat mich dann mit den Tatsachen konfrontiert. Finanziell hatte der keine Probleme - er war einfach nur geizig.

Aber bei mir läuten jetzt so ziemlich alle Alarmglocken.

Beitrag von dore1977 29.05.11 - 22:48 Uhr

Dann bist Du offensichtlich noch immer Deinem "altem" Verhaltensmuster treu was die Männer angeht. Das solltest Du wirklich überdenken. #aha

Du hast erkannt das der Typ nicht das wahre ist also ist der erste Schritt getan. #winke Es kann also nur besser werden. #fest

LG

Beitrag von phantastica123 29.05.11 - 22:50 Uhr

Wieso erkennt man das Verhaltensmuster immer erst, wenn man mitten drin gefangen ist? Warum merkt man das nicht früher???? Ich könnte mich in den Hintern beißen!!!!

Beitrag von dore1977 29.05.11 - 22:57 Uhr

Darauf kann ich Dir keine Antwort geben. Aber meiner besten Freundin geht es grade genau wie Dir, sie ist allerdings schon einen Schritt weiter sie hat den Kerl schon vor die Tür gesetzt und sich einen Hund gekauft #cool #rofl

LG

Beitrag von thea21 29.05.11 - 22:04 Uhr

<<<Was denkt Ihr denn über diese Urlaubssache...soll/muss ich das jetzt bezahlen???>>>

Die Frage ist eher, wie ihr euch eure "gemeinsame" Zukunft in nächster Zeit so vorstellt?!

Beitrag von phantastica123 29.05.11 - 22:19 Uhr

@ thea

Mir wird von Tag zu Tag klarer, dass es wohl keine Zukunft gibt. Noch bin ich in der Verdrängungsphase und denke oft, dass es nicht so gravierend ist, wie ich es doch wahr nehme.

Die 1200 Euro möchte ich einfach nicht "verblasen", sondern sparen. Damit ich eine Lösung für mein Autoproblem finde. Oder ein Polster für einen Auszug habe.


Beitrag von ankamati 29.05.11 - 22:08 Uhr

Ich bin grad mitten in der Trennung wegen solcher Sachen.Ob ich da einen Rat geben kann?
Vielleicht eher meine Gedanken schildern.
Ich denke unsere wirklich grossen Gefühle füreinander sind bei solchen wiederkehrenden Auseinandersetzungen und Streits versiegt.
Nun werde ich mich sauber trennen,finanziell will ich nicht mehr aber auch nicht weniger,als uns (noch 2 Kinder,10 und 5 J.) zusteht.Bis ich wieder Fuss gefasst hab.Aber das wird bei so einem Mann nicht leicht,sagte meine Anwältin.Der will nämlich jetzt einfach aufhören zu arbeiten,ist selbstständig.#zitter

Weisst Du,wir können uns nicht vorstellen,dass jemand in diesen wichtigen Angelegenheiten so lax und wenig verlässlich ist.ich hab das eigentlich schon früh bemerkt und war geschockt.Trotzdem hab ich immer wieder gekämpft.
Jetzt kann ich nicht mehr.
Zieh deshalb schneller und früh genug die Notbremse!
Ich würd ihm klar sagen,dass er das bezahlen muss,und nicht mitfahren.Und mich auf keine Kompromisse mehr finanziell einlassen.Strikte Trennung der Finanzen.Setzt Eure Einnahmen ins verhältniss und teilt die Ausgaben dementsprechend auf.Bsp. er verdient60%,Du40%,so muss er auch 60% bezahlen,kriegt aber auch 60% Taschengeld.Klare Regeln,dann gibt es weniger Streit.
Viele Grüsse,Anke

Beitrag von phantastica123 29.05.11 - 22:16 Uhr

Hi Anke.

Also, wir haben ja kein gemeinsames Konto - das will ich auch auf keinen Fall haben!!! Bisher hat halt jeder finanziell für sich selbst gewirtschaftet. Er hat eine Eigentumswohnung, ich weiß, was er dafür abdrückt im Monat. Ich zahle Miete und Nebenkosten und Einkäufe und alles, was mich persönlich betrifft, berappe ich auch selbst. So auch meine schwierige Autoproblematik (wirtschaftlicher Totalschaden durch gravierende technische Probleme; kein Unfall).

Die 1200 Euro brauche ich einfach für mein Autoproblem. Und das habe ich von Anfang an gesagt, weil ich schon bei Reisebuchung wusste, dass mich dieses Jahr der große Hammer treffen wird.

Und jetzt kommt er daher, zuckt die Schultern und sagt, er schafft die Reise finanziell nicht. Na, wer sich halt was nicht leisten kann, der muss darauf verzichten - oder???

Sein Auto ist diesen Monat TÜV-fällig und weil er schon lange weiß, dass dafür neue Reifen fällig sind, geht er nicht zum TÜV. Er schweigt sich darüber einfach aus. Und das macht mir Angst. Ich will mich nicht finanziell ruinieren, nur weil sich jemand überschätzt.

Beitrag von vwpassat 29.05.11 - 22:21 Uhr

Ich würde mich trennen.

