Unterhaltsfrage...sehr sehr kompliziert! :(

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von can2004 30.05.11 - 00:42 Uhr

Ich bin mit meinem Mann 18 Jahre zusammen, davon 5 verheiratet. Wir trennen uns und haben 4 gemeinsame Kinder im Alter von 3, 6, 15 und 16 Jahren. Die großen werden bei meinem Mann bleiben und die beiden Kleinen bei mir...ich arbeite nicht im Moment da meine Kleine erst im Sept. in die Kita kommt. Mein Mann hat im Durchschnitt ein monatl. Einkommen von 1300 € bei einer Zeitarbeitsfirma...gemeinsam haben wir deshalb seit 2 Monaten noch ergänzende Leistungen dazu erhalten. Wir dachten das sich der Unterhalt gegenseitig aufheben müsste, da ja jeder 2 Kinder bei sich hatte. Jetzt will das Amt das ich Unterhaltsvorschuss für die Kleinen beantrage, da mein Mann ja keinen Unterhalt zahlen kann. Dann würden sich ja für ihn Schulden aufbauen. Das wollte ich eigentlich vermeiden. Er kann dagegen dies nicht tun, da die Jungs ja schon über 12 sind...ist das rechtens so, wäre es besser mal nen Anwalt aufzusuchen...kann das Amt das von mir verlangen? Mensch eigentlich müsste sich doch das alles aufheben, indem er 2 hat und ich 2! Gibt es eine Möglichkeit, der Zahlung an mich zu entkommen? Ohne das sich das ganze auf meine monatlichen Zahlungen vom Amt auswirkt. Puuuuh, so kompliziert hab ich mir das wirklich nicht vorgestellt...ich hoffe jemand kann mir helfen...vielen Dank im Vorraus

LG
Biene

Beitrag von windsbraut69 30.05.11 - 09:39 Uhr

Nein, es gibt keine Möglichkeit, das zu umgehen und nein, er kann keinen UHV beantragen, weil sie Kinder dafür schon zu alt sind.

Wenn Dein Mann wirklich zahlungsunfähig ist, entstehen ihm aber keine Schulden.

Gruß,

W

Beitrag von can2004 30.05.11 - 12:44 Uhr

Lieben Dank für deine Hilfe..

ich verstehe trotzdem nicht, wieso sich keine Schulden aufbauen, ich dachte der Unterhaltsvorschuss muss von ihm zurückgezahlt werden. *grübel*

Liebe Grüße
Biene

Beitrag von windsbraut69 30.05.11 - 15:57 Uhr

Nein, der muß nur zurückgezahlt werden, wenn er zahlungsfähig ist, aber nicht zahlt.
Er hat aber natürlich eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit und kann sich nicht auf schlechte bezahlten Teilzeitjobs z. B. ausruhen.

LG

Beitrag von blind-date 30.05.11 - 22:19 Uhr

Hallo
Sorry,wenn ich mich einmische.
Aber so viel ich weiß, muß er (wenn er einen Job hat) den Unterhaltsvorschuß ans Jugendamt zurückzahlen.
Ihm bleibt dann nur der Selbstbehalt (oder wie das heißt).
Und solange er nicht zahlt, hat er Schulden.Wenn er NIE wieder arbeiten geht,muß er auch nichts zurückzahlen.

Bitte korrigiere mich,wenn ich falsch liege.

LG Manu

Beitrag von julanchen 31.05.11 - 05:46 Uhr

Sorry wenn ich mich dazu jetzt auch noch einmische, aber ich muss manu recht geben, ich mache gerade fast das gleiche durch nur das mein mann erst unterhalt gezahlt hat und jetzt den unterhalt eingestellt hat.
Unser Sohn ist 5 und ich bekomm jetzt auch UVG und sobald er wieder mehr verdient muss er alles zurück zahlen an das Jugendamt.


Beitrag von windsbraut69 31.05.11 - 06:57 Uhr

Ihr liegt falsch.
Durch Zeiten, in denen "Mann" NICHT zahlungsFÄHIG ist, laufen KEINE Schulden auf.

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 31.05.11 - 06:58 Uhr

Das stimmt so nicht.
Ist er nicht zahlungsfähig (das muß natürlich belegt werden), laufen keine Schulden auf.

Gruß,

W

Beitrag von comapo 31.05.11 - 18:26 Uhr

Windsbraut hat Recht.

Bei 1300 Euro und dem Abzug von berufsbedingten Aufwendungen sowie (wenn tatsächlich geleistet) ist er nur noch knapp leistungsfähig, wenn überhaupt.
Allerdings bekommt er für die bei ihm lebenden Kinder keinen KU von Dir (Du bist übrigens auch gesteigert verpflichtet zu arbeiten, wenn Deine Kinder noch nicht volljährig sind bzw. sich in Ausbildung befinden!), ist er nicht nur für 2 sondern für 4 Kinder unterhaltsverpflichtet.
Das bedeutet, dass er ein absoluter Mangelfall ist.

Beantrage DU den UHV und ER darf nie nimmer nicht einen Titel unterschreiben!!!!! Egal, was die Kinderklaubehörde Deinem Ex vorlegt, IMMER mitnehmen, zu Hause prüfen, nie vor Ort unterschreiben.

Wenn Du Leistungen von der ARGE beziehst, gehen die Ansprüche sowieso auf die ARGE über und die prüfen auch das Einkommen Deines Mannes. Dein Mann sollte ebenfalls für die bei ihm lebenden Kinder Leistungen bei der ARGE beantragen, zumal er ja auch alleinerziehend ist.

Unterhaltsansprüche können sich nie gegeneinander aufheben, einfach weil sie personengebundene Ansprüche sind. Außerdem sind sie aufgrund der verschiedenen Altersstufen auch verschieden hoch.

Gruß, Comapo