was geht im Kopf eines 7-jährigen vor?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von tweety111 30.05.11 - 08:24 Uhr

Hallo ihr,

ich brauch nochmal eure Hilfe bzw euren Rat.

Kurz zur Vorgeschichte:
Ich (30) hab ne Tochter (17 Monate) und bin seit knapp nem halben Jahr mit meinem Freund (32) zusammen, er hat nen Sohn (7) aus ner vorigen Beziehung.
Mein Freund hatte letztes Jahr einen sehr schweren Unfall wo er um sein Leben gekämpft hat.

Der Sohn von meinem Freund ist jedes WE bei ihm, immer eine Nacht. Also entweder von Fr abend auf Sa abend oder von Sa abend auf So abend.

Am WE bin ich auch da mit meiner Kleinen. Klar am Anfang war es noch nich so, wir haben das langsam gesteigert. Und ich komm super klar mit dem Bub, und er mit mir und meiner Kleinen auch.

So, jetzt kam ich erst am Fr abend und der Bub wurde von seiner Mutter vorher schon gebracht. Und weil ich nich da war hat sie es ausgenützt meinen Freund "in die Mangel zu nehmen".
Es sei alles viel zu schnell gegangen mit uns dass wir eben am WE immer da sind und das sei zuviel für den Bub, er würd sich nur nich trauen dem Papa was zu sagen. Und wir könnten ja wohl 6 Tage die Woche zusammen sein, aber die 24 Std wo der Bub da sei bei ihm hätte er sich ausschließlich um ihn zu kümmern #kratz. Kümmer dich um DEIN Kind muss sie gesagt haben.

Äh ja, also wenn der Bub da is dann machen wir alles was er will, man spielt mit ihm, man geht raus, man macht wirklich alles.

Grad jetzt am WE wars wieder so dass er Kleine total auf mich fixiert war. Er kam immer zum kuscheln zu mir, wollt dass ich ihn in Arm nehm, sagte dass ich im Spiel seine Mama wär und sagte aber auch dass es viel schöner wär wenn ich wirklich seine Mama wär ...

Was soll ich davon halten, ich weiß gar nimmer was ich denken soll #schmoll.

Lg

Beitrag von blinkingstar 30.05.11 - 08:43 Uhr

Es klingt für mich so, als seien dies die Vorwürfe der Mutter. Daher verstehe ich nicht ganz, weshalb die Frage lautet "was geht im Kopf eines 7-jährigen vor?".

Ich kann mir von Deiner Erzählung her denken, dass die Mutter das Problem hat und es auf ihren Sohn projiziert (man sieht das Wort doof aus).
Bezieht sich Deine Frage darauf, dass er (laut seiner Mutter?) sich nicht traut, seinem Vater was zu erzählen, so könnte er das in der Tat gesagt haben. Aber nicht, weil es stimmt, sondern weil er merkt, dass er zwischen zwei Fronten steht und seiner Mama nicht weh tun möchte. Er möchte einfach jedem gegenüber loyal sein.

Helfen könnte ihm, dass er merkt, dass ihr euch alle gegenseitig respektiert und er kein schlechtes Gewissen haben muss, dass er euch alle mag.

Viele Grüße
Blinking#stern

Beitrag von marion2 30.05.11 - 08:43 Uhr

Hallo,

das Kind hat einen Loyalitätskonflikt. Zwei Mütter sind eine zu viel.

Er muss erst lernen, damit umzugehen. Die andere Mutter aber auch. Und du offenbar genauso.

Gruß Marion

Beitrag von redrose123 30.05.11 - 08:50 Uhr

Ich denke bzw könnte mir vorstellen das die Ex damit eher ein Problem hat, nicht das Kind, wenn es sich so verhält wie du beschrieben hast seh ich da nichts das es dem Bub nicht recht wäre.

Er ist 7, rede mal mit Ihm wie er es findet, nicht ausfragen und direkt, im Spiel mal so nebenher "Na xy wie findest du es das wir da sind" so auf die Art.....

Beitrag von tweety111 30.05.11 - 08:57 Uhr

Da kommt zu Antwort, ich finds cool dass ihr da seit und wenn ich ihn frag ob wir wieder kommen sollen am WE dann kommt jaaaaaaaaaa. Und die 3 Wochen im Sommer sollen wir komplett da sein!