Beitrag von phantastica123 29.05.11 - 22:23 Uhr

Ich ahne seit geraumer Zeit, dass das so kommen wird.

Vorher steht aber diese Reisekiste im Raum.

Beitrag von leonie133 29.05.11 - 23:14 Uhr

Also ich würde auch ganz klar die Trennung anstreben. Ich finde solche Menschen wie deinen Freund gruselig, weil sie im Grunde genommen total unzuverlässig sind. Und es ist eine Unverschämtheit, eine Reise zu buchen auf SEINEN Namen und dann zu sagen: Zahl mal den Rest #klatsch

Auch dass er normale Kosten wie NK-Abrechnung nicht sofort begleichen kann zeigt, dass er nicht mit Geld umgehen kann, und das wird er wohl auch nicht lernen.

Das braucht ein vernünftiger und verantwortungsvoller Mensch wie Du sicher nicht...

tut mir aber leid für dich :-(


LG Leo

Beitrag von minnieDuck 29.05.11 - 23:25 Uhr

Bist du nicht die Journalistin mit eigenen Büro? Die wo ein Patent angemeldet hat auf ihre neuste Erfindung, die Motorradhersteller schon schlange stehen? Die Kinderbuchautorin? Die der alles so gut gelingt das Familien der Liebhaber immer nur neidisch ist?

Wenn ich sehe wie du dich selbst darstellst in deinen Beiträgen könnte ich mir auch nicht vorstellen das du keine 1200 Euro aufbringen kannst. Vielleicht hat dein Freund einfach keine Lust mehr Geld in dich zu investieren wenn am Ende nichts aus euch wird.

Ich frage mich gerade ob du geizig bist oder einfach übertrieben von dir selbst überzeugt.

Beitrag von phantastica123 30.05.11 - 00:03 Uhr

All das, was Du aufgezählt hast, habe ich mir ziemlich hart selbst erarbeitet. Ich habe denkbar schlechte Voraussetzungen gehabt und trotzdem die Kurve gekriegt. Und ich habe genug in meiner Vergangenheit "geblutet", vor allem finanziell. Und es hing meistens mit Partnerschaften zusammen. Warum das so ist? Ich wüsste es selbst gerne, das kannst Du mir glauben. Ich bin hier finanziell eingesprungen, habe da geholfen, dort eine Rate übernommen, Reparaturen bezahlt usw. Damals fand ich das richtig. Heute denke ich eben anders darüber - denn meine Partner haben mir ja auch nicht die Tankfüllung bezahlt oder den Kindergarten übernommen, wenn es eng und knapp für mich war und ist. Denn manche Monate laufen bei mir gut, andere weniger gut. Ich muss mir alles einteilen und vorausplanen und das, was ich zu sparen versuche, lege ich für Notfälle zurück und nicht für Urlaube dieser Art, weil diese in meinem Budget derzeit nicht drin sind und dazu stehe ich.

Und: Ein Patent kostet erst mal nur Geld -bis es vermarktet ist und Kohle reinbringt, vergeht Zeit, ich habe mir das zusammengespart. Aber ich habe es gewagt und vielleicht habe ich Glück. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, Verhandlungen muss man führen, sonst fällt man hinten runter. Ich gebe zu, dass ich froh wäre, einen guten Deal abzuschließen, um Altes abzutragen und für die Zukunft zu sorgen. Aber auch daraus habe ich gelernt: Nochmal würde ich das nicht machen.

Und von meinem Pressebüro kann ich leben und mein Kind versorgen, so dass ich einigermaßen autark bin. Darauf bin ich stolz. Für Privates bleiben nach Abzug aller Kosten trotz viel Arbeit nicht viele Extras übrig, da es diverse Verbindlichkeiten aus der Vergangenheit gibt, und daraus mache ich keinen Hehl. Die Autoproblematik steht seit mehreren Monaten an, aber antatt mich unsinnig zu verschulden, suche ich eine probate Lösung, die ich schultern kann. Das, was ich beruflich anpacke, gelingt mir in der Tat. Im Beziehungsleben gelingt mir das leider nicht - ich weiß nicht, warum das so ist. Ich wüsste es sehr, sehr gerne. Es hängt wohl - das ist meine Vermutung - mit meinem Vater zusammen, der sehr eng, aber konfliktbelastet mit seiner Familie verbandelt war und mit einer Unsumme an Schulden starb. Bei mir standen die Gläubiger vor der Tür - danke für diese "tolle" Erfahrung.

Dass ich Probleme mit den Familien der "Liebhaber" habe - auch das ist mir nicht entgangen, umso mehr muss ich doch nun irgendwo eine Notbremse ziehen und Muster durchbrechen, die sich wiederholen, weil sie wohl mit mir zusammenhängen. Wo fängt Geiz an - wo hört er auf? Ist es nicht das persönliche Recht, zuerst zu schauen, dass man selbst mit Kind über die Runden kommt? Hat ein Auto für die Arbeit nicht mehr Priorität als eine Urlaubsrate, die ein anderer nicht aufbringen kann/will? Sollte man dann nicht generell den Urlaub stornieren? Ich hatte gedacht und gehofft, dass wir die Zeit nutzen können, um gemeinsam die Probleme zumindest teilweise zu thematisieren. Aber das wird wohl nicht möglich sein. Unsere Beziehung krankt an diversen Komplikationen, die nicht aufgearbeitet werden können, das wird mir von Tag zu Tag bewusster. Die Geld-Thematik wiederholt sich eben jetzt wieder und das macht mir zu all den Schwierigkeiten noch mehr Kopfzerbrechen. Ich hätte die Reise ja nie gebucht, weil ich sie von Anfang an zu teuer fand. Wieso soll ich dann jetzt einen Anteil bezahlen, den ich derzeit wirklich für Wichtiges verwenden sollte??? Ich habe Angst, dass mich diese Beziehung wieder in eine Partnerschafts-Schuldenspirale reißt, aus der ich mich mühevoll herausgearbeitet habe.

Beitrag von phantastica123 30.05.11 - 00:25 Uhr

Zusatz:

Ich weiß nicht, woran es liegt - vielleicht habe ich mich verändert, weil ich viele Dinge anders wahr nehme als vorher. Meine jetzige Beziehung offenbart fast täglich neue Schichten, mit denen ich nicht gerechnet habe. Gespräche sind nur oberflächlich möglich - warum aber hatte ich das Gefühl, dass wir uns "super verstehen", als wir uns kennen lernten? Warum nimmt man plötzlich die Dinge anders wahr als vorher?

Beitrag von Darum 30.05.11 - 00:31 Uhr

Weil man irgendwann die rosarote Brille abnimmt und der Realität ins Auge schaut.
Weil einem irgendwann kleine Macken, die man anfangs niedlich fand, schrecklich auf die Nerven gehen.
Weil man irgendwann merkt, dass aus der blinden Verliebtheit keine Liebe geworden ist, sondern sich Ernüchterung breit macht.

Beitrag von phantastica123 30.05.11 - 00:39 Uhr

Und wie wird aus Verliebtheit Liebe und nicht immer nur Enttäuschung, Ernüchterung und die Ahnung, wieder im selben Schlamassel zu versumpfen, weil sich wieder alles wiederholt???

Beitrag von Darum 30.05.11 - 00:47 Uhr

Aus Verliebtheit wird Liebe, wenn es passt.
Das ist nicht nur Schicksal.
Wenn man nicht blind jedem Bauchkribbeln nachgibt, sondern im Vorfeld schon überlegt, ob eine Verbindung langfristig eine Chance haben könnte, ist das von Vorteil.
Vor allem darf man keine überzogenen Erwartungen haben, wer viel erwartet muss auch viel geben.
Vielleicht solltest du an deinem Selbstbild arbeiten, ich glaube, du stellst dich selber auf ein Podest.

Beitrag von nyiri 30.05.11 - 05:22 Uhr

Wenn ich vor dieser Buchung klipp und klar zu Protokoll gegeben hätte, dass diese Reise in jedem fall mein finanzielles Budget sprengt, dann sollte das wohl deutlich genug für mein Gegenüber sein, dass ich weder jetzt noch später die Kosten dafür übernehme.

Dennoch hat Dein werter Freund diese Reise gebucht, also soll er sich bitte auch bezahlen. Das hat nichts mit Kaltschnäuzigkeit zu tun, sondern mit einer klaren Ansage. Um alle Zweifel auszuräumen, dass ich mich nicht an den Kosten beteilige, würde ich konsequenterweise diese Reise auch nicht mit antreten. Wenn er trotz Geldknappheit über seine Verhältnisse leben möchte, darf er das gerne tun, aber er darf nicht erwarten, dass Du für diese Extras aufkommst, obwohl Du unmissverständlich gesagt hast, dass Du dafür kein Geld hast.

Dass diese Beziehung nach der abgesagten Hochzeit offenbar nicht mehr lange Bestand hat, hast Du ja laut eigener Aussage bereits selbst erkannt, also lass' Dich vor einer eventuellen Trennung nicht noch finanziell ruinieren.

Beitrag von frau-pepsi 30.05.11 - 07:01 Uhr

Das sagt das deutsche Recht dazu:

"Tritt ein Verlobter ohne wichtigen Grund vom Verlöbnis zurück, so hat er dem anderen Verlobten, dessen Eltern und dritten Personen, die an Stelle der Eltern gehandelt haben, den Schaden zu ersetzen, den diese dadurch erleiden, dass sie in Erwartung der Eingehung der Ehe Aufwendungen gemacht oder Verbindlichkeiten eingegangen sind."

Beitrag von .roter.kussmund 30.05.11 - 09:48 Uhr

dies betrifft abgesagte gemeinam bestellte hochzeitsfeiern und hat mit dem vorliegendem fall nichts zu tun.

Beitrag von manavgat 30.05.11 - 17:06 Uhr

Ich glaube Du irrst.


Flitterwochen sind Hochzeitskosten.


Gruß

Manavgat

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