Beitrag von redrose123 30.05.11 - 11:02 Uhr

Mach dir keinen Kopf in diesem Alter merkt man es zumindest wenn was nicht passt;-) Ich denke wie gesagt der Mutter passt es nicht, eifersucht das du mit dem Ex zusammen bist? Oder das Kind dich auch mag? Es kann vieles sein....

Beitrag von juju0980 30.05.11 - 10:23 Uhr

Ich glaube auch eher, dass die Mutter des Kindes ein Problem damit hat und nicht das Kind - aber Kinder kann man ja immer schön vorschieben #augen

Beitrag von lisasimpson 30.05.11 - 10:56 Uhr

ihr seid seit KNAPP einem halben Jahr zusammen (5 Monate?).
und daß ihr die wochenenden zu viert verbringt geht schon eine ganze weil so- wenn ich das richtig lesen (nachdem ihr wie lange zusammen wart? 2- 3 Monate?).

ja, dann würde ich der mutter zustimmen: das fände ich zu schnell für das kind und ich fände es durchaus berechtigt, wenn der Papa mal etwas alleine mit seinem sohn unternimmt.



lisasimpson

Beitrag von juju0980 30.05.11 - 13:29 Uhr

Jetzt aber mal ganz ehrlich: Wenn die Mutter jetzt jemand neues kennenlernt, dann wird sie ja auch relativ schnell Zeit mit demjenigen verbringen - ich sehe da kein Problem drin, zumal das Kind sich ja mit "ihr" gut zu verstehen scheint.

Klar ist es schön, wenn es mal Sohn/Papa Unternehmungen gibt, aber wie gesagt, ich glaube kaum, dass die Mutter an den "Kinderwochenenden" auf Unternehmungen mit dem neuen Partner verzichten würde.

Ich seh da immer ganz ganz stark Eifersucht!

Beitrag von lisasimpson 30.05.11 - 14:00 Uhr

das ist doch kein argument, daß irgendeine mutter das auch schon mal gemacht hat.

Ich ganz persönlich bin der ansicht, daß eine beziehung zwischen erwachsenen erst so stabil sein sollte, daß erkennbar ist, daß diese längerfristig angelegt ist, bevor ich darin kinder involvieren würde (die sowieso schon eine traumatische trennungefahrung hinter sich haben).

dies würde ich ganz sicher nicht nach 2 monaten verorten.

und dann ist eben der 4- mal im monat besuch- kein alltag. weder der alltag des kindes noch des vaters. da JEDES mal dei neue parterin daran zu beteiligen finde ich aus dem oben genannten grund nicht richtig aber auch aus dem grund, daß ich dneke, daß Elternteil-kind beziehungen auch einen gewissen teil der exklusivität brauchen.
mein mann verbringt auch exklusiv zeit mit jedem der kinder (auch ohne mich als mutter und ohne den bruder).
diese zeit geht völlig unter. das ist bei der allein erziehenden mutter wohl eher nicht der fall.

aber dennoch- auch einer mutter würde ich empfehlen, die beziehung auf der paarebene so lange wie möglich auch dort zu belassen und erst wenn sich diese dort gefestigt hat die kinder einzubeziehen

lisasimpson

Beitrag von .leopoldina. 30.05.11 - 13:39 Uhr

Wie soll denn ein normales Weiterleben stattfinden, wenn die jeweiligen neuen Partner monatelang außen vor bleiben sollen? Wem soll das nützen oder wer soll geschützt werden? Dass das Kind beim leiblichen Vater das Wochenende verbringt, heißt doch nicht zwangsläufig, dass dafür sein komplettes Privatleben als nicht existent anzusehen ist - und das nach Monaten!? Das Kind hat doch im vorliegenden Fall keinerlei Schwierigkeiten damit - im Gegenteil.

leopoldina

Beitrag von lisasimpson 30.05.11 - 14:01 Uhr

Ich ganz persönlich bin der ansicht, daß eine beziehung zwischen erwachsenen erst so stabil sein sollte, daß erkennbar ist, daß diese längerfristig angelegt ist, bevor ich darin kinder involvieren würde (die sowieso schon eine traumatische trennungefahrung hinter sich haben).

dies würde ich ganz sicher nicht nach 2 monaten verorten.

und dann ist eben der 4- mal im monat besuch- kein alltag. weder der alltag des kindes noch des vaters. da JEDES mal dei neue parterin (mit kleinkind) daran zu beteiligen finde ich aus dem oben genannten grund nicht richtig aber auch aus dem grund, daß ich dneke, daß Elternteil-kind beziehungen auch einen gewissen teil der exklusivität brauchen.



lisasimpson

Beitrag von .leopoldina. 30.05.11 - 14:43 Uhr

Ich glaube schon, dass die Beziehung der TE gefestigt genug ist. Natürlich brauchen die Kinder auch exklusive Zeit mit dem leiblichen Elternteil. Aber darum ging es hier nicht.

Kinder erst einzubringen, wenn die neue Beziehung monatelang gefestigt ist, lässt sich praktisch in den seltensten Fällen verwirklichen und ob dies stets vernünftig bzw. besser für das Kind ist, mag dahin gestellt bleiben.

leopoldina

Beitrag von lisasimpson 30.05.11 - 14:48 Uhr

der mann hat das kind jedes wochenende für 24 stunden.
ich denke schon, daß man 3 -4 monate verstreichen lassen kann i nder die beziehung aufgebaut wird und dann LANGSAM das kind einbindet.
hier geht es darum, daß nach 5 monaten schon JEDES wochenende mti der neuen frau und dem kind verbracht wird.

denkst du im ernst, daß nach 2 monaten eine beziehung gefestigt ist?

lisasimpson

Beitrag von .leopoldina. 30.05.11 - 15:03 Uhr

Nach einem halben Jahr sollte doch wohl eine Beziehung gefestigt genug sein. Außerdem obliegt nicht uns, dies zu entscheiden bzw. zu beurteilen; jede Partnerschaft ist anders. Auch haben beide Partner Interesse daran, ihr Leben so normal wie möglich auszuleben; gerade im Interesse des Kindes; da gehören auch die Wochenenden dazu. Schwer ist es für das Kind so oder so.

leopoldina

Beitrag von lisasimpson 30.05.11 - 15:59 Uhr

"Nach einem halben Jahr sollte doch wohl eine Beziehung gefestigt genug sein"

das weiß ich nicht, aber ich würde sicehr auch nach einem halben jhahr darüber nachdenken damit zu beginnen das kind mit einzubinden.

aber hier reden wir davon, daß nach 5 monaten es zu problemen kommt ,weil das kind kein einziges mal mehr exklusive zeit mit seinem papa hat.
egal wer wem wie wo wann was sagt- das kind hat immer ein loyalitätsproblem
findet es die situation klasse dann hat die mutter ein problem damit
- findet es die situation blöd, haben der vater und die neue frau ein problem- was hier mit "was geht im kopf eines 7 jährigen vor?" kommentiert wird))
egal was das kind macht oder nicht - es wird immer ein problem mit einem elternteil bekommen.

die hier beschrieben situation ist nicht dafür geeigent diesen konflikt so gering wie möglich zu halten- was in jeden fall im sinne des kindes wäre

lisasimpson



Beitrag von .leopoldina. 30.05.11 - 15:25 Uhr

Hatte ich ganz vergessen: die TE schrieb ja, dass die Partner erst nach einiger Zeit (wieviel Wochen?) langsam das Kind in die neue Lebenssituation eingebunden haben bzw. daran teilhaben ließen. Warum jetzt nach 6 Monaten Probleme auftreten, das kann ja keiner beurteilen.

Beitrag von xbienchenx 30.05.11 - 16:22 Uhr

<<<ja, dann würde ich der mutter zustimmen: das fände ich zu schnell für das kind und ich fände es durchaus berechtigt, wenn der Papa mal etwas alleine mit seinem sohn unternimmt.


Sehe ich überhaupt nicht so. Ich habe meine 2 Kinder damals in allem mit einbezogen und mein jetziger Mann der auch einen Sohn mit in die Beziehung bracht, hat seinen Sohn ebenfalls gleich mitgebracht....mit allem drum und dran. Übernachtungen, Ausflüge usw.

Wir verstehen uns alle klasse und sind eine tolle Familie. Die Kids sehen sich als Geschwister, meine Kinder sehen ihn als Papa...und ich bin halt die Zweitmama für seinen Sohn.

4 Jahre sind wir nun zusammen und mitlerweile schon zu 6. Und alle Kinder lieben ihr Brüderchen...Rund rum eben eine glückliche Familie, weil man niemandem etwas vormacht oder etwas vorenthält.

Beitrag von lisasimpson 30.05.11 - 16:29 Uhr

schön, wen ndsa klappt.

bist du dir aber sicher, daß jede beziehung, die mal 2 wochen dauert auch so fest und dauerhaft ist wie eure?
findest du die gefahr, der kinder ausgesetzt werden, wenn sie jede zweite woche einem anderen "neuen partner" vorstellt werden nicht zu groß?

lisasimpson, die hofft, daß euer kinder dennoch exklusive mam- bz. papa-zeit haben

Beitrag von xbienchenx 30.05.11 - 16:37 Uhr

Es geht hier nicht um jede Beziehung, sonder um die der TE. Sie sind schon ne ganze Weile zusammen und das die Mutter da so reagiert, kann ich nicht nachvollziehen und ist aus meiner Sicht übertrieben. Dinge macht er auch so mit seinem Sohn alleine...
Die Kinder gehören nun mal dazu. Und ihre Papa und Mamazeit haben sie alle. Dazu muss man nicht den Partner wegschieben, das geht auch wenn der Partner da ist. Man geht was unternehmen oder liest ein Buch etc.


<<<findest du die gefahr, der kinder ausgesetzt werden, wenn sie jede zweite woche einem anderen "neuen partner" vorstellt werden nicht zu groß?

Das hört sich wirklich grausam an was du da sagst. Würde ich merken das meine Männer ständig abhaun, oder ich mich trenne, dann gehe ich natürlich alles vorsichtiger an, das ist klar. Es gibt aber keine Zeitspanne, wo man sagt das nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist um das Kind miteinzubeziehen.

Beitrag von lisasimpson 30.05.11 - 18:34 Uhr

du mußt es ja nicht so handhaben
ist meine prsönliche meinung (vielleicht habe ich auch einfach schon zu viele kinder mit ihren 8 "neuen papas" gesehen)

lisasimpson

Beitrag von xbienchenx 30.05.11 - 19:19 Uhr

...hmh, dann verallgemeinerst du aber. Und das hat die TE in diesem Falle nicht verdiehnt.

Beitrag von lisasimpson 30.05.11 - 19:41 Uhr

nein ganz im gegenteil.

ich nehme die bedanken der mutter ernst- denn es wären auch meien bedenken.
ich kann den sinn nicht erkennen, warum der vater wirklich jede woche die 24 stunden mit seinem sohn ebenfalls mit der neue (und sehr frischen!!9 freundin verbringen muß.
wenn sie nun nach 5 monaten ab und an mal dabei wäre, fäne ich das angemessen,
ich empfinde es als unangemessen so schnell dem kind eine "neue familie" zu präsentieren und ich empfinde es als unangemessenen, daß der 7 jährige gar keine exklusive zeit mehr mit seinem vater hat und ich epfinde es als unangemessen das problem mit "was geht im kopf eines 7 jährigen vor"- denn es ist sache der erwachsenen. nicht des 7 jährigen im loylitätskonflikt das anzugehen

von daher: mir ging es allein um die geschichte der Te nicht um irgendwen, bei dem es seit 18 jahren gut geht und alle nach 2 tagen "happy familiy" waren

lisasimpson

Beitrag von king.with.deckchair 30.05.11 - 19:53 Uhr

Ich frage mich schon, was im Kopf eines Siebenjährigen vorgeht - wenn er nämlich, wie du schon schreibst, keine Zeit mehr exklusiv mit dem Papa hat, sondern neben der Freundin auch das andere Kind "aushalten" muss, welches nun mehr Zeit mit seinem - des Jungen - Vater verbringt, als er.

Ich sehe es wie du - unangemessenes Vorgehen des ach so verliebten Pärchens.

Beitrag von xbienchenx 30.05.11 - 20:03 Uhr

Also meine Kinder können den Mund aufmachen, wenn sie von mir etwas wollen. und das sogar schon im Kindergartenalter. Wenn der Sohn das Gefühl hat zu wenig Zeit mit Papa zu haben, würde er sicherlich was sagen oder anders auffällig werden. Aber er würde mir Sicherheit nicht kuschelnd bei der neuen Freundin sitzen.....


Gott sei Dank denken nicht alle so verbissen.

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